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15.08.2010, 21:38
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Mal wieder: Gut und Böse Beitrag #97 (permalink)
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SO-HAM
Registriert seit: 13.08.2010
Ort: Auf deinem Monitor
Beiträge: 158
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Ich habe das Beispiel nur gewählt, um zu verdeutlichen, dass die Tat sozusagen eine "böse" wäre. Natürlich lässt sich über solche Begriffe streiten, aber nach irgendeiner Moral handelst du ja. Wenn du die CD lieber gleich im Laden stiehlst, bevor du jemanden erschießt, dann heißt es doch das du dich aus irgendeinem Grund dafür entschieden hast. Den Gedanken, den ich zu stützen versuche, ist dass du selbst bereits weißt welches die richtige ist. Das funktioniert frei nach deinem inneren Gefühl. Sobald du diese Wahl hast richtig/falsch (obwohl die CD klauen natürlich auch falsch wäre), dann käme das doch einer "guten" oder "bösen" Lösung nahe.
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15.08.2010, 22:03
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Mal wieder: Gut und Böse Beitrag #98 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 15.09.2009
Ort: Wien
Beiträge: 3.781
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Jeder hat seine eigenen Vorstellungen, doch die Vorstellungen zu GUT und BÖSE sind bei den meisten Menschen ziemlich ident.
Wenn ich eine Tat setze, dann weiß ich normalerweise schon, ob es eine gute oder eine böse ist.
"Dienlich oder nicht dienlich" - ist nicht Dasselbe wie GUT und BÖSE, denn was dem einen dienlich ist, ist dem anderen nicht unbedingt auch dienlich und was mir dienlich ist, muss dir nicht dienlich sein.
Wenn ich Dich bestehle, ist es mir dienlich, aber dem Bestohlenen nicht. Es war einwandfrei eine böse Tat, sowohl für den, der es gemacht hat, als auch für den, der bestohlen wurde. Ich kann auf keinen Fall sagen, dass es eine gute Tat war.
Auch eine gute Absicht kann schlechte Folgen haben. Trotzdem hat es sich um eine gute Tat gehandelt. Habe ich jedoch eine böse Tat gesetzt und sie hat zufälligerweise keine bösen Folgen gehabt, bleibt es trotzdem eine böse Handlung.
Auch wenn Du stiehlst, damit Du einem Armen helfen kannst, ist es keine gute Tat, denn ich habe jemandem etwas weggenommen: Der Zweck heiligt die Mittel nicht! Gut ist gut bös ist bös
Das ist doch leicht verständlich. Diese Begriffe sollten nicht verkompliziert werden, denn sie sollen für jeden verständlich sein.
Es hat schon zu vielen Missverständnissen geführt, weil man dachte, es wäre gleichgültig gut oder böse zu handeln, weil ja alles das Gleiche ist und das Eine das Andere bedingen muss.
Ich würde vor einer Verkomplizierung dieser beiden Begriffe warnen, weil sie im Chaos enden könnte, was für Niemanden wünschenswert ist, vor allem nicht für Menschen, die sich nicht im Philosophieren verlieren können und Klarheit brauchen. Die meisten Menschen aber philosophieren nicht, sie brauchen klare Linien und Definitionen um sich im Leben besser zurechtzufinden.
Ich bin für eine klare Sprache und eindeutige Begriffe.
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15.08.2010, 22:08
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Mal wieder: Gut und Böse Beitrag #99 (permalink)
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Mönch der leisen Weisheit
Sternzeichen:
Registriert seit: 12.08.2009
Alter: 21
Beiträge: 146
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@0€$0
Ich gebe Dir, was das Prinzip angeht, ja völlig Recht. Nur hat das ganze, meines Erachtens nach, nichts mit »Gut/Böse« zutun. Meine Entscheidung, weder zu stehlen, noch zu töten, treffe ich aufgrund meiner Realität, in welcher es zweckwidrig ist, andere zu verletzen, etc. Das bedeutet, es widerspricht dem, was ich meiner Wahl nach, als Realität zu erschaffen wünsche. Ergo -> Kontraproduktiv. Daraus ergibt sich für mich jedoch nicht, daß es »Gut« oder »Böse« ist. Es ist einfach was es ist. Und entweder etwas entspricht meiner von mir gewählten Wahrheit/Realität, oder eben nicht - doch darüber fälle ich keine Urteile. Es enthält für mich kein »Gut/Böse«, nur weil ich mich Für oder Gegen etwas entscheide. In den meisten Fällen suche ich ohnehin ein »Sowohl Als Auch«, anstatt »Entweder, Oder«. Das ist so, weil ich es als auf ganzheitlicher Ebene dienlicher erachte. Ob das nun Besser oder Schlechter ist .... kein Urteil.
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15.08.2010, 23:24
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Mal wieder: Gut und Böse Beitrag #100 (permalink)
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Mönch der leisen Weisheit
Sternzeichen:
Registriert seit: 12.08.2009
Alter: 21
Beiträge: 146
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@melpomene
ich bin aber nun mal kein Politiker, der sich darum kümmern muss, was »die meisten Menschen« brauchen. Das liegt ohnehin nicht in meinem Ermessen.
Es ist ja schön und gut, wenn Du mit anderen Worten beschreiben kannst, was Du ausdrücken willst. Ich bin nicht darauf aus, anderen meine Version aufzudrücken - ich biete nur eine weitere Möglichkeit an, für diejenigen, die sich ihrer bedienen wollen.
Das »Gut/Böse« funktioniert aus meiner Sicht nicht. Warum, Wieso, Weshalb, hab ich schon dargestellt. Diese Darstellungen resultieren aus meinen Beobachtungen, bezüglich des Gebrauchs der Sprachen und der Verständigungseffizienz. Meine Feststellung ist nämlich nicht die, daß die Menschen sich sehr »ident« sind, was verschiedene herkömmliche Begriffe anbelangt.
Ich möcht jetzt echt nicht nochmal darauf eingehen, wie sich »Gut/Böse« relativieren läßt, und wie aus »Gut« »Böse« werden kann, wenn man es nur aus einer differenzierten Perspektive betrachtet. Natürlich läßt sich ohnehin alles relativieren, und auch mein Beispiel ist davon nicht ausgeschlossen. Es geht ja gerade darum, daß es eben so ist, und daß ich versuche Möglichkeiten aufzuzeigen, um die Sprachen, in Anbetracht dessen, effektiver nutzen zu können. Und »Gut/Böse« fällt für mich da eben durch, weil nichtssagend. Vor tausend Jahren hat das vielleicht noch einen Wert gehabt, Heute ist »Gut« genauso unbedeutend wie »schön« ... eben weil es immer im »Auge des Betrachters liegt«.
In Zeiten des raschen Wandels und der Umstrukturierung grundlegendster Dinge, finde ich es schon angemessen, sich über den Gebrauch der Sprache einige tiefgehendere Gedanken zu machen. Außerdem macht man sich und anderen durch eine gewisse Urteilslosigkeit vieles sehr viel leichter. Vorallem wenn es um das »Gut/Böse« anderer geht. Seine eigenen Vorstellungen zu haben ist ja schön und gut, diese jedoch wie eine Schablone auf alles und jedes zu übertragen, bringt nicht viel, wenn einem daran gelegen ist, die umfassenderen Realitäten in Erfahrung zu bringen.
Daher -> Es gibt »Gut/Böse« und es gibt »Gut/Böse« nicht, und die Differenz liegt im Auge des Betrachters - denn das Betrachtete ändert sich, je nach Betrachter.
So. Ich bedanke mich vorerst für diesen sehr anregungsreichen Sonntag  Hat sich auf jedenfall gelohnt, für mich.
ich wünsche einen dienlichen Schlaf und eine funktionierende neue Woche, mit nützlichen Erkenntnissen,
tach' auch
Geändert von UnbrokenFlower (15.08.2010 um 23:29 Uhr)
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15.08.2010, 23:29
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Mal wieder: Gut und Böse Beitrag #101 (permalink)
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SO-HAM
Registriert seit: 13.08.2010
Ort: Auf deinem Monitor
Beiträge: 158
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Zitat:
Zitat von UnbrokenFlower
@0€$0
Ich gebe Dir, was das Prinzip angeht, ja völlig Recht. Nur hat das ganze, meines Erachtens nach, nichts mit »Gut/Böse« zutun. Meine Entscheidung, weder zu stehlen, noch zu töten, treffe ich aufgrund meiner Realität, in welcher es zweckwidrig ist, andere zu verletzen, etc. Das bedeutet, es widerspricht dem, was ich meiner Wahl nach, als Realität zu erschaffen wünsche. Ergo -> Kontraproduktiv. Daraus ergibt sich für mich jedoch nicht, daß es »Gut« oder »Böse« ist. Es ist einfach was es ist. Und entweder etwas entspricht meiner von mir gewählten Wahrheit/Realität, oder eben nicht - doch darüber fälle ich keine Urteile. Es enthält für mich kein »Gut/Böse«, nur weil ich mich Für oder Gegen etwas entscheide. In den meisten Fällen suche ich ohnehin ein »Sowohl Als Auch«, anstatt »Entweder, Oder«. Das ist so, weil ich es als auf ganzheitlicher Ebene dienlicher erachte. Ob das nun Besser oder Schlechter ist .... kein Urteil.
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Natürlich gliedern sich nicht alle unsere Fragen nach "gut und böse", ob ich jetzt einkaufen gehe und dann den abwasch mache oder andersherum ist ganz gleich. Eine Rolle spielen meiner Meinung nach diese Worte erst, wenn man sich gegen einen Menschen oder für einen Menschen entscheiden muss. Dieser Mensch kann man auch selbst sein.
Ich sehe auf jeden Fall, dass du dir Gedanken machst und die Sachen hinterfragst. Aber ich bleibe bei meinem Standpunkt, dass sich die "menschenfreundliche" Antwort, die ich als die gute betrachten würde, in uns selbst zufinden ist.
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16.08.2010, 10:12
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Mal wieder: Gut und Böse Beitrag #102 (permalink)
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Chaosmagier
Registriert seit: 21.01.2008
Beiträge: 4.473
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Unbroken Flower hat insofern recht, dass die Begriffe Gut und Böse mit traditionellen Vorstellungen verknüpft sind. Das ist in der Tat ein Problem, macht aber die Worte nicht verkehrt. Es nützt nichts, andere Worte zu verwenden, wenn damit auch wieder falsche Vorstellungen verbunden sind.
Deshalb ist es notwendig, sich von allen herkömmlichen Vorstellungen und religiösen Traditionen über die Bedeutung von Gut und Böse zu befreien und sich einzig und allein auf das Gesetz von Ursache und Wirkung zu stützen. Und deshalb sehe ich es als eine der wichtigsten Aufgaben des Menschen, die Gesetzmäßigkeiten des Lebens zu erforschen.
Wenn wir in gutem Glauben gegen dieses Gesetz handeln, werden wir trotzdem die negativen Folgen tragen müssen. Wenn uns jemand eine falsche Vorstellung von Gut und Böse vermittelt hat, hat er sich mitschuldig gemacht, aber wir tragen genauso Verantwortung für das, was wir übernehmen.
"Wenn Halbweise die verhältnismäßige Unwirklichkeit des Universums sehen, bilden sie sich ein, den Gesetzen des Universums trotzen zu können - das sind aber eitle, anmaßende Narren, die an den Felsen zerschellen und von den Elementen wegen ihrer Narrheit zerissen werden." (Kybalion)
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17.08.2010, 15:01
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Mal wieder: Gut und Böse Beitrag #103 (permalink)
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Mönch der leisen Weisheit
Sternzeichen:
Registriert seit: 12.08.2009
Alter: 21
Beiträge: 146
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Mir ist gestern ein Buch zuteil geworden, welches das hierige Thema in einem sehr umfassenden, und ich will meinen einleuchtenden Maße erörtert. Ich kratze derzeit noch an der Oberfläche dieses Werkes, doch ich kann es bereits jetzt all jenen wärmstens ans Herz legen, welche sich mit Allem Was Ist tiefgehend beschäftigen oder ihr Verständnis davon erweitern möchten.
Es handelt sich um das Buch »Gott Ich Bin« von Peter O. Erbe.
viele Grüße
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