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22.08.2009, 19:12
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Weltsichten (sammeln, betrachten und vereinen) - Synthesethread Beitrag #1 (permalink)
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Ursache
Sternzeichen:
Registriert seit: 02.04.2007
Ort: Berlin-Reinickendorf
Alter: 26
Beiträge: 5.337
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Weltsichten (sammeln, betrachten und vereinen) - Synthesethread
Ich dachte mal, ich mache einen Thread auf in dem man zwei Gegensätzliche Weltsichten darstellt - so als eine Art Sammlung. Dann ihre Unterschiede ausmacht, dabei gut auf die Perspektive aus der heraus man das macht beobachtet und dann diese beiden Weltsichten vereint. Auch gerne, oder besser unbedingt darf das an praktischen Beispielen festgemacht oder direkt auf die Praxis bezogen werden. Natürlich unterliegt das hier immernoch Meinungen und Ansichten. Und natürlich beziehen wir da auch immer esoterische Aspekte mit ein.
Ich fände es aber schön, wenn man zur Diskussion einzelner Weltsichten neue Threads aufmacht oder sich in bestehende verlegt. Würde auch bitten, dass die Mods darauf achten und bedanke mich gleich im Vorraus dafür. (Hach, jetzt mach ich auch noch Arbeit, aber vielleicht wird der Thread ja nichts)
Das heißt Diskussion, ob die Ansicht/Perspektive richtig oder falsch ist: Nein
Ergänzungen und Korrekturen bzw. andere Ansichten/Meinungen: Ja
Ist nicht leicht da zu unterscheiden. Ich fang hier einfach mal an.
Leben mit/im freien Willen vs. vorherbestimmtes Leben.
Leben mit freiem Willen: Das ist für die meisten wahrnehmbar und erfüllt definitiv auch seinen Zweck. Würde man nicht wenigstens teilweise an den freien Willen glauben, dann würde man sich am Ende zurücklehnen und käme wohl zu dem Schluss, dass man keine Verantwortung trägt, denn man wurde ja gehandelt und hat nicht selbst gehandelt.
In Bezug auf Gottesbilder und Weltbilder, die den Sinn des Lebens erklären ist der freie Wille auch sehr wichtig da viele Konzepte darauf aufbauen. (Hiermit hängt oft auch eng der allgemeine Zufall zusammen)
Vorherbestimmung: Das ist nur für einige und meist über Synchronizitäten, eher nicht über Kausalitäten, wahrnehmbar. Die Weltsicht Vorherbestimmung teilt sich auch noch in Unterbereiche, wie punktuelle Vorherbestimmung (mit gewissen Punkten, die erreicht, erlebt / ... werden müssen) oder Rahmengebundene Vorherbestimmung (ein gewisser Rahmen (z.B. Lebensaufgabe ist treibende Kraft hinter den Ereignissen und bestimmt des öfteren wohin mich mein Weg führt) oder esoterische 100 % Vorherbestimmung oder weitere. Es gibt auch noch die wissenschaftliche 100% Vorherbestimmung, bei der eben alles deterministisch abläuft und 1 auf dem anderen logisch aufbaut, hier gibt es keinen Sinn, das passiert eben alles.
Die 100% Vorherbestimmung ist ein Syntheseweg für diese Weltsichten, da die 100% Vorherbestimmung nicht ohne die perfekte Illusion der Willensfreiheit funktioniert. Beides existiert parallel (Synthese). Für dieses Konzept ist übrigens keine Lebensaufgabe, Karma oder anderweitiges notwendig. Bei der esoterischen 100% Vorherbestimmung kommt noch ein göttlicher Plan hinzu, eine Art Ziel oder eine Art Evolution (auf materieller- und BewusstseinsEbene).
100% Atheismus vs 100% Theismus
Ich halte mich mal einfach an Wikipedia, besonders an den ersten Satz.
Bei diesen beiden ist es einfach zu einer Synthese zu kommen. Es hängt nämlich nur vom Gottesbild ab. Bzw. von der gerade herrschenden Perspektive.
100 % Atheist bin ich, wenn ich sage, dass es keinen Gott gibt. Wenn ich aber das Universum und das, woraus es entstand und entsteht (denn es wandelt und verändert sich ja immernoch alles und dieses muss ja irgendworin geschehen (Alles+Nichts=Gott -Hypothese)) als Eins ansehe und dann feststelle, das eben dieses Universum exisitert, dann bin ich wohl 100 % Theist, denn ich weiß ja, dass es existiert. Wenn dann aber jemand ankommt und mir erklären will, dass Gott etwas von mir will und dass er das in ein Buch geschrieben hat und zwar nur in dieses Buch, dann bin ich in Bezug auf diesen Gott wieder 100 % Atheist. Hier ist es also ganz offensichtlich, dass die Perspektive, bzw. der perspektivische Wechsel entscheidend ist für die Synthese. Wenn man hier also eine lockere Perspekive hat, dann hat man die Synthese.
So, das kann jetzt ergänzt oder erweitert oder in anderer Form dargestellt werden. Zu Atheismus vs Theismus, bzw zu Gott haben wir aber genügend Threads und zum Thema freier Wille und so weiter gibt es auch einen. In diesem Sinne meine ich das, was ich oben schrieb. Man achte auf meine Farben.
Übrigens darf die grundsätzliche Intention meines Threads auch gerne Diskussionsgegenstand sein, ich bin da sehr an Verbesserungen usw. interessiert. Solche "Tralala vs. Tralalusachen" bitte ich daher zu markieren, dann findet ein späterer Leser die schneller.
Grüße Shuichi
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23.08.2009, 01:15
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Weltsichten (sammeln, betrachten und vereinen) - Synthesethread Beitrag #2 (permalink)
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venusian joker
Registriert seit: 28.06.2009
Ort: Mitten im Leben und immer einen Schritt voraus
Beiträge: 613
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Ohne jetzt den Begriff "Weltsicht" zu diskutieren, stelle ich jetzt mal zwei weitere in den Raum:
Egoismus vs. Altruismus
Wenn ich die Welt und das Leben aus der Sicht eines perfekten Egoisten betrachte, stehe ich mir selbst am nächsten und richte mein gesamtes Denken, Fühlen und Handeln auf den eigenen Vorteil aus. Um meine persönlichen Interessen durchzusetzen, gehe ich – ohne Rücksicht auf (fremde) Verluste - sprichwörtlich „über Leichen“. Mein Universum ist dazu da, dass ich er-füllt werden.
Hingegen handle ich als perfekter Altruist uneigennützig und selbstlos, habe stets nur das Wohlergehen der anderen im Auge, während die eigenen Interessen bis hin zur Selbstaufopferung hintangestellt werden. Das Universum ist da, damit ich mich er-fülle.
Wie überall im Leben ist auch hier die Perfektion reine Illusion und die Übergänge zwischen beiden sind fließend, v.a. wenn man die zugrunde liegenden Motivation und den resultierenden Nutzen berücksichtigt. So kann etwa auch ein egoistisch orientierter Mensch altruistisch handeln, wenn er sich dadurch einen Vorteil für sich selbst verspricht.
Vereinfacht ausgedrückt, fühlt sich der Egoist nicht deshalb gut, weil er andern hilft, sondern weil er durch diese Unterstützung anderer persönliche Ziele verwirklicht.
Legen wir dies auf den Altruisten um, der anderen hilft, weil er sich selbst nur gut fühlen kann, wenn er dazu beiträgt, dass andere sich gut fühlen, unterstellen wir ihm aber gerade damit eine egoistische Motivation!
Wenn ich die bewusste Rückkehr in das All-Eine als mein höchstes spirituelles Ziel erachte und gleichzeitig weiß, dass das All-Eine nur vollkommen ist, wenn diese Wiedervereinigung eine universelle ist, und ich in weiterer Folge – koste es mich, was es wolle! - nichts unversucht lasse, um auch anderen auf ihren Weg zu „helfen“ – auf welcher Seite des Pendels schwinge ich dann? Die ethische Weltanschauung so mancher spirituellen Führer könnte also durchaus einer näheren Durchleuchtung wert sein.
Als perfekte (sic) Synthese der beiden (im Sinne eines Ausgleichs) wird im Allgemeinen die Liebe genannt.
Liebe Grüße 
Sabine
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23.08.2009, 09:23
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Weltsichten (sammeln, betrachten und vereinen) - Synthesethread Beitrag #3 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
Sternzeichen:
Registriert seit: 09.02.2007
Ort: bei Münster/Westf.
Alter: 59
Beiträge: 2.046
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Realität vs. Illusion
Auch hier gibt es zwei entgegengesetzte Positionen:
- Alles Erkennbare ist real.
Es gibt unterschiedliche "Weiten" von Realität.
Manches ist vielleicht nur für mich real, anderes für mehrere Personen oder größere Gruppen, und manches - wie z.B. dass hier und jetzt die Sonne scheint - wird allgemein akzeptiert.
- Alles Erkennbare ist Illusion
Was wir wahrnehmen, ist eine Konstruktion unserer Vorstellung, unseres Denkens und unserer Sinne. Selbst etwas anscheinend so Massives wie ein Berg löst sich bei genauerer Erforschung in eine Erscheinung aus Energie auf und diese wiederum in Wahr-schein-lichkeit.
Die erste Position für sich allein genommen reduziert Wirklichkeit letztlich auf eine Mehrheits-Entscheidung.
Die zweite Position für sich allein genommen ist nicht alltags-tauglich. Dass der Berg aufhört zu erscheinen, während ich ihn besteige, ist so extrem unwahrscheinlich, dass es vernachlässigt werden kann.
Dennoch halte ich beide Positionen für unverzichtbar.
Wirklichkeit hier und jetzt ist etwas Unabweisbares. Dass die Sonne scheint ist eine Gegebenheit, die ich beim Handeln berücksichtigen muss. Die Überlegung, dass "Sonne" eine Vorstellung ist, schützt nicht vor Sonnenbrand.
Illusion ist aber ebenso allgegenwärtig. Nichts von dem, was ich wahrnehme, fühle, denke, ist absolut, immer und überall gültig.
Herzliche Grüße
Marjul
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23.08.2009, 13:21
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Weltsichten (sammeln, betrachten und vereinen) - Synthesethread Beitrag #4 (permalink)
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Ursache
Sternzeichen:
Registriert seit: 02.04.2007
Ort: Berlin-Reinickendorf
Alter: 26
Beiträge: 5.337
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Ha, es läuft an - schön. Also danke an euch beide.^^
Zitat:
Zitat von JackKyra
Ohne jetzt den Begriff "Weltsicht" zu diskutieren, stelle ich jetzt mal zwei weitere in den Raum:
Egoismus vs. Altruismus
Wenn ich die Welt und das Leben aus der Sicht eines perfekten Egoisten betrachte, stehe ich mir selbst am nächsten und richte mein gesamtes Denken, Fühlen und Handeln auf den eigenen Vorteil aus. Um meine persönlichen Interessen durchzusetzen, gehe ich – ohne Rücksicht auf (fremde) Verluste - sprichwörtlich „über Leichen“. Mein Universum ist dazu da, dass ich er-füllt werden.
Hingegen handle ich als perfekter Altruist uneigennützig und selbstlos, habe stets nur das Wohlergehen der anderen im Auge, während die eigenen Interessen bis hin zur Selbstaufopferung hintangestellt werden. Das Universum ist da, damit ich mich er-fülle.
Wie überall im Leben ist auch hier die Perfektion reine Illusion und die Übergänge zwischen beiden sind fließend, v.a. wenn man die zugrunde liegenden Motivation und den resultierenden Nutzen berücksichtigt. So kann etwa auch ein egoistisch orientierter Mensch altruistisch handeln, wenn er sich dadurch einen Vorteil für sich selbst verspricht.
Vereinfacht ausgedrückt, fühlt sich der Egoist nicht deshalb gut, weil er andern hilft, sondern weil er durch diese Unterstützung anderer persönliche Ziele verwirklicht.
Legen wir dies auf den Altruisten um, der anderen hilft, weil er sich selbst nur gut fühlen kann, wenn er dazu beiträgt, dass andere sich gut fühlen, unterstellen wir ihm aber gerade damit eine egoistische Motivation!
Wenn ich die bewusste Rückkehr in das All-Eine als mein höchstes spirituelles Ziel erachte und gleichzeitig weiß, dass das All-Eine nur vollkommen ist, wenn diese Wiedervereinigung eine universelle ist, und ich in weiterer Folge – koste es mich, was es wolle! - nichts unversucht lasse, um auch anderen auf ihren Weg zu „helfen“ – auf welcher Seite des Pendels schwinge ich dann? Die ethische Weltanschauung so mancher spirituellen Führer könnte also durchaus einer näheren Durchleuchtung wert sein.
Als perfekte (sic) Synthese der beiden (im Sinne eines Ausgleichs) wird im Allgemeinen die Liebe genannt.
Liebe Grüße 
Sabine
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Hui, da könnte man Jetzt Liebe diskutieren. Was manche für Liebe halten hat wohl ziemlich viel mit Ego-, aber wenig mit Altruismus zu tun. Trotzdem hast damit recht.
Ich denke, bei einer Synthese zwischen den beiden ist es auch wichtig ob man sich überhaupt in dem ein oder anderen sieht. Wenn ich einfach für mich handle, weil es ganz offensichtlich sinnvoll ist und dabei aber darauf achte, dass ich niemand anderem schade, besser noch vielleicht jemand anderem nutze (aber nicht als Ziel, sondern als positiver Nebeneffekt), dann habe ich wohl in mir die Synthese vereint. (Niemand anderem schaden ist auch logisch, weil man sich damit schlussendlich potentiell selbst schadet.) Dabei hat aber die Egoistische oder Altruistische Motivation dahinter keine Bedeutung, sie ist also nicht vorhanden - das handeln entsteht dann einfach ohne diese Motivation dahinter. - Joa, das würde ich auch Liebe nennen bzw. eine Erscheinung der Liebe.^^
Grüße Shuichi (habe wieder mal ein paar Wortgrenzen erreicht: siehe "Erscheinung von Liebe" ist ja schon wieder halb falsch  )
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24.08.2009, 09:40
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Weltsichten (sammeln, betrachten und vereinen) - Synthesethread Beitrag #5 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
Sternzeichen:
Registriert seit: 09.02.2007
Ort: bei Münster/Westf.
Alter: 59
Beiträge: 2.046
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Zitat:
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Wenn ich einfach für mich handle, weil es ganz offensichtlich sinnvoll ist und dabei aber darauf achte, dass ich niemand anderem schade, besser noch vielleicht jemand anderem nutze (aber nicht als Ziel, sondern als positiver Nebeneffekt), dann habe ich wohl in mir die Synthese vereint. (Niemand anderem schaden ist auch logisch, weil man sich damit schlussendlich potentiell selbst schadet.)
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Nicht nur potentiell, würde ich sagen, Shuichi.
Dabei kommt es darauf an, wie ich "ich" definiere.
Wenn alles "ich" ist, schade ich mir durch Lieblosigkeit immer.
Da haben wir ein weiteres Paar von einander (anscheinend) entgegengesetzten Positionen:
Individualismus vs. Kollektivismus
Individualismus betont die Einzigartigkeit jedes Menschen - sie darf nicht dem Kollektiv geopfert werden.
Kollektivismus betont die grundlegende Gleichheit aller.
Missverstehen und missbrauchen lassen sich beide Positionen sehr leicht.
Die Synthese besteht, glaube ich, darin den Begriff des Ich weiter zu fassen als die eigene Person. "Liebe deinen Nächsten wie dich selbst" ist dann keine willkürliche Forderung, sondern trägt der Wirklichkeit Rechnung, dass der Andere ich selbst ist.
Herzliche Grüße
Marjul
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24.08.2009, 13:42
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Weltsichten (sammeln, betrachten und vereinen) - Synthesethread Beitrag #6 (permalink)
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venusian joker
Registriert seit: 28.06.2009
Ort: Mitten im Leben und immer einen Schritt voraus
Beiträge: 613
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Zitat:
Zitat von Marjul
Die Synthese besteht, glaube ich, darin den Begriff des Ich weiter zu fassen als die eigene Person. "Liebe deinen Nächsten wie dich selbst" ist dann keine willkürliche Forderung, sondern trägt der Wirklichkeit Rechnung, dass der Andere ich selbst ist.
Herzliche Grüße
Marjul
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Wonach Gott (wie immer du ES interpretierst) also Egoist wäre?
Liebe Grüße
Sabine
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24.08.2009, 15:15
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Weltsichten (sammeln, betrachten und vereinen) - Synthesethread Beitrag #7 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
Sternzeichen:
Registriert seit: 09.02.2007
Ort: bei Münster/Westf.
Alter: 59
Beiträge: 2.046
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Das läuft auf die Frage hinaus, ob es einen Schöpfer gibt.
Also wieder eine Polarität:
Die Welt ist geschaffen vs. die Welt ist entstanden
"Geschaffen" setzt Absicht voraus, "entstanden" klingt nach Zufall.
Bei Zufall kann man nicht von Egoismus reden, denn der ist eine Absicht.
Die Synthese liegt für mich darin, dass "die Welt" eine leere Worthülse ist. Wenn ich mich frage: "Was ist die Welt?" löst sie sich auf wie eine Fata Morgana.
Was es gibt, sind meine Vorstellungen von der Welt. Die können egoistisch sein oder auch nicht...
Herzliche Grüße
Marjul
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24.08.2009, 15:33
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Weltsichten (sammeln, betrachten und vereinen) - Synthesethread Beitrag #8 (permalink)
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venusian joker
Registriert seit: 28.06.2009
Ort: Mitten im Leben und immer einen Schritt voraus
Beiträge: 613
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Zitat:
Zitat von Shuichi
(habe wieder mal ein paar Wortgrenzen erreicht: siehe "Erscheinung von Liebe" ist ja schon wieder halb falsch )
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sic! (und das "k" hab ich jetzt nicht vergessen, wie böse Zungen vielleicht unterstellen würden! )
Und um gleich noch eine weitere Variante eines ewigen Themas einzubringen.
Optimismus vs. Pessimismus
In seiner reinsten Form vertraut der Optimist darauf, in der besten aller möglichen Welten zu leben, sein gesamtes Sein ist ausgerichtet auf und geprägt vom Glauben an/Vertrauen auf eine positive Zukunft.
Hingegen geht der Pessimist davon aus, dass alles Leben Leiden ist und auch der scheinbar positivste Ist-Zustand letztendlich im Negativen münden muss.
Akzeptiert man den gegenwärtigen dualen Charakter der Welt der Erscheinungen, dann erschiene eine ebensolche Sichtweise (und damit einhergehende Interpretation ) ihrer Emanationen als logische Synthese beider Weltanschauungen.
In welchem Falle es auch ohne Bedeutung wäre, ob wir diese Erscheinungen als halb-falsch oder als halb-richtig sprechen 
Liebe Grüße 
Sabine
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