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23.05.2009, 20:02
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Tannenspitzen Beitrag #1 (permalink)
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Auf verschlungenen Pfaden
Registriert seit: 09.02.2009
Ort: Bayern
Beiträge: 591
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Tannenspitzen
Hallo Ihr Lieben!
Wie verarbeitet Ihr junge Tannenspitzen zu Hustensaft oder ähnliches? Ich schwanke zwischen in flüssigen Honig schmeissen und Sirup draus kochen. Hat noch wer andere Ideen? Was ist besser? Was holt die Wirkstoffe am Besten raus?
Liebe Grüße, Sharii
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24.05.2009, 08:54
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Tannenspitzen Beitrag #2 (permalink)
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nixda
Registriert seit: 18.01.2006
Ort: in Herz Kopf und Bauch
Beiträge: 2.703
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hi sharii - Kochen halte ich für eine der schlechteren Methoden um Arzneien herzustellen (nur einige wie Zinnkraut müssen wirklich gekocht werden) - und auch Tees koche ich nicht sondern lass sie nur warm ziehen. Honig und Alkohol halte ich für das Beste als Grundlage für Auszüge. Die Pflanzen schneide ich klein und stoße sie dann im Mörser oder gebe sie gleich durch den Wolf. Dann kommen sie in einen cremigen Honig. Da setzt sich dann nach ein paar Wochen eine flüssige Schicht ab, die den Extrakt besitzt - die Pflanzenteile presse ich dann durch ein Tuch und setze sie in hochprozentigem Alkohol an, der zieht dann noch das aus, was der Honig nicht gelöst hat. Dann werden die Pflanzenteile noch mal durch das Sieb gegeben und können getrocknet als Tee genutzt werden. Das komplette Extrakt ergibt sich, wenn ich beide Teile (Honigauszug und Alkoholauszug) dann mische und so einen Kräterlikör schaffe, oder aber ich nutze den Honigauszug allein für Kinder.
LGIchbins
Geändert von IchBin (24.05.2009 um 08:57 Uhr)
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24.05.2009, 14:27
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Tannenspitzen Beitrag #3 (permalink)
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Banned
Sternzeichen:
Registriert seit: 28.04.2007
Alter: 37
Beiträge: 3.863
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Zitat:
Zitat von IchBin
Dann kommen sie in einen cremigen Honig. Da setzt sich dann nach ein paar Wochen eine flüssige Schicht ab, die den Extrakt besitzt - die Pflanzenteile presse ich dann durch ein Tuch und setze sie in hochprozentigem Alkohol an, der zieht dann noch das aus, was der Honig nicht gelöst hat. Dann werden die Pflanzenteile noch mal durch das Sieb gegeben und können getrocknet als Tee genutzt werden. Das komplette Extrakt ergibt sich, wenn ich beide Teile (Honigauszug und Alkoholauszug) dann mische und so einen Kräterlikör schaffe, oder aber ich nutze den Honigauszug allein für Kinder.
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Hallo,
es ist mir ziemlich unbekannt, dass Honig den Wirkstoff (ohne alles zu kochen) aus Pflanzen löst.
Kannst du mir das erklären? Ich benutze zwar nie Honig, weil ich Veganerin bin, aber interessieren tut es mich schon.
Was ich auch nicht ganz verstehe ist, warum du die Pflanzenteile nach der Herstellung von Akoholauszügen, noch als Tee benutzt. Die Pflanzenteile haben weder Wirkstoff noch Aroma, was soll das denn für ein Tee werden?
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24.05.2009, 14:30
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Tannenspitzen Beitrag #4 (permalink)
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Banned
Sternzeichen:
Registriert seit: 28.04.2007
Alter: 37
Beiträge: 3.863
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Zitat:
Zitat von Sharii
Hallo Ihr Lieben!
Was holt die Wirkstoffe am Besten raus?
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Meiner Meinung nach, holt ein Alkoholauzug das meiste raus. Am besten nimmt du 95% Trinkspiritus.
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24.05.2009, 14:41
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Tannenspitzen Beitrag #5 (permalink)
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nixda
Registriert seit: 18.01.2006
Ort: in Herz Kopf und Bauch
Beiträge: 2.703
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@ Belladonna - das Kochen zerstört mehr als dass es nutzt - die pflanzlichen Stoffe sind entweder im wässrigen oder im öligen Medium löslich, im warmen ist mehr löslich als im kalten, aber ab ca. 60 Grad wird wiederum mehr zerstört als gelöst, deshalb werden die guten Destillationen von ätherischem Öl auch unter Vakuum destilliert um möglichst niedrig mit den Temperaturen zu kommen und die ätherischen Öle nicht zu zerstören. Im Honig wird das wässrig lösliche gelöst, aber auch Teile des öl-löslichen wie ätherische Öle, auch Alkohol löst z.T. Öle. Deshalb kann man bei diesen Methoden auf den zusätzlichen Ölauszug verzichten.
Eine alte Methode ist auch die alkoholische oder milchsaure Vergärung der Pflanzen um Stoffe zu lösen.
Ein Problem bei der Herstellung von Arznei ist auch die Haltbarkeit, Alkohol sowie auch Honig konserviert ohne die Lebendigkeit der Wirkung wesentlich einzuschränken.
Den letzten Rest der Pflanzen kann man auch verwerfen, aber verwenden find ich hat auch seinen Reiz, z.B. kann man damit auch noch einen Ölauszug machen. Die Spagyriker würden diesen Rest veraschen.
LGIhbins
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24.05.2009, 15:01
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Tannenspitzen Beitrag #6 (permalink)
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Banned
Sternzeichen:
Registriert seit: 28.04.2007
Alter: 37
Beiträge: 3.863
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Zitat:
Zitat von IchBin
@ Belladonna - das Kochen zerstört mehr als dass es nutzt - die pflanzlichen Stoffe sind entweder im wässrigen oder im öligen Medium löslich, im warmen ist mehr löslich als im kalten
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Ja, das weiß ich. Wenn du aber nur den Honigauszug benutzt (für Kinder), kann ich mir nicht vorstellen, dass dieser viel Wirkstoff enthält. So wie ich das verstanden habe, erwärmst du den Honig ja noch nicht einmal.
Viele Wirstoffe lassen sich auch so, doch gar nicht lösen, oder?
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24.05.2009, 15:36
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Tannenspitzen Beitrag #7 (permalink)
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nixda
Registriert seit: 18.01.2006
Ort: in Herz Kopf und Bauch
Beiträge: 2.703
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@belladonna - Mazeration ist ein durchaus übliches Verfahren auch in der Phyto-Pharmazie - im rein wässrigen Auszug löst sich nicht so viel wie im erwärmten, aber wir können die Drogenkonzentration ja höher machen als üblich - manche Stoffe wie Schleime oder ätherische Öle sollten nicht heiß ausgezogen werden auch der Baldrian entfaltet seine Wirkung nur im Kaltauszug und wenn du schon mal eine Brennesseljauche angesetzt hast weißt du was bei 20 Grad so alles gelöst werden kann. Zudem sind im Honig noch viele Stoffe, wie die Enzyme, die auch zur Lösung beitragen, diese Enzyme allein machen schon einen Heileffekt des Honigs aus und auch diese Enzyme gehen in der Hitze kaputt. Die Pflanzen müssen halt sehr fein gestoßen sein, so dass die Zellen offen sind und die Zuckerstoffe des Honigs die wässrigen Stoffe der Zellen aufnehmen können. Mach mal einfach mal einen Versuch und koste das Produkt, du wirst überrascht sein. Wichtig ist, dass man das mit frischen Pflanzen macht und nicht mit getrockneten. In der Regel findet auch eine Gärung statt, die widerum Lösungskräfte entwickelt.
Vom Herbst hab ich noch die Karde stehen, die ich bald abseihen werden und nun stehen Weißdornblüten mit Blättern da.
LGIchbins
Geändert von IchBin (24.05.2009 um 15:38 Uhr)
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24.05.2009, 21:33
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Tannenspitzen Beitrag #8 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
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Registriert seit: 21.03.2007
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Alter: 59
Beiträge: 1.356
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Also ich koche die Maispitzen der Fichten, dann drücke ich alles aus, es ist total milchig, köchele weiter und fülle mit braunem Zucker auf, später in Gläser ab. Es hilft den Kindern die viele male Bronchitis haben, mit Husten kämpfen. Es ist ein guter Sirup. Aber auch der Spitzwegerichsirup ist dazu sehr gut. Der wird ja weder gekocht noch gebrüht, das ist ja ein 1/1 Kraut und brauner Zucker - Gemisch. Ich mache beides weil ich dann geschmacklich abwechseln kann.
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