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23.04.2011, 15:01
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Glaube vs Vertrauen Beitrag #1 (permalink)
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Benutzer
Sternzeichen:
Registriert seit: 07.10.2008
Ort: Rheinlnadpfalz
Alter: 17
Beiträge: 68
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Glaube vs Vertrauen
Hey ihr alle,
Die Menschen glauben oft das was sie sehen. Es gibt wenn man es so sieht 2 Sachen wie man seine Realität gestaltet.. Bzw. gestalten kann.
Wenn man glaubt dann ist es für einen "feststehend", eben existent. Egal an was man glaubt, selbst wenn es eine Religion ist. Und so richtet sich auch das geglaubte an einen. Diese "Art" ist überhaupt gar kein Problem.
Aber wie sieht es mit dem Vertrauen aus.. Das wäre dann die andere Art. Wenn man anstatt an etwas glaubt und seine Welt sich einfach als etwas vorstellt und darauf vertraut, dass es so ist.. Ist es nicht Selbstverleugnung? Eine vorgegebene Welt in der man lebt, gar Aberglaube?? Man urteilt sozusagen in seiner Welt und vertraut, dass es so ist. In anderen Worten ist es einfach ein Wunsch. Aber letztendlich ist es sogar wie der Glaube am ende existent. Nur ist es.. anders.. Wenn ihr das nachvollziehen könnt, brauch ich das nicht genauer zu erläutern.
Ich möchte unbedingt verschiedene Meinungen dazu hören, und wie ihr so in eurer Welt/Realität lebt und sie gestaltet? Wenn man beides mal in Betracht zieht, schadet es nie etwas, aber beides in meiner Welt in Einklang zu bringen ist sehr schwer. -Einen Weg zu finden, dass es geht bin ich mir sicher.
Denn wenn man nur nach seinen Vorstellungen in der Welt lebt frustriert es doch einen. Man braucht auch einen Glauben für Halt und Sicherheit. Aber dann hat man eben wieder seine Probleme seine Vorstellungen wieder mit seinem Glauben in Einklang zu bringen.
Ich bin sehr gespannt auf eure Meinungen dazu! Ich weiß echt nicht wie andere das sehen, oder ob man sich überhaupt dazu Gedanken macht und ich bin hier irgendwie voll der Idiot...
Viele Liebe Grüße
Mayuu
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23.04.2011, 16:21
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Glaube vs Vertrauen Beitrag #2 (permalink)
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Neuer Benutzer
Sternzeichen:
Registriert seit: 23.04.2011
Alter: 25
Beiträge: 29
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Du bringst es in meinen Augen schon sehr gut auf den Punkt, wenn du sagst: "Man urteilt sozusagen in seiner Welt und vertraut, dass es so ist. In anderen Worten ist es einfach ein Wunsch."
Dabei sehe ich keinen sonderlich großen Unterschied in einem Glauben und dem Vertrauen darauf, dass die Welt so ist, wie man sie sich vorstellt. Die Gefühle die dahinter stehen sind nur anders. Wenn man glaubt ist man überzeugt, dass es so ist. Vertraut man daran, dass die Welt so ist wie sie ist, dann klingt das für mich ein bischen weniger intensiv. Ein bischen gleichgültiger. Aber das ist nur so meine Eindruck wie sich die beiden Worte (Glauben und Vertrauen) für mich anfühlen.
Der springende Punkt ist aus meiner Sicht, dass beides ein Trugbild sein kann. Die Welt wird gemäß Glauben oder Vertrauen gebildet und darin verankert. Dabei können wir durch Wünsche, Vorstellungen oder eben Glaubenssätze meilenweit davon entfernt sein wie die Dinge wirklich sind. Wie du selbst sagtest frustriert das. Schlimmer noch, sich solch ein Trugbild aufrecht zu erhalten raubt einem merklich Energie.
Für mich sieht das alltäglich so aus, dass ich versuche Abstand von meinen eigenen Gedanken zu nehmen, die sich gelegentlich in Wünschen, Hoffnungen oder Ängsten verrennen. Ich versuche mit meinen Gedanken immer ganz nahe an meinem Selbst zu bleiben. Wenn ich mich wieder in Grübeleien verstricke und damit ja nur meine Glaubenssätze über die Beschaffenheit der Welt pflege, sage ich zu mir selbst "Ist gut jetzt!" Ab da versuche ich die Welt wieder so zu erfahren wie sie ist und nicht wie ich sie mir beständig vorstelle. Aufmerksamkeit! Das ist ein wenig wie Meditation den ganzen Tag durch.
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23.04.2011, 21:25
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Glaube vs Vertrauen Beitrag #3 (permalink)
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Benutzer
Sternzeichen:
Registriert seit: 07.10.2008
Ort: Rheinlnadpfalz
Alter: 17
Beiträge: 68
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Dann heißt das, dass man diese Arten von Realitäten oder Handeln tatsächlich unterscheiden kann..?
z.B
Nur sich auf das Handeln zu konzentrieren, ohne etwas zu beachten -nennen wir mal neutrales Handeln
Mit dem Glauben handeln
Auf die vertrauten Vorstellungen (wünschen) handeln
________________________
Stimmt die Gefühle sind wirklich anders, aber bei dem Glauben ist es eher so feststehend.. Man ist sich sicherer.
Anscheinend verleugnet man sich wirklich wenn man seine Selbst beim Handeln nicht bewusst ist. Aber man muss sich eingestehen, wer mal anders handelt erreicht seine Ziele viel eher.
Aber wenn man das auf die Dauer "vergisst" man sich wohl selbst. Man achtet nur auf seinen Willen, Glauben oder eben das Vertrauen. Aber die Persönlichkeit ist weg.
Ehrlich, es freut mich deine Meinung gehört zu haben -mich beschäftigt das schon eine Ewigkeit und ich würde mich noch auf mehr Meinungen freuen...
Vielleicht gibt es welche die nur auf das Handeln achten und nicht nicht wissen worauf ich mit dem Thread hinaus will, weil man es mit Glauben oder Vertrauen nicht kennt? Mich interessiert alles dazu...
Liebe Grüße!
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04.05.2011, 15:21
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Glaube vs Vertrauen Beitrag #4 (permalink)
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Banned
Registriert seit: 15.04.2011
Ort: so oft wie möglich in meiner Mitte
Beiträge: 192
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Zitat:
Zitat von mayuu
ich würde mich noch auf mehr Meinungen freuen...
Vielleicht gibt es welche die nur auf das Handeln achten und nicht nicht wissen worauf ich mit dem Thread hinaus will, weil man es mit Glauben oder Vertrauen nicht kennt? Mich interessiert alles dazu...
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Nun, mayuu,
ich will mal versuchen, etwas verständlich zu machen, obwohl ich nicht weiß, ob ich es schaffe, denn Du bist erst 16, wie ich sehe. D.h., es erstaunt mich ein wenig, dass Du Dich mit dergleichen Dingen beschäftigst, aber heute sind die Jüngeren im Grunde viel weiter als wir damals... (der innere Erfahrungsbereich ist bei vielen größer)
1. Für mich ist Glauben und Vertrauen ein und dasselbe. Die Idee, Glauben bedeute das Für-Wahr-Halten irgendwelcher Lehren oder Dogmen, habe ich wohl auch mal gehabt, aber schon vor langer Zeit abgelegt.
2. Glauben/Vertrauen ist keine Kopfsache, sondern weit eher im Bauch angelegt, aber auch kaum weniger im Herzbereich.
3. Ein starkes Bauchgefühl für JA oder NEIN oder "Dort geht es weiter" nennt man auch Intuition. Oder Führung, die Schwester des Vertrauens. Wenn dieses Gefühl stark da ist und ich darauf verzichte, es durch meinen Verstand korrigieren zu lassen, bin ich handlungsfähig. Also: zu erfolgreichem Handeln fähig. Und handle dann eben.
Es ist eine Gewissheit, für die es keine logische Erklärung gibt. Gegen die der Verstand eher zuweilen rebelliert. Wenn ich gelernt habe, meine innere Stimme von all den anderen Stimmen zu unterscheiden, kann ich mich auf meine Intuition verlassen. Dann gelingt mein Handeln.
Handeln vom Kopf und der Logik her kann gelingen, enthält aber ziemlich hohe Risiken zum Scheitern.
Nur in der Intuition bin ich wirklich ganz und gar authentisch. Und dann ist genau das, was ich tue, auch richtig und führt mich dorthin, wo ich tatsächlich hin will.
Genügt das für's Erste?
Herzliche Grüße,
nanabosho
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05.05.2011, 18:28
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Glaube vs Vertrauen Beitrag #5 (permalink)
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Gast
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Ich versuche mal was:
So lange jemand seine Vorstellungen über die Welt, so etwas wie Wirklichkeit für die Wirklichkeit selbst hält, wird das "Ganze" eine Glaubensfrage bleiben.
Nach dem Motto: Was jemand für Realität hält, hat lediglich etwas mit ihm selbst zu tun. Weder mit anderen, noch mit Realität.
Oder anders formuliert: So lange unsere eigenen Filter aktiv unsere Wahrnehmung dessen was ist, beeinflussen, werden wir den eigenen Filtern glauben (müssen).
Was Anderes ist zwar nicht unmöglich, aber doch nicht so ganz einfach. Viel Arbeit.
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05.05.2011, 18:58
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Glaube vs Vertrauen Beitrag #6 (permalink)
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Gast
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Zitat:
Zitat von Faydit
Ich versuche mal was:
So lange jemand seine Vorstellungen über die Welt, so etwas wie Wirklichkeit für die Wirklichkeit selbst hält, wird das "Ganze" eine Glaubensfrage bleiben.
Nach dem Motto: Was jemand für Realität hält, hat lediglich etwas mit ihm selbst zu tun. Weder mit anderen, noch mit Realität.
Oder anders formuliert: So lange unsere eigenen Filter aktiv unsere Wahrnehmung dessen was ist, beeinflussen, werden wir den eigenen Filtern glauben (müssen).
Was Anderes ist zwar nicht unmöglich, aber doch nicht so ganz einfach. Viel Arbeit.
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oh, welch wundersame Überraschung, Faydit ist auch hier... nicht schlecht
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05.05.2011, 21:08
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Glaube vs Vertrauen Beitrag #7 (permalink)
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Benutzer
Sternzeichen:
Registriert seit: 07.10.2008
Ort: Rheinlnadpfalz
Alter: 17
Beiträge: 68
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Hey nanabosho,
Es ist mir schon fast eine Ehre, dass du das meinst mit meinem Alter  Klar, hast du dich verständlich ausgedrückt
Auch hier freut es mich wieder eine neue Meinung gehört bzw gelesen zu haben und ich muss sagen der 3. Punkt gefällt mir gut...
Aber ich werde den Gedanken nicht los, dass es tatsächlich Arten gibt die einen verleugnen können. Das heißt.. Nehmen wir zum Beispiel einen Schauspieler, er stellt sich für jeden seiner Acts eine kleine Welt vor worin er spielt. Klar, darauf muss er vertrauen, er will seinen Act überzeugend und gut rüber bringen. So wie es schon gesagt wurde ist das dann wenn schon eine Illusion. Diese Welt ist einfach eine Illusion...
Irgendwie müssen wir aber in einer schönen Realität leben und uns im klaren sein was für uns schön ist. Wenn man aber hört dass es so viele Kriege und Verbrechen auch auf Straßen gibt... Das muss man alles aktzeptieren. Aber wenn man sich so eine schöne Welt vorgibt, das frustriert doch oder etwa nicht? Man weiß selber, die Welt ist nicht perfekt... Ach würde sich jeder nur Sorgen um die Sicherheit machen gäbe es ganz bestimmt eine friedlichere Welt...
Aber ganz ehrlich, mit dem Text habe ich schon fast vergessen, was ich mit dem Thread bezwecken wollte ^^
Wer noch seinen Senf dazu geben will nur zu ; -)
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05.05.2011, 21:59
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Glaube vs Vertrauen Beitrag #8 (permalink)
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Banned
Registriert seit: 15.04.2011
Ort: so oft wie möglich in meiner Mitte
Beiträge: 192
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Nun musste ich lachen, als ich Deinen Text las, mayuu,
und in einer Hinsicht wäre ich geneigt, Dir zu widersprechen: Die Welt ist durchaus schön. So schön wie sie ebenso hässlich ist. Aber: Wir sehen immer nur das, worauf wir unsere Aufmerksamkeit richten.
Die Medien haben sich verschworen, dem Chaos und der Verwirrung und der Manipulation zu huldigen. Wir sind nicht gezwungen, ihnen zu folgen. Eben dafür haben wir die innere Stimme, und wenn wir es verlernt haben, sie von den anderen Stimmen zu unterscheiden, müssen wir sie auf Wegen der Meditation oder von sogenannten Schicksalsschlägen wieder finden.
Daher meine ich: Vertrauen kann man immer wieder von neuem lernen. Vor allem zu uns selbst.
Sehr gut der alte Wilhelm Busch dazu: Früher, als ich unerfahren
und bescheidner war als heute,
hatten meine größte Achtung
andre Leute.
Später traf ich auf der Weide
außer mir noch meh're Kälber
und jetzt schätz ich sozusagen
erst mich selber.
Herzliche Grüße,
nanabosho
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