Nun mal ein Thema, dass vielleicht nur indirekt mit
Esoterik zu tun hat aber dennoch, meines Erachtens, auch hier mal diskutiert werden sollte: Die Euro-Krise.
Heute war es nun soweit, dass die Griechen auf die Straße gegangen sind. Folge eines globalen Problems. Es sind Menschen gestorben bei diesen Ausschreitungen, und zwar weil Banken angezündet wurden. Die Menschen, die hier starben trugen keine Schuld an der Problematik aber das nennt man dann wohl Kollateralschaden.
Interessant finde ich insbesondere auch das Verhalten Deutschlands. Es wird wie wild mit dem Finger auf Griechenland gezeigt und darüber geflucht, wie sehr die Misswirtschaft und Korruption nun alle anderen Staaten mitbelastet. Es erscheint mir wichtig hier mal einen spirituellen Grundsatz anzuwenden: Fehler sieht man zuerst bei Anderen. Was läuft denn anders in Deutschland als in Griechenland? Deutschland nimmt ebenfalls 80 Milliarden Euro Schulden auf und meckert dann rum, dass die Griechen ein solches Haushaltsdefizit haben? Mal ganz davon abgesehen, dass die 80 Milliarden auch noch schön gerechnet sind und wohl in Wahrheit eher 150 Milliarden Euro sind.
Günstlingswirtschaft ist in Deutschland wahrscheinlich genauso traditionell verankert wie in Griechenland. Hier seien nur die neuerlichen Erkenntnisse über die FDP genannt.
Was passiert momentan in der Welt? Irgendwann hörte ich mal, dass es eine Zeit geben wird, in der das Volk begreifen wird, dass ihre Führer nicht am Wohl des Volkes interessiert sind und nur scheinheilig seien. Ist dies jetzt die Zeit?
Für mich sind die letzten Monate spirituell sehr interessant gewesen, denn ich wurde ständig und überall mit der knallharten Realität konfrontiert und diese Realität sieht anders aus, als das was man in den Medien zu sehen bekommt. Was mir klar deutlich geworden ist ist, dass erstens der Staat keine Macht hat, sondern lediglich Marionette wirtschaftlicher Interessen ist. Zweitens, dass das Wohl des kleinen Mannes nicht wichtig für diese Interessen ist (Was eigentlich sehr kurzsichtig erscheint). Und drittens - Dass Krisen dazu da sind die Menschen in Angst zu versetzen - das älteste und bewehrteste Mittel um große Menschenmassen zu manipulieren.
Letzteres bereitet mir die größten Sorgen, denn Finanzkrisen gab es schon früher und sie alle waren künstlich erzeugt, genau wie jene jetzigen Krisen. Zu glauben, dass scheiternde Staaten einfach so zum natürlichen Ablauf des Finanzwesens gehörten, ist infantil. Ratingagenturen seien hier mal angeführt als von den Banken bezahlte Panikmacher, die mit dem System der Massenpsychologie umzugehen wissen.
Meines Wissens nach gibt es eine brancheninterne Absprache, nach der es das erklärte Ziel der nächsten Zeit sein wird, den Euro soweit zu destabilisieren, dass er 1:1 mit dem Dollar bewertet wird. Wir sehen jetzt die ersten Schritte zum erreichen dieses Zieles. Schritt zwei (Portugal) und drei (Spanien), werden derzeit schon vorbereitet.
Fakt ist, dass die Griechen über ihre Verhältnisse hinaus gelebt haben ABER was tun wir Deutschen denn? Die Städte und Kommunen sowie der Bund und die Länder verschulden sich jedes Jahr mehr und mehr. Was genau ist das? Bedeutet nicht gerade das, dass man über seine Verhältnisse lebt? Also mir hat man beigebracht, dass wenn ich 650,- Euro im Monat zu Verfügung habe und ich am Ende des Monats noch 50,- Euro Kredit aufnehmen muss, dass ich dann über meine Verhältnisse gelebt habe. Gilt das für Staaten nicht? Oder - red ich mal Klartext - ist es nicht sogar gewünscht, dass sich Staaten und Menschen in Schuld begeben?
Was ist passiert? Wir haben alle unsere demokratische Macht abgegeben. Die Staaten in denen wir leben sind längst nur noch Spielbälle großer Finanzjongleure, die das Geld als Mittel zur Massenkontrolle einsetzen können und keiner tut was dagegen. Die ganze Welt ist machtlos oder einfach nur blind. Diejenigen, die Entscheidungen dagegen treffen könnten, werden genauso von Banken bezahlt und handlungsunfähig gemacht.
2 % der Weltbevölkerung besitzen 95 % aller finanziellen Mittel. 98 % der Weltbevölkerung die restlichen 5 % und von den 2 % geht die gesamte Macht aus. Ist das nicht die Lektion, die diese Welt zu lernen hat? Das Macht nicht von einer elitären Minderheit ausgehen darf? Muss eine Rasse nicht aufstehen um sich gegen solche Unterdrückung zu wehren? Die endgültige Lektion, die die Menschheit seit tausenden von Jahren nicht begriffen hat ist, dass Macht und Unterdrückung auch ein Spiel mit zwei Parteien ist und es würde nicht ohne Unterdrückte funktionieren.
Gut, bevor ich zuviel wieder mal schreibe - wie sieht ihr die gesamte Problematik? Was ist das Ziel der ganzen Geschichte und wie sieht es mit der individuellen Verantwortung eines jeden Menschen aus? Treten Menschen wirklich erst für ihre Rechte ein, wenn ihnen das Wasser bis zum Hals steht oder ist es mal wieder der altbekannte Bystander-Effekt, der hier im großen Stil am Werke ist? Es gibt 6,5 Milliarden Menschen auf dem Planeten. Warum steht keiner von ihnen auf?
liebe Grüße - Raphael