Hi Turis,
Nichts bis Alles... Dem kann man meiner Meinung nach keine "wirklichen" Grenzen setzen; es sei denn, das Gehirn sollte eine natürlich-begrenzte Speicherkapazität haben - das würde aber bedeuten, daß das Gehirn in verschiedenen Datengrößen und -formaten denkt, funktioniert und speichert, und das wiederum ist wohl eher nicht der Fall.
Nichts bis Alles... Du musst dein Handeln und Wandeln mit Dir selbst irgendwie vereinbaren können, sprich, Du kannst - im Prinzip - machen wasde willst, sofern Deine
eigene (!) Ethik damit übereinstimmt. Und alles was Dir zuwider ist, lässt Du eben sein... Daraus ergibt sich über Lang oder Kurz eine Art "Landkarte", auf der Du Dich bewegen kannst. In welche Richtung Du gehen "sollst", wirst Du anhand der bisherig gemachten Erfahrungen wissen, bzw. rausfinden (können).
Nichts bis Alles... Hoffen hat halt immer viel damit zutun, was man sich vom Hoffen erhofft. Und die dahinterstehende Philosophie ist auch von Bedeutung; bspw. gibt es Ansichten, nach denen Hoffen = Anhaften bedeutet, und Anhaften = etwas Negatives ist. Demnach sollte man wahrscheinlich gar nichts hoffen... oder machen... oder denken... oder fühlen... Andererseits gibt es auch Ansichten, nach denen Hoffnung (Erwartungen, Träume, Pläne (alles eng verbunden mit zukunftsorientiertem Denken)) das Öl für unseren Motor ist, und ohne welches wir zum scheitern verurteilt sind. Und es gibt noch unzählige weitere Ansichten, welche alle einen großen Einfluss auf das Hoffen per se haben.
Daher sollte man sich erstmal fragen, was Hoffen für Einen selbst ist, und was man sich davon erhofft. Und, je nach dem, ob das dann mit dem eigenen Willen/Wünschen auch tatsächlich übereinstimmt, hofft man eben dieses oder jenes... oder gar nicht.
Nichts bis Alles... Manche sehen im Menschen einen Faktor; eine Statistik, einen Gewinn bzw. Verlust, ein Kreuz oder ein Häkchen auf einem Blatt Papier... manche sehen etwas Göttliches; eine unendliche Energie, mit der man selbst und alles und jeder bis in alle Ewigkeit verbunden ist. Andere sehen Organismen und Bakterien und lauter klitzekleine Viecher, die andauernd dafür sorge tragen, daß der Gesamtkomplex (= alles, und somit sie selbst) am Leben bleibt. Wieder andere sehen gar nichts. Rein Wissenschaftlich sind wir mehr oder weniger Zufallsprodukte zweier sich einst (mehr oder weniger) liebender Menschen; herumlaufende chemische Prozesse; bewohnte Materie...
Was der Mensch letztendlich ist, ist davon abhängig, von welchem Standpunkt aus man sich dieser Frage nähert.
Ich möchte hier an dieser Stelle gerne mal meine Signatur zitieren:
Wessen Mund könnte wohl groß genug sein, um die Dinge so darzustellen, wie sie sind?
. . .
Das Wirken von von mir gesetzten Ursachen hängt meiner Meinung nach sehr stark davon ab, mit welchem Bewußtsein ich diese Ursache gesetzt habe... Wenn ich z.B willentlich/böswillig jemandem Schmerz zufüge, dann werden die Wirkungen darauf anders sein, als wenn meine Handlung aus reinem Gewissen und lichtem Bewußtsein resultiert (also wenn bspw. meine Handlung indirekt (= ohne daß ich es beabsichtigte) jemandem schadet).
Es ließe sich nun fragen, warum, wieso, weshalb reines Gewissen bzw. "lichtes Bewußtsein" überhaupt Schaden/Schmerz anrichten kann... aber das würde glaube ich fast 'nen eigenen Thread verdienen...
Viele Grüße,
die ungebrochene Blume.