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15.03.2008, 15:52
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Warum gibt es Krankheit? Beitrag #1 (permalink)
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Chaosmagier
Registriert seit: 21.01.2008
Beiträge: 4.473
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Warum gibt es Krankheit?
Diese Frage beschäftigt mich schon seit einiger Zeit, und ich möchte meine Gedanken dazu hier zur Diskussion stellen:
Zunächst die Frage: Was ist Krankheit?
Krankheit ist ein Abweichen von der Norm. Ist die Abweichung so stark, dass wir nicht mehr richtig "funktionieren", sprechen wir von Krankheit.
Abweichung von der Norm hat aber auch einen positiven Aspekt: Vielfalt.
(Forscher wollen z.B. herausgefunden haben, dass blaue Augen auf einen Gendefekt zurückzuführen, also eigentlich eine "Krankheit" sind)
Je größer die Abweichungen, desto größer die Vielfalt und desto schlimmer die Krankheit.
Umgekehrt würde das bedeuten, dass vollkommen gesunde Menschen perfekt funktionierende Einheitswesen ohne Individualität sind.
In der Regel werden geringere Abweichungen als "Vielfalt", größere als "Krankheit" bezeichnet.
Wo aber ist die Grenze?
Dazu kommt das subjektive Empfinden der Abweichung.
Was der eine als wünschenswerten Ausdruck seiner Persönlichkeit betrachtet, empfindet der andere als krankhaft, weil er so nicht sein möchte.
Meiner Meinung nach ist also eine konkrete Trennung von Vielfalt und Krankheit gar nicht möglich, da sie subjektiv unterschiedlich empfunden werden.
Je größer jedoch die Abweichung, desto mehr Menschen werden sie als krankhaft bezeichnen.
Deshalb zurück zur ursprünglichen Frage: Warum gibt es Krankheit?
Für mich ist Krankheit der Preis, den wir für die Vielfalt bezahlen.
Jede Heilung ist also auch eine Einschränkung der Individualität.
Zu gesund zu sein ist demnach genausowenig wünschenswert wie zu krank zu sein.
Und jetzt bin ich auf eure Meinungen gespannt.
Liebe Grüße,
Zhantee
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15.03.2008, 17:53
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Warum gibt es Krankheit? Beitrag #2 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
Sternzeichen:
Registriert seit: 07.01.2007
Ort: Vorarlberg
Alter: 58
Beiträge: 8.509
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Krankheit ist AUCH eine Abweichung der Norm!
Aber nicht die Einzige.
Krankheit behindert, ist also im Gegenteil, nie ein Vielfallt begünstigender Zustand - es sei denn, wenn man die Kreativität, die solche Behinderung kompensieren will, Ursächlich der Krankheit zuschreibt.
Wahre Vielfalt kommt aus der Kreativität!
Ich sehe Krankheit in der Unzulänglichkeit.
Wir sind krank, weil wir viel zu wenig glauben - an die Fähigkeit, alles zu können.
Viel zu sehr sind wir in dem Glauben an die menschlichen Erfahrungen gebunden.
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15.03.2008, 18:17
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Warum gibt es Krankheit? Beitrag #3 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
Sternzeichen:
Registriert seit: 09.02.2007
Ort: bei Münster/Westf.
Alter: 59
Beiträge: 2.053
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Hallo!
Für mich ist Krankheit auch ein Herausfallen aus der Mitte. Zum Beispiel wirken die Bachblüten, indem sie Ungleichgewicht ausgleichen.
Ich finde, es gibt einen (individuell unterschiedlichen) ausgeglichenen Zustand zwischen Krankheit und Gesundheit. Vollkommene Gesundheit gibt es nicht, und sie anzustreben halte ich auch nicht für sinnvoll. Dann kommt es zu dem Phänomen "Gesundheitsapostel", das auch wieder nicht gesund ist.
Dazu muss ích allerdings wiederholen, was ich schon anderswo geschrieben habe: ewiges - oder auch nur besonders langes - Leben im Körper ist kein Ziel von mir. Ich glaube daran, dass ich irgendwann zum Sterben gerufen werde, weiß auch intuitiv, wann das ist (datumsmäßig könnte ich es aber nicht ausdrücken). Darauf stelle ich mich in meinem Bestreben mich angemessen gesund zu erhalten ein. Mehr zu tun (oder seinzulassen) würde ich sinnlos finden.
Herzliche Grüße
Marjul
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15.03.2008, 22:17
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Warum gibt es Krankheit? Beitrag #4 (permalink)
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Dienstleister am Menschen
Sternzeichen:
Registriert seit: 22.01.2006
Ort: Kehl am Rhein
Alter: 59
Beiträge: 570
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[QUOTE=Zhantee;236644] Krankheit ist ein Abweichen von der Norm. Ist die Abweichung so stark, dass wir nicht mehr richtig "funktionieren", sprechen wir von Krankheit.
Schon Epikur sagte: Keine Lust empfinden, führt Übel herbei. aber das, was bestimmte Lustempfindungen verschafft, führt Störungen herbei, die um vieles stärker sind, als das Lustempfinden.
Ich frage desshalb: Ist das, was uns Lust verschafft, eine Abweichung von der Norm? Ist das dann Krankheit?
Und ich will jetzt nicht fragen wie krank wir wirklich werden, wenn wir umso weniger Lust empfinden. Ich möchte behaupten, daß eine Unlust auch eine Art Individualität ist.
Grüßle
Gandalf der Graue
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16.03.2008, 05:51
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Warum gibt es Krankheit? Beitrag #5 (permalink)
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***AUSZEIT***
Sternzeichen:
Registriert seit: 07.09.2007
Alter: 48
Beiträge: 963
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Krankheit ist nichts anderes als ein Zeichen der Unvollkommenheit.
Krankheit ist keine Unreiheit und somit keine Strafe.
Krankheit ist der Neffe des Todes,wir sterben aber auch irgendwann ohne jemals krank gewesen sein.
Das heisst also,auch der Tod ist ein Zeichen der Unvollkommenheit.
Die Krankheit gibt es also deshalb,weil es den Tod gibt.
Oftmals spricht man von seelisch krank,aber die Seele kann nicht krank sein,
das eine Seele krank ist ist eine menschliche Vorstellung.
Die Seele ist dann nur in einem bestimmten Zustand der unvollkommen ist.
Der Blinddarm des Menschen ist ein Überbleibsel der Evolution,er ist völlig unnötig aber dennoch present.Aufgrund dieses unnötigen Organs kann ein Mensch krank werden und in früherer Zeit ist der Mensch an einer Blindarmentzündung gestorben.
Der Mensch ist also unvollkommen wenn er ein Organ besitzt welches der Körper überhaupt nicht mehr braucht,es ihn aber krank machen kann (und früher daran gestorben ist) weil der Körper dieses Organ nicht mehr gebraucht.
Ha! Nur weil der Körper dieses Organ nicht mehr braucht,es aber noch besitzt kann er daran krank werden.
Na wenn das nicht unvollkommen ist!?
Und nun die Frage: Welche Menschen bekommen eine Blinddarmentzündung?
Und warum bekommt der eine Mensch sie (die Blinddarmentzündung) und der andere Mensch nicht?
Ist es nur Zufall? Oder wirkt der Geist der sich im materiellen offenbart?
Und ist das nicht generell so dass durch Krankheit sich der Geist in der Materie offenbart?
Grüsse vom Narren
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16.03.2008, 08:34
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Warum gibt es Krankheit? Beitrag #6 (permalink)
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nixda
Registriert seit: 18.01.2006
Ort: in Herz Kopf und Bauch
Beiträge: 2.703
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Zhantee
Zitat:
Abweichung von der Norm hat aber auch einen positiven Aspekt: Vielfalt.
(Forscher wollen z.B. herausgefunden haben, dass blaue Augen auf einen Gendefekt zurückzuführen, also eigentlich eine "Krankheit" sind)
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Schon die Bezeichnung Gen-Defekt hat die krankhafte Komponente im Ausdruck - es war einfach eine Mutation, wie sie bei allen lebenden Wesen unter bestimmten bedingungen auftritt - und diese Mutationen, sind entweder stabil oder nicht, sind entweder überlebensfähig oder nicht oder haben wie bei der blauen Iris überhaupt keinen Einfluss auf die wichtigen Funktionen des Lebens. Durch diese Mutationen entsteht die Vielfalt - aber wie gesagt kann man es nicht immer als krank bezeichnen, da wir nur das als krank bezeichnen, was unser Leben in der gekannten Weise behindert.
Jeder mensch hat immer irgendwelche missgestaltete Zellen in seinem Körper, die dann normalerweise eliminiert werden, erst bei einem bestimmten Prozentsatz dieser kranken Zellen, oder einer bestimmten Art der Teilung und Vermehrung von zellen, die von der Norm abweicht spricht man in der Medizin von Krankheit wie z.B. Krebs - Krebs ist eine Ungleichgewicht von Werden und Vergehen - Permanent werden im Körper Zellen geschaffen und andere Zellen abgebaut, wenn dieses Gleichgewicht von Erschaffung und Zerstörung gestört ist, dann spricht man von Krankheit - z.B. ist beim Krebs die Fähigkeit der Zerstörung gestört, die Zellen wollen nicht mehr sterben, sie wachsen und teilen sich unendlich weiter, ohne ans Absterben zu denken.
Somit ist Krankheit wie du ja auch sagst eine individuelle subjektive Bezeichnung, eine festlegung wieviel Ungleichgewicht man schon als Krank bezeichnen will - aber dieses Ungleichgewicht ist wiederum eine Grundeigenschaft des Lebens. Es ist ein permanentes schwingen zwischen oben und unten, zwischen Aufbau und Abbau, zwischen werden und vergehen - Geburt und Tod.
LGIchbins
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16.03.2008, 09:08
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Warum gibt es Krankheit? Beitrag #7 (permalink)
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Chaosmagier
Registriert seit: 21.01.2008
Beiträge: 4.473
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Du lieber Narr,
ich sehe Krankheit auch als Zeichen der Unvollkommenheit. Dann ergibt sich aber die Frage: Warum gibt es Unvollkommenheit?
Im Rahmen meiner Erforschung der Polaritätsgesetze bin ich zu dem Schluss gekommen, dass vollkommene Gesundheit kein erstrebenswertes Ziel ist, da es ein absolutes Extrem darstellt.
Alles im Leben hat zwei Seiten. Deshalb habe ich mich gefragt, was der Nachteil der Vollkommenheit sein könnte, und kam auf die Idee mit der Vielfalt. Wenn alle Menschen geistig vollkommen sind, weil sie alle Aspekte des Seins integriert haben, müssten auch alle Menschen körperlich gleich sein, da -wie du selbst sagst- sich der Geist im Körper ausdrückt.
Was den Blinddarm betrifft, so passt dies auch wieder zum Polaritätsgesetz, dass es neben sinnvollen Organen auch solche geben muss, die keine sinnvolle Funktion übernehmen. Ob das auf den Blinddarm zutrifft, sei mal dahingestellt, denn dass die medizinische Forschung bis jetzt keinen Sinn erkannt hat, heißt nicht, dass es keinen gibt. Vielleicht würde ohne Blinddarm aber auch einfach nur das Gleichgewicht zwischen "sinnvoll" und "sinnlos" zu sehr gestört?
Grüße,
Zhantee
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16.03.2008, 09:38
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Warum gibt es Krankheit? Beitrag #8 (permalink)
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nixda
Registriert seit: 18.01.2006
Ort: in Herz Kopf und Bauch
Beiträge: 2.703
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Zhantee
Zitat:
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Im Rahmen meiner Erforschung der Polaritätsgesetze bin ich zu dem Schluss gekommen, dass vollkommene Gesundheit kein erstrebenswertes Ziel ist, da es ein absolutes Extrem darstellt.
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Auch wenn das nicht in dein Weltbild passt - Die absoluten Extreme sind Erschaffung und auf der anderen Seite Zerstörung - Die Gesundheit ist die Waage zwischen diesen beiden Extremen.
LGIchbins
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