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08.07.2009, 11:37
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Glaube Beitrag #1 (permalink)
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Gast
Registriert seit: 21.03.2006
Beiträge: 0
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Glaube
Hallo ihrs,
Heute konnte ich in einem Forum lesen, dass sich jemand vom Glauben distanziert, weil er sich mit den Theorien von Philosophen befasst. Ich habe versucht zu erklären, dass es sich ja auch dabei bloss um "Glaube" handelt, weil er glaubt, dass diese Philosophien richtig seien. Als Antwort kam zurück, dass er einen Unterschied mache zwischen Glauben an Religionen oder an Philosophien.
Mir persönlich erscheint dies etwas ulkig, da es doch eigentlich egal ist, ob man an eine Religion, an Gott, an irgendwelche Philosophien, an Prinzipien wie die der Kahunas oder den hermetischen Prinzipien glaubt, für mich persönlich bleibt es Glaube.
Spielt es wirklich eine Rolle, ob man einer Theorie oder einem Gott/Göttin usw vertraut?
Wie seht ihr das?
Neugierige Grüsse
Kangiska
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08.07.2009, 12:17
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Glaube Beitrag #2 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
Sternzeichen:
Registriert seit: 09.02.2007
Ort: bei Münster/Westf.
Alter: 59
Beiträge: 2.044
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Hallo Kangiska und alle,
was ich über "Glauben" denke, habe ich bei der Beschäftigung mit den Bachblüten gelernt. Die Blüte Gentian hilft bei ungesunder Skepsis, die die Schaffenskraft lähmt.
Glaube ist schöpferisch, ganz gleich an was ich glaube: es wirkt sich aus.
Wenn ich an gar nichts glaube und allem distanziert-skeptisch gegenüberstehe, führt das zur Sinnlosigkeit.
Die nächste Frage erst gilt den Glaubens-Inhalten. Ich glaube das, was ich bin, und werde zu dem, was ich glaube. Wenn da etwas nicht passt, macht es sich früher oder später durch Leiden bemerkbar. Da finde ich eine gesunde Portion Skepsis angebracht, vor allem gegenüber dem Ich, das sich etwas vorstellt.
Herzliche Grüße
Marjul
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08.07.2009, 13:12
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Glaube Beitrag #3 (permalink)
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Moderator
Registriert seit: 02.12.2008
Ort: Berlin-Wilmersdorf
Beiträge: 4.733
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Zitat:
Zitat von Kangiska
Hallo ihrs,
Heute konnte ich in einem Forum lesen, dass sich jemand vom Glauben distanziert, weil er sich mit den Theorien von Philosophen befasst. Ich habe versucht zu erklären, dass es sich ja auch dabei bloss um "Glaube" handelt, weil er glaubt, dass diese Philosophien richtig seien. Als Antwort kam zurück, dass er einen Unterschied mache zwischen Glauben an Religionen oder an Philosophien.
Mir persönlich erscheint dies etwas ulkig, da es doch eigentlich egal ist, ob man an eine Religion, an Gott, an irgendwelche Philosophien, an Prinzipien wie die der Kahunas oder den hermetischen Prinzipien glaubt, für mich persönlich bleibt es Glaube.
Spielt es wirklich eine Rolle, ob man einer Theorie oder einem Gott/Göttin usw vertraut?
Wie seht ihr das?
Neugierige Grüsse
Kangiska
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Hallo Kangiska!
Ich denke diese Art von "Scheidung" zwischen Philosophie und Glaube, die in unseren westlich orientierten Länder passiert ist, begründet die ganze Sache.
Nach der Horrorherrschaft der katholischen Kirche, wo der Glaube bis zur Perfektion pervertiert und instrumentalisert wurde, hat man danach natürlich davon weg zu kommen versuch, denn klar stand, diejenigen die den Glaube vertraten, waren nicht wirklich an Wahrheiten interessiert. Denn der Glaube war ein Symbol von Falschheit und Unterdrückung. Deswegen obwohl Aristoteles, Platon, Plutarch und all die anderen damals Adepten waren, wurde diese Seite einfach ausgeblendet.
Ich denke, die einzige Religion (oder Glaube) wo keine Scheidung gab, ist der Buddhismus ...
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10.07.2009, 17:09
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Glaube Beitrag #4 (permalink)
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venusian joker
Registriert seit: 28.06.2009
Ort: Mitten im Leben und immer einen Schritt voraus
Beiträge: 613
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Liebe Kangiska,
ich sehe es so:
Den Philosophien/Philosophen is es wurscht, ob ich an sie glaube. Sie zeigen Möglichkeiten auf, wie sich das Schwer-Denkbare ('Un'-Denkbare) denken ließe.
Gott is es auch wurscht, ob ich an ihn glaube. Es bietet mir immer und überall die Möglichkeit, mich auf Es einzulassen, Es zu fühlen.
Einzig den Religionen, den institutionalisieren Sekten und Glaubensgemeinschaften und und und ist es nicht wurscht ob ich an sie/an ihre Lehren glauben.
Und das is wiederum mir wurscht.
lg
Sabine
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10.07.2009, 17:53
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Glaube Beitrag #5 (permalink)
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Gast
Registriert seit: 31.12.2006
Beiträge: 0
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Hallo ihr Lieben,
sprecht ihr hier nicht von Religionen und Philosophie? Religionen sind Glaubensgemeinschaften, die vom Glauben an Gott geprägt sind und wie man diesen Glauben ausübt.
Philosophien kommen von einer Person, die sich gedanklich mit einem Thema auseinander setzt, auch mit dem Thema Gott.
Eins schließt das andere nicht aus, es sei denn ich entscheide mich dafür das eine auszuschließen. Am Ende steht die Überzeugung, mit der ich mich identifizieren kann und an die ich glaube. Also ........irgendwie bin ich nicht gut im philosophieren  .
alles Liebe sonnenfreude
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11.07.2009, 13:29
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Glaube Beitrag #6 (permalink)
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Gast
Registriert seit: 21.03.2006
Beiträge: 0
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Hallo ihrs,
Erst einmal vielen Dank für die Antworten,
speziell an Jackkyra,
Ich musste schon etwas schmunzeln, als ich deinen Text gelesen habe. Auch ich bin der Meinung, dass der Herr, der sich so vehement vom einem spirituellen Glauben distanziert noch nicht wirklich festgestellt hat, dass es beim Glauben eigentlich um ihn, und weder um die grossen Philosophen noch um Gott geht.
und an Sonnenfreude,
Genaugesehen sprechen wir von Glaube. Eine Freundin von mir sagt immer, dass du an den Kaktus auf dem Fensterbrett glauben sollst, wenn dir das hilft, dein Leben gut zu führen.
Was ich halt interessant finde ist nicht der Punkt, dass jemand einen Glauben ablehnt, sondern eine Glaubensart von sich weisen möchte.
Persönlich denke ich nämlich immer noch, dass wenn die Lebensphilosophie ins Leben passt, dann ist das das Wichtigste. Ob diese nun auf den 10 Geboten, den 7 Prinzipien der Kahuna oder den hermetischen Prinzipien, der Idee eines Kaktusses oder der Theorie von Schopenhauer basieren, spielt ja an sich keine Rolle.
Liebe Grüsse
Kangiska
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11.07.2009, 15:57
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Glaube Beitrag #7 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
Sternzeichen:
Registriert seit: 07.01.2007
Ort: Vorarlberg
Alter: 58
Beiträge: 8.410
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Zitat:
Zitat von Max_Berlin
Ich denke, die einzige Religion (oder Glaube) wo keine Scheidung gab, ist der Buddhismus ...
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Trotzdem hauen sich auch Buddisten, gegenseitig die "Köppe" ein.
Da wird es wieder zur Religion.
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11.07.2009, 16:20
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Glaube Beitrag #8 (permalink)
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Gast
Registriert seit: 17.04.2008
Beiträge: 0
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Hallo,
ich denke, wenn man sich die Frage nach seinem oder den Glauben Anderer stellt, dann muss man erst mal wissen, was das Gegenteil von Glauben ist.
Nein, nicht Unglauben und auch nicht das Wissen sind die Gegenteile, sondern der Zweifel.
Da das Eine auch in diesem Fall nicht ohne das Andere kann, ist die Philosophie durchaus ein sehr guter Katalysator
Alles Liebe, Raldi
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