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20.05.2009, 01:25
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Der Frieden Beitrag #1 (permalink)
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Gast
Registriert seit: 15.11.2008
Beiträge: 0
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Der Frieden
Ich sehe, dass viele Menschen sich nach Frieden untereinander sehnen.
Vielleicht suchen sie so Ruhe unter sich, weil es ihnen nicht zu gelingen scheint sich voneinander zu trennen.
Wenn sie alles tun und lassen dürfrten könnten was sie wollen, würden sie vielleicht keine Zuflucht in einer toleranten Gemeinschaft suchen?
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20.05.2009, 12:16
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Der Frieden Beitrag #2 (permalink)
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Chaosmagier
Registriert seit: 21.01.2008
Ort: nö
Beiträge: 4.431
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der mensch sehnt sich nur so lange nach frieden, wie der unfrieden im leben überwiegt. zuviel frieden ist langweilig und führt dazu, dass die menschen nach unfrieden suchen.
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20.05.2009, 14:54
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Der Frieden Beitrag #3 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
Sternzeichen:
Registriert seit: 09.02.2007
Ort: bei Münster/Westf.
Alter: 59
Beiträge: 2.044
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Hallo,
mir scheint, es kommt darauf an, was man unter Frieden versteht.
Innerer Friede besteht für mich darin, dass ich in mir selbst ruhe ohne alle Wünsche. Weil ich einerseits weiß, dass alle meine wirklichen Bedürfnisse befriedigt werden können, wenn nicht in der materiellen Welt, dann in einer anderen. Und weil ich andereseits weiß, dass alle Erscheinungen der Welt mir nicht mehr Befriedigung geben können als ein Traumbild.
Übrigens, Zhantee, bedeutet das jüdische Wort "Shalom" Frieden, auch im Sinne von Heil-Sein, Gesundheit, Wohlbefinden. Kann man von Gut-Gehen zuviel bekommen? Es ist ein ausgeglichener Zustand gemeint, der keinen Gegenpol hat, nach dem er suchen könnte.
Innerer Friede strahlt aus in die Gemeinschaft, dafür gibt es viele Beispiele.
Ob durch gesellschaftliche Maßnahmen Friede herbeizuführen ist, weiß ich nicht. Wenn alles sich einig wären, wahrscheinlich, aber das wäre ja schon Friede.
In meinen inneren Bildern sehe ich manchmal Gesellschaften, in denen es keine Kriege gibt. Sie existieren allerdings in feinstofflichen Welten und haben es wohl einfacher mit dem Frieden, weil es bei ihnen nicht so starke materielle Bedürfnisse gibt und auf der anderen Seite viel mehr Möglichkeiten. Der Friede muss aber auch bei ihnen durch ständige Bemühung gepflegt werden, daher lässt sich vielleicht doch von ihnen lernen. Hier ein Beispiel:
Es handelt sich um eine Welt, in der Verstorbene eine Zeit lang leben können, bevor sie ihre feinstofflichen Körper alle abgelegt haben.
In dieser Welt herrscht die Verpflichtung, an Versammlungen zur Gestaltung des Gemeinschaftslebens teilzunehmen. Diese finden jeden Abend, außer an den Wochenenden, statt und dauern 1-2 Stunden, was in Anbetracht dessen, dass in dieser Welt alles sehr schnell geht, eine Menge Zeit ist. Da berufliche und ehrenamtliche Arbeit aber nur jeweils recht kurz dauern, bleibt einem aber auch viel Freizeit.
Auf den Versammlungen, die von einem oder einer Ältesten geleitet werden, tauscht man Informationen aus und bespricht alle Angelegenheiten, die jeden Einzelnen und die Gemeinschaft betreffen. Es herrscht in dieser Welt eine direkte Demokratie: alle dazu fähigen Einwohner beraten und entscheiden gemeinsam über die Innen- und Außenpolitik. Die Staaten sind von der Größe her recht übersichtlich, und man kann sich so schnell fortbewegen, dass man aus allen Gebieten eines Staates zu der abendlichen Versammlung in der Hauptstadt kommen kann.
Es wird sehr genau darauf geachtet, dass jeder Einzelne seine Bedürfnisse befriedigen kann und seine Pflichten erfüllt. Wenn es Schwierigkeiten gibt, werden sie auf der Versammlung besprochen und gemeinsam nach einer Lösung gesucht. Es gibt dort eine Art Schiedsgericht aus Männern und Frauen, die aufgrund ihrer Weisheit in dieses Amt berufen worden sind und in strittigen Fällen per Handzeichen abstimmen. Auch gegenüber den anderen Staaten wird sehr großer Wert darauf gelegt, dass keiner in seinen Rechten beeinträchtigt wird.
Herzliche Grüße
Marjul
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20.05.2009, 23:26
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Der Frieden Beitrag #4 (permalink)
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Chaosmagier
Registriert seit: 21.01.2008
Ort: nö
Beiträge: 4.431
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Zitat:
Zitat von Marjul
Übrigens, Zhantee, bedeutet das jüdische Wort "Shalom" Frieden, auch im Sinne von Heil-Sein, Gesundheit, Wohlbefinden. Kann man von Gut-Gehen zuviel bekommen? Es ist ein ausgeglichener Zustand gemeint, der keinen Gegenpol hat, nach dem er suchen könnte.
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dir geht's wohl zu gut???
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21.05.2009, 19:01
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Der Frieden Beitrag #5 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 27.05.2007
Beiträge: 1.305
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Zitat:
Zitat von Marjul
Kann man von Gut-Gehen zuviel bekommen?
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Einen schönen guten Tag an Alle!
Wie sagt eine alte Volksweisheit so treffend:
Nichts ist schwerer zu ertragen,
als eine Reihe von guten Tagen.
Ich denke, das "Friede" und "Unfriede" - in ihrer Ausschließlichkeit - zwei Extreme sind, die so auf Dauer nicht lebbar sind. Es sind die zwei Seiten einer Medaille, die hin und her schwingen.
Nur weil es Friede gibt, wissen wir wie Unfriede aussieht und umgekehrt. In unserer dualen Welt brauchen wir Beides. Vielleicht wäre ein Mittelweg denkbar - allerdings weiß ich nicht wie der aussehen könnte.
Mein Vorschlag für alle, die unbedingt Frieden haben wollen, wäre, erst einmal mit sich selbst in Frieden zu leben. Ich finde, da steckt genügend Potential für eine lebenslange Aufgabe drin. Warum an anderen den Unfrieden beklagen, wenn man bei sich selbst anfangen kann ... ... ...
Gruss
Tara Marie
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21.05.2009, 19:38
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Der Frieden Beitrag #6 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
Sternzeichen:
Registriert seit: 16.05.2009
Alter: 28
Beiträge: 466
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Ich glaube es als zu oberflächlich zu betrachten, daß die Welt aus Frieden und Unfrieden bestehen muß um im Gleichgewicht zu sein.
Ist es nicht so, daß auch der Frieden 2 Seiten hat? Faulheit und Langeweile zum Beispiel. Frieden kann schön sein und besitzt seinen ganz eigenen Krieg und Münzseiten.
Daß die Welt eine bessere wäre, wenn Jeder machen könnte was Er/Sie wollte bezweiffle ich sehr stark. Vor Allem, weil mehr als die Hälfte der Menschen gar nicht wissen was Sie überhaupt wollen. Da wird behauptet man will sexuelle Freiheit und Sex mit wem man will, aber will man das überhaupt? Ist es nicht besser bei einem Partner zu bleiben und dort dazusein für Schutz und wegen guter Geselligkeit?
Kann Friede nicht etwas sehr mächtiges sein? warum wird Krieg und Vergewaltigung Machtausübung zugeschrieben, wo im Frieden doch viel mehr Macht steckt? Was geht in diesen Köpfen vor?
@Marjul
Wow! Super Geschichte!
Liebe Grüße
Lebensfreude
Geändert von Lebensfreude80 (21.05.2009 um 19:49 Uhr)
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21.05.2009, 20:45
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Der Frieden Beitrag #7 (permalink)
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Vollkomposter
Registriert seit: 18.04.2006
Ort: vor den Bergen am See
Beiträge: 1.511
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Schalom mitnand,
Zitat:
Zitat von Svet
Ich sehe, dass viele Menschen sich nach Frieden untereinander sehnen.
Vielleicht suchen sie so Ruhe unter sich, weil es ihnen nicht zu gelingen scheint sich voneinander zu trennen.
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Meine Privatmeinung ist, dass Friede im umgangssprachlichen Sinne des Wortes, was für Menschen ist, denen das Leben zu anstrengend ist, und die sich von einem bißchen Frieden einen Hauffen Gemütlichkeit versprechen. 
Liebes Marjul,
ich habe mich erfolgreich bemüht, deine Ausführungen nachzuvollziehen   , allerdings, lehne ich sie auch danach freimütig ab. 
Zitat:
Zitat von Marjul
es kommt darauf an, was man unter Frieden versteht.
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Aha, was kann man unter Frieden anderes verstehen als die Abwesenheit von Konflikt?
Zitat:
Zitat von Marjul
Innerer Friede ...in mir selbst ruhe ohne alle Wünsche. ...Bedürfnisse befriedigt werden ...Befriedigung geben ...Traumbild.
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Jaja, immer schön alles auf andere Welten verschieben. Begierden- und Absichtslosigkeit kann wohl mit innerem Frieden einhergehen, ist desshalb aber noch lange nicht gleichzusetzen.
Zitat:
Zitat von Marjul
s ist ein ausgeglichener Zustand gemeint, der keinen Gegenpol hat, nach dem er suchen könnte.
Zitat:
Zitat von Zhantee
dir geht's wohl zu gut???
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Zitat:
Zitat von Marjul
inneren Bildern sehe ich manchmal Gesellschaften... in feinstofflichen Welten ...nicht so starke materielle Bedürfnisse ...viel mehr Möglichkeiten. ...vielleicht doch von ihnen lernen.
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Zitat:
Zitat von Marjul
Hier ein Beispiel:
...eine Welt, in der Verstorbene eine Zeit lang leben können, bevor sie ihre feinstofflichen Körper alle abgelegt haben. In dieser Welt herrscht die Verpflichtung, an Versammlungen zur Gestaltung des Gemeinschaftslebens teilzunehmen. ... aber auch viel Freizeit.
Auf den Versammlungen, ...alle dazu fähigen ...Innen- und Außenpolitik. Die Staaten sind von der Größe her recht übersichtlich,
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Eine nette Phantasie. Ansonsten: 
Zitat:
Zitat von Tara Marie
Nichts ist schwerer zu ertragen,
als eine Reihe von guten Tagen. Warum an anderen den Unfrieden beklagen, wenn man bei sich selbst anfangen kann ... ... ...
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Dem hab ich nix hinzuzufügen
Bis nach dem Krieg um sechs
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21.05.2009, 21:17
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Der Frieden Beitrag #8 (permalink)
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Neuer Benutzer
Sternzeichen:
Registriert seit: 19.04.2009
Ort: Ulm
Alter: 44
Beiträge: 20
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Der Feind
Sei gegrüsst Zhantee,
Zitat:
Zitat von Zhantee
der mensch sehnt sich nur so lange nach frieden, wie der unfrieden im leben überwiegt. zuviel frieden ist langweilig und führt dazu, dass die menschen nach unfrieden suchen.
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Zunächst fällt mir auf, dass Du nicht unterscheidest zwischen innerem und äusserem Frieden, schliesse also dass Du das für beide Aspekte betrachtest.
Nun weiss ich aus eigener Erfahrung, dass die Angst, vor Langeweile zu sterben, die unmittelbare Vorstufe zu einem bösen Krieg ist, den niemand verstehen wird. Ist jene Angst die Flucht vor der geistigen Leere, in der z.B. die Buddhisten die wahre Befreiung sehen?
Wann ja, was Deiner Ansicht nach in so einer Sitation zu tun oder zu lassen?
Danke & Gruss
mikro
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