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Alt 23.03.2008, 23:33   Das Problem der jüngeren Kultur oder die Frage nach dem Warum der Dinge. Beitrag #1 (permalink)
Shuichi
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Registriert seit: 02.04.2007
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Beiträge: 5.756
Arrow Das Problem der jüngeren Kultur oder die Frage nach dem Warum der Dinge.

"Die jünger Kultur"

In diesem, gleich erläuterten, speziellen Kontext habe ich den Begriff das erste mal in Thom Hartmann´s Buch "Unser ausgebrannter Planet" gelesen.

Die jünger Kultur, das sind wir, wir alle (so etwa 90 % der Weltbevölkerung). Angefangen hat das irgendwann (vor bestimmt mehr als 10.000 Jahren) an verschieden Orten (die Mayas gehörten auch dazu). Charakteristikum der jüngeren Kultur ist folgendes: Ein Volk/Stamm/..., welches zur jüngeren Kultur gehört hat ein Problem: Es wächst mehr als es sollte, so dass auf dem Gebiet, auf dem es lebt die Nahrung knapp wird. Folge: Der Stamm/Das Volk muss einen anderen Stamm angreifen und diesen vernichten oder versklaven um weiter zu leben. Vernichten bedeutet mehr Raum und mehr Nahrung, versklaven bedeutet zusätzliche Energie, die einem zur Verfügung steht, meist wird beides als Kombi durchgeführt. Damit ist aber nicht schluss. Das Volk wächst weiter, bis es wieder an seine Grenzen gelangt und dann muss es wieder Krieg führen usw usf. (natürlich wächst es nicht ewig, dazu unten mehr)

Warum ist das so und leben alle so?

Es gibt unterschiedliche Ansätze dazu:

Der, den ich präferiere sieht wie folgt aus.

Das Problem liegt in der steigenden Geburtenrate, die auf eine Machtverschiebung vom Matriarchat/oder der absoluten Gleichberechtigung hin zum Patriarchat zurückzuführen ist.

Kontrollieren Frauen wann es Sex gibt und haben sie mindestens die gleichen Rechte wie ein Mann sind sie im Stande zu kontrollieren ob es neue Kinder gibt oder nicht und das hängt vor allem von der zur Verfügung stehenden Nahrung ab. (Die Kontrolle ist dabei möglich durch das Abpassen von unfruchtbaren Tagen (das ist bekannt bei allen Völkern) und die Verweigerung von Sex an fruchtbaren Tagen)

Kontrollieren Männer das, so wächst das Volk mehr als es sollte und muss expandieren (Krieg).

Es leben nicht alle so. Es gibt Völker die anders leben, natürlich gibt es auch hier kriegerische Auseinandersetzungen, jedoch dienen diese nicht der Vernichtung oder Versklavung des anderen Volkes/Stammes. Bei einer Dürre kann es zu einer solchen Auseinandersetzung kommen oder durch Verletzung von bestimmten Regeln oder durch andere Gründe. Es wird aber nicht absolut vernichtet oder versklavt, da es kein unkontrolliertes Wachstum gibt. Beispiel (die ursprünglichen Völker Nordamerikas und die Aborigines - meines Wissens nach korrigiert und ergänzt mich, ich denke es gibt noch mehr) Diese "alten Kulturen" leben in Einklang mit der Natur und die Frau hat mindestens eine gleichberechtigte Stellung.

Wie sieht es heute aus?

Früher wurde dieses Wachstum durch Seuchen oder andere natürliche Faktoren (keine Energie (Holz) und zu wenig fruchtbares Land) eingedämmt, so dass es immer noch ein relativ natürlicher Zyklus war (auch wenn der Krebs/das ungehinderte Wachstum als Problem noch bestand).


Heute haben wir fossile Brennstoffe. Seit es Kohle und später Erdöl gab ist die Weltbevölkerung fast exponentiell gewachsen. (1000 nChr (beginn der Nutzung von Kohle) - 1800 nChr von 500mio auf 1 mrd. --- ab 1930 (beginn der intensiven Nutzung von Erdöl) von 2 mrd auf 6mrd!!!!!!!)

Dank Erdöl und Kohle haben wir es im Winter warm und erfrieren nicht und wir haben mehr zu essen, da die Felder intensiver bewirtschaftet werden können (Traktoren etc). Deshalb wachsen wir weiter und weiter und wir benötigen Energie mehr Energie oder mehr Land oder billige Arbeitskräfte (deren Energie man ausbeuten kann (Afrika und andere südliche Länder)). Deshalb führt man Krieg. Deshalb führen die USA und andere Länder Krieg.

Wir in Europa wachsen derzeit weniger schnell (relativ langsam), aber die anderen Länder, die infiziert sind oder die infiziert wurden wachsen jetzt schneller und sie brauchen auch mehr Energie.

Ich finde dieses Verhalten der jüngeren Kultur gleicht einem Virus oder einer ansteckenden Krankheit. Wenn alte Kulturen mit uns in Kontakt kommen, können sie entweder sterben oder sich anpassen (das ist mehrfach in Amerika in den letzten Jahrhunderten geschehen und geschieht heute noch in vielen Teilen der Welt).

Es gibt unter den Menschen der jüngeren Kultur jedoch einige die sich wieder weiter entwickeln hin zu dem was die alten Kulturen taten, interessanterweise geschieht das in den "modernen Industrienationen". Hier entwickelt man sich teilweise wieder in die Richtung "Leben im Einklang mit der Natur und Gleichberechtigung aller Lebewesen". Natürlich leben auch andere Menschen in anderen Ländern so, doch die gehören dann zur alten Kultur, von der jungen Kultur sind es vor alem die modernen Industrienationen (die anderen jüngeren Kulturen sind in einer Phase in der dieses Denken noch nicht in ausreichender Menge existiert, da man erstmal so wie die Menschen aus den modernen Industrienationen leben möchte) *bäh, die machen unsere Fehler nach*

Ein wichtiger Schritt ist es dashalb die Rechte der Frau wieder zu stärken und sie zu unterstützen - läuft bisher recht gut, leider sind wir jetzt an dem Punkt angelangt bei dem wir die Gesellschaftlichen Blockaden, die sowohl in Mann als auch in Frau stecken bearbeiten müssen. (Hey, das ist eigentlich gar nicht das was ich schreiben wollte ... kann ja jemand anderes detailliert machen - Extrathread???)

Mein eigentliches anliegen dabei ist die Frage: Wie konnte es zu der oben in rot markiertem Machtverschiebung kommen und warum hält das solange an? Das beschäftigt mich jetzt schon eine ganze Weile. Vor allem ist das ganze schon viele Tausend Jahre alt, da gibt es Strukturen, die werden oft als "das war schon immer so" beschrieben - aber genau die müssten weg (unter anderem auch bei den Mann - Frau - Verhältnissen, die ich oben anschnitt - mhh läuft wohl auch darauf hinaus?!).

Wahrscheinlich habe ich durch den Text aber viel mehr Disskusionsbedarf ausgelöst.

So, das war es erstmal, sonst liest das hier keiner.

Ist das eigentlich der richtige Bereich?

Grüße Shuichi
Shuichi ist offline  
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Alt 24.03.2008, 00:15   Das Problem der jüngeren Kultur oder die Frage nach dem Warum der Dinge. Beitrag #2 (permalink)
Arkbird
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Ich hab nicht ganz verstanden, was oder bzw. wer zur jüngeren Kultur gehören soll. Die Maya auch?
Na dann würde sich die Definition aber nicht nur auf den Menschen beziehen oder? Es hört sich jedenfalls komisch an eine so große Zeitspanne als "jüngere Kultur" zu bezeichnen, wenn es den Menschen erst 4o.ooo Jahre lang geben soll.

Der Bevölkerungswachstum des letzten Jahrhunderts ist wirklich enorm.

Zitat:
Zitat von Shuichi Beitrag anzeigen
Ein wichtiger Schritt ist es dashalb die Rechte der Frau wieder zu stärken und sie zu unterstützen - läuft bisher recht gut, leider sind wir jetzt an dem Punkt angelangt bei dem wir die Gesellschaftlichen Blockaden, die sowohl in Mann als auch in Frau stecken bearbeiten müssen.
Daran liegt es nicht so sehr. Das Problem sind eher die konstitutionellen Gegebenheiten. Aber ich möchte nicht darüber diskutieren, was in kleineren Ordnungen geändert werden könnte oder müsste. Das wird letztendlich alles scheitern, wenn es an der Basis von grundauf nicht stimmt.
Deshalb konzentriere ich mich lieber auf die Wurzelbehandlung als an Oberflächenpolitur.
Desinformation und Irreleitung sind ein analoges Problem, so dass sich die Leute immer wieder in diese Oberflächenbehandlungen begeben, daran glauben, scheitern und zunehmend und immer wieder Energie verlieren, bis sie irgendwann resignieren. Es gibt keine Alternative ausser der Wurzelbehandlung, doch die wird alle Menschen, die dies einsehen gewaltigen mut abverlangen, denn sie wird ohne Betäubung ablaufen.

Beste Grüße,
Ark
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Alt 24.03.2008, 00:30   Das Problem der jüngeren Kultur oder die Frage nach dem Warum der Dinge. Beitrag #3 (permalink)
Shuichi
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Zitat:
Zitat von Arkbird Beitrag anzeigen
Ich hab nicht ganz verstanden, was oder bzw. wer zur jüngeren Kultur gehören soll. Die Maya auch?
Na dann würde sich die Definition aber nicht nur auf den Menschen beziehen oder? Es hört sich jedenfalls komisch an eine so große Zeitspanne als "jüngere Kultur" zu bezeichnen, wenn es den Menschen erst 4o.ooo Jahre lang geben soll.
Maya? Da müsste man mal einen Anthropologen fragen - der Beginn ist wie gesagt nicht klar definiert. Außerdem gab es sicher in vielen Gegenden noch viele Menschen, die erst sehr viel später "infiziert" wurden.
Zitat:
Zitat von Arkbird Beitrag anzeigen
... Es gibt keine Alternative ausser der Wurzelbehandlung, doch die wird alle Menschen, die dies einsehen gewaltigen mut abverlangen, denn sie wird ohne Betäubung ablaufen.

Beste Grüße,
Ark
Wurzelbehandlung? Das klingt interessant, kannst du das näher erläutern?

Grüße Shuichi
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Alt 25.03.2008, 01:53   Das Problem der jüngeren Kultur oder die Frage nach dem Warum der Dinge. Beitrag #4 (permalink)
Arkbird
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Zitat:
Zitat von Shuichi Beitrag anzeigen
Maya? Da müsste man mal einen Anthropologen fragen - der Beginn ist wie gesagt nicht klar definiert. Außerdem gab es sicher in vielen Gegenden noch viele Menschen, die erst sehr viel später "infiziert" wurden.
Wurzelbehandlung? Das klingt interessant, kannst du das näher erläutern?
Grüße Shuichi

Ich werde mich hüten, auf welcher Ebene auch immer, darauf näher einzugehen. Denn es ist so, dass ich selber noch mit ein paar anderen an konkreten Definitionen dieser "Kur" werkel.
Man könnte sich das ganze bildlich und vereinfacht vorstellen, wenn die Welt und ihre führenden machtausübenden Institutionen als ein Gebiss symbolisiert wären, dann würde dieses Gebiss nach aussen hin glänzend aussehen.
Wer aber genauer hinsieht, erkennt darunter die ganzen verrotenden Zahnhälse, den Karies die Zahnfleischfressenden Bakterien und den ganzen Eiter überall darunter.
Eine effektive Wurzelbehandlung wäre die faulen Zähne dazu zu bringen, dass sie einer nach dem anderen ausfallen, oder die radikalere Methode, alle auf einmal ziehen.
Nun darf man das ganze nicht zu streng genau nehmen, denn in einem gebiss wachsen die Zähne nicht unendlich nach.
Und wenn in unserem Beispiel auch nur wieder die Zähne nachwachsen, die nicht viel anders sind, als die vorigen, ist damit auch keinem geholfen.

Es geht dabei nicht darum irgendwelche Machthaber zu stürzen, weil die so böse sind oder so, sondern darum dass wir die Freiheit einfordern, die uns immer mehr genommen wird. Es geht darum die Wurzel des Übels zu finden und nichts geringeres.

Der entscheidende Faktor ist hierbei der Mensch.
Er putzt sich für gewöhnlich jeden Tag die Zähne, ohne einen Gedanken daran zu verschwenden, was passieren würde, wenn er das nicht tun würde. Es hätte ja auch nur negative Konsequenzen für ihn, wenn er allein auf weiter Flur steht und die Zahnbürste zur Seite legt.
Wenn er aber merkt, dass mehr und mehr Menschen sich übers Zähne putzen Gedanken machen und bereit wären zusammen die Zahnbürsten wegzulegen, wenn es nur genug wären, würde er mutiger werden und mehr an Stäre gewinnen. Nämlich Stärke in der Gemeinschaft durch gemeinsame Ziele, die schon immer Urwünsche im Menschen waren.

Wir arbeiten also an einem Tag, an dem die Menschen entschlossen und gemeinsam ihre Zahnbürste weglegen, weil sie erkennen wie es unter der glänzenden Oberfläche aussieht und wie schlimm es wirklich ist.

Jetzt ist es doch länger geworden.

Das Wort "infiziert" finde ich auch irgendwie passend.
Man muss sich nur einmal Bakterien in unserem Körper ansehen.
Es gibt solche, die sind gut für den Körper, die leben in Harmonie mit diesem. Sie leben in Frieden in ihrem kleinen Universum ins uns drin.
Und dann gibt es solche, die es noch nicht gelernt haben, wie man richtig mit der Umwelt umzugehen hat. Das wäre dann so unser Äquivalent, als des Menschen. Wir sind zu sehr verbrauchend, als bewahrend. Zu sehr neugierig, als konservativ. Im großen Kontext betrachtet.

Beste Grüße,
Arkbird
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Alt 25.03.2008, 11:30   Das Problem der jüngeren Kultur oder die Frage nach dem Warum der Dinge. Beitrag #5 (permalink)
Shuichi
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Ich glaube, ich weiß in etwa was du meinst.

Grüße Shuichi
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