Hallo,
Zitat:
Zitat von Argos
Wenn jemand etliche Jahre alleine ist, obwohl er das Alleinesein hasst, dann ist er ständigen Stress ausgesetzt und es wundert mich nicht, wenn so jemand früher stirbt. Er ist dann aber nicht am Alleinsein gestorben, sondern an Stress, Verzweiflung und psychischem Schmerz. Und Vergleiche mit Tieren würde ich hier vermeiden. Die allermeisten Tiere können sich nicht über ihre Programme erheben. Der Mensch schon.
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diesem Teil stimme ich gern zu.
Zitat:
Zitat von Argos
Und Vergleiche mit Tieren würde ich hier vermeiden. Die allermeisten Tiere können sich nicht über ihre Programme erheben. Der Mensch schon.
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Wir haben mit den Tieren mehr gemeinsam, als wir denken.
Der Teil, der sich über diese "Programme" hinwegsetzen kann
ist das Großhirn.
Hier findet das bewusste Denken statt.
Nichtsdestotrotz haben wir immer noch das limbische System,
in dem diese Gefühle des Alleinseins hochkommen,
um uns eben auf dieses Bedürfnis hinzuweisen.
Diesen Teil haben wir mit vielen Tieren gemeinsam.
Exkurs: Da Tiere nicht über dieses ausgeprägte Großhirn
wie beim Menschen verfügen
leben sie ihre Stimmungen und Gefühle konsequent aus.
Durch viel Achtsamkeit kann man dieses Gefühl der Einsamkeit
samt all seinen Reaktionen auf uns sehr gut erforschen.
Man kann durch Achtsamkeit ebenfalls verhindern
in die unglückliche Reaktionskette zu geraten,
die zu viel Leid körperlich und seelisch führen
und uns eben auch krank machen kann.
Trotz aller Achtsamkeit und Fortschritt auf seinem Weg
meldet sich das limbische System trotzdem mit seinen Gefühlen.
Das ist halt mal so.
Und es meldet mit diesen Gefühlen eben Bedürfnisse an.
Gefährlich wird spiritueller Fortschritt dann,
wenn wir wichtige Bedürfnisse mit unserem Großhirn
einfach ignorieren.
Denn die Folgen hiervon bekommen wir
nicht immer bewusst mit.
Sie schleichen sich unbewusst in den Alltag.
Man sollte dies selbst mal genau untersuchen.
Daher rate ich nicht nur achtsam zu sein,
sondern auch zu lernen auf seine Gefühle zu hören.
Wenn sich ein Gefühl über einen langen Zeitraum
immer wieder meldet und uns auf ein Bedürfnis hinweist,
dann sollten wir uns damit sorgfältig auseinandersetzen.
Und was das Thema Einsamkeit betrifft,
so denke ich, dass man Extreme vermeiden sollte.
Es ist nicht gut dauernd allein zu sein.
Es ist nicht gut dauernd in Gesellschaft zu sein,
eben nie mal Zeit für sich allein zu haben.
Der Weg der MITTE führt zum Ziel.
Und diese Mitte muss jeder für sich selbst finden.
Liebe Grüße
Stefan