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23.02.2010, 11:09
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Kirchenaustritt "ja" oder "Nein" Beitrag #1 (permalink)
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Gast
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Kirchenaustritt "ja" oder "Nein"
Hallo Ihr Lieben,
nachdem ich nun heute Morgen aus der Presse entnahm, das unsere Landesbischöfin sich alkoholisiert hinter das Steuer eines PKW begab, obwohl Sie ja öffentlich die "Heile" Welt propagiert und sich natürlich niemals einen Fehler erlauben würde, habe ich mir dies zum Anlass genommen darüber nachzudenken die ev Kirche zu verlassen!
Ich denke, das es sich inzwischen eher um ein kapitalistisches Politikum handelt als um den Hintergrund des Glaubens! Glauben kann ich auch so, ohne mich in dieses System zu integrieren!
Wie steht Ihr dazu??
Turis
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23.02.2010, 11:17
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Kirchenaustritt "ja" oder "Nein" Beitrag #2 (permalink)
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SuperMod
Sternzeichen:
Registriert seit: 28.05.2005
Ort: Hameln
Alter: 44
Beiträge: 10.025
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***Thread verschoben***
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23.02.2010, 11:26
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Kirchenaustritt "ja" oder "Nein" Beitrag #3 (permalink)
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Gast
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Danke schön:-)
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23.02.2010, 11:40
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Kirchenaustritt "ja" oder "Nein" Beitrag #4 (permalink)
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Liebe hat lange Fäden
Registriert seit: 15.10.2008
Beiträge: 1.755
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Ich orientiere mich nicht an Glaubenseinrichtungen, obwohl ich gläubig bin.
Die Kirche wurde von Menschen erschaffen und wird von Menschen gelenkt und geleitet.
Und wie man weiß, sind Menschen nicht unfehlbar.
Was unsere Landesbischöfin angeht, so ist sie auch nur ein Mensch wie du und ich.
Das wäre für mich jedoch kein Grund, aus der Kirche auszutreten.
Der Glaube an die höhere Macht (Gott) ist nicht von religiösen Einrichtungen abhängig zu machen.
Umso mehr schreckt es mich ab, dass man für einen christlichen Glauben auch noch monatliche Kirchensteuern abgeben muss!
Die materielle Denkweise hat dir Kirche voll und ganz im Griff.
Deswegen verlasse ich mich in meinem Glauben vor allem auf mich und nicht auf irgendwelche Einrichtungen, die sich hauptsächlich auf Kosten anderer bereichern wollen.
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23.02.2010, 16:10
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Kirchenaustritt "ja" oder "Nein" Beitrag #5 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 19.01.2009
Beiträge: 109
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Kirchensteuer sinnvoll!
Ich sehe das ganz anders mit der Kirchensteuer.
Klar wird das "Unternehmen" Kirche von Menschen gelenkt und wurde auch durch selbige ins Leben gerufen um eine "Gemeinschaft" zu bilden und um sich gegenseitig zu helfen.
Klar hatte das in der Vergangeheit vielleicht auch niedere Beweggründe und auch Machtgier spielte eine Rolle
Nur hat auch die Kirche dazugelernt.
Logischerweise wird auch das Geld, dass die Kirche durch die Steuern einnimmt dafür verwendet um die Kirchen in Schuss zu halten oder auch die "Mitarbeiter" zu bezahlen.
Diese können sein: Pfarrer, Erzieher/innen oder auch Sozialarbeiter/innen.
Es werden durch die Beiträge Pachten gezahlt von Institutionen die den Menschen in Not hilft was zu essen zu bekommen oder auch mal dort zu schlafen.
Wir haben hier in der Stadt z.B eine Kirche die im Winter warmes Essen und Schlafplätze für Obdachlose anbietet.
Wir haben zahlreiche Kindergärten die über die Kirche laufen und finanziert werden.
Es geht hier nicht darum das man für seinen "Glauben" zahlen muss sondern darum durch die Steuer die man zahlt andere Menschen unterstützt die nicht so viel haben und auf Hilfe angewiesen sind.
Wegen der betrunkenen Bischöfin finde ich persönlich nicht das dies ein Grund sein sollte mit dem Gedanken zu spielen die Kirche zu verlassen. Weil ihr persönlicher fehler (der wie ich finde Menschlich ist) nichts damit zu tun hat was die Kirche als Firma leistet.
Wenn du schon mit dem Gedanken spielst dann solltest du dich damit auseinandersetzten WAS mit deinem Geld passiert und wofür es eingesetzt wird dann kannst du viel objetiver entscheiden ob dies deinen Werten entspricht.
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23.02.2010, 16:48
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Kirchenaustritt "ja" oder "Nein" Beitrag #6 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
Sternzeichen:
Registriert seit: 29.06.2008
Ort: NRW
Alter: 23
Beiträge: 3.809
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Die Kirchensteuer an sich finde ich auch nicht das große Problem, wobei ich sagen muss, dass die Kirche nicht das Monopol auf die Hilfsbereitschaft hat.
Allerdings befürworte ich diesen Gedanken unter dem Aspekt der Kirche an sich. Vorne hui, hinten pfui, so sieht es leider noch immer in der Kirche aus. Ich erinnere mich an ein böses Wort meines Pastors, als ich mich von meinem Ex-Freund mit Küssen verabschiedete, als ich damals mit auf eine Kirchenfreizeit fuhr. Es wäre ja zu viel des Guten und die Leute wären noch nicht bereit dafür usw...
Zum Glück ist die jüngere Generation dort oft anderer Meinung.
Und dass sie die Ehe zwischen homosexuellen Menschen oft noch immer nicht erlauben wollen spricht ebenso für sich.
Aber jeder wie er mag, sag ich immer.
Gruß, Asmadin.
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23.02.2010, 17:11
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Kirchenaustritt "ja" oder "Nein" Beitrag #7 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 15.09.2009
Ort: Wien
Beiträge: 3.781
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Zitat:
Logischerweise wird auch das Geld, dass die Kirche durch die Steuern einnimmt dafür verwendet um die Kirchen in Schuss zu halten oder auch die "Mitarbeiter" zu bezahlen.
Diese können sein: Pfarrer, Erzieher/innen oder auch Sozialarbeiter/innen.
Es werden durch die Beiträge Pachten gezahlt von Institutionen die den Menschen in Not hilft was zu essen zu bekommen oder auch mal dort zu schlafen.
Wir haben hier in der Stadt z.B eine Kirche die im Winter warmes Essen und Schlafplätze für Obdachlose anbietet.
Wir haben zahlreiche Kindergärten die über die Kirche laufen und finanziert werden.
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Die katholische Kirche in Österreich nimmt angeblich nicht nur Steuergelder ihrer Mitlgieder ein, sondern bekommt vom Staat regelmäßig hohe finanzielle Zuschüsse, die durch ein ganz altes Gesetz geregelt sind (auf ewig?). Insofern nehmen sie dann zweimal unsere Steuergelder in Anspruch. Doch dann schaut es so aus, als würden die Kirchen all das selbst finanzieren, obwohl sie auch selbst davon profitieren. So werden auch die Religionslehrer vom Staat bezahlt. Die Kirche ist nicht arm, geht aber gern betteln. Jede vom Staat anerkannte Religionsgemeinschaft mird mit unseren Steuergeldern, egal ob wir ihnen angehören oder nicht, vom Gesetz her tatkräftig unterstützt.
Aber wie kommt jener, der keine Religionsgemeinschaft angehört, dazu, sich das Geld ganz offiziell aus der Geldbörse holen zu lassen.
Auch wenn ich meinen eigenen Glauben ohne Religionsgemeinschaft lebe, wird mir ohne mich zu fragen Geld abgenommen. Ist das in Ordnung?
Alle Wohltätigkeiten werden somit von uns bezahlt und nicht von der Kirche. Sie hängen sich nur um unser Geld ihr soziales Mäntelchen um. Und die Kirchenväter - Ausnahmen bestätigen die Regel - sind gar nicht so barmherzig wie sie tun. Ich könnte sogar mit Erfahrungswerten hier argumentieren. Und wenn sie sich schon als Vertreter der Moral ausgeben, sollten sie selbst als gutes Beispiel vorangehen.
Ich weiß nicht recht, ob es genügt, wenn ich sage: "Die sind halt auch nur Menschen!"
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24.02.2010, 01:07
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Kirchenaustritt "ja" oder "Nein" Beitrag #8 (permalink)
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Gast
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Hmmmm ich selber hatte auch schon oft diesen Gedanken im Kopf, aus der Kirche auszutreten. Doch wie soll man das rechtfertigen, heutzutage, denn es wird einem ein ungemein schlechtes Gewissen angelastet, wenn man es dann doch tun würde?!
Klar die einen sagen so und die anderen so! Ich mein wer muss denn heutzutage noch ganz in weiss und kirchlich heiraten.. bevor man das kann muss man eh erst mal das standesamtliche hinter sich bringen und der Rest hängt oft vom Geld ab. Oft ist es ja der Traum von ganz in weiss..aber muss dafür wirklich eine Kirchliche Trauung sein??
Naja bei mir liegt das finanzielle auch sehr im Vordergrund denn aufgrund meiner Lebenswege dachte ich mir oft wo ich denn da Geld einsparen kann und da kam natürlich immer wieder die Kirchensteuer mit auf. Doch irgendwie bringe ich es dann doch nicht über das Herz! Keine Ahnung warum das so ist, an meinem Glauben liegt das weiss Gott nicht!!
habt eine gute Nacht
herzlichst veylaa
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