Erhöter Erntertrag, weniger Pflanzen - Gifte, keinerlei Risiko für Umwelt und Verbraucher....: Von Gentechnikbeführwortern wurde das Blaue vom Himmel versprochen, aber nix hat sich davon bisher erfüllt. Auch für den Arbeitsmarkt hat die "Grüne Gentechnik" eher negative als positive Auswirkungen, wie die Universität Oldenburg durch ihre Studie "Grüne Gentechnik als Arbeitsplatzmotor?" herausfand. Maximal 500 Arbeitsplätze könne die "Grüne Gentechnik" in ganz Deutschland bieten - mit abnehmender Tendenz.
Spekulationen über "Zentausende von neuen Arbeitsplätzen, die beispielsweise von der Deutschen Industrievereinigung Biotechnologie genannt wurde, entbehren jeder realistischen Grundlage", stellten die Forscher fest. "Es ist kein Wunder, dass die deutsche Gentechnikbranche ihre Zahlen nciht offen legt" äußer5e sich dazu BUND-Geschäftsführer G. Timm. "Stellt man den wenigen Gentechnik-Beschäftigten die 150.000 Arbeitsplätze in der Bio-Branche gegenüber, dann wird klar, wo der Jobmotor brummt".
Wenn die Gentechnik allerdings die Möglichkeiten der Bio-Landwirtschaft beschneiden sollte, könnten es auch dort zu heftigen Arbeitsplatzverlusten führen.
Für eine zukunftsorientierte Landwirtschaft ohne Gentechnik setzen sich inzwischen mehr als 30 Organisationen und Unternehmen aus dem Bereich Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz ein.
Sie befürchten, dass die geplante Änderung des Gentechnikgesetzes zur flächendeckenden gentechnischen Verunreinigung der gesamten Landwirtschaft führen kann, wenn Gentechnik-Produzenten künftig nur noch eingeschränkt für Schäden haften.
In einem offenen Brief fordern BUND, Demeter, Bioland, NABU, SECURVITA, Verbraucherzentralen u.a. "eine zukunftsorientierte Landwirtschaftspolitik, die Landwirten ein Auskommen sichert, die Natur bewahrt und gesunde Lebensmittel liefert" natürlich ohne Gentechnik. "Echte Innovationen und neue Arbeitsplätze schafft hier insbesonders auch der biologische Landbau. Öffentliche Forschung, gesetzliche Vorgaben und die Vergabe von Subventionsmillionen müssen daran gemessen werden, ob sie diese zukunftsorientierte Landwirtschaft fördern."
Für eine zukunftsfähige Landwirtschaft sollten folgende Punkte gesetzlich geregelt werden, heißt es in dem Aufruf:
"Kontamination stoppen: Die Agro-Gentechnik darf Umwelt und Nahrungskette nicht kontaminieren. Ist dies nicht zu verhindern, müssen Gen-Anbau und Freisetzungen verboten werden. Für Saatgut und Naturschutzgebiete ist ein besonderer Schutz notwendig.
Verursacher haften: Läuft etwas schief, müssen alle Schäden erstattet werden. Dabei dürfen Gen-Bauern, Forschung und Industrie nicht aus der Verantwortung entlassen werden. Jede Verunreinigung von Umwelt und Nahrungskette ist dabei als Schaden zu betrachten.
Transparenz sichern: Die Geheimniskrämerei rund um die Agro-Gentechnik muss gestoppt werden. Zusätzlich zum bestehenden Standortregister müssen Nachbarn und betroffene Landbesitzer direkt informiert werden, damit sie sich besser schützen können. Bei Genehmigungsverfahren müssen alle relevanten Daten wie Ergebnisse von Fütterungsstudien und die eingesetzten Gene veröffentlicht werden. Nur so ist eine sachgerechte Bewertung der Anträge für die Öffentlichkeit möglich."
Ein paar ergänzende und weiterführende Informationen / Aktionen:
http://www.securvita.de/krankenkasse...nsmitteln.html http://www.securvita.de/krankenkasse...ne-nutzen.html http://www.campact.de/gentec/info/5min Besonders aktuell: http://www.gentechnik-stoppen.de