Hallo,
Ich heiße Eva, bin 48 Jahre alt.
Mein Leben hat sich in den letzten Monaten sehr verändert, zumindest in meiner Wahrnehmung.
Ich habe mit 1 1/2 Jahren Kinderlähmung bekommen, war vollständig gelähmt, der rechte Arm blieb dann übrig.
Seit 5 Jahren bin ich mit meinen Kindern allein (bald 15 und 14 Jahre) und wir leben im Allgäu in nem alten Haus mit Hund, Katzen, Enten, riesen Garten.
Im September war ich auf Reha und dort wurde festgestellt, dass die Spätfolgen der Kinderlähmung soweit fortgeschritten sind, dass beide Beine und der linke Arm von erneuten Lähmungen bedroht sind.
Klar hab ich gemerkt, dass ich schwächer werde, doch mit dieser Aussage hatte ich nicht gerechnet. Gut es kann nächste Woche, nächstes Monat, in paar Jahren oder? passieren.
Wie soll ich das jetzt ausdrücken, es hat etwas in mir ausgelöst, was mich dazu bringt, mich mit mir auseinanderzusetzen, mehr über mich erfahren zu wollen, aufzuräumen, klären wollen.
Ich bin Soz.päd. und Therapeutin, doch das allein reichte mir schon lange nicht mehr, um die Empfindungen, Ereignisse, die ich immer wieder erlebte, erklären zu können, doch in den letzten Jahren musste ich hauptsächlich stark sein und die Kinder und mich seelisch wieder aufzubauen. So blieb es beim registrieren von Situationen und Ereignissen.
Jetzt empfinde ich den Weg zu mir (ich weiß nicht, wie ich es anderst ausdrücken soll) als genau das, was mir die Diagnose vielleicht sagen wollte.
Ich habe dieses Forum gefunden, weil ich etwas suche, wo ich etwas lernen kann, Erfahrungen austauschen und auf Verständnis mit meinen Gedanken stoße.
Ich hoffe, ich konnte es verständlich rüberbringen,
Eva