Jede Bescheibung von dem, was oft Gott genannt wird, ist immer ein-seitig, weil einfach eben nur ein Aspekt beschrieben wird. Wenn ich mit bestimmtheit sage, Gott ist dies und lasse ein anderes nicht gelten, dann begrenze ich das grenzenlose - kurz ich begrenze Gott. Aber das ist eben menschlich. Wir müssen auch unterscheiden zwischen Gott als Ganzes (also v.a. der jenseitige Teil, in dem das diesseitige eingebettet ist) und Gott, wie er hier in der Welt erscheint. Gott erscheint hier immer relativ auf verschiedene Weise - tatsächlich ist Gott aber absolut.
Es ist auch nützlich Gott mal auf dieses oder jenes zu begrenzen, aber vielfach wird eben nicht gesehen, dass diese Begrenzung eben nicht wahr ist, sondern nur relativ wahr und vielfach wird eine Begrenzung verwendet, die dann auch noch schädlich ist (z.B. Gott ist rachsüchtig).
Grüße Shuichi