Meine liebe Freundin Sophia-Isis schrieb
in meinem Thread "
Thema der Woche":von meinem Lama Rinpoche lernte ich:
um so öfter wir "wir" sagen statt "ich"
um so leichter erlangen wir Erleuchtung...
Dazu stieg mir spontan Folgendes auf:
Diese Aussage kenne ich persoenlich von den Buddhisten, doch m.E. ist diese Ansicht, sowie andere auch, nicht mehr relevant im Neuen Zeitalter.
Auch die Wir-Gemeinschaften der indischen Gurus und Yogis betrachte ich als Relikt der Vergangenheit.
Yeshua hat mir die Augen geoeffnet, so dass ich nur fuer mich selbst sprechen kann.
Die Aussagen der Buddhisten - aus dem Blickwinkelt ihres Zeitalters - entsprachen ganz dem Verhalten des
Fische-Zeitalters.
Yeshua entwickelte im menschlichen Geist das "ICH BIN!"
Nicht "
wir" sind, sondern: ICH bin das Licht der Welt. ICH bin die Tuer, ICH bin das Brot des Lebens. ICH bin die Auferstehung und das Leben... usw.
Einige moegen vielleicht glauben, es ginge um eine Art "
Vielheit in der Einheit", wobei das "
Wir" maßgeblich ist zur Kollektivierung bestimmter Gruppen...
Doch das Wahrnehmen der "
Vielheit in der Einheit" ist immer noch stark dualistisch, denn gewoehnlich schließen die Menschen hierbei von sich auf andere...
Nicht mal im hoechsten Sinne kann ICH von "
Wir" sprechen, sondern allein das "
ICH" empfinden, das sich schließlich unio mystica im goettlichen ICH aufloest.
Das Empfinden des ICH ist allerdings frei von jeder Egozentrik, denn sein Kern entspricht der goettlichen Dynamik, waehrend die Peripherie von selbst alles abstoeßt, was sich nicht im Einklang mit dem goettlichen ICH befindet...
...was ja offensichtlich ist in der Welt...
ICH sehe, ICH hoere, ICH rieche, ICH schmecke, ICH empfinde - darin kann ich aufgehen, bis hin zu jenem geheimnisvollen Ort, wo sich das ICH meines Herz-Logos mit dem ICH des goettlichen Logos vereint.
Außerdem "
erlange" ICH keine Erleuchtung, denn jeder Schritt, den ICH mache, jeder Atem, den ICH ein- und aushauche, alles, womit ICH konfrontiert werde, ist lange "
erleuchtet" resp. "l
euchtet aus sich selbst"...ICH leuchte...
Im "
Wir" findet m.E. eine Trennung vom goettlichen Logos statt - es kommt zur Teilung des Atoms, woraus sich voneinader abhaengige Egoismen entwickeln.
Sogar der Buddha raet im Vishuddhi Magga an, zu erkennen: "
Das bin ich nicht, das ist nicht mein Wesen, das hat sich von meinem Ich getrennt."
Vielleicht sind diese Kernaussagen in Vergessenheit geraten, wie auch in die Aussagen von Yeshua hereininterpretiert wird, was gerade gefaellt.
Dabei ist Yeshua`s Sprache eindeutig und kompromißlos, vor allen Dingen dort, wo sich ein Mensch auf dem Weg macht, in sich das Goettliche zu verwirklichen.
Er spricht nicht von außerhalb zu mir, sondern in meinem Herzen - ICH muss lediglich mein Bewußtsein in seine Worte einfließen lassen: ICH BIN...
Es waren nicht Menschen, die meinem Wesen ein ICH verliehen, sondern der goettliche Logos, der sich mir offenbarte im ICH als Wegweiser und Richtung.
Als kleines Kind war ICH GOTT SELBST - bis das kollektive "
Wir" in Erscheinung trat als Personifizierung meiner irdischen am "
Wir" gefesselten Erzeuger.
Schaut Euch die Gemeinschaften an, die [noch] im "
Wir" leben...
Im Prozess des Entwickelns mag eine Gemeinschaft so lange von Vorteil sein, bis sich als Folge diverser Inspirationen der eigene Schoepfergeist offenbart.
Im Grunde habe ICH in Gemeinschaften oder im Verkehr mit anderen nur eins gelernt - dass ICH unter keinen Umstaenden so sein moechte wie sie.
Das ICH resp. mein ICH liebt die Individualitaet - das Individuelle ist fuer mich unteilbar, weil es keinen Standpunkt besitzt, an dem es sich halten kann.
"
Individualitaet" ist frei fließend, weil sie sich staendig wandelt...
Ein guter Partner ist fuer mich z.B. jener, der es versteht, ganz er selbst zu sein, in dem er auf allen Ebenen sein ICH ins schoepferische ICH aufgehen laeßt.
Wenn ich in mir das ICH Gottes als mein eigenes erkenne und realisiere, lebe ICH in der Akzeptanz jener, die sich ebenfalls auf dem Weg befinden.
Eines Tages trennen sich unsere Wege wieder, spaetestens mit dem Ableben von der irdischen Buehne - da sind WIR auf uns ALLEIN gestellt...
...ALL-EIN...Eins mit dem All..in Konfrontation mit dem wahren ICH...
Wenn ICH an diesem Punkt das ICH BIN vollstaendig erfaßt und erkannt habe, werde ICH Frieden und den Willen haben, die Transformation anzunehmen.
Allein im ICH kann ICH das Universum tragen und ertragen...
Schwer ist es fuer viele, in dem ganzen "
Wir" das ICH zu entdecken...
Der Titel des Threads entspricht der ICH-Entwicklung, wie ich sie erfahren habe...
Mit guten Gedanken...

Anzeraq