Yuca oder auch Manjoc
Die Pflanze kann bis 3 mtr. gross werden und eine Staude bringt bis zu 40-45 kg Wurzel zum essen. Diese Pflanze ist auch in Deutschland erhältlich und steht in vielen Wohnzimmern.
Aus der Yucawurzel macht man ein Mehl. Es nennt sich auf spanisch almedondiga. Das Mehl könnt Ihr selbst herstellen.
Herstellung des Pulvers:
Zuerst muss die Yucawurzel geschält und gewaschen werden. Dann ohne Salz weich kochen, aus dem Wasser nehmen (gut schälen die Yucaschale ist hoch giftig).
Wenn die Yuca trocken ist zerbröseln und im Backofen mit ganz schwacher Hitze trocknen lassen. (wichtig ist die schwache Hitze) Wenn sie richtig trocken ist zu Mehl zermahlen. Das Mehl muss weiss sein.
Anwendungsgebiete:
bei Bluthochdruck (Hypertonie) ein bis zwei Esslöffel in ein Glas Wasser mit einigen Tropfen Zitronensaft verrühren und trinken. Es hilft sofort nach einer halben stunde.
Bei Masern , Windpocken, Fieber und anderen Fieberkrankheiten, kühlt man mit diesem Rezept das heisse Blut ab und man ist in zwei bis drei Tagen wieder gesund.
Die Brasilaner benutzen die Yuca oder Manjoc im Busch für die sogenante Farova, das ist ein grobes Yucamehl. Da brät man dann Zwiebeln und gewürfeltes Fleisch in der Pfanne mit Oel oder Fett und rührt das grobe Yucamehl drunter bis es goldbraun getoastet ist. Das Essen hält sich dann im Busch bis zu einhalb Wochen.
Gefahren:
Die Schale der Yucawurzel wird von den Indios zu Mehl zermahlen und dann beim Fischen auf das Wasser gestreut. Nach einer halben Stunde schwimmen alle
Fische kieloben und brauchen nur eingesammelt zu werden.
Darum bitte farauf achten, daß die Wurzel gut geschält ist. Lieber ein wenig mehr weg, als zuwenig!
Liebe Grüße
Semonel
Dieses Rezept wurde übermittelt von Lothar Schönhütte aus Santa Cruz de la Sierra / Bolivien