Liebe Marjul,
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Zitat von Marjul
Ein bekanntes Beispiel für die Unausweichlichkeit des Schicksals ist das Märchen vom Dornröschen.
Der Königstochter ist es prophezeit, sie solle an ihrem 16. Geburtstag sich an einer Spindel stechen und in einen 100jährigen Schlaf sinken.
Der König versucht mit aller Macht das zu verhindern ... ... ...
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als ich das eben las, hatte ich plötzlich die Legende von Siddhatha Gautama - auch Buddha genannt - vor Augen. Dort verkündete ein Seher den Eltern, dass ihr Kind entweder ein bedeutender König oder ein großer heiliger Mann werden würde. Der Knabe sollte nach dem Willen seines Vaters ein großer weltlicher König und sein Nachfolger werden. Deshalb hielt er alles religiöse von ihm fern und überhäufte ihn mit weltlichen Gütern.
Was aus ihm wurde, wissen wir ja. Auch ein Beispiel für ein unausweichliches Schicksal

Zitat:
Zitat von Marjul
Dass es genau dieser Prinz war, der Dornröschen wachküsste, scheint mir aus einer allgemeinen Perspektive Zufall zu sein. Er war gerade an dem Tag zur Stelle. Es hätte auch ein anderer sein können, und schließlich wäre Dornröschen sicher auch von selbst wach geworden.
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Ach, ich glaube ja nicht an Zufälle. Ich würde das eher
Karma nennen. Zumindest, wenn ich das Märchen wörtlich nehme. Wenn ich allerdings anfange es zu interpretieren, dann magst Du in gewisser Weise Recht haben.
Der lange Schlaf und die Dornenhecke scheinen mir eine blumige Umschreibung für das zu sein, was wir Pubertät nennen. Der junge Mensch zieht sich in sich zurück und umgibt sich - was das andere Geschlecht betrifft - mit Dornen.
Es müssen dann erst mal viele Prinzen anklopfen, bis sich das Mädchenherz erweichen läßt bzw. zur Frau herangereift ist.
Sicherlich stimmt es auch, dass Dornröschen alleine aufgewacht wäre. Aber vielleicht war es damals noch nicht schicklich, wenn die Frau die Initiative ergriff

Zitat:
Zitat von Marjul
Ich frage mich, wie es aus der Perspektive des Prinzen aussieht - Zufall, Schicksal, Absicht?
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Aus der Sicht des Prinzen ist es für mich immer Karma oder wie Du es nennst Schicksal.
Das sind meine unerleuchteten Gedanken dazu ...

Liebe Grüße
Tara Marie