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30.01.2007, 18:05
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Kabbala und Nummerologie (1) Beitrag #1 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 18.07.2006
Ort: Norddeutschland
Beiträge: 179
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Kabbala und Nummerologie (1)
Mangels seriöser Quellen und einem Dickicht an oberflächigen Büchern aus der Esoterik, ist meist gar nicht mehr fühlbar nachzuvollziehen, dass die Nummerologie überhaupt kein Bestand der Kabbala ist. Sondern sie wurde aufgrund der Zahlzeichen des Hebräischen im Sinne einer errechnenden Anwendung hinzugedichtet. Das heißt nicht, dass es keine Grundlage oder ein System in Zusammenziehen der Zahlworte in der Kabbala gibt. Doch ist dieses System ein Fundament das sich ganz anders gebiert als die menschliche Nummerologie. Die Ernsthaftigkeit, die Kabbala verlangt, und die man lebt, ist auch eine Ernsthaftigkeit zur Sache und zu Gott. Und allein daraus erschließt sich schon im Menschen, in seinem Empfinden und Leben, das Gott gar keine Nummerologie bedarf, um aus der Weisheit der Kabbala eine Mitteilung für das Leben zu machen. Das es trotzdem getan wird, ist
Da es im deutschen Raum kaum vernünftige oder wirkliche tiefgehende Bücher zur Kabbala gibt, ist (auch weltweit) Friedrich Weinreb der mit dem fundiertesten Werk. Er ist weltweit einer der innerlichsten Übermittler der Heiligen Schrift.
Weiter gibt es Alexandre Safran „Die Weisheit der Kabbala“ und Leo Schaya „Ursprung und Ziel des Menschen im Lichte der Kabbala“. Zwei gute, informative Bücher. Überliefert werden hier nur Grundzüge der Kabbala; Weinreb wäre dann ein tiefergehendes Verständnis in die Beschaffenheit der Mitteilung. Gerade weil seine Grundeinheit und Quellen so zugänglich und ausführlich besprochen und erhältlich sind, gibt es im Grunde keine ernsthafte „Konkurrenz“ für die Ergründung der Kabbala im Menschen als Weinreb selbst. Über alle andere Quellen (Rebbes und Rabbies) gibt es meist nur Interpretationen, kurze Zusammenfassungen oder nur einzelne Bücher, die gar keinen Zugriff auf die Wurzeln (des Autors) der Kabbala haben. Martin Buber gehört sicherlich noch zu den innigsten Kennern des Wortes.
Der Begriff Kabbala meint „Überlieferung“ und ist kein Prinzip im Sinne von Kenntnis oder Esoterik, sondern ist ein „Motto“ des Lebens. Kabbala lebt sich im Menschen. Es gibt auch kein einzelndes Buch das die Kabbala umfasst, sondern es enthält eine Unzahl an Schriften und Mitteilungen aus dem Leben, Wirken und Suchen einzelner Menschen, die sich mit dem Sohar, der Urschrift des kabbalistischen Lebens, auseinandersetzen. Der wiederum die Auslegung der Thora ist, auf mystische Art. Der Sohar selbst, also die Quelle der Kabbala, ist in über 20 Bücher aufgeteilt, die im deutschen Raum nicht vorhanden sind. Einzig aus dem Diederich Verlag ist eine kurze, aber interessante, Zusammenfassung aus dem Sohar auf Deutsch erschienen.
Grob gesagt könnte man es als „Unverstanden“ betrachten, wenn man so lebt das man sagt „Ach, ich mache ein bischen Engel, ein bischen Tarot und Astrologie und kabbalistische Nummerologie. Wird schon nicht verkehrt sein.“ Das ist dann kein Wissen, es bedeutet kontraproduktiv zu dem, was „Du“ eigentlich suchen müsstest, um den Sinn der Kabbala zu begreifen. Denn die Kabbala selbst, also die Überlieferung, schließt aus sich heraus (im Kontext mit dem Glauben an Gott) Nummerologie (auch in Vermischung mit anderen Techniken) aus.
Komischerweise fühlen sich immer alle angegriffen, wenn man sie darauf hinweist, dass sie keine Kabbala verstanden haben oder gar „anwenden“. Als wäre der Griff zum Buch oder ins Internet immer eine „richtige Quelle“. Als könnten und dürften sich Glaubensmuster nicht verändern. Wie fest gemacht, zur Götze. Meist wirkt es so, als würde Auflage und ein buntes Cover schon genügen, um Quellenweisheit, Quellensicherheit, zu garantieren. Gerade in der Engelsliteratur ist der Markt quasi kaputt. Beginnend schon in der Unverschämtheit, Engel als sentimental verkitschte Figuren aus dem Feel-Good-Wellness-Sektor einer Industrie zu machen, die von vielen bekannten US-Autoren gespeist und verschandelt wird. Das ist ein anderes Thema – aber ein gutes Beispiel für Unwissenheit Gott gegenüber. Mangels Interesse sich mit Urwurzeln zu beschäftigen (was Engel überhaupt aus der Überlieferung bedeuten), wird einfach kaputt gemacht, was Eins bleiben müsste. Und so entsteht die „Machenschaft“ des konsumentenfreundlichen Engels“channelns“ einer Doreen Virtuee, die keinerlei Kenntnisse über ihren Geist und ihr „Unbekanntes“ besitzt. Aber darin unterrichtet – da wohl das Geld der Menschen locker sitzt, ist der Markt eben fest im Sattel. Zielgruppenliteratur; Popcorn-Glaube für das Unbekannte auf dem Niveau des Unwissens. Nicht der Umgang mit Engeln stört mich, sondern die Verallgemeinerung und Industriealisierung des Glaubens daran. Als gäbe es Schematas der Anwendung, in die man Wesenheiten wie Engel oder gar die Kabbala pressen könnte. Aber das ist meine eigene Meinung dazu und soll nun nicht hier behandelt werden.
Einige Zitate der Autoren zur Nummerologie in der Kabbala:
„Wir wollen die so häufig von unseren Weisen formulierten Gebote nicht übertreten, wir enthalten uns „der Berechnung des Endes“ und wollen nicht vorgeben, dass wir in den (oder durch) heiligen Texten die Zahlen und die numerischen Kombinationen herausfinden können, die die „Berechnung des Endes“ erlauben. Diejenigen, die glauben „rechnen“ zu können und eine solche heikle arithmetische Operation zu bewerkstelligen, „sind fehlgegangen“. [ Alexandre Safran, Die Weisheit der Kabbala, S. 124]
„Die Buchstaben sind also eigentlich in erster Linie Zahlen, womit die Verhältnisse wiedergegeben werden, und erst in zweiter Linie Buchstaben, mit denen die Laute in dieser Welt gebildet werden können. Man könnte einwenden, dass ich die Dinge verdrehe. Denn, wird man sagen, es ist doch bekannt, dass man dem zuerst vorhandenen Buchstaben, also auch dem hebräischen Buchstaben, Zahlenwerte zuerkannte, weil, wie man sagt, man noch keine besonderen Zeichen für Ziffern hatte und deshalb die Buchstaben Buchstabenzeichen dafür verwendete. Daraus entstand ja auch dieses Jonglieren mit Zahlen, das man – übrigen völlig zu Unrecht – mit der Kabbala gleichsetzte. Kabbala bedeutet „Überlieferung“ und hat daher mit Zahlen-Hokuspokus nichts zu tun.“ [ Friedrich Weinreb, Schöpfung im Wort, S. 69]
Geändert von Brotherhood (30.01.2007 um 18:09 Uhr)
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30.01.2007, 18:05
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Kabbala und Nummerologie (1) Beitrag #2 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 18.07.2006
Ort: Norddeutschland
Beiträge: 179
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Kabbala und Nummerologie (2)
„[…Zum Schema der Sprache in der Überlieferung des ATs] … Ein Leser könnte nämlich von den Resultaten der Benutzung von Sprache in ihrer wesentlichen Form, nämlich als quantitative Ausdrucksweise [über Zahlen], so beeindruckt sein, dass er sich veranlasst fühlt, nun selbst allerlei Worte aus der Bibel in gleicher Weise aufzuschreiben. […] Er würde sich damit wie ein Schüler verhalten, der nach den ersten chemischen Experimenten im Unterricht gleich selbst herumexperimentieren will. Ich kann davor nur warnen. Denn ohne gründliche Kenntnis der Materie käme bei solchen Experimenten sowieso nichts Sinnvolles heraus und man würde bald enttäuscht aufgeben. Oder man wird sich – wie schon so mancher – im sinnlosen, verzweifelten Jonglieren mit Zahlen ohne weiteren logischen Zusammenhang verlieren. Denn wie ich schon zu einem anderen Beispiel anmerkte: es gibt unter den Pflanzen nicht nur Veilchen und Rosen. Es gibt noch so viele andere Arten, und man würde enttäuscht sein, wenn man auf der Suche nach Rosen auf weiten Strecken keiner einzigen begegnen würde. Man muß zunächst doch wissen, wo man Rosen, wo man Margeriten und wo man Edelweiß zu suchen hat. Und es gibt eine Menge Gras und Unkraut. Auch die haben ihren Sinn und ihren Ort und sogar ihre eigene Schönheit. Und aus allem zusammen entsteht dann das Bild einer großen Harmonie. Wenn man über dieses Gebiet etwas mehr erfahren will, steht es jedem offen, der das wirklich möchte. Man wird an geistiger Anstrengung für ein solches Studium nicht mehr opfern müssen als für jedes andere wissenschaftliche Fach auch. Aber auch nicht weniger. Mangelnde Sachkenntnis ist auch hier gefährlich.
Auch muss ich hier auf das im Übrigen ja schon weit verbreitete Herumspielen und Jonglieren mit Zahlen hinweisen. Ich hoffe, man hat erkannt, dass die Weise, in der ich hier mit Zahlen umgehe, in jeder Hinsicht seriös und ehrlich ist. Wenn man die Wahrheit herausfinden will, darf man in erster Linie sich selbst nichts vormachen. Wir müssen uns der Materie, die wir betrachten wollen, vollkommen offen und kritisch zuwenden, und wir müssen uns stets die Frage stellen, warum wir etwas so und nicht anders angehen, ob es logisch vertretbar ist, ob es nicht vielleicht im Widerspruch zu einer anderen Vorgehensweise steht, an die man sich zuerst gehalten hat, usw. Wir müssen diese Sache also auf die gleiche Art angehen, wie wir das tun, wenn wir uns mit irgendeinem wissenschaftlichen Problem ernsthaft Auseinandersetzen. Am besten keine Hypothesen, die vage sind und mit denen sich alles beweisen lässt, wenn man sich ihrer Verschwommenheit – häufig im guten Glauben – zunutze macht. Ich möchte fast sagen, dass Respekt und Liebe für den Gegenstand – und in diesem Fall umfasst er doch das ganze Leben, den Sinn des Daseins – jede unehrliche Annäherung, sei es aus Bequemlichkeit oder aus dem Drang heraus, sich selbst oder andere zu beeindrucken, oder um Trost zu suchen, von vorneherein ausschließen muß.
Daher muss ich schon sagen, dass man jeglichem Jonglieren mit Zahlen, das man meist mit der Kabbala in Verbindung bringt, strikt ablehnend gegenüberstehen sollte. Jeder Umgang mit Zahlen muß von einem eindeutigen Prinzip ausgehen, und dieses Prinzip darf niemals seine Gültigkeit verlieren. Wenn man Zahlen nur so addiert, subtrahiert oder multipliziert, um ein bestimmtes Ergebnis zu erzielen, ist dies nichts anderes als Betrug oder extreme Dummheit. Oft sind es nicht unbedingte normale und auch nicht gerade gescheite Individuen, die sich dieser Zahlenspielerei hingeben. Und dass so viele Menschen auch noch daran glauben!
Ja, man schenkt so gern jenen Vagheiten Glauben, die die Bitterkeit des Lebens zu versüßen scheinen. Auch in den bekannten Veröffentlichungen der so genannten seriösen Kabbala, worin eine Art Zahlenmystik angewendet wird, ist es schwierig, irgendein System im Umgang mit den Zahlen zu entdecken, ein System, das sich klar ausdrückt, und das dann auch konsequent beibehalten wird. Es gibt zwar gelegentlich interessante Zufälle, doch man fragt sich bald, wozu das gut sein soll und wohin das führt. Man kann es hier und da als Gleichnis verwenden, doch offenbar steht hinter all diesen Dingen, um die es der Zahlenlehre geht, kein System. Und das trotz der Tatsache, dass in der Lehre von Sefiroth und in der darauf sowie auf anderen Grundlagen fußenden Weltanschauung, die sich aus dieser seriösen Kabbala ergibt, sehr wohl eine gewisse Systematik zu erkennen ist. Wahrscheinlich handelt es sich dabei um Ausläufer eines alten Wissens vom Wesen der Sprache und vom Wesen der Dinge, wobei die wirkliche Kenntnis verloren gegangen ist und lediglich eine vage Erinnerung an bestimmte Techniken übrig blieb. Und da man natürlich damals, als man das Wesen dieser Techniken noch kannte, diesen großen Wert beimaß, ist etwas vom Schleier der Heiligkeit und vom Wissen um das Mysterium, um das Geheimnis übrig geblieben. In diesem Lichte werden jetzt – ganz oder teilweise zu Unrecht – auch diejenigen gesehen, die heute das praktizieren, was als Kabbala gilt. Wenn man sich mit einem Schleier des Geheimnisses umgibt, so dient das oft, meist unbewusst, dazu, Verschwommenheit und Unklares zu verbergen.“ [ Friedrich Weinreb, Schöpfung im Wort, S. 88ff]
„In der ernstzunehmenden Kabbala, also nicht der dilettantischen, wird diesem Namen [J´H] natürlich viel Aufmerksamkeit gewidmet. [ Friedrich Weinreb, Schöpfung im Wort, S. 135]
In fast jedem Vortrag oder Buch nimmt Weinreb in Abschnitten Stellung zur Esoterik und der Nummerologie. Dies sollte nur als Hintergrund dienen.
Wer sich und sein Interesse an der Kabbala wirklich ernst nimmt, der wird einfach nicht versuchen, sich mit Hilfe von Werkzeugen und äußeren Techniken an der Zahlenmystik der Kabbala zu „vergehen“. Oder er wird es erkennen und sich davon abwenden. Meist ist es ja mangelnde Sachkenntnis oder Ernsthaftigkeit, sich der Nummerologie im Sinne einer kabbistischen Auslegung hinzugeben. Denn die Kabbala vereint den Glauben des Menschen in der Beziehung zu Gott. Und die Liebe zu Gott, die Liebe Gottes, drückt aus, dass „Du“ dich kennen sollst, um zu ihm zu kommen. Und es verlangt eine Liebe und Hingabe, die solche Spielchen bsp. mit Nummerologie ausschließt (das gilt auch für die Magie des Von Worms). Das, was sich aus den Zahlen mitteilt oder in Begriffen zu „Dir“ spricht, ist die Kenntnis von Außen und Innen, dem Mantel und dem darunter verborgenen. Letztendlich wendet es sich in einer Heiligkeit unmittelbar nur an "Dich" und "Deinen" Kern. Diese Kenntnis ist der Ort, an dem sich dann die Wahrheit zeigt. Kabbala ist heilig, und wer sie nicht ernst nimmt, wenn er sich mit ihr beschäftigt, nimmt sich nicht ernst. Und Gott wird vernichtet in „Dir“.
Man kann meine Meinung oder meinen Glauben gerne belachen. Doch diese Menschen wissen meist nichts davon, das sie sich in einer Art Gegenseite aufhalten. Sie kennen nicht einmal die Annahme, das Nummerologie gar nichts mit Kabbala zu tun hat und dass das Wissen um diese Zahlen viel tiefer geht, als sie es zulassen würden. Sie kennen also nur den einen Zustand.
Ich meine beide Seiten zu kennen, habe mich mit beiden Auseinandergesetzt, einfach weil ich es „leben“ wollte. Es war mein tiefstes Anliegen. Und ich kann – nicht nur aus Erfahrung der Bücher die ich gelesen habe, sondern auch aus meinem Erkennen VOR dem Lesen dieser Bücher – sagen, das die Un-Nummerologische Seite die Wahre ist.
Wer also darüber urteilt, sollte sich erst in eine Kenntnis bringen, die auch ein Urteil zulässt. Das Nachplaudern aus Internet und Bücher ist kein Wissen. Wissen ist, wenn aus Deinem Herz, aus Deiner Seele so autark kam, das es sich mit dem Einen Wissen von selbst vereint. Es beweist, das „Du“ dann „geboren“ wirst…kommend. Im Licht der Liebe des Einen.
Friedrich Weinreb ist einer der tiefsten und fundiertesten Autoren und Kabbalisten zum „Wort das Frucht ist und zugleich Frucht macht“. Interreligiös, unaufgeregt, klar und offen versucht er seine Kenntnisse für alle Menschen über die Schrift so vorzutragen, dass all die hören können, die hören wollen. Der deutsche Raum ist weltweit am Zahlreichsten mit seinen Vorträgen und Büchern „gesegnet“.
Ein Blick in die eigene Stadtbibliothek hält für Interessierte vielleicht einige Bücher bereit.
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21.02.2007, 23:04
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Kabbala und Nummerologie (1) Beitrag #3 (permalink)
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Neuer Benutzer
Registriert seit: 20.02.2007
Beiträge: 7
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Zitat:
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Zitat von Brotherhood
Mangels seriöser Quellen und einem Dickicht an oberflächigen Büchern aus der Esoterik, ist meist gar nicht mehr fühlbar nachzuvollziehen, dass die Nummerologie überhaupt kein Bestand der Kabbala ist. Sondern sie wurde aufgrund der Zahlzeichen des Hebräischen im Sinne einer errechnenden Anwendung hinzugedichtet. Das heißt nicht, dass es keine Grundlage oder ein System in Zusammenziehen der Zahlworte in der Kabbala gibt. Doch ist dieses System ein Fundament das sich ganz anders gebiert als die menschliche Nummerologie. Die Ernsthaftigkeit, die Kabbala verlangt, und die man lebt, ist auch eine Ernsthaftigkeit zur Sache und zu Gott. Und allein daraus erschließt sich schon im Menschen, in seinem Empfinden und Leben, das Gott gar keine Nummerologie bedarf, um aus der Weisheit der Kabbala eine Mitteilung für das Leben zu machen. Das es trotzdem getan wird, ist „Technik“, also eine Art götzenhafter Dienst in Dämonie. Entstanden aus Unwissenheit, Faulheit oder Dummheit. Ich möchte für den Interessierten auf einige Bücher verweisen, die von Menschen geschrieben worden sind, die zu den wenigen ernsthaften Überlieferern der Kabbala und der hebräischen Schrift gehören. Magische Kenntnisse durch Autoren wie Von Worms sind keine Göttlichkeit oder Kabbala, sie sind nur irre Annahmen eines verleiteten Menschen ohne Kenntnisse. Bücher ohne Wert, was die Ernsthaftigkeit der Kabbala angeht.
Da es im deutschen Raum kaum vernünftige oder wirkliche tiefgehende Bücher zur Kabbala gibt, ist (auch weltweit) Friedrich Weinreb der mit dem fundiertesten Werk. Er ist weltweit einer der innerlichsten Übermittler der Heiligen Schrift.
Weiter gibt es Alexandre Safran „Die Weisheit der Kabbala“ und Leo Schaya „Ursprung und Ziel des Menschen im Lichte der Kabbala“. Zwei gute, informative Bücher. Überliefert werden hier nur Grundzüge der Kabbala; Weinreb wäre dann ein tiefergehendes Verständnis in die Beschaffenheit der Mitteilung. Gerade weil seine Grundeinheit und Quellen so zugänglich und ausführlich besprochen und erhältlich sind, gibt es im Grunde keine ernsthafte „Konkurrenz“ für die Ergründung der Kabbala im Menschen als Weinreb selbst. Über alle andere Quellen (Rebbes und Rabbies) gibt es meist nur Interpretationen, kurze Zusammenfassungen oder nur einzelne Bücher, die gar keinen Zugriff auf die Wurzeln (des Autors) der Kabbala haben. Martin Buber gehört sicherlich noch zu den innigsten Kennern des Wortes.
Der Begriff Kabbala meint „Überlieferung“ und ist kein Prinzip im Sinne von Kenntnis oder Esoterik, sondern ist ein „Motto“ des Lebens. Kabbala lebt sich im Menschen. Es gibt auch kein einzelndes Buch das die Kabbala umfasst, sondern es enthält eine Unzahl an Schriften und Mitteilungen aus dem Leben, Wirken und Suchen einzelner Menschen, die sich mit dem Sohar, der Urschrift des kabbalistischen Lebens, auseinandersetzen. Der wiederum die Auslegung der Thora ist, auf mystische Art. Der Sohar selbst, also die Quelle der Kabbala, ist in über 20 Bücher aufgeteilt, die im deutschen Raum nicht vorhanden sind. Einzig aus dem Diederich Verlag ist eine kurze, aber interessante, Zusammenfassung aus dem Sohar auf Deutsch erschienen.
Grob gesagt könnte man es als „Unverstanden“ betrachten, wenn man so lebt das man sagt „Ach, ich mache ein bischen Engel, ein bischen Tarot und Astrologie und kabbalistische Nummerologie. Wird schon nicht verkehrt sein.“ Das ist dann kein Wissen, es bedeutet kontraproduktiv zu dem, was „Du“ eigentlich suchen müsstest, um den Sinn der Kabbala zu begreifen. Denn die Kabbala selbst, also die Überlieferung, schließt aus sich heraus (im Kontext mit dem Glauben an Gott) Nummerologie (auch in Vermischung mit anderen Techniken) aus.
Komischerweise fühlen sich immer alle angegriffen, wenn man sie darauf hinweist, dass sie keine Kabbala verstanden haben oder gar „anwenden“. Als wäre der Griff zum Buch oder ins Internet immer eine „richtige Quelle“. Als könnten und dürften sich Glaubensmuster nicht verändern. Wie fest gemacht, zur Götze. Meist wirkt es so, als würde Auflage und ein buntes Cover schon genügen, um Quellenweisheit, Quellensicherheit, zu garantieren. Gerade in der Engelsliteratur ist der Markt quasi kaputt. Beginnend schon in der Unverschämtheit, Engel als sentimental verkitschte Figuren aus dem Feel-Good-Wellness-Sektor einer Industrie zu machen, die von vielen bekannten US-Autoren gespeist und verschandelt wird. Das ist ein anderes Thema – aber ein gutes Beispiel für Unwissenheit Gott gegenüber. Mangels Interesse sich mit Urwurzeln zu beschäftigen (was Engel überhaupt aus der Überlieferung bedeuten), wird einfach kaputt gemacht, was Eins bleiben müsste. Und so entsteht die „Machenschaft“ des konsumentenfreundlichen Engels“channelns“ einer Doreen Virtuee, die keinerlei Kenntnisse über ihren Geist und ihr „Unbekanntes“ besitzt. Aber darin unterrichtet – da wohl das Geld der Menschen locker sitzt, ist der Markt eben fest im Sattel. Zielgruppenliteratur; Popcorn-Glaube für das Unbekannte auf dem Niveau des Unwissens. Nicht der Umgang mit Engeln stört mich, sondern die Verallgemeinerung und Industriealisierung des Glaubens daran. Als gäbe es Schematas der Anwendung, in die man Wesenheiten wie Engel oder gar die Kabbala pressen könnte. Aber das ist meine eigene Meinung dazu und soll nun nicht hier behandelt werden.
Einige Zitate der Autoren zur Nummerologie in der Kabbala:
„Wir wollen die so häufig von unseren Weisen formulierten Gebote nicht übertreten, wir enthalten uns „der Berechnung des Endes“ und wollen nicht vorgeben, dass wir in den (oder durch) heiligen Texten die Zahlen und die numerischen Kombinationen herausfinden können, die die „Berechnung des Endes“ erlauben. Diejenigen, die glauben „rechnen“ zu können und eine solche heikle arithmetische Operation zu bewerkstelligen, „sind fehlgegangen“. [ Alexandre Safran, Die Weisheit der Kabbala, S. 124]
„Die Buchstaben sind also eigentlich in erster Linie Zahlen, womit die Verhältnisse wiedergegeben werden, und erst in zweiter Linie Buchstaben, mit denen die Laute in dieser Welt gebildet werden können. Man könnte einwenden, dass ich die Dinge verdrehe. Denn, wird man sagen, es ist doch bekannt, dass man dem zuerst vorhandenen Buchstaben, also auch dem hebräischen Buchstaben, Zahlenwerte zuerkannte, weil, wie man sagt, man noch keine besonderen Zeichen für Ziffern hatte und deshalb die Buchstaben Buchstabenzeichen dafür verwendete. Daraus entstand ja auch dieses Jonglieren mit Zahlen, das man – übrigen völlig zu Unrecht – mit der Kabbala gleichsetzte. Kabbala bedeutet „Überlieferung“ und hat daher mit Zahlen-Hokuspokus nichts zu tun.“ [ Friedrich Weinreb, Schöpfung im Wort, S. 69]
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hey hey hey!!!!!!!
Auf dich musste ich hier stossen!!!
Du liegst genau auf meiner Wellenlänge!!
Es wäre schön wenn ich mich mit dir mal richtig unterhalten könnte.
Gruss
M.N.
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01.03.2008, 19:55
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Kabbala und Nummerologie (1) Beitrag #4 (permalink)
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Gast
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13.03.2008, 14:19
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Kabbala und Nummerologie (1) Beitrag #5 (permalink)
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Sternengucker
Registriert seit: 13.09.2006
Ort: BRD/Nordhessen
Beiträge: 652
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shalom brotherhood,
woher hast du diesen"überarbeiteten" kabbala kenntnisse? natürlich ist die numerologie eine methode der kabbala --- genannt gematria...die numerologie entstand darus, dass die buchstaben des jüdischen alphabets auch zahlen sind.
es stimmt schon, dass die kabbala ein weg zu gott ist, aber als "kabbalist" müßtest du schon g'tt (statt gott) schreiben... gelle???
shimon,der rabbi
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14.03.2008, 09:37
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Kabbala und Nummerologie (1) Beitrag #6 (permalink)
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Siegellöser
Registriert seit: 07.11.2007
Ort: Hessen
Beiträge: 231
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Zitat:
Zitat von vittella
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Danke für den Hinweis! 
Da geht's ja richtig zur Sache .... !
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15.03.2008, 08:00
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Kabbala und Nummerologie (1) Beitrag #7 (permalink)
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Gast
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Zitat:
Zitat von FreedomMan
Danke für den Hinweis! 
Da geht's ja richtig zur Sache .... ! 
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Hi Freedom
ja,es ist spannend und klingt wirklich gut,aber alles glaube ich noch nicht,wird wohl ein Prozess sein,oder Hirnwäsche,ich weiss es noch nicht
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17.03.2008, 22:28
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Kabbala und Nummerologie (1) Beitrag #8 (permalink)
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Benutzer
Registriert seit: 01.11.2007
Beiträge: 61
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Ja die Hirnwäsche is gut, wir haben im Massenkollektiv viel Müll drin ;-)
Aber das korrigierende Licht unterstützt.
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