Hallo ihr Lieben,
ich bin 43 Jahre jung und seit einiger Zeit auf der Suche nach dem Ich. Ende 2009 begann quasi eine weitere spannende Veränderung.
Doch gehen wird zum Anfang.
Mit 8 Jahren entdecke ich meinen weiblichen Anteil, konnte ihn aber nicht verstehen.
Ich lebte ihn versteckt und war schon früh von
Meditation begeistert und fasziniert. Ich wollte mich verstehen, aber irgendwie klappte es nicht. Ich versuchte einiges, las sehr viel, der Anteil der Selbsterfahrung war aber gering, gemessen zu dem was noch kommen sollte.
Mit 24 zog ich nach Hamburg und konnte dort meine Weiblichkeit in der ersten eigenen Wohnung genauer erforschen. Ich hörte das es Indianer gab, die ein drittes Geschlecht kannten, doch ohne Internet und mit wenig Kontakten war es schwierig. Ich suchte in den Bibliotheken, fand aber recht wenig, ich suchte auch nur in deutsch. Es gab ja kein Amazon das einem das Wissen der Welt zur Tür hereinbringt
Ich lernte eine Heilpraktikerin und weiße Hexe kennen. Sie entdeckte in mir ein Medium.
Tarot, Wünschelrute und Astralreise waren Dinge die irgendwie funktionierten ohne das sie mir groß etwas gezeigt hatte. Mir war etwas komisch bei den Erfahrungen. Irgendwie verstand ich das auch nicht und irgendwie wollte ich das auch nicht verstehen. Es war aber interessant damit "herumzuspielen". Waren doch einige dieser Dinge ein Weg zum Unterbewußtsein. Ich lernte meine jetzige Frau kennen und sie konnte mit diesem spirituellem "Kram" nichts anfangen. Ich verschloß mich. Meine Freundin sollte auch der Weg zurück in die Normalität sein, somit beendete ich auch den weiblichen Anteil, dachte ich. Ich zerstückelte alles und wollte mit siesem "perversen" Verhalten aufhören, es war irgendwie nicht normal. Zu der Zeit konnte ich meine Gefühle immer noch nicht verstehen, geschweige denn anerkennen. Ich hatte sie mir nicht ausgesucht, also gab es nur zwei Wege: arrangieren oder beenden.
Mit 32 kam dann eine schwere, den Ärzten unerklärliche Krankheit, die mich ans Bett fesselte. Durch Anschwellungen aller Lymphknoten war es mir nur unter starken Schmerzen möglich mich zu bewegen. Dann begann die Lunge sich zu verhärten. Die Mediziner und Ärzte hatten keine Lösung. In der siebten Woche dann kam eine innere Stimme. Meine Weiblichkeit meldete sich und das sehr wehemt.
Ich traf Entscheidungen, nahm das was sie sagte und offenbarte an. Innerhalb nur einer Woche verschwand die Krankheit und auch die Lunge löste sich wieder.
Durch sie, meinen inneren Lehrer, nahm ich auch die Weiblichkeit an und begann im Geheimen und auf Reisen als Frau zu leben. Eine sehr interessante Zeit. Vor 5 Jahren dachte ich über Transsexualität nach und war überlegt diese Schritte zu gehen, doch die innere Frau zeigte mir etwas anderes. Die Suche nach den Ursprüngen war wichtig.
Vor etwas über 3 Jahren folgte das große Outing, um mir noch größere Freiräume zu schaffen. Ich lebte wie ich mich fühlte mal Mann, mal Frau und folgte weiter der Intuition. Es kam also vor, das ich den Tag als Frau verbrachte, auch in der Öffentlichkeit oder als Mann. Dies war etwas das auch indianische Kulturen verstanden. Die Vermischung der Geschlechter und Geschlechterrollen.
TG waren in den alten Kulturen Schamanen, Medizinmänner, Visionäre, Berater, Geschichtenerzähler, Mediatoren zwischen den Geschlechtern. Auch bei den Kelten und ihren Druiden gibt es Berichte über Zeremonien die der Druide als Frau durchführte, ähnliches war auch 1600 Jahre Teil der baylonischen Kultur (2100 bis 500 vor Christus).
Das Outing führte zur Gründung eines Netzwerkes für Transgender, einer Ausbildung im Bereich Coaching und im schamanischen Weg.
Ich beschäftigte mich damit was Two-Spirits oder Transgender sind und waren und begann zu verstehen. Mich interessierten die Techniken und Selbsterfahrungen die Kinder oder Menschen durchliefen, wenn sie zum Two-Spirit wurden oder den Weg des Two-Spirit für sich erkannten.
Der Begriff Two Spirit wurde Anfang der 90er Jahre von der Indianischen Gay und Lesbian Szene begründet, um den westlichen Begriff Berdache auszutauschen. Zu diesem Zeitpunkt war das Wissen der ursprünglichen Two-Spirits schon zum Großteil vergessen. Die Techniken der "Schamanen", Weibmänner usw. sind allerdings weltweit sehr ähnlich. Berichte von Anthropologen gibt es seit über 100 Jahren. Auch Transgender (ein Begriff der Ende der 70er Jahre geprägt wurde) fanden Einzug in die Two-Spirits. (Ich kann da später mal mehr zu schreiben, auf was ich gestoßen bin.)
Auch Herr Ulrich (1867), auf dessen Arbeiten Herr Hirschfeld (1910 / 1926) mit aufbaute wußte, um dieses dritte Geschlecht.
Ich schaute mir an was TG in den verschiedenen Kulturen und Zeiten für Rollen hatten und fragte mich, sowie die Geister und den Lehrer: Warum?
Interessant zu was für Büchern mich der Tip meiner Lehreren (in der oberen Welt) führte.
Es war interessant was sich offenbarte.
So begann ich mich tiefer und mehr mit Psychologie, Coaching, Psychotherapie, Trance, Rückführungen und den schmanischen Techniken zu beschäftigen.
Ende 2009 und Anfang 2010 passierte dann etwas interessantes. Ich kam zum Ursprung meiner Gefühle und verstand für mich plötzlich den Schamanismus und seine Bedeutung. Es war eine Kombination aus der Coachingausbildung mit Timeline , Stellungs- und Rückführungsarbeit und dem schamanischen Weg. Die schamanischen Kulturen nennen, es Seelenrückholung oder Schildarbeit, was sehr stark an Stellungsarbeiten nach Satir oder Timeline und Rückführungsarbeiten nach (Jung, James, King, Hackl und anderen) erinnert.
Plötzlich war der "Drang", das "Gefühl", das "Verlangen" anders und weg.
Seitdem ich das weibliche als Anteil in mir trage und es vestanden habe, seinen wahren Ursprung kenne, hat sich mein Weltbild sowie auch die Gefühlswelt sehr verändert.
Das Netzwerk habe ich auch verlassen, um mich jetzt vollkommen auf den neuen Weg zu konzentrieren.
Ich nutze die Erfahrungen, Fertigkeiten und Talente welche mir mein weibliches und auch mein männliches Leben gebracht haben.
Mein Interesse ist vielleicht andere Two-Spirits zu finden (ich würde gern ein paar Arbeiten im Medizinrad mit den Schilden vornehmen) und auch mehr Erfahrungen im Schamanismus (Trommelgruppe, Menschen zum Erfahrungsaustausch etc.) zu finden, meine Reise beginnt gerade irgendwie wieder vom Neuen. Gerne helfe ich Menschen, wenn sie mich suchen.
Durch meine Ausbildung im Bereich Coaching, Trancearbeit, Rückführung und schamanisches Reisen fand ich zu mir selbst. Auch die Jahre des freien Lebens haben ihren Anteil dazu beigetragen.
Ich bin gespannt wohin die "Spirits" mich führen ...
(Meine innere Stimme aus der Zeit der Krankheit traf ich später in der oberen Welt und auch in der Vergangeheit. Ich danke ihr für das was sie mir zeigte, sagte und auch heute noch offenbart. Mein Leben war einfach zu laut, um sie zu verstehen.)
Es ist jetzt fast ein Jahr her, das diese Reise begann. Ich konnte mich während der Zeit beobachten. Heute nutze ich die weiblichen Talente und Fertigkeiten in meiner Arbeit mit Menschen. Die Arbeit mit TG hat seit März abgenommen, dafür kommen andere Menschen auf mich zu.
Jeder hat seinen Weg der Selbstfindung und diese kann zu verschiedenen Lösungen für das eigene Wohl und die eigene Zufriedenheit führen.
Mein Weg ist nur eine Facette des Dritten Geschlechtes. Wenn auch ein sehr alter Weg.
Liebe Grüße
Kalen
Welchen Weg wir auch wählen, es wird der eigene individuelle Weg sein, wenn er aus uns "selbst" kommt.