Hallo ihr beiden,
ich war letztes Jahr zum 15. Juli an den Externsteinen und ich kann euch sagen, nehmt euch mindestens einen ganzen Tag Zeit, kleine Opfergaben mit und geht in Begleitung einer Freundin/eines Freundes, der ebenso wunderbar orientiert ist wie ihr. Die Kraft, die man dort spürt, ist in all den Jahren nicht vergangen. Überall im Wald sind kleine Möglichkeiten, eingeritzte Kraftlinien in großen Findlingen - da drauf zu liegen und zu meditieren, war unglaublich! - wunderbar verästelte Bäume, Baumkreise.
Und die Steine selbst sind einfach ... mir fehlen die Worte. Am besten, man beginnt wirklich am ersten Stein, dort, wo das Eintrittskartenhäuschen steht. Dort oben ist die Kammer der Weleda, der germanischen Seherin, mit dem Rest ihres Altares oben und dem Fenster, in das das Licht zur Sommersonnenwende auf das verborgene Tor fällt.
Unten am Stein steht der Rest des Rednerpultes, ein Gerichtsort - Gesetzesort. Dann geht man zu dem Torwächter, und wenn man sich traut (und jemanden kennt, der vielleicht die Kammern aufschließt ... wir kannten leider keinen), dann kommt man in die einzelnen kleinen Kammern hinein. Von der ersten Kammer, der Kuppelkammer (wie sie wirklich heißt, weiß ich leider nicht) kommt man bis zur Kammer mit dem Kessel der Wiedergeburt (und der heißt wirklich so), von da aus kann man dann runter zu dem kleinen See, an dem die Steine stehen und in den Former hinein.
Eigentlich war die Formerkammer vorn mit Holz verschlossen, die Novizen legten sich in die menschliche Form, es wurde dunkel, kalt, sie waren allein mit ihren Gedanken, Gefühlen und Wünschen. Aber sie waren neu geboren und konnten sich neu formen (lassen).
In meinem Aol-Blog hab ich ab dem Oktober 07 unseren Besuch bei den wunderbaren Externsteinen aufgeschrieben, wen es interessiert.
Und ich glaube, genau an diesem Tag haben mich die Runen gerufen.
Wenn ich so darüber nachdenke, war der Ruf schon immer da. Doch richtig sehnsüchtig war es erst nach diesem Besuch bei den Externsteinen und ich fühle noch immer die Kraft, wenn ich an sie denke.
Dieser Ort ist mit Runen für mich unglaublich verbunden, beides kraftvoll, beides magisch, beides unzerstörbar und beides nur sich selbst gehörend.
Ich glaube, man kann Runen und Runenkräfte niemals besitzen, oder scherzhaft benutzen, ich glaube, man darf mit den Runen arbeiten, sie sind es, die es einem erlauben, sich ihnen zu öffnen.
Runen sind so viel mehr als nur Orakelstückchen und meine Runen sind aus Buchenstäben.
Wie ist es bei euch? Ich muss (diese Masse an Information *lach*) mir so viel Zeit für meine Runen nehmen ... ich habe erst fünf Runen wirklich gelernt, gelebt, sozusagen. Mit Intonierung, Bewegung, Inhalt, Natur und Gefühl ...
Geht es irgendjemandem auch so?
Und gerade musste ich bei meiner verzweifelten Frage ein bisschen lachen ...
Ich freu mich auf Antworten,
eure Elster.