Ich weiß nicht, wo das besser passt - hier, oder unter
Meditation?
Gedankenfreiheit -besonders in der Meditation und bei "autogenem Training" angestrebt - aber warum? Wozu?
Was sind unsere Gedanken?
Was ist unsere Sprache?
Die Sprache wurde entwickelt, um anderen Menschen mitteilen zu können, was da für Bedürfnisse sind.
Hunger Durst und ähnliches wurde mitgeteilt, in der Hoffnung, dass der Andere weiß, wie und wo man die Bedürfnisse "befriedigen" kann.
Sie wurde weiter entwickelt - die Sprache, damit auch unsere Gedanken.
So sind wir fähig, auch Gefühle auszudrücken.
Ein wenig unzulänglich, aber es geht.
So wurde die Sprache immer weiter entwickelt.
Sie ist uns so wichtig, dass wir ständig in einer Sprache ( meist der Muttersprache)denken, auch wenn wir nicht reden.
Aber - anders als die gesprochenen Worte - mit den Gedanken sind die Gefühle mit dabei!
Wen ich keine Empfindungen mehr habe, dann bin ich tot. Ich weiß aber, dass es den Tod nicht gibt, folglich gibt es auch immer die Gedanken.
Es ist mir also möglich, mit den Worten der Gedanken, meine Gefühle zu "untermalen". ja mich damit sogar hinführen zu lassen.
Wenn meine Gedanken abschweifen, kann ich mir sehr schnell sagen, das ich ja ganz was anderes fühlen will , mich mit den Gedanken - und damit auch schon den Gefühlen - da hin begeben, wo ich sein und fühlen will.
Ich behaupte, es ist gar nicht möglich, Gedankenfrei zu sein, denn alle Empfindungen und Vorstellungen sind auch Gedanken - auch ohne Worte.
Die Worte sind nur eine spezialisierte Form, um eine Kommunikation leichter zu ermöglichen.
Es ist möglich - ohne Worte zu denken, haben wir alle als Kleinkinder gemacht - es ist aber nicht möglich, nicht zu denken.Selbst in tiefstem Koma, wo keine Gehirnströme messbar sind, sind die Gedanken in mir - vielleicht nicht im Körper, das will ich nicht damit sagen.
Wenn also von Gedankenfreiheit gesprochen wird, kann nur das "Wortlose "denken gemeint sein.
Und was für einen Grund kann es geben, Wortlos zu denken? Es ist machbar - aber einen Vorteil kann ich nicht erkennen.
Ich lehre bei der Selbsthypnose auch alle, ihre Gedanken nicht blockieren zu wollen, sondern die Worte dazu zu benutzen, noch leichter dahin zu kommen, wo man will.
Es ist sehr hilfreich, wenn ich mir in Gedanken sage, dass eine Blume besonders gut riecht - ich kann mit den Worten mich erinnern, alle Sinne ein zu beziehen und mit den Worten mich zurück bringen.
Wenn da meine Gefühle und Gedanken an meinen Arbeitsplatz gehen, wo ich mir vorstelle, Rechnungen und Telefonate zu führen, kann ich mir schnell damit helfen, in dem ich mir sage, " aber nicht jetzt" hier am Strand in der Hängematte ist kein Handyempfang, das Festnetz auch nicht da - und außerdem weder Schreibtisch noch PC - also, werde ich das erledigen, wenn ich am Arbeitsplatz bin, jetzt genieße ich hier.
So kommen meine Gefühle viel rascher zurück.
Ich erkenne im "Gedanken frei " sein zu wollen, immer nur eine unnötige Erschwernis.
Man kann es tun und ausprobieren, ob man es schafft, aber bitte - keinen erfolg davon abhängig machen.
Ich liebe meine Gedanken, verspüre nicht die geringste Lust, sie zu blockieren.