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28.04.2008, 08:57
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Quantenphilosphie Beitrag #1 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
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Beiträge: 2.053
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Quantenphilosphie
Wer von der Quantentheorie nicht schockiert ist, hat sie nicht verstanden.
(Niels Bohr)
Hallo!
Gestern las ich das Folgende in dem Buch "Gottes geheime Gedanken" von V.J. Becker. Ich gebe es mit eigenen Worten wieder, aus copyright-Gründen und um es etwas abzukürzen.
Wenn man kleine Teilchen (z.B. Photonen oder Elektronen) durch einen Spalt schießt, lässt sich an einem dahinter angebrachten Schirm die Verteilung der auftreffenden Teilchen ablesen. Sie sieht aus wie ein Haufen Sand.
Wenn man Licht durch zwei parallele Spalte schickt, entsteht ein streifenförmiges Muster durch die Interferenz der Lichtwellen.
Aber auch wenn man nur ein einzelnes Photon (Lichtteilchen) durch den Doppelspalt schickt, entsteht ein Intereferenzmuster. Es sieht aus, als sei das Photon durch beide Spalte gegangen.
Wenn man aber nachmisst, wann das Photon welchen Spalt passiert hat, verschwindet das Interferenzmuster. Das Photon verhält sich wieder wie ein Teilchen, nicht wie eine Welle.
Wenn man das Photon nicht beobachtet, verhält es sich wie eine nebulöse Welle, die überall und nirgends zugleich ist und mit allen anderen Photonen in Kontakt steht. Es manifestiert sich erst als ein Teilchen, wenn der menschliche Geist es beobachtet. Bei der nebulösen Welle handelt es sich nur um Wahrscheinlichkeiten für mögliche Existenzen.
Es scheint so, als ob das menschliche Bewusstsein erst durch seine Beobachtung die Realität festlegen oder sogar erzeugen würde.
(Fortsetzung folgt)
Herzliche Grüße
Marjul
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28.04.2008, 09:51
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Quantenphilosphie Beitrag #2 (permalink)
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Banned
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Alter: 28
Beiträge: 1.047
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Das ist die eine Möglichkeit.
Die andere wäre, dass das Teilchen bemerkt, dass es beobachtet wird, hat da schonmal Jemand dran gedacht?
Gruß, Ark
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28.04.2008, 15:41
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Quantenphilosphie Beitrag #3 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
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Alter: 59
Beiträge: 2.053
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Doch, daran denkt der Buchautor auch.
Er stellt auch die Frage, ob und woher das Teilchen weiß, durch welchen Spalt es fliegen soll.
Bloß, wie kann ein Teilchen etwas merken, bevor es überhaupt ein Teilchen ist?
Herzliche Grüße
Marjul
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28.04.2008, 17:30
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Quantenphilosphie Beitrag #4 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
Sternzeichen:
Registriert seit: 09.02.2007
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Alter: 59
Beiträge: 2.053
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Jetzt geht es weiter. 
Wenn man mit 2 kleinen Teilchen arbeitet, wird es noch spannender:
Angenommen ein Atom zerfällt und sendet dabei 2 Photonen in unterschiedliche Richtungen aus. Photonen haben eine Drehrichtung (Spin), die bei Paaren immer entgegengesetzt ist. Bis zur Beobachtung lässt sich nicht sagen, welches Teilchen sich wie herum dreht. Erst dann ist die Richtung eines Teilchens festgelegt, und genau in dem selben Augenblick steht fest, dass sich das andere Teilchen, ganz gleich, wie weit es entfernt ist, anderherum dreht.
(Etwas, das nicht in dem Buch steht: wenn es gelingt die Drehrichtung eines Teilchens zu ändern, ändert sich auch die des anderen.)
Das gilt auch, wenn die beiden Teilchen Lichtjahre voneinander entfernt sind, wobei sich die Frage stellt, wie die augenblickliche Informationsübertragung zustande kommt, die mit mehr als Lichtgeschwindigkeit stattfinden muss.
Niels Bohr sagt, dass Teilchen keine unabhängigen Existenzen sind, sondern ein System, in dem jedes mit allem zusammenhängt. Teilchen, die einmal miteinander in Beziehung sind, verhalten sich komplementär. Im Urknall waren alle Teilchen eins, und daher sind sie alle heute noch miteinander verbunden.
Es hat den Anschein, als "wüsste" jedes Teilchen zu jedem Zeitpunkt, was das andere tut, und auch der menschliche Geist, der beobachtet, kann als Teil des Systems gesehen werden.
Herzliche Grüße
Marjul
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28.04.2008, 17:52
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Quantenphilosphie Beitrag #5 (permalink)
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Benutzer
Registriert seit: 26.06.2007
Beiträge: 91
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Hallo, eines meiner Lieblingsthemen 
es hat tatsächlich den Anschein, als wisse das Teilchen etwas von seiner Situation. Noch deutlicher wird das bei der Quantenverschränkung:
Man kann Teilchen miteinander paaren, man bringt sie sozusagen in eine festgelegte Abhängigkeit voneinander, sagen wir mal die Teilchen A und B. Es gibt dann folgende Beziehung: Wenn A rot ist, ist B grün und umgekehrt. Es können niemals beide Teilchen rot oder grün sein. Wobei "rot" und "grün" natürlich lediglich einen physikalischen Zustand symbolisieren sollen. Wie im obigen Beispiel schon gezeigt, hängt es nun von der Beobachtung ab, ob ein Teilchen gerade rot oder grün ist - dies wird erst durch das Experiment festgelegt und ist nicht ein determinierter Zustand des Teilchens. Nur steht eines immer fest: Wenn man feststellt, dass A rot ist, dann ist B immer grün.
Jetzt zieht man die Teilchen beliebig auseinander - das wurde experimentell über viele Kilometer gemacht. Und immer noch gilt diese Beziehung. Wenn ich in London mein A-Teilchen messe, und es ist rot, dann ist das B-Teilchen in Paris eben grün. Wenn ich mir vorstelle, ich hätte in London einen Assistenten und sitze selbst in Paris, dann kann ich mein Teilchen messen und vorhersagen, welche Farbe dasTeilchen in London hat. Ich rufe dort an, lasse meinen Assistenten messen und wirklich, meine Vorhersage stimmt immer. Einstein nannte das übrigens "Spukhafte Fernwirkung" und war ziemlich entsetzt darüber. 
Das bedeutet, dass ich durch die Festlegung der Eigenschaft von A auch die Eigenschaft von B festlege. A und B sind ein System und nicht zwei voneinder trennbare Objekte. Wieder die Frage: Woher weiß B vom Zustand von A?
Man hat versucht, einen Informationsaustausch zwischen den beiden zu finden, nur gelingt dies deshalb nicht, weil die Zustandsänderung der Teilchen synchron erfolgt und somit eine überlichtschnelle Kommunikation stattfinden müsste, die aber physikalisch nicht möglich ist.
Man könnte A an das eine und B an das andere Ende der Milchstraße versetzen und immer noch wären sie gekoppelt. 
Gruß vom
Ulenspygel
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28.04.2008, 17:54
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Quantenphilosphie Beitrag #6 (permalink)
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Benutzer
Registriert seit: 26.06.2007
Beiträge: 91
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Hä hä, Marjul, jetzt haben wir gleich zwei Varianten des Themas
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28.04.2008, 20:20
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Quantenphilosphie Beitrag #7 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
Sternzeichen:
Registriert seit: 09.02.2007
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Beiträge: 2.053
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Hallo Ulenspygel
Die Sache mit der "Spukhaften Fernwirkung" steht in meinem Buch auch (zwar nicht mit diesem Ausdruck). Ich habe sie weggelassen. Spukhafte Fernwirkung, damit du das schreiben konntest? 
Herzliche Grüße
Marjul
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28.04.2008, 20:36
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Quantenphilosphie Beitrag #8 (permalink)
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Banned
Sternzeichen:
Registriert seit: 28.12.2007
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Alter: 28
Beiträge: 1.047
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Zitat:
Zitat von Marjul
Doch, daran denkt der Buchautor auch.
Er stellt auch die Frage, ob und woher das Teilchen weiß, durch welchen Spalt es fliegen soll.
Bloß, wie kann ein Teilchen etwas merken, bevor es überhaupt ein Teilchen ist?
Herzliche Grüße
Marjul
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Sollte es denn durch einen bestimmten Spalt fliegen?
Und was meinst du mit "bevor es ein Teilchen ist"?
Woher weiß man denn, wie sich das Teilchen verhält, wenn man es nicht beobachtet?
Das finde ich gerade eine interessante Frage.
Kennst du übrigens den Phantom DNA-Effekt ?
Auch sehr faszinierend.
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