Hallo zusammen,
habt Nachsehen mit mir Neuling, wenn ich über Dinge schreibe, die für euch schon alte Hüte sind, aber für mich ist das Thema gerade neu und ich würde das gern teilen. Vielleicht hat ja jemand Spaß daran, das zu lesen und vielleicht sogar noch mehr Spaß daran, seine Gedanken mit mir zu teilen
Anfang:
Vor ein paar Tagen hatte ich den spontanen Wunsch zu pendeln. Ungünstig war, dass ich weder ein
Pendel noch Ahnung hatte. Also bastelte ich mir erstmal ein Pendel. Da ich es mit Bastelsachen nicht so habe, war das Ergebnis eher bescheiden und eierte. Ich durchsuchte alle Schubladen und fand dann eine längliche Hundepfeife, die an einer Kette baumelte. Ohne zu eiern! Bingo, das ist ein Pendel, dachte ich mir. Aber wie nun weiter? Dazu forschte ich im Internet, las ein paar Seiten quer und fand auch noch Vorlagen, die man sich ausdrucken kann.
Versuch 1:
Ich schnappte mir mein Pfeifenpendel, stellte eine Zukunftsfrage und hielt es über eine Ja/Nein-Vorlage. Und es kam ein Ja. Was ich sehr schön fand, denn ich hatte auf diese Frage auch gern ein Ja haben wollen. Also weiter im Text, nächste Frage. Wieder ein Ja! Und wieder fand ich das super, weil das genau meinen Wünschen entsprach. Nach dem vierten Ja kuckte ich dann ganz lang auf die Hundepfeife und fragte sie, ob es auch eigentlich mal Nein sagen kann und wenn nicht, ob wir darüber mal bei einer Tasse Tee reden sollten. So als Ja-Sager durchs Leben zu gehen, ist ja nu auch nicht das Gelbe vom Ei.
Aber dann wurde mir das System klar: Ich stelle die Frage. Ich kenne meine Wunschantwort. Ich halte das Pendel in der Hand. Welch "Überraschung", dass das Pendel dahin pendelt, wo ich es gern haben möchte. Ich fragte meine
Engel danach, was ich davon halten soll. Aber ich hatte irgendwie das dumpfe Gefühl, dass sie meine Herangehensweisen sehr interessant und wohl auch amüsant fanden und mich noch eine Weile selber machen lassen wollten. Machte ich dann auch, fand das aber alles unbefriedigend, bekam kein rechtes Gefühl für das Pendel und so deklarierte ich es wieder als Hundepfeife und steckte sie wieder in die Schublade der Dinge, die sich ansammeln, die man aber nicht braucht. Ich beschloss, dass das mit dem Pendeln halt nichts für mich sei. Schuster, bleib bei deinen Leisten. Oder so.
Gewurmt hat mich das dann aber doch, also...
Versuch 2:
Neuer Versuch mit anderen Vorzeichen. Dazu suchte ich mir bei meinem Lieblingsesoterikversandhandel ein preisgünstiges (falls das doch auch wieder in der Schublade der unnützen Dinge landen sollte) Pendel aus und verbrachte die Wartezeit bis zur Lieferung mit dem Lesen von Artikeln übers Pendeln. Heute traf dann die Lieferung ein und ich packte hocherfreut mein neues Pendel aus, das wunderschön anzusehen ist, dessen Kette eine genau richtige Länge hat und das auch wirklich nur pendelt und weder pfeift noch eiert.
Und wie ich mir ja schön angelesen hatte, befragte ich das Pendel erstmal brav danach, wie es mir seine Antworten zeigen will. Wir waren uns über die Art der Kommunikation auch recht schnell einig. Ich hatte ein echt gutes, fast schon beschwingtes Gefühl. Und wieder fragte ich es dann ein paar Dinge, die die Zukunft betreffen. Und wieder sagte es mir genau das, was ich hören wollte. Das aber konsequent. Und wieder war ich versucht, das Ding in die besagte Schublade zu verbannen.
Versuch 3:
So langsam drängte sich mir der Gedanke auf, dass es vielleicht ein ganz kleines bisschen bescheuert ist, sich hinzusetzen und sofort mit dem Pendel zukünftige Entwicklungen erfahren zu wollen, die mich auch noch selber betreffen. Vielleicht wäre es günstiger, so dachte ich mir, erstmal eine Hausnummer kleiner anzufangen. Da hatte ich dann eine Idee!
Ich schnappte mir meine Zeitkarten, weil auf denen (wer hätte es vermutet!) Zahlen drauf stehen und die Rückseiten aber eben alle gleich aussehen. Ich nahm mir die Zahlen 1-4, mischte die Karten, legte sie verdeckt auf dem Tisch aus, schob sie a la Hütchenspieler dann auch noch ein bisschen durcheinander... bis ich mir halt sicher war, dass ich keinen blassen Schimmer mehr habe, welche Zahl wo liegt. Dann nahm ich das Pendel und fragte bei der ersten Karte, ob da die 1 darunter liegt. Das Pendel sagte ja. Na danke, dachte ich mir. Wäre ja eher unrealistisch, dass die 1 auch die erste Karte ist. Ich drehte sie um und... tataa... es war tatsächlich die 1.
Also weiter im Takt. Ich fragte bei der 2. Karte, ob da die 2 darunter liegt. Pendel sagte nein. Ich fragte bei der 3. Karte, ob da die 2 darunter liegt. Pendel sagte nein. Ich fragte bei der 4. Karte, ob da die 2 darunter liegt. Pendel sagte ja. Ich drehte die Karte um. Und es war die 2.
Cool, dachte ich mir und dann hat mich der Ehrgeiz gepackt. Ich wollte, dass die zwei anderen Karten auch noch richtig gependelt werden und in meinem Kopf existierten plötzlich auch ein paar Wahrscheinlichkeitsberechnungen, welche Karte wo liegen könnte. Und prompt passierte, was eigentlich logisch war: Die Antworten waren falsch.
Dann hab ich erstmal was anderes gemacht und mir eine Dosis Alltagsleben geholt. Als mein Kopf dann wieder normal und frei war, setzte ich mich wieder an den Tisch, holte die vier Zahlenkarten, mischte sie, legte sie aus, pendelte, bekam keinen Höhenflug, dafür aber korrekte Antworten bis alle vier Karten umgedreht waren.




Danach war ich dann irgendwie erschöpft. Kein schlimmer Energieverlust, aber ich wusste, dass das jetzt genug Beschäftigung mit diesem für mich neuen Werkzeug war. Ich telefonierte mit einer guten Bekannten und fühlte mich danach frisch, erholt und guter Dinge. So guter Dinge, dass ich weiterpendeln wollte.
Versuch 4:
Wieder legte ich die Zahlenkarten verdeckt auf und pendelte danach, wo sich die Zahl 1 verbirgt. Bei der ersten Karte bekam ich ein deutliches Nein, bei der nächsten ein deutliches Ja. Ich drehte die Karte um und es war die Zahl 3. Hm, dachte ich mir. Kann ja mal passieren. Ich bin ja noch neu und unbedarft. Also alles auf Anfang und neuer Versuch. Und wieder suchte ich nach der Zahl 1. Und wieder bekam ich ein Ja bei der Zahl 3.
Da erinnerte ich mich wieder an das Telefonat. Die Zahl 3 kam darin mehrmals vor und hatte auch eine persönliche Bedeutung für mich. Fand ich interessant. War ja aber nicht das, was ich gerade erreichen wollte.
Versuch 5:
Ich tauschte die Zahl 3 gegen eine andere aus, mischte und pendelte erneut. Aber nichts stimmte. Keine einzige Antwort. Überhaupt nichts.
Versuch 6:
Ich mischte erneut, versuchte mich zu konzentrieren. Ich wollte unbedingt, dass das wieder funktioniert. Und es war erstaunlich: Das Pendel schwieg. Keine Bewegung. Nichts. Nada. Keine Sprechstunde. So überhaupt nicht. Noch nicht mal ein Zittern. So ruhig kann man das Ding eigentlich gar nicht halten! Ich brach ab und ging raus an die frische Luft, dachte an ganz andere Dinge und war eigentlich gewillt, heute nicht mehr zu pendeln.
Versuch 7:
Aber wie das so ist, ließ mir das dann doch keine Ruhe. Ich nahm die Zahlen 5-8 aus dem Kartenpaket, mischte, legte sie verdeckt aus und pendelte. Die 5 war schnell gefunden, ebenso die 6. Bei der 7 sagte das Pendel auch ja, aber ich wollte die Karte noch nicht umdrehen, sondern erst die "Gegenprobe" mit der 8 machen. Ich fragte also, ob die andere Karte die 8 sei. Und das Pendel sagte Nein. Hm, dachte ich mir. Muss ja aber die 8 sein, wenn das andere die 7 ist. Also noch mal. Bei der einen Karte blieb das Pendel der Meinung, dass es die 7 ist. Und bei der anderen aber hartnäckig der Meinung, dass das nicht die 8 sei. Ich war dann gelinde gesagt ein bisschen genervt. Ich drehte die erste Karte um und es war in der Tat die 7. Dann drehte ich die andere Karte um und es war... die 4. Ich hatte nicht die 8 mit raus genommen, sondern versehentlich die 4. Das Pendel lag richtig.
Und jetzt hab ich für heute erstmal genug vom Pendeln (momentan zumindest). Mein Plan ist, dass ich das auf der Ebene noch ein bisschen weiter mache, damit ich ein besseres Gefühl dafür bekomme, wann das Pendel mit mir reden will (ich formulier das jetzt mal so) und wann ich zu verbissen bin, ein stimmiges Ergebnis erreichen zu wollen und vor allem, wann es mir irgendwas anzeigt, was zwar gerade noch in meinem Kopf präsent ist, wonach ich aber gerade gar nicht frage. Und dann schau ich mal weiter, welches dann für mich der sinnvollste nächste Schritt sein könnte, um mich dann doch wieder irgendwann daran zu wagen, nach zukünftigen Entwicklungen zu fragen

Alles Liebe
noun