Om shanthi,
wie ich in dem einen oder anderen Beitrag hier im Forum, schon einmal erwähnt habe, betreue ich mit einigen Freunden verschiedene Hilfsprojekte in Indien.
Das sind Schulen, kleine Hospitals, Krankenwagen, Witwenhäuser, etc. Eine Lepraklinik ist am entstehen.
In diesem Jahr werden in West-Bengalen, im Gangesdelta, 2 große Überschwemmungen erwartet.
Einmal im July und zum anderen Ende September 2007.
Das haben jetzt nicht irgendwelche Wahrsager prophezeit, sondern die ist abzusehen.
Es geht mal wieder um eine typische, indische, Regierungsposse.
Was steckt also dahinter?
Die Regierung von West-Bengalen ist eine demokratisch gewählte kommunistische Regierung und somit sind die meisten kleinen Provinceregierungen auch kommunistisch.
Provincegouvaneure sind Patriarchen und es geht schnell, das diese untereinander im "Klinsch liegen", zu mal, wenn sie aus entgegengesetzten Parteilagern stammen.
Um das Zuviel an Wasser, welches in der Monsunzeit vom Himalaya runterkommt aufzufangen, hat man im Gangesdelta diverse Stauseen und Schleusen untergebracht. Das System funktioniert an sich recht gut.
Der Einsatz dieser Schleusen wird aber auch wie ein Druckmittel benutzt und mehr oder weniger kriegerisch missbraucht. Die Provincestreitigkeiten führen dazu, das das Wasser nicht ausreichend gestaut wird und man es einfach so, ungehindert in die nächste Province fließen läßt, die dadurch "Land unter" meldet.
Die Folge, ganze Dörfer werden von den Wassermassen einfach weggespühlt. Im letzten Jahr hatten wir diese Erfahrung schon machen dürfen. Von den Regierungen wurde unser engagement letztes Jahr beukottiert, bis behindert.
Es ist inoffiziell nicht erwünscht, das dort Menschenleben gerettet werden. Da muss man tief durchatmen.
Man geht da von einer sogenannten "natürlichen Auslese" aus.
Es ist klar, es sind die sozial Schwächsten die es trifft.
Einige Freunde waren im letzten Jahr, bei den Behörden vorstellig. Man traf die Beamten beim Kartenspiel an, obwohl Hochwasser war, sie lehnten jede Hilfeleistung ab und drängten unsere Aktivität auch zurück. Man zeigte ein Lagerhaus, in dem alle möglichen Hilfsgüter bis unter das Dach gelagert waren, aber die Sachen wurden nicht raus gegeben, weil die zuständigen Beamten nicht da waren und für indische Beamten muss alles seine strengste Ordnung haben, es gab keine übergeordnete Anweisung.
Nun, da entstand viel Groll.
Wie gesagt, die Katastrophen sind fast planmäßig vorauszusehen.
Mittlerweile haben wir für diese Region 20 große Rettungsbote aus Fieberglas gekauft und dort stationiert.
Wir brauchen noch einiges an Ausstattungen, wie Rettungsringe, Rettungsleinen. Schwimmwesten bitte in kleinen Größen.
Mir ist nicht klar aus welchen beruflichen Bereichen ihr alle kommt, aber ich schreibe das jetzt mal hier rein, eventuell hat hier jemand einen guten Kontakt zu einem Schwimmwestenhersteller oder zur DLRG, oder ähnliche Einrichtungen, die eventuell ältere Schwimmwesten abgeben möchten.
Wer da Tipps, Anregungen, Empfehlungen hat, schreibt mir bitte eine PN.
Übrigens, wir nehmen auch Geldspenden entgegen und stellen dafür auch Quittungen für das Finanzamt aus. Mit Geldspenden können wir diese Sachen auch im Land erstehen und erparen uns auf diese Weise den Zoll.
Im Hafen von Kalkutta steht zur Zeit ein Kontainer von uns aus Holland mit über hundert gespendeten Rollstühlen, der Zoll verlangt Gebühren auf den Neupreis, dies wird uns noch etwas kosten und wenn es nur Bakshish ist.
Des weiteren brauchen wir wegen der Schlangen, die festen Gummihandschuhe und Gummistiefel, möglichst in kleinen Größen, die Inder sind etwas kleiner und schmächtiger als wie wir Europäer.
Die Gummihandschuhe, die man auch zum putzen nimmt. Die Giftzähne sind zu nachgiebig und kommen nicht durch das Gummi.
Durch die Überflutungen werden die Schlangen sehr angriffslustig, Gummihandschuhe und Stiefel sind ein sehr guter Schutz.
Na ja, ich stelle es mal rein, mal sehen ...
Liebe Grüße
Rembrand
http://www.sohambabamission.com/hulpprojecten/