Vorab möchte ich mich bei black-girl für den indirekten Klau ihres Thead-Titels entschuldigen. Nur wüsste ich beim besten Willen nicht, wie ich es anders hätte formulieren sollen.
Vielleicht übt ihr - du, black-girl, inklusive - ja ein wenig Nachsicht mir gegenüber, da dies mein erster Post ist ...^^
Da ich mich nun schon länger nicht mehr mit Esoterik beschäftigt habe, fehlt es mir ein wenig an der begrifflichen Sicherheit, was denn nun unter einem Fluch zu verstehen ist (btw: ich habe vor, mich wieder ein wenig in diesen breitefächerten Themenbereich einzuarbeiten - die Threads auf dieser Seite wirken schon reichlich an- und vielversprechend)
Nun aber zu meinem eigentlichen Anliegen:
Der Bruder meines Vaters war ein Betrüger, wie er im Buche steht. Hat immer wieder seine Gutmütigkeit ausgenutzt und ihn mächtig ausgenommen.
Einer unserer Nachbarn, der sich zunächst als guter Freund ausgab, ist ähnlich verfahren. Gut, man hätte sich durchaus etwas misstrauischer verhalten können, da er sich als Versicherungsagent verdingt hat ...
Nachdem wir umgezogen waren - unter anderem bedingt durch Schulden, die auch dieser 'Victoria-Mensch' auf dem Gewissen hat - hat mein Vater ihn per Zufall auf der Straße gesehen und sich bereits plastisch ausgemalt, wie genau er sich an ihm rächen würde. Kurz darauf war er in einen Unfall verwickelt, seit dem er sich nur noch mit Krücken fortbewegen kann (das ist nunmehr über 3 Jahre her).
Überdies hat es bislang jeden meiner Hunde 'vor seiner Zeit' dahingerafft, sprich: keiner der beiden Vierbeiner, deren Lebensweg ich habe teilen dürfen, ist eines natürlichen und schmerzlosen Todes gestorben.
Was zu allem Überfluss noch dazukommt ist die Möglichkeit (ich will hier nichts heraufbeschwören, da ich mir der Macht des Logos durchaus bewusst bin), dass sich Knoten in der Brust meiner Mutter gebildet haben. Ebenso wenig aber, wie wir uns eine Hüft-OP für meinen Vater haben erlauben können, lassen sich Diagnose und Behandlung meiner Mutter aus unserem knapp bemessenen Budget berappen.
Pleite, Tod und nachhaltige Erkrankungen scheinen mich zu umgeben, betreffen jedoch niemals mich persönlich. Es kommt mir beinahe so vor, als sollte ich bewusst verschont bleiben und nur mitansehen, wie schlecht es meinen Verwandten ergeht.
Ich muss also fragen, was genau das Etikett "Fluch" rechtfertigt und inwiefern diese Definition mit dem deckungsgleich ist, was ich eben geschildert habe. Sollte ich tatsächlich das Opfer einer Verwünschung sein, erhebt sich freilich die nächste Frage wie von selbst: Wie den Urheber aufspüren, wie den Fluch von mir bzw. den Meinen nehmen? Wenn ich mir vor Augen halte, wie beschissen das Leben meiner Eltern bislang gelaufen ist (Daddy hat sich die Knochen wundgeackert und nach all den Jahren nichts als eine Hungerrente zur Verfügung, die eigentlich sogar unter HartzIV-Niveau liegt und mit der er uns irgendwie durchbringen muss; meine Mutter musste die stellenweise Verschwiegenheit und 'Feigheit' meines Vaters ausbaden, war dadurch also permanentem Stress ausgesetzt, außerdem hat sie ihr musisches Talent nie voll ausgeschöpft, um eventuell gar Kapital daraus zu schlagen)
Ich wäre mittlerweile - fernab jeder Melancholie oder Depression - gar dazu bereit, mich selbst zu opfern, damit meine Familie noch ein paar Dekaden Glückseligkeit verleben kann. Oder gibt es vielleicht doch eine andere Option?
Ich hoffe, ihr könnt mir weiterhelfen. Ich will nicht behaupten, ich sei verzweifelt. Denn diesem Stadium bin ich längst 'entwachsen'. Ich bin schlicht abgestumpft, hoffnungslos.
Das mag nicht die Art 'Entertaining-First-Post' sein, die man für gewöhnlich erwartet, aber im Laufe meiner Beitragstätigkeit hier werd ich schon noch irgendwann den Clown ausspeien, den ich vor Monaten mal beiläufig verschluckt habe ...