"Die jünger Kultur"
In diesem, gleich erläuterten, speziellen Kontext habe ich den Begriff das erste mal in Thom Hartmann´s Buch "Unser ausgebrannter Planet" gelesen.
Die jünger Kultur, das sind wir, wir alle (so etwa 90 % der Weltbevölkerung). Angefangen hat das irgendwann (vor bestimmt mehr als 10.000 Jahren) an verschieden Orten (die Mayas gehörten auch dazu). Charakteristikum der jüngeren Kultur ist folgendes: Ein Volk/Stamm/..., welches zur jüngeren Kultur gehört hat ein Problem: Es wächst mehr als es sollte, so dass auf dem Gebiet, auf dem es lebt die Nahrung knapp wird. Folge: Der Stamm/Das Volk muss einen anderen Stamm angreifen und diesen vernichten oder versklaven um weiter zu leben. Vernichten bedeutet mehr Raum und mehr Nahrung, versklaven bedeutet zusätzliche Energie, die einem zur Verfügung steht, meist wird beides als Kombi durchgeführt. Damit ist aber nicht schluss. Das Volk wächst weiter, bis es wieder an seine Grenzen gelangt und dann muss es wieder Krieg führen usw usf. (natürlich wächst es nicht ewig, dazu unten mehr)
Warum ist das so und leben alle so?
Es gibt unterschiedliche Ansätze dazu:
Der, den ich präferiere sieht wie folgt aus.
Das Problem liegt in der steigenden Geburtenrate, die auf eine
Machtverschiebung vom Matriarchat/oder der absoluten Gleichberechtigung hin zum Patriarchat zurückzuführen ist.
Kontrollieren Frauen wann es Sex gibt und haben sie mindestens die gleichen Rechte wie ein Mann sind sie im Stande zu kontrollieren ob es neue Kinder gibt oder nicht und das hängt vor allem von der zur Verfügung stehenden Nahrung ab. (Die Kontrolle ist dabei möglich durch das Abpassen von unfruchtbaren Tagen (das ist bekannt bei allen Völkern) und die Verweigerung von Sex an fruchtbaren Tagen)
Kontrollieren Männer das, so wächst das Volk mehr als es sollte und muss expandieren (Krieg).
Es leben nicht alle so. Es gibt Völker die anders leben, natürlich gibt es auch hier kriegerische Auseinandersetzungen, jedoch dienen diese nicht der Vernichtung oder Versklavung des anderen Volkes/Stammes. Bei einer Dürre kann es zu einer solchen Auseinandersetzung kommen oder durch Verletzung von bestimmten Regeln oder durch andere Gründe. Es wird aber nicht absolut vernichtet oder versklavt, da es kein unkontrolliertes Wachstum gibt. Beispiel (die ursprünglichen Völker Nordamerikas und die Aborigines - meines Wissens nach korrigiert und ergänzt mich, ich denke es gibt noch mehr) Diese "alten Kulturen" leben in Einklang mit der Natur und die Frau hat mindestens eine gleichberechtigte Stellung.
Wie sieht es heute aus?
Früher wurde dieses Wachstum durch Seuchen oder andere natürliche Faktoren (keine Energie (Holz) und zu wenig fruchtbares Land) eingedämmt, so dass es immer noch ein relativ natürlicher Zyklus war (auch wenn der Krebs/das ungehinderte Wachstum als Problem noch bestand).
Heute haben wir fossile Brennstoffe. Seit es Kohle und später Erdöl gab ist die Weltbevölkerung fast exponentiell gewachsen. (1000 nChr (beginn der Nutzung von Kohle) - 1800 nChr von 500mio auf 1 mrd. --- ab 1930 (beginn der intensiven Nutzung von Erdöl) von 2 mrd auf
6mrd!!!!!!!)
Dank Erdöl und Kohle haben wir es im Winter warm und erfrieren nicht und wir haben mehr zu essen, da die Felder intensiver bewirtschaftet werden können (Traktoren etc). Deshalb wachsen wir weiter und weiter und wir benötigen Energie mehr Energie oder mehr Land oder billige Arbeitskräfte (deren Energie man ausbeuten kann (Afrika und andere südliche Länder)). Deshalb führt man Krieg. Deshalb führen die
USA und andere Länder Krieg.
Wir in Europa wachsen derzeit weniger schnell (relativ langsam), aber die anderen Länder, die infiziert sind oder die infiziert wurden wachsen jetzt schneller und sie brauchen auch mehr Energie.
Ich finde dieses Verhalten der jüngeren Kultur gleicht einem Virus oder einer ansteckenden Krankheit. Wenn alte Kulturen mit uns in Kontakt kommen, können sie entweder sterben oder sich anpassen (das ist mehrfach in
Amerika in den letzten Jahrhunderten geschehen und geschieht heute noch in vielen Teilen der Welt).
Es gibt unter den Menschen der jüngeren Kultur jedoch einige die sich wieder weiter entwickeln hin zu dem was die alten Kulturen taten, interessanterweise geschieht das in den "modernen Industrienationen". Hier entwickelt man sich teilweise wieder in die Richtung "Leben im Einklang mit der Natur und Gleichberechtigung aller Lebewesen". Natürlich leben auch andere Menschen in anderen Ländern so, doch die gehören dann zur alten Kultur, von der jungen Kultur sind es vor alem die modernen Industrienationen (die anderen jüngeren Kulturen sind in einer Phase in der dieses Denken noch nicht in ausreichender Menge existiert, da man erstmal so wie die Menschen aus den modernen Industrienationen leben möchte) *bäh, die machen unsere Fehler nach

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Ein wichtiger Schritt ist es dashalb die Rechte der Frau wieder zu stärken und sie zu unterstützen - läuft bisher recht gut, leider sind wir jetzt an dem Punkt angelangt bei dem wir die Gesellschaftlichen Blockaden, die sowohl in Mann als auch in Frau stecken bearbeiten müssen. (Hey, das ist eigentlich gar nicht das was ich schreiben wollte ... kann ja jemand anderes detailliert machen -
Extrathread???)
Mein eigentliches anliegen dabei ist die Frage: Wie konnte es zu der oben in rot markiertem Machtverschiebung kommen und warum hält das solange an? Das beschäftigt mich jetzt schon eine ganze Weile. Vor allem ist das ganze schon viele Tausend Jahre alt, da gibt es Strukturen, die werden oft als "das war schon immer so" beschrieben - aber genau die müssten weg (unter anderem auch bei den Mann - Frau - Verhältnissen, die ich oben anschnitt - mhh läuft wohl auch darauf hinaus?!).
Wahrscheinlich habe ich durch den Text aber viel mehr Disskusionsbedarf ausgelöst

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So, das war es erstmal, sonst liest das hier keiner.
Ist das eigentlich der richtige Bereich?
Grüße Shuichi