Die Germanen feierten Jul, das Geburtstsfest der Sonne, in dem die Sonne durch große Räder dargestellt wurde. Wir kennen diese Traditionen bereits aus der den Bräuchen der Sommersonnenwende, die es aber auch zu Ostern gibt. Brennende Wagenräder werden einen Abhang hinunter gerollt. Die Wintersonnenwende war der Beginn der sogenannten "Wilden Jagd", den 12 Rauhnächten. Der Göttervater Odin braust mit seinem Totenheer in diesen Nächten um die Erde. Totenseelen sollen herbeigerufen und eine gute Ernte soll herbeigeführt werden. Diese Zeit ist also die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr. Die
Wiedergeburt der Sonnengöttin Lucina (Lucia) hat in Schweden bis heute Tradition und wird mit einem großen Lichterfest begangen. Die Kelten feierten den 24. Dezember als Fastentag. Bei den Germanen beginnt die Wintersonnenwende am 21.12. mit dem Ritual eines Julbaumes, dem der heutige Weihnachtsbaum voraus gegangen ist.
Zuvor wird ein Julkranz, der Jahreskranz erstellt. Nachdem der heutige Adventskranz entsprungen ist. Schon das erstellen des Julkranzes ist ein eigenes (schönes) Ritual. Zuerst werden dann alle vier Kerzen angezündet und jede Woche eine weniger, um die abnehmende Sonne zu symbolisieren. Am 21.12. werden dann wieder alle vier Kerzen angezündet.
Zudem wurde noch der Ruprechtsabend brauchtümlich gefeiert. Als liebster Bote des Weihnachtsfestes erscheint Ruprecht mit der Lebensrute. Wodan/Odin, der auch den Beinamen "Hruod Percht" (= "Ruhmreicher Percht" = "Ruprecht") trug, galt als
der Lenker der Schlachten, des Schicksals, der Fruchtbarkeit und der Winde. Er schritt als Wanderer über die Erde zur Weihnachtszeit, der Julzeit, und brauste auf seinem Pferd Sleipnir mit seinem Gefolge (Seelen) durch den Himmel. Am 6. Dezember stellte man Sleipnier einen Stiefel mit Hafer vor die Tür, damit er weiter läuft und sich die Zeit weiter dreht. Das Ritual geht noch weiter, bis hin zu den Gaben auf den Tisch, damit die guten Seelen ins Haus einziehen und die bösen vertreiben.
Die heidnische Monatsbezeichnung für Dezember war "Julmond" und so wünscht man sich noch heute in Skandinavien zum christlichen Fest "God Jol" (Frohe Weihnachten)
Im November wurde zuvor Samhain gefeiert. Das heutige Halloween (all hallows eve) wird zudem eigentlich mit Rübengeistern gefeiert und dient der Abschreckung böser Geister.
(p.s. das war alles die Kurzversion

)