Gut, liebe Arcus Arcanum,
dann fangen wir einfach mit dem Anfang an, mit der 111. Sie ist der volle Zahlenwert des ersten hebräischen Zeichens, der Aleph (woher sich übrigens auch das Alphabet ableitet, denn die Griechen übernahmen dies von den Hebräern).
Die 1 auf allen drei Ebenen, der Einerebene, der Zehnerebene und der Hunderterebene.
Es ist die Zahl 1, die Gott symbolisiert. Und der unoffenbarte Gott betritt durch einen dreifachen Ring aus Nichts die Schöpfung und erblüht einer Drei-Einheit. Das ist die 111.
Die 111=3*37. Was ist die 37? Sie ist ein Kreis. So wie die 13 der Punkt ist, und ein Punkt ist Einheit in sich selbst, so ist die 13.te Primzahl die 37.
Die 37 ist damit eine Art zweidimensionaler Punkt. Die Einheit im Zweidimensionalen. Und in der Ebene, im Zweidimensionalen, gibt es kein passenderes Symbol der Einheit als den Kreis.
Beschrieben habe ich diesen Prozeß des Sich-selbst-offenbarens aus dem Nichts heraus hier:
http://www.esoterikforum.de/eigene-t...tml#post231863
Die Kabbalah erzählt zu dem Zeichen der Aleph, das wie ein Kopf eines Rindes geformt ist, daß eben nur der Kopf sichtbar wird. Nur ein Drittel des Ganzen ist hier überhaupt sichtbar.
Gott ist in sich in dreifacher Offenbarung, drei-eins, doch er zeigt sich nur als EINS. Ein drittel wird sichtbar, ein zweites drittel ist das Nicht-Sein, und das tiefste Geheimnis ist die Quelle, aus der das Sein und das Nicht-Sein entspringt, das ist das dritte drittel.
In dem, was sich hier als EINS zeigt, spiegelt sich dennoch die Drei-Einheit. Eben wie in der Aleph=111=3*37 der dreifache Einheitskreis sich in der Welt der Zweiheit offenbart.
Die Aleph ist gleichzeitig das Zeichen, das vor ein hebräisches Verb gesetzt wird, um die erste Person Singular anzuzeigen, also das "ich... (mache etwas)".
Das "Ich" des Menschen ist ebenfalls also in Beziehung zu dieser Aleph. Wer nun sein "Ich" behauptet, und noch ein "Du" kennt, der ist nicht "ICH", ist nicht wirklich ein Spiegel des drei-einen Gottes.
Erst im freiwilligen Übergeben des "ich", das sich als getrennt erlebt, erst darin liegt das Übergehen in das große "ICH", das ALLES ist. Alles offenbarte. Und damit gleichzeitig EINS mit allem Nicht-Seienden. So spricht Jesus in diesem Geist: "Ich und der Vater sind EINS". Der Vater ist dieses Seiende. Und wieso sagt er an anderer Stelle: "Der Vater ist größer als ich."? Weil der Vater als Ganzes gleichzeitig die Mutter ist, das dreifache Nicht-Seiende, wie Lao Tse im ersten Kapitel des Tao Te King sagt. Die beiden sind austauschbar, wie zwei Spiegelbilder.
Genauso könnte man sagen "Ich und die Mutter sind EINS", das ICH im dritten Ring des Nichts. So wie sich das Wort "ich" und "nichts" im hebräischen aus denselben Zeichen zusammensetzt. Trotzdem müßte man dann auch sagen: "Die Mutter ist größer als ICH", weil sie gleichzeitig auch der Vater ist. Sowohl Mutter als auch Vater sind aber auch nur Spiegelbilder des unoffenbarten Gottes. Und in dieser Hinsicht sind eben Mutter und Vater immer noch größer als "ICH".
Schwere Kost, was? Wer es erfassen kann, möge es erfassen. Eigentlich kann man dies nur erleben.
Hier im Forum war kürzlich die Frage nach der Symbolik der kombinierten 23 und 29:
http://www.esoterikforum.de/numerolo...-and-23-a.html
Ich hatte dazu geschrieben, daß sie aussagen, daß der Tod eine Illusion ist. Nun können wir das noch etwas genauer beleuchten.
Der sichtbare Anteil des Zeichens Aleph ist nur Aleph als 1. Eigentlich schreibt sich Aleph in hebräischen Zeichen aber als Aleph-Lamed-Phe. So wie im Deutschen Y eigentlich Ypsilon geschrieben und gesprochen wird, also der Name des Y ist Ypsilon. So ist der Name der hebräischen Aleph eben A-L-Ph (es werden nur Konsonanten geschrieben).
Lamed als Zeichen ist auch das Zahlzeichen für die 30, und Phe als Zeichen ist gleichzeitig das Zahlzeichen für die 80, so wie eben Aleph gleichzeitig Zahlzeichen für 1 ist. Man hat hier also die Doppelnatur. Das Erscheinende der Aleph ist die 1, das Verborgene (aber natürlich immer mit-gedachte) ist das Lamed-Phe, die 30+80. Zusammen ergibt sich eben der gesamte Wert des Zeichens Aleph als 111. Aber der verborgene Wert ist die 110.
Die 110 wiederum ist das Produkt aus der 10 und der 11. 110=10*11. So ist die 23 die 10.te Primzahl, und die 29 die 11.te Primzahl. Kombiniert man die beiden Zahlen, hat man also die 10. und die 11. Primzahl in ähnlicher Weise kombiniert wie in der 110.
Stirbt nun ein Wesen, also eine lebendige Einheit, eine Aleph, so verschwindet die 1. Das Wesen ist nicht mehr als solches zu sehen. Von der Aleph , der 1-30-80, verschwindet der sichtbare Teil, die 1, und übrig bleibt die Hülle, die 110. Deshalb ist die 110 ein Symbol des Todes. Trotzdem ist der Tod als solcher eben nur eine Illusion. Die Einheit verschwindet ja nicht, sie ist nur hier nicht mehr sichtbar.
Das Hinwegnehmen der 1 iin der subtraktiven
Numerologie hat immer etwas mit Sterben zu tun.
So schreibt sich Adam, Mensch, als 1-4-40. Nimmt man die 1 weg, bleibt dam, 4-40, übrig, was Blut bedeutet. Das Blut eines Menschen zu vergießen bedeutet aber, ihn zu töten.
Ähnlich ist es mit der Wahrheit, ämäth, geschrieben 1-40-400. Nimmt man die 1 weg, bleibt von der Wahrheit nur noch ein totes Schema, 40-400, mot. Mot ist aber übersetzt "Tod".
Was macht nun Gott, wenn er als 111, als Aleph offenbar wird? Er verbindet sich mit der Welt, mit der 2, der Zweiheit, der Polarität. 2*111=222.
222 ist der Wert von berech, segnen, geschrieben 2-200-20. Die Zwei auf allen Ebenen.
In ähnlicher Weise ist es, wenn sich der Mensch dem Erleben des göttlichen "ICH" in sich selber öffnet. Er wird zur Aleph und dann zum Segen.
Wenn einem die 111 im eignen Leben äußerlich begegnet, sollte man sie töten. Die wirkliche EINHEIT, die Aleph, die 111, kann niemals getrennt von mir selbst sein. Ich bin doch immer ein Teil der Einheit.
Das ist der Sinn des Spruches: "Triffst du Buddha unterwegs, erschlage ihn."
Buddha als dem Symbol dessen, der in der vollkommenen Einheit ist, kannst du nie "draußen" begegnen". Folge nie einem anderen im Außen.
Man kann nur der Einheit allen Seins "inne-werden", im Innern werden, und sich der Nichtigkeit des eigenen "ich" bewußt-werden.
Wer die Aleph kennt, kann niemals mehr sagen: "Am Anfang...", denn es gibt keinen Anfang, keine Linie, von der es losgeht. Es gibt drei Kreise im Nichts, in denen Gott sich selbst als Schöpfung haucht, und keiner dieser Kreise hat ein Anfang oder ein Ende, weil Kreise keinen Anfang und kein Ende haben, und dazu bestehen diese Kreise auch noch aus "nichts".
Es sind die drei Kreise, die in der Kabbalah:
Een (nichts)
Een Soph (ohne Grenze)
Een Soph Or (unendliches Licht)
genannt werden, die die Schöpfung in ihrem Schoß halten. Dreimal nichts ist immer noch=nichts, die 0*0*0=0.
Wer selbst zur Aleph wird, wird EINS mit dem Vater. Jesus behauptet, daß er EINS mit dem Vater sei. Dieser Anspruch sollte sich auch numerologisch nachvollziehen lassen.
Im Äußerlichen erscheint Jesus als "Jesous ho nazoraios", Jesus aus Nazareth. Das ist der allerverachtetste Ausdruck, die geringschätzigste Bezeichnung für ihn. So wie Nathanael (Joh.1:46) fragt: "Kann aus Nazareth etwas Gutes kommen?" Nazareth war die verachtetste Stadt.
Der Zahlenwert von Jesous ho nazoraios ist 2197=13*13*13. Die 13 ist aber der Zahlenwert des hebräischen Zahlwortes "echad", das "eins" bedeutet. Damit kann man auch schreiben: Jesus der Nazarener ist Eins*Eins*Eins, eben ein Abbild, eine Spiegelung des Drei-Einen Gottes.
Wer nun einem historischen Jesus nachläuft, wird nie zum Ziel kommen. Triffst du Jesus auf dem Weg, erschlage ihn. Nicht im Außen nachfolgen, sondern im Innen einswerden. Dort kann man EINS werden mit IHM. Und deshalb erhebt Jesus als der EINS*EINS*EINS den absoluten Anspruch: "Niemand kommt zum Vater als durch mich."
Wer diese Worte innerlich erlebt, dem sind sie höchste Offenbarung. Wer sie nur äußerlich versucht zu verwirklichen, der ist auf dem besten Weg in die Hölle...
Darauf bezieht sich auch der Verrat des Judas. Er wollte Jesus zwingen, im Außen seine Herrschaft anzutreten.
Insofern, wo wir also von der 111 reden, hat diese Zahl eine absolute Krisis in sich. Hier entscheidet es sich. Möchtest du äußerlich den Weltfrieden? Du wirst immer scheitern. Verwirkliche ihn in dir, dann handelst du recht, und dann kann er auch im Außen sich zeigen.
Kein einziges äußeres Mittel kann den Frieden erzwingen, wenn nicht im Innern Frieden ist. Äußerlicher Frieden ohne inneren Frieden ist eine Lüge. Deshalb kann es immer nur darum gehen, den Frieden Gottes im Innern zu erleben, die große EINHEIT, den Hermes Trismegistos, den dreifach großen Hermes. Wer ist dieser Hermes? Es ist der Mensch, der Eins mit Gott im Innern ist. Dann ist er ein Götterbote, eben ein Hermes.
Alle Mysterien (aus denen sich die Religionen entwickelten) wiesen stets auf dieses Drei-Eine hin.
Soweit einmal die Enthüllungen der Geheimnisse, die seit Jahrtausenden verborgen waren, im Zeitalter des Wassermanns passend in der Form von Zahlen als Gleichnis, auf daß die Nichtverstehenden nicht verstehen und die Verständigen unterwiesen werden.
Ist es nicht geschrieben (Matthäus 13:34-35): "Dies alles redete Jesus in Gleichnissen zu den Volksmengen, und ohne Gleichnis redete er nicht zu ihnen, damit erfüllt würde, was durch den Propheten geredet ist, welcher spricht: "Ich werde meinen Mund auftun in Gleichnissen; ich werde aussprechen, was von Grundlegung der Welt an verborgen war."