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19.07.2010, 12:15
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Arbeit macht wieder frei ! :) Beitrag #33 (permalink)
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Banned
Sternzeichen:
Registriert seit: 09.02.2009
Ort: 3
Alter: 57
Beiträge: 763
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Es ist keine Sünde reich zu sein.
Nur bitte nicht auf Kosten der Bedürftigen und Armen.
Und genau darin liegt das Krebsgeschwür im Staat, der deshalb um seine Existenz bangen muss.
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19.07.2010, 12:26
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Arbeit macht wieder frei ! :) Beitrag #34 (permalink)
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Ursache
Sternzeichen:
Registriert seit: 02.04.2007
Ort: Berlin-Reinickendorf
Alter: 27
Beiträge: 5.756
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Zitat:
Zitat von Asteria
Hey lieber Shuichi,
Keine Ahnung was er getan hat...? Eventuell hatte er ja einen reicher Großvater so wie Paris Hilton . Eventuell hatte er ja auch die super Geschäftsidee und das "goldene Händchen" um diese umzusetzen. Eventuell hat er ja im Lotto gewonnen. Es gibt eben Menschen die können sogar "Sch*** zu Gold machen" nur weil sie an sich glauben. Denn jedem geschehe nach seinem Glauben.
Das Geld fliesst ihnen dann automatisch zu, das nennt man dann MAKIA = Energie folgt der Aufmerksamkeit. Ich neide es ihnen nicht, denn ich weis nur zu "gut", dass ich mir damit das Leben nicht leichter mache und ich mit negativen Emotionen mir selbst nur "Negatives" erschaffe.
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Hi Ho 
Ich neide es auch nicht, ich spreche seit einigen Beiträgen davon, dass jemand mit viel Geld viel Verantwortung trägt und ich stelle fest, dass diese Verantwortung kaum wahrgenommen wird. Und des weiteren stelle ich fest, dass die Diskussion an dem Ende ansetzt, was als "Folge dieser nicht-Annahme von Verantwortung" entsteht. Kurz, das Pferd wird von hinten aufgezäumt, anstatt mal an das ursächliche Ende (auf materieller Ebene) zu schauen, was denen, die ihre Verantwortung in Bezug zu dem Übermaß an Geld nicht wahrnehmen mehr als recht ist und ja durch Medien und Politik auch gefördert wird.
Und du spielst da in dieser Diskussion mit.
Zitat:
Zitat von Asteria
Mag sein, dass es extrem Beispiele sind, doch es sind nunmal historische Fakten. In allen Fällen ging es darum, dass Sozialneid geschürt wurde, welcher sich dann auf die Massen ausgeweitet hat, die dieses extremen Fälle, dann in die Tat umgesetzt haben.
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Mir ging es in keinem Beitrag um Fehler der Vergangenheit, die kenn ich zu genüge, darauf lege ich nicht meine Aufmerksamkeit (Makia).
Zitat:
Zitat von Asteria
Hmmm übersehen... mag sein... ich sehe nur das was war und weis was sich daraus entwickeln könnte. Wichtig ist immer welches wahre Motiv dahinter steckt. Ich bin eben der Meinung, dass aus einer "negativen" Handlung, nämlich Sozialneid schüren, nie was Positives daraus enstehen kann.
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Es ging mir die Verantwortung, die ein so großer Geldbesitz mit sich bringt und um die Tatsache, dass die absolut nicht wahrgenommen und die Diskussion hier wieder auf die Folge-Seite anstatt auf die Ursachen-Seite gelenkt wird.
Die Ursache sind nicht irgendwelche wenigen Leute, die nicht arbeiten gehen wollen - die sind vielleicht ärgerlich, aber eben nicht die Ursache und es ist einfach kontraproduktiv darüber zu diskutieren, weil bei denen kaum Geld und damit kaum Macht/Potential zur Veränderung liegt. Die liegt bei denen, die viel haben und dank Lobbyarbeit und Medienbeeinflussung die Öffentlichkeit von sich ablenken.
Ich finde es einfach wichtig zu sagen: "Leute, ihr habt viel Geld, das ist OK, aber damit habt ihr auch in Sachen Geld eine Riesenverantwortung, die ihr wahrnehmen müsst." Solange, diese Verantwortung aber nicht auch von der Masse der Bevölkerung gesehen und eingefordert wird, wird sich da nichts ändern. Nur wenige, die viel haben nehmen die Verantwortung hin und wieder an. Es gibt zum Glück welche.
Beispiel hier (klick)
Das ist die materielle Seite der Verantwortung. Die spirituelle Seite geht dahin, dass zum einen diese Geld-Verantwortung Seite (bei den anderen und bei sich) gesehen wird und dass jeder für sein Leben und seine Bereiche Verantwortung übernimmt.
Das bedeutet aber auch, dass man sich nach Möglichkeit nicht ausbeuten lässt. Tut man das, dann erhält man das System mit. Wer anderen die Möglichkeit gibt unmenschlich zu handeln macht sich mitverantwortlich. Das zu vermeiden ist in diesem System schwer, aber man sollte es versuchen - es ist nicht unmöglich. Ich habe einer Freundin einen Job in einer sozialen Einrichtung verschafft, sie verdient nicht viel, es reicht aber und sie tut etwas gutes.
Dieser Job ist aber mit dem aktuellen Programm gefährdet.
Bei der ganzen Diskussion wird übrigens was ganz wichtiges übersehen.
Es gibt nicht genügend Jobs für alle Menschen und es wird nieeee wieder (im derzeitigen System) genügend Jobs geben. Grund ist primär die immernoch fortschreitende Automatisierung und teilweise auch die Auslagerung von Jobs.
Allein schon deshalb ist es dreist zu den Arbeitslosen hinzuschauen. Wird aber von Medien und Politik gefördert, weil man sich dann nicht des eigentlichen Themas annehmen muss und weil diese Sache so schön spaltet.
Zitat:
Zitat von Asteria
Wo wir dann zum Punkt Eigenverantwortung kommen. Jeder trägt eine gewisse Eigenverantwortung für das was passiert.
Wenn ich mit 14 "Null Bock" auf Schule hab und alles hinschmeisse, dann trage ich eine Verantwortung dafür, mit 20 keinen Job abzubekommen. Wenn ich mich auf der Arbeit aufführe wie der letzte Urmensch, dann trag ich eine Verantwortung dafür, dass man mir kündigt. Wenn ich mit übertriebenen Lohnforderungen zu einem Einstellungsgespräch komme, dann trage ich eine Verantwortung dafür, dass man mich nicht nimmt. etc.
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Klar, sind aber Einzelfälle und Folge, nicht Ursache. Folgen sind nie schön, sollte man auch abmildern, aber an Folgen rumzuschrauben verändert nichts dauerhaft. Das ist der Grund, warum in der Vergangenheit auch so viele Systemveränderungen misslungen und in Extreme ausgeartet sind.
Zitat:
Zitat von Asteria
Was nicht heissen will, dass viele eine Schuld daran tragen, wenn die Firma wo sie arbeiten dann Konkurs anmeldet und sie ihre Arbeit verlieren. Aber meistens bemühen sie sich dann auch erfolgreich und bekommen nach einer gewissen "Zeit" wieder einen Job. Qualifizierte Arbeiter mit Berufserfahrung werden immer gebraucht. Manchmal "muss" man auch kleine Kompromisse eingehen, eventuell dafür umziehen oder man verdient etwas weniger, aber wenn man wirklich will, dann findet sich immer einen Weg.
Ich war auch mal arbeitslos, habe dann hier und da befristete Gelegenheitsjobs angenommen, mal nen Monat hier und nen Monat da. Beim Arbeitsamt war ich auch eingetragen, aber ich wusst gleich, dass ich mein Schicksal selbst in die Hände nehmen "musste" und ich mich nicht auf die verlassen konnte. Ich habe mich an eine Organisation gewendet, die mir zwar keinen Job verschaffte, aber mir halfen mein Selbstvertrauen zu stärken und mir Tipps gaben wo ich mich bewerben könnte. Jedem Hinweis, dass "die Leute suchen" bin ich nachgegangen und habe mich beworben, bis es dann erfolgreich geklappt hat.
Ich hab´s geschafft weil ich mich nicht aufgegeben habe und weil ich bereit war einen Job anzunehmen, der auch nicht so 100% dem entsprach was ich mir so vorgestellt hatte. Man sollte auch nicht zu wählerisch sein. 
Aber jeder soll wohl für sich selbst entscheiden ob er lieber seine Energie darin steckt über seine Situation zu jammern und sich zu beklagen, oder ob er versucht die Situation zum Besseren zu verändern.
Alles Liebe
Astrid
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Wie gesagt, dein Fokus liegt, wie es von Medien und Politikern gewollt ist auf den Folgen. Die sind, da geb ich dir Recht auch nicht schön und es gibt da sicher Fälle, die nicht sein müssten (weil Verantwortung nicht übernommen wurde), aber es sind Folgen und wie ich oben schrieb gibt es da gewisse Faktoren (nie wieder genug Arbeit für alle im derzeitigen System usw.), die das ganze dann doch in ein anderes Licht stellen.
Deine Verantwortung liegt, wenn du dich mit dem Thema beschäftigen willst, darin deinen Fokus auf Ursachen und Lösungen zu lenken.
Momentan unterstützt du in der Diskussion nur die Politik und die Medien. Das ist kein Vorwurf, weil es einfach ziemlich schwer ist das alles zu durchschauen und man einfach niemandem vorwerfen kann, wenn er falsch bzw. einseitig informiert wurde. 
Es geht hier auch nicht um die pösen Politiker und die pösen Medien. Die sind nur Spiegel der Bevölkerung, aber zum durchschauen muss ich benennen und das tue ich hier.
Rechtfertigt aber nicht die Handlung an sich, weil die sowohl bei Medien als auch bei Politiker vorsätzlich ist. Die sind jedoch ebenso Teil des Systems und müssen erst raus, wenn sie anders handeln wollen (das ist deren Teil der Verantwortung)
Raus aus dem System (mindestens im Sein (und damit auch in Gedanken und Handlungen)) muss aber jeder für sich selbst.
Grüße Shuichi 
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19.07.2010, 13:11
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Arbeit macht wieder frei ! :) Beitrag #35 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
Sternzeichen:
Registriert seit: 07.01.2007
Ort: Vorarlberg
Alter: 58
Beiträge: 8.509
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Raus aus dem System.
Ich bin mir sicher, dass dies sehr viele wollen, nur hat die meisten der Mut verlassen.
Abgesehen davon, die Frage ist wie!
Sich verweigern - dann wird man als arbeitsloser bestraft.
Es ist sogar unmöglich zu künden, auch wenn der Job noch so mies ist, ohne gewaltig bestraft zu werden.
Da aber die meisten auch noch für die Familie, ihre Kinder mitverantwortlich sind, bleiben kaum noch Möglichkeiten.
Zu fest ist die Schraube festgedreht.
Und die wenigen, die das Geld haben?
Es gibt rühmliche Ausnahmen, aber den meisten geht es nicht ums Geld - das ist ja zur genüge Vorhanden, aber Macht lässt sich bei Leuten, bei denen es an allem mangelt, weit aus besser missbrauchen.
Zudem fördert das den Reichtum noch mehr.
Leute in Betrieben werden nicht abgebaut, weil es denen schlecht geht - ja auch - aber viel Öfters, um die Gewinne noch weiter zu erhöhen.
Das lässt sich gut an den Börsen beobachten - kaum eröffnet ein Betrieb die Meldung, dass er ziemlich viele der Belegschaft "abbauen" wird, steigen die Aktien im Wert hoch.
Das System fördert die soziale Ungerechtigkeit sehr deutlich.
Die Verantwortung übernehmen? Wozu, wenn es mehr Macht und Geld bringt, dies nicht zu tun?
Die Masse hat nur eine Möglichkeit, sich zu solidarisieren - das bedeutet aber höchst wahrscheinlich, dass sehr bald auf die Masse geschossen wird,
Traurige Wirklichkeit.
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19.07.2010, 21:53
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Arbeit macht wieder frei ! :) Beitrag #37 (permalink)
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Ursache
Sternzeichen:
Registriert seit: 02.04.2007
Ort: Berlin-Reinickendorf
Alter: 27
Beiträge: 5.756
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Danke ... und da sag mal einer man könne mit reden im Forum nichts erreichen.  Jahrelange Beschäftigung mit dem Thema hat sich gelohnt.
War trotzdem spannend mal wieder so intensiv über ein Thema zu reden. 
Grüße Shuichi
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20.07.2010, 01:27
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Arbeit macht wieder frei ! :) Beitrag #38 (permalink)
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Gast
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Zitat:
Zitat von Zhantee
Was ist daran so schlimm?
Wer auf Kosten der Allgemeinheit lebt, soll auch etwas für die Allgemeinheit tun.
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Das finde ich auch. Als Erstes würde ich damit beginnen, die Superreichen dazu zu bewegen, endlich etwas für die Allgemeinheit zu tun. 
Alles andere wäre kurzsichtig und das sieht man ja auch an Beiträgen wie diesen.
Wer übrigens voll im Wirtschaftssystem drinnen steht, tut kaum etwas für die Allgemeinheit, sondern trägt zum Überleben der Wirtschaft bei, die wiederum ganze Ökosysteme und den Lebensraum des Menschen selbst zerstört.
Darüber sollte man mal nachdenken bevor man wieder die von den Medien und Politik gesteuerte 08-15-Meinung vom "Leben auf Kosten der Allgemeinheit" hervorhebt. Mal sehen, wo die Parasiten sich tatsächlich befinden und dann reden, das ist das beste Motto.
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