
Ich habe bisher noch nichts hier geschrieben, daher dachte ich, fange ich mal hier an, indem ich Hallo sage.
Ich mag es gern still und einfach. Am wohlsten fühle ich mich, wenn ich mit meinem Zelt draussen unterwegs bin, Feuer machen kann, Kräuter sammeln kann und einfach sein darf. Ich mag die Gesellschaft angenehmer Menschen die sich erlauben sie selbst zu sein.
Spirituell habe ich für mich entschieden einem Druidenorden beizutreten und mich, gerade wegen der Nähe zur Natur, mit europäischem Schamanismus zu beschäftigen. Mein Weg ist ganz individuell und die Ausbildung im Orden ist nur wie eine rote Schnur hindurch. Man bekommt entsprechende Anstöße und geht dann auf eigene Faust auf Entdeckungsreise.
Im Orden gibt es drei Wege, die man alle beschreitet und auf denen man unterschiedlichste Dinge lernt. Der erste Weg ist der des Barden, der für andere singt, dichtet und seine künstlerische Seite pflegt. Der die Geschichten und Mythen seines "Stammes" bewahrt, neu entdeckt und anderen zurück gibt. Er ist so etwas wie ein Bewaherer und Schatzgräber. In diesem Teil habe ich gelernt (und lerne noch) Geschichten und Gedichte zu schreiben aber auch alte Gedichte und Geschichten zu erzählen und vorzutragen. Besonders wichtig ist dabei auch die Musik. Da ich keine Harfe habe, benutze ich manchmal meine Konzertgitarre um Gedicht zu untermalen. Aber ich habe auch eine Bambusflöte und singe ganz gerne.
Der zweite Weg ist der des Ovaten. Hier habe ich gelernt (und lerne noch) mit der heilenden Kraft zu arbeiten die in uns allen und in jedem lebendigen Wesen steckt. Inhalt des Weges sind Kräuterwissen, Heilwissen, Orakelwissen und Andersweltreisen. Hier habe ich zusätzlich eine Ausbildung in klassischer Naturheilkunde gemacht und mache regelmässig Kräutergänge um Pflanzen kennen zu lernen, und die die ich kenne nicht wieder zu vergessen.
Der dritte Weg ist des das Druiden. Auf diesem Weg geht es um die Philosophie und die Riten des Lebens. Hier habe ich gelernt (und lerne noch) das Leben zu hinterfragen, Dinge nicht als selbstverständlich hin zu nehmen und mich in den großen Kreis des Lebens zu integrieren.
Es ist ein sehr unspektakulärer Weg, der wenig mit Effekten und schnellen Erfolgen zu tun hat. Es ist ein jahrelanges Lernen und Zuhören. Stille, einfache
Meditation ist tägliches Brot, denn das Lernen basiert auf dem einfachen Prinzip der eigenen Erfahrung. Viel lesen, schriftliches reflektieren, auswendig lernen, zweisprache mit dem persönlichen Tutor...
Aber für mich habe ich diesen Weg gefunden und fühle mich seit dem zum ersten mal in meinem Leben wirklich, als sei ich nach Hause gekommen.
Liebe Grüße für euch
Iddhadh