Hallo liebe Xenia,
wir haben unsere Große bewußt auf eine Regelschule gegeben. Sie hat eine Energie, die Altes aufbrechen lässt und wir haben damals gesagt, dass dieses System verändert werden muß und wir ihr beistehen, wenn es Probleme gibt.
Die Waldorfschule war eine zeitlang im Gespräch, aber die am Ort fand ich fragwürdig.
Ausgleichen, beteiligen müssen sich die Eltern da wie dort.
Jetzt ist die Grundschule fast durch und sie kann selbständig arbeiten, ist sehr zielgerichtet und motiviert. Einziges Problem mit der Schule: die Geschwindigkeit. Sie hat nach wie vor Schwierigkeiten, wenn etwas schnell gehen muß. Da es jetzt noch einmal deutlich wird, gehe ich darauf ein und suche mit ihr zusammen Lösungsmöglichkeiten.
Es sind immer wieder Glaubenssätze bei ihr aufgetaucht, die wir besprochen haben. "Die Lehrerin sieht mich nicht", "Ich bin anders", "Ich will nicht zu gut sein, weil ich dann auffalle"

Spieglein, spieglein...
Von den Lehrern war sie interessanterweise kaum abhängig. Ein Lehrer schrie so oft, dass es Schulthema war. Meine Süße dazu "Er ist auch nur ein Mensch. Man kann ja nicht immer gute Laune haben." Als einr Lehrerin sie unfair behandelte, hat sie das sogar vor der Klasse angesprochen. Die Lehrerin hatte dann jedoch nicht das Rückrat, sich zu entschuldigen.
Es gab oft nach der Schule Tränen und Gespräche, wir haben uns dafür viel Zeit genommen. Wir haben ihr nichts abgenommen sondern ihre Eigenverantwortung betont, wenn sie es brauchte waren wir aber da und haben hinter ihr gestanden.
Jetzt sind wir alle gespannt, wie der Schulwechsel wird und hoffen, dass wir uns richtig entschieden haben. Denn das weiß man oft erst hinterher

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Das Schulsystem, das du ansprichst, ist sehr interessant. Unser Kleiner scheint auch ein anders Kaliber zu sein. Aber wer weiß, was sich in den nächsten Jahren so ändert.
Alles Liebe
Yemaya