Seit ein paar Tagen reise ich hier durch das Forum, suche, lese um weiterzusuchen und zu finden.
Finde hier vieles was mich interessiert, vieles was ich nachvollziehen kann oder vielleicht auch kenne und vieles was mir gänzlich fremd ist.
Um weiter zu suchen, nach der Antwort auf die Frage die ich im Grunde nicht kenne … klingt verrückt, ist es sicher auch ein Stückchen.
Kurz zu mir und wie ich gerade auf das Forum gestoßen bin. Es gab und gibt in meinem bisherigen Lebensverlauf immer wieder Ereignisse und nennen wir es Vorkommnisse, die mich zu der Überzeugung gebracht haben: da ist mehr als wir mit unseren herkömmlichen Sinnen erfassen können. Daran, dass ich spüre, wie die Stimmungslage meines Gegenüber ist hatte ich mich sehr zeitig gewöhnt und habe es genutzt so weit es ging, schon als Kind oder Jugendlicher. So bin ich einer Konfrontation entweder schnell ausgewichen oder aber habe sie gezielt gesucht. Auf jeden Fall haben mich die Reaktionen wenig überraschen können, weil ja klar war wie der andere reagiert …. zumeist jedenfalls. Es ist üblich, dass die lieben Eltern mit Vorbildern agieren, das war in meinem Fall wenig erfolgsversprechend ich hatte andere „Ziele“ und habe mir oft genug gesagt : so nie, nie im Leben! Heute sagt meine Mutter, sie hat mich damals nie verstanden und sie ist froh dass ich gemacht habe was „ich“ wollte, entschuldigt sich pausenlos für das „was sie mir angetan hat“. Kann nicht verstehen, dass ich froh bin dass vieles so gelaufen ist, besonders im Zusammenhang mit meinem Stiefvater, denn es hat mich zu dem gemacht was ich heute bin.
Nicht wirklich zufrieden aber soll man das eigentlich sein.? Zufrieden mit dem Teilergebnis ja aber zufrieden mit dem „Ganzen“!?
Als Krankenpfleger bleibt es nicht aus, dass man zu Patienten Beziehungen aufbaut, dass sie dann soweit gingen, dass ich spürte wenn ein „besonderer“ Patient stirbt war mir zuviel. Was dumm von mir war, ich habe es früh gewusst dass es passiert, wollte aber nichts davon wissen. Weil nicht sein kann was sein darf. Ein wenig zu verrückt war für mich auch die Tatsache, dass ich nach einem für mich sehr intensiven Erlebnis im Verlauf einer Nachtwache, plötzlich „riechen“ konnte wenn ein Patient verstorben ist. Heute bin ich dankbar dass es so war, ich wußte was mich erwartet und mich konnte nichts mehr erschrecken.
…und so hat sich das eine „Ereignis“ an das andere gereiht. Es gäbe noch vieles zu berichten und zu erzählen aber im Einzelnen spielt es nicht die wesentliche Rolle. Fest steht für mich, dass da mehr ist und wahrscheinlich noch viel mehr, ließe ich mich darauf ein. Da bin ich mir eben nicht sicher was ich möchte. Es zieht mich und gleichzeitig bremst es mich. Irgend wann werde ich mir sicher sein aber dazu brauche ich noch etwas. Bis dahin versuche ich zu verstehen, um mir eines Tages nicht mehr selbst im Wege zu stehen.
Jetzt gehe ich weiter suchen, nach dem, von dem ich nicht weiß was es ist. Aber ich denke da bin ich hier vollkommen richtig gelandet und freue mich auf die Gesellschaft.
Seid herzlichst gegrüßt von
Kenaph