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13.03.2008, 07:53
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Moral/Ethik der Hexen Beitrag #1 (permalink)
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Gast
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Moral/Ethik der Hexen
Hallo an Alle,
ich habe in allen möglichen Foren vieles über Hexengesetze gelesen, aber nichts über die Ethik. Mein Beispiel: Jemand zu helfen, ohne gefragt zu sein, bedeutet, dass ich in seine Privatsphäre eingreife und tendiert meines Erachtens schon in Richtung schwarze Magie. Das habe ich bei meinen persönlichen Lehrern gelernt. Wie steht Ihr dazu??
BB Fog
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13.03.2008, 08:41
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Moral/Ethik der Hexen Beitrag #2 (permalink)
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Chaosmagier
Registriert seit: 21.01.2008
Beiträge: 4.473
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Liebe Fogwitch,
ein extremes Beispiel: Soll ich jemanden, der am Ertrinken ist, nicht retten, weil er nicht mehr in der Lage ist, um Hilfe zu rufen?
Darf ich einer älteren Frau nicht die Einkaufstasche tragen oder anderen die Türe aufhalten, weil sie mich nicht darum gebeten haben?
Sobald ich mit anderen in irgendeiner Form Kontakt habe, findet ein Energieaustausch statt. Das bedeutet einen Eingriff sowohl in meine als auch in ihre Privatsphäre und lässt sich nicht vermeiden.
Natürlich gibt es Grenzen, die man beachten sollte, aber dabei muss man wohl auch auf sein Gefühl achten, denn ethische Grundsätze haben zwar den Vorteil, einfache und schnelle Entscheidungen zu ermöglichen, werden aber der individuellen Situation oft nicht gerecht.
Außerdem stellt sich die Frage: Wer ist berechtigt, solche Grundsätze aufzustellen?
Über Schwarze Magie ist hier schon viel diskutiert worden. Gibt es sie überhaupt? Wenn ja, was ist Schwarze Magie?
Wenn ich diesen Begriff schon bemühen muss, was ich eigentlich nur ungern tue, würde ich ihn auf Situationen beziehen, in denen ich mithilfe meiner geistigen Fähigkeiten anderen ohne triftigen Grund absichtlich Schaden zufüge.
Falls ich also anderen mit der Absicht helfe, ihnen zu schaden, könnte ich dir zustimmen, aber in der Regel wird das wohl nicht der Fall sein.
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13.03.2008, 09:08
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Moral/Ethik der Hexen Beitrag #3 (permalink)
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Vampire
Registriert seit: 18.10.2007
Beiträge: 449
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Fogwitch,
interessant, dass Du einerseits 'Schwarze Magie' offen ablehnst, aber andererseits fast wörtlich die erste Satanische Regel der Erde zitierst: Gib deine Meinung oder Ratschläge nicht preis, außer du wurdest gefragt.
So werden auch einige der Widersprüche ausgemerzt: Dass man, sofern es einem körperlich möglich ist, einem Ertrinkenden wie aus Zhantees Beispiel zu Hilfe eilt, ist wohl selbstverständlich. Seinen Ratschlag jedoch ungefragt abgeben ist häufig "Perlen vor die Säue" 
Noch zur Klarstellung: dies ist eine Regel, die einem das Leben erleichtern soll. Zu befolgende 'Hexengesetze' neben den staatlichen Gesetzen gibt es für Satanische Hexen und Hexer nicht.
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13.03.2008, 10:07
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Moral/Ethik der Hexen Beitrag #4 (permalink)
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Chaosmagier
Registriert seit: 21.01.2008
Beiträge: 4.473
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Lieber Vampir,
mancher, der ungefragt Rat erteilt, wirft aber auch seinen "Müll vor die Götter", oder etwa nicht?
Gruß,
Zhantee
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13.03.2008, 10:58
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Moral/Ethik der Hexen Beitrag #5 (permalink)
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Dienstleister am Menschen
Sternzeichen:
Registriert seit: 22.01.2006
Ort: Kehl am Rhein
Alter: 59
Beiträge: 570
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Zitat:
Zitat von Fogwitch
Hallo an Alle,
ich habe in allen möglichen Foren vieles über Hexengesetze gelesen, aber nichts über die Ethik. Mein Beispiel: Jemand zu helfen, ohne gefragt zu sein, bedeutet, dass ich in seine Privatsphäre eingreife und tendiert meines Erachtens schon in Richtung schwarze Magie. Das habe ich bei meinen persönlichen Lehrern gelernt. Wie steht Ihr dazu??
BB Fog
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Zuallererst dienten die sog. Hexengesetze der Prozesstauglichkeit ausgangs des 17. Jahrhunderts -vorrangig während der Hexenverfolgung-. Es gibt meines Wissens bis heute keine verbriefte Pflicht laut derer Hexen, Magiere, oder sonstige Esoteriker, welche sich dafür halten, nach einem moralischen Codex oder einer gesetzlichen Ethik zu handeln haben.
Hexe zu sein beduetet nicht, in einem spezifischen Berufsstand ausgebildet zu werden, demzufolge Richtlinien das Handeln dieses Berufsstandes untersagen oder erlauben, so wie sie bei anderen Berufsständen (hauptsächlich medizinische Berufe hinsichtlich der Ethik) vorzuschreiben sind.
Zum anderen wird hier immer wieder weiße bzw schwarze Magie ins Spiel gebracht. Auch diese beiden vornehmlich eingebildeten (und auch nicht per Gesetz verbrieften) magischen Richtungen erweisen sich bei moderner Analyse der magischen Praktiken als reichlich überholt. Es gibt in der Magie nur eine Richtung. Und die lautet (zumindest für meine Person) für mich selber und andere dazusein.
Wer sich in diesem Zusammenhang mit Ethik befasst, der sollte sich auch mit Sozialphilosophie befassen, oder zumindest das sittliche Verständnis gegenüber Hexen (meist selbsternannten) und magischen Handlungen aus philosophischer Sichtweise betrachten.
Ziel der Ethik ist das Erarbeiten von allgemeingültigen Werten und Normen. Wer sich eingehend mit Esoterik beschäftigt, der weis dass dies so gut wie unmöglich ist (zumindest nach heutigem Standart - wenn man überhaupt davon sprechen kann-). Wir verwechseln dieses Ziel oft im Zusammenhang mit gutgemeinten Ratschlägen innerhalb dieses Forums mit der sog. "deskriptiven Ethik". Anders verhällt es sich bei den Wikka-Traditionen.
Auf dein Thema übertragen bedeutet das: nicht die Frage, ob ich in jemandes Leben eingreife, wenn ich demjenigen helfe, ist von Bedeutung, sondern die Frage, wie ich ihm helfe, damit diese Hilfe für alle sinnvoll ist. Unabhängig davon, ob es sich z. B. um einen Unfall oder eine magische Verrichtung handelt.
Um es nun mit "Peter Möller" zu sagen: Nur wenn Menschen aufgrund fehlender Einsichten daran gehindert werden, ihre persönlichen Bedürfnisse zu befriedigen, dann entstehen als sekundäre Bedürfnisse Hass, Destruktivität und krankhafte Bedürfnisse, die sich auf die magische Arbeit derjenigen negativ auswirken.
Für eine Hexe oder einen Magier sollte das "Bedürfnis" zu helfen im Vordergrund stehen. Da sich dieses Bedürfnis letztendlich auf die inneren Werte bezieht, müssen wir nach meiner ethischen Auffassung demjenigen zur Seite stehen, der unserer Hilfe bedarf.
Grüßle
Gandalf der Graue
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13.03.2008, 23:39
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Moral/Ethik der Hexen Beitrag #6 (permalink)
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Vampire
Registriert seit: 18.10.2007
Beiträge: 449
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Zhantee,
das liegt wohl, wie so vieles, mal wieder im Auge des Betrachters...
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14.03.2008, 04:54
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Moral/Ethik der Hexen Beitrag #7 (permalink)
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***AUSZEIT***
Sternzeichen:
Registriert seit: 07.09.2007
Alter: 48
Beiträge: 963
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Zitat:
Zitat von Fogwitch
Hallo an Alle,
ich habe in allen möglichen Foren vieles über Hexengesetze gelesen, aber nichts über die Ethik. Mein Beispiel: Jemand zu helfen, ohne gefragt zu sein, bedeutet, dass ich in seine Privatsphäre eingreife und tendiert meines Erachtens schon in Richtung schwarze Magie. Das habe ich bei meinen persönlichen Lehrern gelernt. Wie steht Ihr dazu??
BB Fog
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Ich würde sage,
deine Ethik,deine ganz persönliche ist massgebend dafür was schwarz- oder weisssmagisch ist.
Denn was dem Einen schwarz erscheint,mag dem anderen weiss erscheinen,und auch anders herrum.
Denn ob etwas schwarz- oder weissmagisch ist,liegt nicht in Auge des Betrachters der es aufnimmt,sondern in Dem Menschen der es aus einem bestimmten Motiv herraus macht (Macht) und anwendet.
Grüsse vom Narren
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14.03.2008, 06:21
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Moral/Ethik der Hexen Beitrag #8 (permalink)
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Gast
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Auge des Betrachters
Hallo,
greife ich ungefragt und ungebeten in das Leben eines anderen Menschen ein, ist das ein Machtmissbrauch. Ich übe Kontrolle aus.
Werde ich gefragt, muss ich entscheiden, wessen dieser Mensch bedarf. Manchmal genügt einfaches Zuhören, um demjenigen zu helfen.
Es gibt aber auch viele "Hilfesuchende", die einen "Ratgeber" missbrauchen, um ihren Willen durchzusetzen.
Alles schon erlebt.
BB
Fog
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