Hallo!
Ich bin hier gelandet, weil - ja, weiß ich auch nicht so genau.

Seit meiner Kindheit bin ich fasziniert von esotherischen und religiösen Themen. Zwischendurch war ich immer mal wieder geneigt, an eine entsprechende Begabung meinerseits zu glauben, bevor ich mich wieder auf meine streng rationale Erziehung besann und logische Erklärungen für meine Erfahrungen suchte und stets zu finden glaubte. Spätestens seit der Geburt meines Sohnes, der nun einige schwer erklärbare Verhaltensweisen an den Tag legt, die auch von unabhängigen Dritten staunend bezeugt und leider nicht auf meine blühende Fantasie zu schieben sind - spätestens seitdem scheine ich immer unaufhaltsamer in "die esotherische Ecke" zu schlittern, wo ich doch eigentlich im Leben nicht hinwollte.

Manchmal habe ich das Gefühl, dass ich mich in einem Prozess Befinde, einer Art "Erweckung" (wobei mir dieser Begriff eigenltich viel zu kitschig klingt), an dessen Ende eine wichtige Aufgabe auf mich wartet. Ab und zu habe ich Träume, die nicht wirklich welche sind. Oder, vielleicht besser gesagt, Erlebnisse, die in Wirklichkeit Träume sind. Ach, was weiß ich, wo die Wirklichkeit anfängt und wo sie aufhört... Ich habe einer Bekannten davon erzählt, von der ich wusste, dass sie "esotherisch angehaucht" ist, und die diagnostizierte meine Beschreibungen als out of body experiences. Dank google habe ich inzwischen einiges darüber gelesen, und eine Weile hatte ich innerhalb kurzer Zeit mehrere intensive Erfahrungen mit Kontakten in dieser Zwischenwelt zwischen Wachen und Schlafen. Die ersten waren sehr positiv, aber auch sehr befremdlich und beunruhigend, und schließlich gab es eine sehr negative Erfahrung. Seitdem hat die Angst wieder die Oberhand, und ich versuche, diesen Zustand zu vermeiden, bzw. bin durch berufliche/private Belastungen ohnehin viel zu eingespannt, um mich mit so zeitraubenden Themen zu beschäftigen. Aber irgendwie lande ich doch immer wieder über Umwege auf solchen Seiten wie dieser hier. Oder ich laufe ganz in Gedanken in der Mittagspause durch die Stadt und plötzlich bemerke ich, dass ich vor dem Schaufenster eines winzigen Ladens mit dem Namen "Magische Mitte" stehe und auf irgendwelche Tarotkarten starre. Und langsam wird mir klar, dass ich meine Probleme auf dieser Ebene angehen muss; dass ich nicht auf Dauer vor ihnen weglaufen kann.
Meine konkreten Probleme äußern sich zum einen psychosomatisch: Seit ein paar Jahren - eigentlich auch ziemlich genau seit der Geburt meines Sohnes, fällt mir gerade auf - leide ich an Allergien und Astma. Im Moment pfeife ich aus dem letzten Loch, und so schlimm ist es (wie ich erst heute realisiert habe, als ich mir mal wieder ein Nachdenken über dieses Thema erlaubt habe) seit eben jener unangenehmen Erfahrung im März. (Und nein, eigentlich sind meine Allergien alle jahreszeitlich unabhängig.

) Jedenfalls fürchte ich, dass mein Körper mich da mit aller Vehemenz auf unbearbeitete Themen hinweisen möchte.

Mein generelles Problem ist die Angst. Ich kann mich nicht recht auf diese Welt einlassen. Wie gesagt wurde ich in einem sehr rationalen Weltbild erzogen und habe diese Werte zu einem großen Teil auch verinnerlicht. Es hat mich eine Menge Energie gekostet, diesen Weg überhaupt bis hierher zu gehen. In ein Esotherik-Forum - mein Gott!

Ich bin hin und hergerissen zwischen dem, was sich mir ungefragt aufdrängt, und dem, was ich kenne, was ich so lange geglaubt habe. Manchmal denke ich, ich habe eine große mystische Aufgabe zu erfüllen. Und dann denke ich sofort: Was?! Du Hochstapler, nur weil du ein paar seltsame Träume hattest, die bestenfalls auf eine psychische Störung hinweien?

Oft komme ich mir ziemlich schitzophren vor. Wäre da nicht mein Sohn, der regelmäßig (wenn auch recht selten) allen möglichen Leuten vor den Kopf stößt, indem er ihre Gedanken laut ausspricht oder Dinge weiß, die er eigentlich nicht wissen kann - ein unabhängiger Anhaltspunkt also, dass da etwas Unbekanntes
existiert - wäre ich vermutlich schon freiwillig in psychiartrischer Behandlung.
Ja. So ist das mit mir. (Entschuldigung, dass meine Vorstellung so unanständig lang geworden ist.)
Was ich mir von diesem Forum erhoffe (und von diesem ungewohnten Seelen-Striptease), ist zum einen einfach die angenehme Erkenntnis, dass ich nicht die Einzige mit solchen Problemen bin. Und zum anderen wären natürlich ein paar handfeste Tipps ganz nett, wie ich meine ominöse Aufgabe fraglicher Vorhandenheit denn nun angehen könnte. Ich bin so unbewandert auf diesem ganzen Gebiet...