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07.01.2010, 15:10
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kann man ihn(en) helfen? Beitrag #1 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
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Ort: Pößneck
Alter: 30
Beiträge: 121
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kann man ihn(en) helfen?
als ob ich selbst ja nicht genug bei mir aufzuarbeiten habe, aber seit gestern beschäftigt mich eine Familie wieder sehr. besonders der mittlerweile 13 jährige Sohn der Familie.
ich muss leider etwas ausholen.
ich war, wie hier und da schon mal erwähnt, als aupair in irland tätig. die allererste familie besuchte ich 2005 und blieb 4 monate bei ihr, geplant waren 18  . die familie hat 5 kinder. damals waren sie 1,2,6,8,10 jahre alt. ich dachte gut, probier es, denn mein aufgabenbereich sollte sich theoretisch nur auf die kleinsten beiden begrenzen. mir war jedoch auch irgendwo klar, das man wenn man in einer familie lebt, und den ganzen tag mit den kids allein ist, die anderen nicht ignorieren kann. also kümmerte ich mich um alle so gut es ging. ich begriff schnell, das es der mutter der kinder wichtiger war, das das haus geputzt war, und glänzte, als das ihre kinder sinnvoll beschäftigt und betreut wurden. dazu war es noch so in der familie, das sie "saumässig" lebten. von ordnung hielten alle nicht viel. ich dachte ich bin nicht ordentlich in mein eigenen 4 wänden, aber was ich da erlebte...ich hatte von früh morgens bis spät abends zu tun zu putzen. es gab einfach kein ende. die kinder blieben so leid es mir tat auf der strecke, aber wenn das haus nicht in ordnung war, bekam ich anschisse, bzw durfte solange schufften bis es in ordnung war.
kurz vor mittagszeit, war ich mit meiner putzrunde fertig, juhuuuuuuuuuuuu. mal kurz zeit mit den 2 kleinsten zu spielen, wenn sie nicht grad schliefen, bevor es ans essen kochen ging. die ernährung lies auch zu wünschen übrig, da die auch eine allergie hatten einige von ihnen. aber es gab bei mir prinzipiell nur kartoffeln, erbsen und kaltes fleisch das eine woche reichen musste. (mir wurde das essen so vorgeschrieben, und sie assen auch nix anderes). einmal in der woche gab es bolognese. kaum waren die kinder zurück von schule und pünktlich zum essen da, sah das haus aus wie wenn es nie geputzt worden wäre. alle arbeit umsonst. jetzt sagt ihr euch, das is ja normal, das ein haus bei nutzung nunmal wieder schmutzig wird, aber nein, in der familie war das nicht mehr normal. die schulsachen flogen sonst wohin, der tv sofort an, umgezogen wurde sich nicht (sie trugen schuluniform), und gegessen...ja...die hälfte vom essen konnte ich hinterher vom boden kehren und evtl nochmal wischen.
die kinder kannten absolut keinen respektvollen umgang und die mutter tat ihr übriges dies zu verstärken. wenn ich mal zeit hatte und alle putzarbeiten getan waren, und ich spielen wollte mit den kids, und diese mit mir, scheuchte die mutter sie weg und sagte ihnen sie sollen mich allein lassen. war es abend vor dem schlafen gehen ordentlich im haus..früh morgens sah es aus als hätte ne bombe eingeschlagen.
ich suchte oft das gespräch mit der mutter und rebellierte gegen diese zustände im ordentlichen ton. es half nix, also wurde ich aggressiver, wie die ganze familie schon war. aber auch das half nichts. arbeit tun oder gehn war die divise. wäsche aufgehangen wurde auf dem zaun der viehweide....strom war zum glück meist abgeschalten. und bei wind und wetter musste die wäsche raus, der vorhandene trockner durfte nicht genutzt werden.
der mann in haus, fast hätte ich ihn vergessen zu erwähnen, hatte nix zu sagen, tat dies auch selten, war sehr ruhig und nett, aber er konnte sich gegen den haustyrrannen, seine eigene frau nicht durchsetzen. ging es einen nicht gut, und man bittete um pause, nix da...man musste durchhalten bis man zusammenbrach. hatte die hausherrin kopfweh, was sie oft hatte, war es schon zu laut, durch den flur zu gehen oder zu husten. die frau, ich wieß nicht wie ich es beschreiben soll, ist so kaltherzig gewesen, konnte oder wollte keine liebe ihren kindern zeigen. aber sie war felsenfest überzeugt, das ihre sprösslinge wohlerzogen sind.
ich merkte auch schnell das jeder der kinder probleme hatte. sei es in schule (schlechte noten, keine freunde, ....) oder auch zu hause. die kinder schrien nach zuwendung und liebe aber konnten dann wiederrum nix anfangen damit, wenn man ihn ein bisschen entgegen kam. ich muss noch dazu sagen, das die meisten der kinder, besonders der kleinste, nur oder vorwiegend von aupairs aufgewachsen sind, die meist nicht länger wie ein halbes jahr blieben, wenn nicht sogar kürzer. ich war nummer 15 und blieb 4 monate. die kinder, 2 jungen, 3 mädels, hatten keine chance, je vertrauen aufzubauen und respekt zu lernen. das merkte man deutlich jeden tag, wenn man mit ihnen verbal kämpfte. und es gab meist nur noch die möglichkeit laaaaaauuuuuuuuuuuut zu werden, um irgendwie gegen sie anzukommen. unterstützung von eltern, nein. schon gar nicht von der mutter.
es kam zu einem tag, da unterhielten sich die kinder über eine verstorbene tante oder oma die ihnen wohl sehr naha stand. ich bemerkte, das besonders der heute 13 jährige Junge schwer damit zu kämpfen hatte. als alle in bett waren, die mutter vor tv bratschte, der vater keine ahnung wo der war, bemerkte ich das er im bett weinte. ich ging zu ihm ins zimmer und tröstete ihn und wir redeten über das was vorgefallen war. er klammerte sich so wahnsinnig doll an mir fest und wollte nicht mehr loslassen. es tat ihm so gut, das ihn einfach mal jemand in den arm nahm. leider bemerkte das dann die mutter und sie scheuchte mich regelrecht aus dem zimmer und sagte sie regele das. nun sie war nicht sehr lange in dem zimmer, aber der junge schlief dann. ob friedlich wage ich zu bezweifeln. leider gab es dann kaum noch gelegenheit das mit ihm nochmal aufzuarbeiten. 
gestern, fand ich im www zufällig ein aupair, welches in dieser familie erst vor weihnachten war. nur 3 wochen. wir unterhielten uns und tauschten aus was wir da erlebt haben. ich muss sagen ich hatte erst angst davor, ihr meine erlebnisse dort zu schildern, da ich einige aupairs kannte, die tatsache etwas länger wie ein halbes jahr dort blieben. entweder hatten diese nerven aus stahl oder gar keine oder fühlten sich in so einem chaos wohl. aber ich muss auch sagen es waren nicht sehr viele die länger dort verweilten.
nun ja, die erlebnisse von dem aupair gestern, waren ein spiegelbild meiner. es hat sich absolut nichts geändert. die 2 kleinsten, die bei mir ja noch nicht soviel unheil stiften konnten, entpuppten sich nun als nicht viel anders wie die grossen. der große junge, bereitet mir und auch ihr die meisten sorgen. er wird gemobbt in der schule und wechselte diese wohl schon, aber hat auch in der neuen schwierigkeiten. und das zu hause...ist ja nicht wirklich ein zu hause. auch gestern erfuhr ich, das hausputz immernoch ganz oben auf der liste steht. die kinder sind nebensächlich. die mädels in der familie geben sich gegenseitig halt, habe ich das gefühl. aber der 13 jährige scheint völlig alleingelassen zu sein und meines erachtens seelisch schon fast tot.
gestern abend, nachdem wir uns erstmal verabschiedet hatten, und ich zu bett ging, bat ich die engel ihn von mir zu umarmen und ihn kraft zu geben und liebe. als ich später in mein bett lag, spukte mir die geschichte und mein erlebtes immer noch im kopf rum. ich fand keine ruhe. ich schloss die augen und ging gedanklich leise durch das haus dort, ging in sein zimmer und nahm in die arme. meine arme zog es aufeinmal so fest zusammen (ich umarmte mich dabei selber), als wäre es ein zeichen gewesen, das er das spürt und dankbar drüber ist. keine ahnung. ich musste mich fast zwingen, aus dieser stellung wieder rauszukommen. blieb dann aber noch gedanklich an seinem bett sitzen bis er schlief.
die kinder familie tun mir unendlich leid, besonders er. ich hab ein ganz besonderes bild von ihn damals gemacht, als wir spazieren waren. da war er glücklich. nie hatte ich seine augen so strahlen gesehen.aber was kann man tun, diesen kindern zu helfen? kann man überhaupt was tun? ich kann und will nicht die probleme zu meinen machen. aber es wäre so schön, wenn man irgendwie helfen könnte. adoptieren kann man ihn nicht. die mutter aus der familie ekeln geht auch nicht und sie ist schwer einsichtig das sie fehler macht. ich erinner mich an viele kurze diskussionen darüber wie sie ihren haushalt führt und das kinder zuviel tv gucken, und zu wenig zuwendung bekommen, zu wenig spielen, aber alles umsonst. sie fand sich für perfekt. aupairs werden von ihr schon sklavenartig gehalten muss man sagen. der mann, der guckt zu, kann sich nicht wehren. mir tun die kinder echt leid. wenn irgendjemand rat wüsste, wäre schön. der junge ist ja grad mit 13 in nem schwierigen alter, und noch dazu die ganzen probleme. ich war 4 monate da, und die kinder hatten nicht einmal freunde da.
aber scheinbar kann man eh nicht viel tun, ausser beten, das die mutter zur vernunft kommt, und lernt liebe zu zeigen.
danke fürs lesen. wollte das mal loswerden. entschuldigt mich auch für meinen teilweise krassen ausdruck, aber so machte es nur andeutungsweise deutlich was da abging.
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07.01.2010, 17:13
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kann man ihn(en) helfen? Beitrag #2 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 21.12.2009
Ort: Braunschweig
Beiträge: 107
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Hallo IrishCloud1982,
mich berüht diese Geschichte sehr. Es ist zwar nicht ganz vergleichbar aber: Ich hatte als Transportfahrer für behinderte Kinder auch einen 12jährigen zu beförden:
Am ersten tag an dem ich ihn abholen sollte kam er aus dem Haus: Seine Mutter rief aus einem Fenster im 1. Stock: "Hast Du auch Deine Brote dabei?"
Seine Antwort: "Halt die Fresse Alte und laber mich nicht voll!"
Danach stieg er in den Schulbus in dem überwiegend Blinde und Sehbehinderte waren: Er selbst gehörte in eine Sonderschule für "schwer Erziehbare"! Ansonsten hatte er keine weitere Behinderung!
Wir waren kaum aus der Ortschaft heraus, da hatte er uns alle schon mehrfach durchbeleidigt. So war es die 1 Stunde Fahrzeit recht still im Bus!
Keines der anderen Kinder ging auf die Beleidigungen ein und alle schwiegen lieber!
Ich fuhr zunächst alle anderen Kinder in die entsprechenden Schulen und ihn als zum Schluss!
Bevor er ausstieg hielt ich ihn auf, er zuckte sofort zusammen und war auf eine Standpauke gefasst!
Ich aber sah ihm tief in die Augen und sagte: "Du kommst unglaublich aggressiv rüber, aber wenn ich in Deine Augen schaue seh ich nicht einmal Wut! Nur ganz ganz tiefe Traurigkeit!"
Seine Augen wurden riesengroß, dann kamen Tränen und er fing an zu erzählen! Seine Geschichte ähnelt etwa der des 13jährigen aus "Deiner" Familie! Mir kommen grad wieder die Tränen, wenn ich an den Jungen denke!
Ich nahm ihn in die Arme (erklammerte sich ganz fest!) und sagte ihm was ich für einen wundervollen, liebenswerten, lebendigen und starken Jungen vor mir sehe!
Danach ließ ich ihn aussteigen!
Mittags holte ich ihn zuerst ab, danach die anderen Kinder! Über den Morgen wurde kein Wort verloren!
Als alle Kinder im Bus saßen sprach er und entschuldigte sich für sein Verhalten. Alle sagten ihm sofort: "Kein Problem! Wir haben alle mal einen schlechten Tag!"
Von da an kümmerte er sich unglaublich liebevoll um die anderen Kinder! Selbst einen Ausflug in einen Freizeitpark (den ich aus eigenem Antrieb in den Ferien organisierte und mit den Kids unternahm) wollte er mitmachen.
Da er das nötige Geld nicht hatte sammelten wir im Bus für ihn! Daraufhin waren sogar seine Eltern einverstanden.
Es war ein unglaublich schöner unvergesslicher Tag!
Nach knapp 2 Monaten wurde ich vom Schülertransport abgezogen und im Bankentransport eingesetzt!
Der neue Fahrer, der jetzt diesen Jungen zu befördern hatte schaffte es an einem Tag, das der Junge wieder in sein altes Verhalten zurückfiel!
Er wollte nämlich im Schulbus rauchen und machte daher den Jungen zu seinem "Verbündeten"! Nach dem Motto: "Kannst ruhig rauchen, wenn Du mir eine Zigarette abgibst!"
Ich habe den Jungen leider nie mehr wieder gesehen und auch heute bete ich oft, das es ihm gut gehen möge! Mittlerweile müsste er ja schon Erwachsen sein!
Ja, Du hast leider Recht: Du kannst wirklich nichts (aber auch so gar nichts) tun um den Kindern zu helfen. Einmal mehr sind wir in solchen Situationen unserer Machtlosigkeit ausgeliefert!
Ich drück Dich mal ganz dolle und hoffe (und bete) mit Dir das das Leben den Kindrn ihren Weg ermöglicht und sie wieder zu ihrer eigenen ursprünglichen Liebe finden!
Lichtvolle Grüße
Anakreon
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07.01.2010, 17:28
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kann man ihn(en) helfen? Beitrag #3 (permalink)
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Benutzer
Registriert seit: 27.10.2009
Beiträge: 42
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Keine Macht? keine Möglichkeit? sehe ich anders.
Wenn jemand etwas ändern will, dann gibt es immer Mittel und Wege etwas zu tun. Der Verlust der Macht geht einher mit der Abgabe der Eigenverantwortung.
Traurige Geschichten die ihr Erzählt. Schade wenn so etwas geschieht, wer aber weg guckt und sagt "da kann man wohl nichts machen" lügt sich in die Tasche. Ihr könnt was tun, ihr müsst nur wollen.
Zum Beispiel könntet ihr euch auch außerhalb der euren Arbeit für diese Jungen/Kinder interessieren. Brieffreundschaften zum Beispiel oder aber einfach mal so etwas mit den Kids unternehmen. Man muss nicht immer in einem Job in Kontakt kommen. Man kann das auch außerhalb machen. Als "Hobby" weil man es eben will und weil es gut ist.
Man schaut nur Gewohnheitsgemäß weg. Nicht weil es nicht anders geht.
Sorry das ich hier so Moral-apostolisch reagiere.
Aber ich kann dieses "kann man nichts machen" einfach nicht mehr hören.
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07.01.2010, 17:43
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kann man ihn(en) helfen? Beitrag #4 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 21.12.2009
Ort: Braunschweig
Beiträge: 107
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Zitat:
Zitat von tryZen
Keine Macht? keine Möglichkeit? sehe ich anders.
Wenn jemand etwas ändern will, dann gibt es immer Mittel und Wege etwas zu tun. Der Verlust der Macht geht einher mit der Abgabe der Eigenverantwortung.
Traurige Geschichten die ihr Erzählt. Schade wenn so etwas geschieht, wer aber weg guckt und sagt "da kann man wohl nichts machen" lügt sich in die Tasche. Ihr könnt was tun, ihr müsst nur wollen.
Zum Beispiel könntet ihr euch auch außerhalb der euren Arbeit für diese Jungen/Kinder interessieren. Brieffreundschaften zum Beispiel oder aber einfach mal so etwas mit den Kids unternehmen. Man muss nicht immer in einem Job in Kontakt kommen. Man kann das auch außerhalb machen. Als "Hobby" weil man es eben will und weil es gut ist.
Man schaut nur Gewohnheitsgemäß weg. Nicht weil es nicht anders geht.
Sorry das ich hier so Moral-apostolisch reagiere.
Aber ich kann dieses "kann man nichts machen" einfach nicht mehr hören.
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Da will ich doch gleich mal zu Stellung nehmen:
1. Die eigenen Eltern sind nun mal die engsten Bezugspersonen. Da ist es von aussen schwer etwas zu verändern. Das wird Dir jede Kindergärtnerin bestätigen!
2. Der Junge wohnte weit weg von mir und ich hatte gar nicht die finanziellen Mittel etwas außerhalb zu tun!
3. Die Briefe wurden eh abgefangen!
4. Ich hatte einen weiteren Jungen, der in meinem Wohnort lebte, mit ähnlichen Problemen. Der kam öfter zu mir und wir blieben auch in Kontakt nachdem er von mir nicht mehr befördert wurde. 1 Jahr später war er soweit, das er von der Sonderschule runter und auf eine normale Schule gehen konnte!
5. Ich habe immer noch auch ein eigenes Leben für das ich Verantwortung zu übernehmen habe!
6. Wenn Du die erste Geschichte von IrishCloud gelesen hast: Die Familie lebt in Irland! (auch nicht eben um die Ecke)!
7. Wenn ich könnte würde ich mir alles Übel der Welt auf die Schultern laden und alle befreien, aber: Es ist und bleibt nun mal so, das auch ich (wie alle anderen) immer wieder mit der Machtlosigkeit in Berührung kommen!
Was immer Du auch in Deinem Leben für Erfahrungen gemacht haben magst: IrishCloud und mich kannst Du jedenfalls nicht mit Deinen Bemerkungen gemeint haben! 
Noch eine Kleinigkeit: Ich habe reichlich Worte benutzt für meinen Beitrag. Das Wort "man" suchst Du da jedoch vergeblich! Das Wort "man" ist für mich das Verstecken in der Anonymität der Masse! Übrigens: In Deinem Beitrag ist das Wort "man" 4x vorhanden.
Hast Du auch eine eigene Meinung (für die Du Verantwortung übernimmst) und eigene Erfahrungen die Du beisteuern magst oder reicht es Dir Allgemeinplätze von Dir zu geben?
Lichtvolle Grüße
Anakreon
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07.01.2010, 18:09
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kann man ihn(en) helfen? Beitrag #5 (permalink)
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Benutzer
Registriert seit: 27.10.2009
Beiträge: 42
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Ja ich habe euch, und stellvertretend auch jene gemeint die sich gerne hinter der Aussage verstecken das "man nichts tun kann"
Das ich nicht Ich verwende liegt daran das Ich in diesem Schicksal die Aufgabe derer sehe die daran Teilhaben oder Teilnehmen. Da mische Ich mich nicht ein. Auch verzichte Ich gerne auf das Du weil das Impliziert das Ich nur Dich meine nicht aber eben auch jene anderen die sich mit Sorgen rum schlagen und vor ihnen herlaufen und versuchen sie zu ignorieren.
Du magst gerne 1000 Rechtfertigungen schreiben. Fakt bleibt aber. Entweder Engagiert man(eine Aussagewort das Apersonal ist, damit Dich Sowie auch mich meint) sich zu etwas oder sollte anderen in der Weise helfen sich zu Engagieren das es geht. Sätze wie:
Zitat:
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Ja, Du hast leider Recht: Du kannst wirklich nichts (aber auch so gar nichts) tun um den Kindern zu helfen. Einmal mehr sind wir in solchen Situationen unserer Machtlosigkeit ausgeliefert!
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Sind nicht wirklich Motivierend. Es mag sein das ich hier Unsachgemäß und überzogen gehandelt habe in meine Aussage. Zur Zeit bin ich auch in einem Sehr aufgewühltem Zustand, der mehr mich als Dich oder Euch betrifft. Vermutlich wäre sogar jede Formale äusserung derzeit besser zu unterlassen, in mir ist eben auch noch viel Wut. Gerade bei Themen ala "lass ich lieber die Finger von, könnte ja zu meinem Nachteil sein"
Sie kann etwas tun, sie kann alles was sie will. Aber wie weit ihr Wille geht das kann ich nur Mutmaßen. Ich bin sicher sie Will etwas tun. Mag sie meinen Tosenden Wind nehmen und damit nach Irlad Segeln, Was sie tut ist ihre Sache.
Habe Mut, erkundige dich bei Ämtern was machbar ist, oder aber gehe hin und versuche was du kannst. Wenn dir etwas am Herzen liegt, dann öffne es uns lass alles fliessen. Wenn es nur darum geht dein Gewissen zu beruhigen dann stüze dich auf die Aussage des Karmas oder Schicksals und gib deine Eigenverantwortung ab.
Das Schicksal deines Schicksals liegt stets in deiner Hand.
Und ja, jeden Tag lerne ich mehr, das zu leben.
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07.01.2010, 18:33
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kann man ihn(en) helfen? Beitrag #6 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 21.12.2009
Ort: Braunschweig
Beiträge: 107
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Zitat:
Zitat von tryZen
Ja ich habe euch, und stellvertretend auch jene gemeint die sich gerne hinter der Aussage verstecken das "man nichts tun kann"
Das ich nicht Ich verwende liegt daran das Ich in diesem Schicksal die Aufgabe derer sehe die daran Teilhaben oder Teilnehmen. Da mische Ich mich nicht ein. Auch verzichte Ich gerne auf das Du weil das Impliziert das Ich nur Dich meine nicht aber eben auch jene anderen die sich mit Sorgen rum schlagen und vor ihnen herlaufen und versuchen sie zu ignorieren.
Du magst gerne 1000 Rechtfertigungen schreiben. Fakt bleibt aber. Entweder Engagiert man(eine Aussagewort das Apersonal ist, damit Dich Sowie auch mich meint) sich zu etwas oder sollte anderen in der Weise helfen sich zu Engagieren das es geht. Sätze wie:
Sind nicht wirklich Motivierend. Es mag sein das ich hier Unsachgemäß und überzogen gehandelt habe in meine Aussage. Zur Zeit bin ich auch in einem Sehr aufgewühltem Zustand, der mehr mich als Dich oder Euch betrifft. Vermutlich wäre sogar jede Formale äusserung derzeit besser zu unterlassen, in mir ist eben auch noch viel Wut. Gerade bei Themen ala "lass ich lieber die Finger von, könnte ja zu meinem Nachteil sein"
Sie kann etwas tun, sie kann alles was sie will. Aber wie weit ihr Wille geht das kann ich nur Mutmaßen. Ich bin sicher sie Will etwas tun. Mag sie meinen Tosenden Wind nehmen und damit nach Irlad Segeln, Was sie tut ist ihre Sache.
Habe Mut, erkundige dich bei Ämtern was machbar ist, oder aber gehe hin und versuche was du kannst. Wenn dir etwas am Herzen liegt, dann öffne es uns lass alles fliessen. Wenn es nur darum geht dein Gewissen zu beruhigen dann stüze dich auf die Aussage des Karmas oder Schicksals und gib deine Eigenverantwortung ab.
Das Schicksal deines Schicksals liegt stets in deiner Hand.
Und ja, jeden Tag lerne ich mehr, das zu leben.
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Ich habe sehr wohl gemerkt, das in Deinen Worten große eigene Emotionen und Gefühle mitschwingen. Darum fühle ich mich auch nicht persönlich angesprochen!
Natürlich hast Du Recht, das es sehr wohl Möglichkeiten gibt. Allein das Posten hier und die Frage nach solchen Möglichkeiten zeigt doch das IrishCloud eben nicht wegschaut, sondern nach Wegen sucht etwas zu tun!
Meine Formulierung "Du kannst gar nichts tun" war daher wohl auch nicht eben phantasievoll. Schön, das daher Du mit einigen hilfreichen Möglichkeiten aufwarten kannst.
Wahrscheinlich habe ich auch nur so heftig reagiert, weil ich mich so oft gefragt habe: "Hätte ich damals nicht mehr tun sollen, mehr tun können?"
Leider war ich damals noch nicht so "mittig" und im Einklang mit meinem eigenen Dasein und mit vielen eigenen auch existenziellen Problemen beschäftigt. Heute würde ich wohl auch anders reagieren! Doch damals habe ich alles unternommen was in meinen damaligen Möglichkeiten lag!
Trotzdem bleibt oft das Gefühl der Machtlosigkeit bestehen verbunden mit dem Wunsch mehr tun zu können. Dem entgegen steht aber die Erkenntnis, das ich eben nicht allwissend oder allmächtig bin und anhand meiner eigenen Geschichte ja weiss, das "falsch" und "richtig" eben nicht mehr als persönliche Urteile sind.
Darauf beruht auch mein Vertrauen darin das alles (auch wenn es nicht meinen Wertvorstellungen entspricht) einen höheren Sinn hat.
Ich selbst habe viel durch mein Leid erfahren, was ohne eben auch nicht möglich gewesen wäre! Und: Ich bin dankbar so reich "beschenkt" worden zu sein!
Vielleicht magst Du ja selbst einen Thread eröffnen um Dich von Deinem aufgewühlten Zustand zu befreien und evtl. User zu finden, die Dir helfen können und nicht wegschauen? Denn gerade hier schauen die Wenigsten weg, sonst wären sie nicht in diesem Forum!
Ich würde gern helfen Dich wieder etwas mehr in Deiner Mitte zu sehen!
Lichtvolle Grüße und eine Umarmung (wenn Du erlaubst)
Anakreon
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07.01.2010, 19:04
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kann man ihn(en) helfen? Beitrag #7 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
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Ort: Pößneck
Alter: 30
Beiträge: 121
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@tryZen warum bist du so aufgebracht und wütend gerade bei solchen Themen, wie du sagst? Kann es sein das du selbst mal in der Situation warst und nix tun konntest? sag mir, was habe ich davon, wenn ich ämter einschalte, die kinder wohlmöglich noch im heim landen?
sicher wäre es noch tausend mal besser als bei meiner mutter zu leben, die keine Liebe zeigen kann, aber in nem heim, wo dann vlt nicht mal die geschwister zusammen bleiben. weiss man ja alles nicht.
meine mittel sind auch irgendwo begrenzt und ich habe selber scheinbar tiefsitzende psychische probleme, wie ich hier im forum erfahren habe. da kann ich mir nicht noch das leid einer ganzen familie auf den buckel nehmen und denen helfen, wo ich mir selbst momentan nicht mal helfen kann. so sehr ich es auch möchte, das es besonders den Jungen gut geht, ich kann nicht viel machen.
ich machte einmal ein paket zurecht, mit klamotten und spielsachen für die 5 kinder. und fotos die wir gemacht hatten während ich dort lebte. ich hab mein ganzes taschengeld dafür investiert für das paket. hätte ich nicht irgendwann mal da angerufen und nachgefragt ob es angekommen ist, ich hätte bis heute von den eltern kein dankeschön erhalten und ich hätte nie erfahren wie sie sich drüber gefreut haben, die kinder und der vater der kinder zumindest.
ich wollte mit diesem beitrag auch keinen streit auslösen unter euch, mir ging es lediglich um rat, ob man was tun könnte und wenn was, und sei es noch so klein. die mutter bekam schon von so vielen aupairs den kopf gewaschen, das es so nicht geht, und hat sie sich geändert? kein bisschen, wie ich gestern erfahren habe.
@Anakreon das ist wahrlich auch eine traurige Geschichte. Wenn wir die beiden Jungs vergleichen haben sie scheinbar einiges gemeinsam und doch sehr fremd. und sie hatten einen unpassenden zeitpunkt gewählt sich zu öffnen. es war jeweils nicht mehr viel Zeit was für sie zu tun.
....erstmal tränen trocknen muss....
und noch zu dem briefe schreiben usw...ich find es schon schwierig dort anzurufen und mit den kids mal zu sprechen. meist antwortet die mutter auf das telefonat und wimmelt einen schnell ab, sobald man die kids sprechen möchte, bzw sind diese wohl angeblich immer nicht da, obwohl man sie im hintergrund hört, wie sie krampfhaft versuchen leise zu sein. das andere ist, ich glaub der junge wäre mit einem brief auch überfordert. emotional gesehen. ich glaub der wüsste gar nicht, was er damit anfangen soll. ein versuch wäre es...aber ich warte noch auf antwort meines briefes im sommer, der an die gesamte familie gerichtet war.
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07.01.2010, 19:11
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kann man ihn(en) helfen? Beitrag #8 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 21.12.2009
Ort: Braunschweig
Beiträge: 107
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Zitat:
Zitat von IrishCloud1982
ich wollte mit diesem beitrag auch keinen streit auslösen unter euch,
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hast Du auch nicht! Da mach Dir mal überhaupt keine Sorgen! 
Ich weiss auch, das Du alles tust, was in Deinen Möglichkeiten liegt! 
Lass Dich mal umarmen (wenn Du erlaubst)!
Und Du hast Recht, wenn Du festgestellt hast, es gibt einiges in Deinem Leben zu heilen, das Du dafür die Verantwortung übernimmst!
Lichtvolle Grüße
Anakreon
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