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22.08.2011, 11:43
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Tips zur Schwedenbitter-Herstellung Beitrag #1 (permalink)
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~*~unia~*~
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Registriert seit: 27.01.2011
Ort: BaWü
Alter: 27
Beiträge: 672
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Tips zur Schwedenbitter-Herstellung
Servus 
Ich mag mir demnächst Schwedenbitter selber herstellen, allerdings hab ich da noch ein paar kleine Fragen, die mich am Beginnen hindern 
Es gibt ja den großen Schwedenbitter und den Kleinen. Da fängt es schon an:
WELCHEN sollte man herstellen?
Mir ging durch den Kopf, wenn mehr Pflanzen enthalten sind, dann ist das Anwendungsgebiet größer und ich sollte also den großen Schwedenbitter verwenden.
Allerdings hat eine Pflanze in der Regel mehr wie ein Anwendungsgebiet.
Ist es also tatsächlich so, dass man mit dem großen Schwedenbitter mehr machen kann?
Welchen würdet ihr also empfehlen? Groß oder Klein? 
Dazu kommt noch, ich habe mal im www einen Artikel gelesen, dass man Kampfer nicht verwenden sollte, da ihm nachgesagt wird, er wäre krebserregend.
Stimmt das??
Denn dann kommt noch eine Frage dazu:
In den fertigen Kräutermischungen ist Kampfer enthalten.
Kann man sich also eine fertige Mischung bestellen oder ist es sinnvoller, wenn man die entsprechenden Mengen der jeweiligen Pflanzen (entsprechend zu dem Großen bzw. dem Kleinen) einzeln bestellt???
Manches bekommt man doch glaub ich auch nur in der Apotheke, oder?
Hoffe ihr könnt mir da weiterhelfen 
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22.08.2011, 12:39
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Tips zur Schwedenbitter-Herstellung Beitrag #2 (permalink)
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Engel begleiten mich
Sternzeichen:
Registriert seit: 06.05.2010
Ort: Schweiz
Alter: 52
Beiträge: 1.818
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Hallo Suomi
also ich hab mir immer den Schwedenbitter in einer drogerie geholt. Den gab es dann mit oder ohne Kampfer. Wobei ich meine, dass der Kampfer nicht von jeder Person gleich vertragen wird.
Ich hab ihn dann auch ohne Alkohol gefunden... weil wenn ich am Morgen 2 Esslöffel genommen habe, hat ich gleich einen kleinen Schwips....
Ich hab hier so ein Buch, schon seit Jahren, ich glaub es war was mit der Apotheke Gottes. Dort waren dann auch die Krankheitsbilder drin, mit der Anwendung für den grossen oder kleinen Schwedenbitter... also je nach dem.
Bei uns hat es so natur-drogierien und hier findet man eigentlich alle zutaten, die man braucht.
LG
Chandra
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22.08.2011, 16:38
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Tips zur Schwedenbitter-Herstellung Beitrag #3 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
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Registriert seit: 25.11.2008
Ort: Rheinland-Pfalz
Alter: 19
Beiträge: 507
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Das Schwedenbitterrezept kommt von einem schwedischen Arzt, allerdings wurde es erst durch Maria Treben bekannt ("Gesundheit aus der Apotheke Gottes").
Maria Treben empfiehlt immer den kleinen Schwedenbitter.
Der große Schwedenbitter ist im Allgemeinen etwas milder, als der kleine. Ich persönlich setze immer den kleinen Schwedenbitter an, so kann ich mich auch an die Anwendungsgebiete von Maria Treben halten.
Du solltest darauf achten, dass der Schwedenbitter die original Zutaten enthält. Manchmal werden einige Zutaten durch andere ersetzt. Die Mischung sieht folgendermaßen aus:
10g Aloe (oder Wermut, heute meist Wermut)
10g Sennesblätter
10g Kampfer (wichtig: NATURKAMPFER)
10g Rhabarberwurzel
10g Zittwerwurzel
10g Manna
10g Theriak
10g Angelikawurzel
5g Eberwurzwurzel
5g Myrrhe
0,2g Safran
Sennesblätter und Rhabarberwurzel gibt es normal nur in Apotheken, aber es gibt auch Shops die nehmen das nicht ganz so eng.
Auf jeden Fall würde ich ihn selbst ansetzen und unbedingt mit Alkohol. Das Krebsrisiko durch Kampfer würde ich vernachlässigen, was dürfen wir denn heute schon noch benutzen, was kein Krebs verursacht?
LG Miridath
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22.08.2011, 17:01
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Tips zur Schwedenbitter-Herstellung Beitrag #4 (permalink)
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Suchende
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Registriert seit: 26.07.2011
Ort: Balve
Alter: 26
Beiträge: 55
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Hallo zusammen!
Hier mal noch das große Schwedenbitter:
35g Muskatnuss
26g Wermut
Je 18g Rhabarber, Theriak venezian und Kalmus
13g Myrrhe
9g Zitterwurzel
Je 7g Angelikawurzel, Lieselerde und Enzianwurzel
Je 5g Lärchenschwamm und roter Ton
Je 2g Tormentill, Sennesblätter, Kampfer, Bibergail und Muskatblüte
Das ganze mit 2,5 Liter Doppelkorn übergießen und genauso zubereiten wie das kleine Schwedenbitter. Die Kräutermischungen gibt es oft auch schon fertig in der Apotheke, sodass man sie nur noch mit dem Alkohol übergießen muss. (Wobei ich es aber vorziehe, die Mischung selbst zu machen, dann weiß man wenigstens wirklich 100 %, was und wieviel von was drin ist).
Hab auch mal irgendwo gelesen, dass man die Schwedenkräuter wie einen Tee ansetzen kann. Z.B. wenn jemand keinen Alkohol zu sich nehmen darf und für Kinder (ab 12 Jahren):
1 gehäufter EL Schwedenkräuter mit 400 ml kochend heißem Wasser überbrühen. Dann das Ganze unter häufigem Umrühren abkühlen lassen und mitsamt den Kräuter im Kühlschrank lagern.
Von diesem Sud werden bei Bedarf 2 EL. voll in eine Tasse auf Trinktemperatur abgekühltes, vorher abgekochtes Wasser gegeben. Davon trinkt man kurmäßig zwei Tassen pro Tag.
Da es in dieser Form nicht solange haltbar ist, sollte der Aufguss jeden Tag aufgebraucht werden und neu angesetzt werden.
LG Marisa
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22.08.2011, 17:36
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Tips zur Schwedenbitter-Herstellung Beitrag #5 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
Sternzeichen:
Registriert seit: 25.11.2008
Ort: Rheinland-Pfalz
Alter: 19
Beiträge: 507
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Mir fällt da gerade noch ein: Die Schwedenkräuter werden eigentlich nicht pur eingenommen. Du kannst sie z.B. in einen Kräutertee (ohne Zucker) geben. Die Dosierung geht normalerweise von 1TL - 2EL.
Ich mische immer 1T Schwendenkräuter mit 3T warmem Wasser. Also z.B. 1EL Schwedenbitter + 3EL warmes Wasser.
Dadurch sind sie nicht ganz so bitter und scharf.
Das die Schwedenkräuter in Alkohol angesetzt werden hat schon einen Sinn. Alkohol extrahiert mehr und auch andere Stoffe als Wasser. Zumal auch die Einwirkzeit länger ist. Du solltest sie 6-8 Wochen warm stehen lassen.
LG Miridath
Geändert von Miridath (22.08.2011 um 17:38 Uhr)
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23.08.2011, 09:36
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Tips zur Schwedenbitter-Herstellung Beitrag #6 (permalink)
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~*~unia~*~
Sternzeichen:
Registriert seit: 27.01.2011
Ort: BaWü
Alter: 27
Beiträge: 672
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Zitat:
Zitat von Miridath
Das Schwedenbitterrezept kommt von einem schwedischen Arzt, allerdings wurde es erst durch Maria Treben bekannt ("Gesundheit aus der Apotheke Gottes"). Du meinst Dr. Samst der ja mit 104 Jahren bei nem Reitunfall tödlich verunglückt sein soll ?!? 
Maria Treben war mir auch schon ein Begriff.
Maria Treben empfiehlt immer den kleinen Schwedenbitter.
Der große Schwedenbitter ist im Allgemeinen etwas milder, als der kleine. Ich persönlich setze immer den kleinen Schwedenbitter an, so kann ich mich auch an die Anwendungsgebiete von Maria Treben halten. Das macht Sinn *g*
Du solltest darauf achten, dass der Schwedenbitter die original Zutaten enthält. Manchmal werden einige Zutaten durch andere ersetzt. Die Mischung sieht folgendermaßen aus:
10g Aloe (oder Wermut, heute meist Wermut)
10g Sennesblätter
10g Kampfer (wichtig: NATURKAMPFER)
10g Rhabarberwurzel
10g Zittwerwurzel
10g Manna
10g Theriak
10g Angelikawurzel
5g Eberwurzwurzel
5g Myrrhe
0,2g Safran
Sennesblätter und Rhabarberwurzel gibt es normal nur in Apotheken, aber es gibt auch Shops die nehmen das nicht ganz so eng. Hast da zufällig einen empfehlenswerten Shop, der alles im Angebot hat?
Auf jeden Fall würde ich ihn selbst ansetzen und unbedingt mit Alkohol. Das Krebsrisiko durch Kampfer würde ich vernachlässigen, was dürfen wir denn heute schon noch benutzen, was kein Krebs verursacht?
LG Miridath
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Erstmal danke für deine ausführlichen Antworten 
Du hast schon recht, was das Krebsrisiko betrifft, ich dachte nur, man muss es ja nun nicht auch noch bewusst "provozieren" 
Was für einen Alkohol benutzt du und in welcher Menge für das von dir angegebene Rezept??
In was für einer Flasche hast du ihn angesetzt?
@Chandra
Den ohne Alkohol werde ich auch fertig kaufen. Möchte ihn auch bei Kindern benutzen können 
Da reicht mir dann aber auch eine etwas kleinere Flasche.
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23.08.2011, 14:28
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Tips zur Schwedenbitter-Herstellung Beitrag #7 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
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Beiträge: 507
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Genau diesen Herr meinte ich.
Für das Rezept benutzt man einfacherweise 1,4L Alkohol. Also 2 Flaschen.
Ich nehme immer Doppelkorn mit um die 40%. Du kannst aber auch Wodka, Obstler oder jeden anderen hochprozentigen (um die 40%) Schnaps nehmen, nur Zucker sollte keiner drin sein. Doppelkorn oder Wodka ist aber am günstigsten.
Zum Ansetzen nehme ich ein 2L Einmachglas (also mit Gummi + Bügelverschluss), aber du kannst auch hier alles nehmen. Der Hals sollte nur breit sein, damit du die Kräuter wieder rausbekommst und es sollte luftdicht sein. Entweder schaffst du dir extra eines dafür an, oder du nimmst ein altes, denn ein Glas in dem 1x Schwedenkräuter drin waren, wirst du nie wieder für etwas anderes verwenden. Der Geruch verschwindet nie wieder. 
LG Miridath
Geändert von Miridath (23.08.2011 um 14:33 Uhr)
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23.08.2011, 19:59
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Tips zur Schwedenbitter-Herstellung Beitrag #8 (permalink)
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~*~unia~*~
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Beiträge: 672
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Zitat:
Zitat von Miridath
Genau diesen Herr meinte ich.
Für das Rezept benutzt man einfacherweise 1,4L Alkohol. Also 2 Flaschen.
Ich nehme immer Doppelkorn mit um die 40%. Du kannst aber auch Wodka, Obstler oder jeden anderen hochprozentigen (um die 40%) Schnaps nehmen, nur Zucker sollte keiner drin sein. Doppelkorn oder Wodka ist aber am günstigsten.
Zum Ansetzen nehme ich ein 2L Einmachglas (also mit Gummi + Bügelverschluss), aber du kannst auch hier alles nehmen. Der Hals sollte nur breit sein, damit du die Kräuter wieder rausbekommst und es sollte luftdicht sein. Entweder schaffst du dir extra eines dafür an, oder du nimmst ein altes, denn ein Glas in dem 1x Schwedenkräuter drin waren, wirst du nie wieder für etwas anderes verwenden. Der Geruch verschwindet nie wieder. 
LG Miridath
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Ich danke dir, ich komme der Herstellung immer Näher 
Müssen denn die Kräuter wieder raus? Hab gelesen, dass man sich eine kleine Menge (was man eben benötigt) in ein anderes Gefäß füllen kann (da filtert man die Kräuter raus) und der Rest bleibt samt Kräutern im "Herstellungsgefäß".
Schimmeln solls wohl aufgrund des hohen Alkoholgehaltes nicht.
Doppelkorn.. ihhh .. aber okay, dafür isses in Ordnung.. hatte was von Branntwein gelesen, ist das nicht gut?
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