Liebe Tina,
ich denke, da gibt es drei Aspekte die da mit rein spielen:
1. Ein kultureller Aspekt. Die Auswahl an "klassischen" Kostuemen ist kulturell und historisch vorgepraegt. "Der Indianer" sieht so und so aus, "die Hexe" so und so. Gerade bei den exotischen Kostuemierungen habe ich die Zeit des Kolonialismus als kollektiven Hintergrund im Verdacht. Bei Kindern spielen auch aktuellere Trends eine Rolle ("Ich bin X aus der Serie Y"), bei Erwachsenen Politik.
Die Palette ist aber begrenzt.
Wenn man sich Kanervalartige Veranstaltungen rund um den Globus ansieht merkt man das ziemlich schnell. Zu Halloween traegt man eher was anderes als zu Fasching, Karneval in Venedig und in Brasilien haben auch andere Kostueme, und in Purim findet man in manchen Kostuemierungen auch den Hintergrund. Ein kulturell determinierender Faktor muss also vorhanden sein, der die Tendenz sich ein bestimmtes Kostuem auszusuchen mitbestimmt.
2. Kostueme spiegeln Sehnsuechte der Menschen allgemein wieder.
Wer will nicht einmal eine Prinzessin sein, oder ein Held (Feuerwehrmann) oder fuer Recht und Ordnung sorgen (Polizist) oder im Gegenteil, Grenzen ueberschreiten (Straefling) ect ect
3. Wenn sich jemand fernab davon fuer etwas ganz abgefahrenes entscheidet, etwas das nicht der Norm entspricht, etwa.... ehm ... einen Preussischen Offizier in Paradeuniform. Dann koennte das ubewusst durchaus seine tieferen Gruende haben.
Es versteht sich dass sich alle Punkte auch in gewisser Weise ueberschneiden koennen. (Und obiges ist auch nur eine Theorie meinerseits)
Dh. Ich stimme deiner Theorie innerhalb eines bestimmten Rahmens zu.
Und neben all den Standartkostuemen war ich im Alter von etwa neun Jahren auch mal GRAS.

Nein, NICHT Cannabis. Ich wollte 0815 Gras darstellen, gruen, in Massen auf dem Boden, von der Gesellschaft ignoriert....
Ohne Gras waere die Welt nur halb so schoen