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Zitat von hari
Eine Minute Küssen ist relativ kurz, eine Minuten die Luft anhalten ist relativ lange, du siehst also das Zeit in deiner Wahrnehmung relativ ist. Vieleicht geht es dir gar nicht so sehr darum deine Wahrnehmung zu verlangsamen, vieleicht einfach nur sie bewußter zu erleben. Wenn es das in etwa ist, hat dir Nennmichfreund schon einen sehr guten Rat gegeben.Versuche es mal mit Meditation im Alltag, wenn du etwas tust, und seien es nur banale Dinge, sowie zb. Geschirr abwaschen, mache es nicht nur mit deinen Händen, sondern mit deinem ganzen Sein. Lasse deine ganze Aufmerksamkeit bei dem was du tust, und sei ganz im jetzigen Augenblick. Natürlich mußt du dies ein wenig üben, denn deine Gedanken tragen dich sehr schnell immer davon fort. Darum wird es nötig sein, das du dich am Anfang dieser Übung 10000 mal am Tag immer wieder in den momentanen Augenblick zurückholst.L.G. Hari !
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ja...sehe ich auch so...
und jedes dieser 10000 mal am tag, bewusst und mit seinem eigenen willen bestücken...
witziges beispiel mit geschirrspülen, hari...
als ich anfing,mich mit meiner wahrnehmung zu beschäftigen, habe ich folgendes gemacht:
an einem freien sommertag, habe ich mir den wecker für 4 uhr morgens gestellt...
und als der wecker klingelte...habe ich mir in unserem garten,an unserm kleinen teich,eine liegefläche vorbereitet...dann hab ich mir meine bettdecke geschnappt und legte mich so hin,dass ich die noch geschlossenen knospen der seerosen sah...
und alles im bewusstsein...meine wahrnehmung langsam wahrnehmen zu wollen...
ich weiss nicht genau...(auf den tag verteilt...),ob ich da mit 10000 mal hingekommen bin...
aber so in etwa...viell.auch mehr...
und ich schaute auf die seerosen...in der hoffnung...ich schaue den seerosen beim öffnen zu...dann schweiften meine gedanken ab und ich schaute mich um,weil ich etwas anderes im garten sah und als ich wieder hinschaute,war die seerose,die ich zur beobachtung auserkohren hatte, schon etwas geöffnet...
jetzt wollte ich nicht mehr wegschauen...mir wurde klar, dass ich ein stück der zeit,in der sie sich das stückchen öffnete...verpasst habe...
ich schaute weiter und sah die spitze der knospe und mir kam der gedanke...selbst eine seerose weiss,was sie tun muss...und der mensch nicht wirklich...
und ich dachte...wie schön es doch eigentlich ist,dass ich lebendig bin und einen eigenen willen hab...und ich wollte,dass ich meine rechte hand hebe und das tat ich...und ich genoss es, wie ein kleines kind...und dann wollte ich meine linke heben und ich tat es...
dann wollte ich auf dem rechten bein stehen und dann auf dem linken und dann wollte ich hüpfen...und alles tat ich,weil ich es so wollte...und es war unbeschreiblich schööööööööööööööööööööööööön...
doch meine seerose...o je...war wieder ein stück weiter auf...ich war doch bei der seerose oder nicht? wieso war ich bei der seerose und doch nicht?
doch noch war sie nicht ganz auf und ich schaute weiter...ich dachte daran,wie mild es doch ist...so ähnlich stellte ich mir den himmel vor...genau die temperatur,die ich ewig aushalten könnte...und habe an gott gedacht...wie wundervoll es ist,wenn sich eine seerose öffnet,als wenn sie den tag nicht verpassen will...um mitzuerleben,wie das leben ist...
plötzlich sah ich neben meiner liegewiese ein kleines holzstöckchen...ich wollte es in die hand nehmen und so tat ich es...und ich schrieb mit dem stöckchen druckbuchstaben in den sand vor dem teich... erst ein senkrechter strich: I, dann unten einen balken anden strich: L, dann kleines stückchen dahinter noch ein senkrechter strich...zusammen:LI, dann kamen noch mehr balken dazu: LIE, dann wollte ich ein paar bogen hinzufügen: LIEB, dann wurde es LIEBE, dann LIEBER...und zum schluss stand da:
LIEBER GOTT ICH LIEBE DICH UND DANN TUE ICH WAS ICH WILL...
und ich dachte...SO WILL ICH NUR DEINEN WILLEN WOLLEN, WEIL ICH ERKANNT HABE, WAS MEIN WOLLEN WILL...
tja...die seerose...war auf...und ich war die ganze zeit wach dabei...schaute sie an und sah nur bruchstücke dessen,was war...
doch ich fühlte mich innerlich so unbeschreiblich WUNDERVOLL...im wörtlichsten sinne des wortes...
und weil es so war...kehrte ich auf die gleiche art und weise,zu meiner seerose zurück bevor sie sich wieder schloss...
und auch da...habe ich das meiste verpasst...
ich weiss nicht...wie viele versuche ich seit dem unternahm...und habe immer bessere fortschritte gemacht...ich wurde mir meines bewustseins immer bewusster...und gott immer näher und näher...
doch durchgehend...ich weiss nicht,wie lange ich noch dafür brauchen werde...aber es ist mir egal,weil dies in der zukunft liegt und ich bin in diesem augenblick...und das so oft und so lange,wie es mir nur möglich ist...
liebe grüsse, marsianer