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Zitat von schmusebär
Hallo, .....
Ist das jetzt zufall oder schicksal??? Was meint ihr?
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Geschmacksache.
Wenn Du es brauchst, dass sich Dein Leben nach den Plänen des Schicksals, des höheren Selbst, Gottes oder des Zufalls (welcher ja keine Pläne haben darf) organisiert, dann tut es das auch, und was immer Du glaubst wird sich auch plausibel belegen lassen.
Aber nicht beweisen.
Ein Vertreter des karmischen Denkens wird Dir sagen, dass Du mit dem karmischen Rat vor Deiner Geburt beschlossen hast, mit diesem Menschen zusammen zu treffen, um mit ihm einige Themen anzusehen, zu erleben oder zu erleiden.
Ein Raumzeitler mit Aversion gegen alles Spirituelle sagt: "Zufall"
Ein Raumzeitler mit Toleranz für Spirituelles sagt vielleicht: "Das Leben ist so."
Ein Vertreter der Zeugen Jehovas wird sagen: "Das kannst Du in der Bibel lesen."
Ein Mathematiker wird Dir die Wahrscheinlichkeit vor rechnen, dass Du ausgerechnet auf diese Person triffst und dann noch in der Stimmung bist, sie zu kontaktieren, und ein anderer Mathematiker wird Dir die Wahrscheinlichkeit dazu ausrechnen, nach einigen Monaten zur Erleuchtung zu kommen, ob das nun auch die richtige war oder doch nicht so ganz genau.
Ein Biochemiker wird Dir erklären, warum Dein Hormonschub bereits nach 6 Monaten einen Dämpfer bekommen dürfte und, wenn ihr dann gemeinsame Interessen entwickeln konntet, könnt Ihr froh sein, diese Beziehung auf einem lustvollen Level zu halten, andernfalls dürfte sie erstarren in Ritualen und Erwartungen welche nie mehr das bringen können, was die erste Begegnung an Euphorie und Glücksgefühl hervorbrachte.
Aber man wird sich zusammen auf Geschäfte konzentrieren, welche aus Euch beiden ein Team macht und das kann eine gute Partnerschaft begründen, oder man wird sich jeder auf seinem Gebiet wieder vermehrt einsetzen, nachzuholen was man liebeshalber versäumt hat und sich nach und nach aus einander leben, die Beziehung wird zur Institution, der Kontakt zum Ritual und irgendwann zum als lästig empfundenen Zwang und selbst die Liebreize des Partners sind so gewohnt, dass sie kaum mehr zu reizen vermögen.
Die Gewöhnungsprozesse in Partnerschaften sind normalerweise schwierig zu verarbeiten, denn man wird sich klar, einem Rausch erlegen gewesen zu sein, als man sich hat begeistern lassen und das kratzt am Image und am Selbstbewusstsein.
Wie soll man sich nun mit seinem verifizierten Irrtum vor der Welt rechtfertigen?
Man schaut um sich und stellt fest: Anderen geht es genau so. Die einen vergnügen sich von nun an mit dem lächerlich machen derjenigen Hälfte der Menschheit, welche als Partner in Frage kommt und lässt alles beim Alten, oder es gibt Probleme im Zusammenleben, die Ansprüche werden hochgeschraubt und keiner mag dem anderen mehr genügen.
Vielleicht hat man inzwischen Kinder, damit hat man ein Unternehmen (Familie genannt) und ist damit beschäftigt, so dass man für einander zu wenig Zeit hat, die Beziehung so zu ritualisieren, dass man ihrer überdrüssig wird.
Dafür klagt man über die zu wenige Zeit und darüber, dass man einander infolge der Aufgabenteilung kaum mehr versteht, denn was der verdienende Anteil der Familie zu tun hat und was der Anteil der Familie zu tun hat welcher die Kinder versorgt sind beides hochspezialisierte Berufe und nicht für den jeweils anderen in der Tiefe des Erlebens nachvollziehbar.
Was nützt es, zu wissen, ob es Schicksal, Zufall oder Vorsehung wäre?
Nimm es dankbar an, erlebe diese Beziehung und genieße sie so, dass es für die Begegnung auch ein Genuss bleibt. Spüre wann Du weitergehen könntest und wann nicht und lass Dich nicht zu Dingen überreden, die Du nicht willst, nur um mit ihr zusammen sein zu können.
Versuche sie auch nicht zu Dingen zu überreden die sie nicht will, sondern versucht gemeinsam zu entscheiden, was weiter laufen soll.