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Meditation & Energiearbeit

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Alt 06.09.2006, 11:24   Ich traf Buddha unterwegs... Beitrag #1 (permalink)
Gast2277
Gast
 
Beiträge: n/a
Ich traf Buddha unterwegs...

In diesem thread habe ich vor
meine Begegnung mit Buddha zu dokumentieren
es begann alles auf einer Reise nach Indien vor vier Jahren
wo ich Hals über Kopf hinreiste auf der Suche nach seinem Licht

als ich aus Indien zurückkehrte
begann ich zu schreiben
so entstand mein Roman Kismet
der unter anderem auch über Bodh Gaya, die Kalachakra Initiation
mit dem Dalai Lama und die Begegnung mit dem tibetischen Buddhismus erzählt.
was ich als erstes posten werde, passierte vor einem Jahr im Mai
an der Algarve, wo ich seit vielen Jahren lebe:





Alles begann nach einem Meditationswochenende mit Lama Rinpochet in den Monchique Bergen. Die Meditation verlief kraftvoll wie lange nicht mehr. Es war anders als in Bodh Gaya, vor drei Jahren, da war es Erleuchtung während einer Boddhichitta-Meditation.
Was aber an jenem Samstag geschah, war ein sich Loslösen, ein sich Distanzieren vom eigenen Ich.
Claudia starb an diesem Tag... symbolisch betrachtet. Nach dem Mittagessen, welches diesmal schweigend eingenommen wurde, entfernte sie sich ein wenig von der Gruppe und setzte sich an einen Aussichtspunkt. Während sie ihren Blick die Berge hinunter bis zum entfernten Meer schweifen lieβ, tauchte das innere Bild einer groβen Bühne in ihr auf. Sie sah sich dort gleich drei Mal, erkannte dass es sich hier um ihr Leben handelte, dort stand sie am Anfang, in der Mitte und nochmals am Ende jener Bühne, gleichzeitig wusste sie: dies war der Augenblick ihres Todes. Ein überstarkes Gefühl der Vergänglichkeit schien sie zu überwältigen, da holte sie der Gong, welcher zur Meditation rief, zurück in die Wirklichkeit.
Aber was ist Wirklichkeit?
In einen Zustand der Schwerelosigkeit stand sie auf und begab sich zusammen mit den Anderen in den Meditationsraum, wo sie sich drei Mal mit den Anderen auch verbeugte, legte ihren Oberkörper dabei ganz auf den Boden und lieβ sich auf ihrem Meditationskissen nieder.

Shamatha-Meditation, bedeutet mit offenen Augen konzentriert das Bildnis Buddhas zu betrachten.
Da passierte es: zuerst verschwand alles rings um Claudia, löste sich in goldenes Licht auf, und da existierte nur noch sie selbst und der Buddha, der zu ihr sprach: „Da bist du ja!“, Buddha lächelte sie an, ja, er zwinkerte ihr sogar zu. Es war faszinierend Buddha anzusehen und dabei zu wissen, das bin ich selbst!
Aber die Begegnung mit Buddha wurde noch intensiver. Claudia sah wie er die Lippen bewegte: „Ich bin das Alpha und das Omega!“, hörte sie ihn zu sich sprechen.

Lama Rinpochet läutete ein Glöckchen um die Meditation zu beenden, doch Claudia wollte sich gar nicht mehr von Buddha trennen.
Text von Red Spot Hollow

morgen gehts weiter...
 
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Alt 07.09.2006, 11:48   Ich traf Buddha unterwegs... Beitrag #2 (permalink)
Gast2277
Gast
 
Beiträge: n/a
na?
Kommentare gabs keine
ich komme mir hier vor als spreche ich in einem leeren Raum mit vier Wänden
Wenn auf Candomblé keine Reaktion kommt, kann ich doch voll verstehen...

aber Buddhismus?
da war dieser Satz von mir den Buddha sprach: "Ich bin das Alpha und das Omega"
man kann daran Anstoss nehmen... Buddha würde so etwas nicht sagen
...aber Buddha kann ja nur in meiner Sprache zu mir sprechen
und die ist durch das Christentum und gerade durch das Johannesevangelium geprägt.


„Ich komme nachher gleich wieder“, meinte sie zu Buddha und ging zu Rinpochet, was sie äuβerst selten tat. Innerlich lehnte sie Personenkult und all zu groβe Verehrung, strikt ab. Es war meist eine groβe Traube von Menschen um ihn, die immer was von ihm wollten, und die er Rinpochet mit buddhistischer Gelassenheit annahm. Ob es sich um einen Rat handelte, oder einfach um seine Liebe und segnende Anwesenheit, Claudia empfand es als Bedrängung und wollte ihm einfach nicht seine kostbare Zeit nehmen.
Aber heute brauchte auch sie Rinpochet und eilte zu ihm, bevor der Ansturm auf ihn erneut losbrach.
„Ehrwürdiger Lama“, begann sie. „Es war nicht das Bild vom Buddha welches sich auflöste, ihr habt uns geraten dass nicht zu beachten.“ Rinpochet nickte. Claudia berichtete von dem Licht in welchem sich alles ringsum sie auflöste.
„Das ist okay“, meinte er.
„Mache ich auch alles richtig? Buddha sprach zu mir: Ich bin das Alpha und das Omega…“
„Was heiβt das?, wollte Rinpochet wissen.
„The end and the beginning.“
“Ja, das ist richtig!”, sagte er und schien zufrieden.
„Ich habe meine Gefühle bewusst zurückgehalten, denn ich mag keine Sentimentalität und achte sehr genau darauf in meiner Mitte zu sein, aber es war so überwältigend!“ Sie sah ihn fragend an. „Es ist eine so groβe Liebe, dass ich mich dem nicht entziehen kann. Ich glaube ich bin regelrecht in Buddha verliebt. Ist so alles richtig was ich mache?“
„Ja!“ Rinpochet nickte lächelnd.
„Aber wenn das Glöckchen erklingt, dann will ich gar nicht aufhören, ich möchte dann bei Buddha bleiben.“




Red Spot Hollow
 
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Alt 07.09.2006, 13:29   Ich traf Buddha unterwegs... Beitrag #3 (permalink)
Lethe
Banned
 
Registriert seit: 29.05.2006
Beiträge: 346
wenn Claudia mich fragte, würde ich ihr empfehlen, den Buddha zu töten, denn er scheint sie zu hindern^^ vielleicht ihm seine eigenen Worte entgegenhalten?

"Ich erachte die Ansichten der Könige und Führer der Menschen gleich solchen von Staubmotten.
Schätze aus Gold und Edelsteinen gelten mir gleich Ziegeln und Kieselsteinen, und feinste Seidenkleider sind mir nichts anderes als Bettlerlumpen.
Ich sehe Myriaden von Welten im Universum wie kleine Fruchtsamen; und der größte See Indiens paßt als Öltropfen auf die Spitze meines Schuhs.
Die Weisheitslehren der Welt: armselige illusionäre Spielchen mittelmäßiger Magier.
Die höchsten Konzeptionen von Emanzipation entlarve ich als goldenglänzende Schlieren in einem Traum und den heiligen Weg der Erleuchteten als das Spiegelbild von Blumen in einem Auge.
Meditation: ein paar Steine auf einem Berg, und Nirvana: ein Nachtgespenst am lichten Tage.
Die Kategorien 'wahr' und 'falsch' kommen mir vor wie der Schlangentanz eines Papierdrachens, und die Spuren von Aufkommen und Untergang von Glaubensüberzeugungen verlieren sich wie Staub im Wind"


und wo hast du über Candomblé gesprochen, es ist mir völlig entgangen? Daß das überhaupt jemand kennt^^ hast du dich auch mit Umbanda auseinandergesetzt?

Geändert von Lethe (07.09.2006 um 13:36 Uhr)
Lethe ist offline  
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Alt 07.09.2006, 14:05   Ich traf Buddha unterwegs... Beitrag #4 (permalink)
Gast2277
Gast
 
Beiträge: n/a
Zitat:
Zitat von Lethe
wenn Claudia mich fragte, würde ich ihr empfehlen, den Buddha zu töten, denn er scheint sie zu hindern^^ vielleicht ihm seine eigenen Worte entgegenhalten?

"Ich erachte die Ansichten der Könige und Führer der Menschen gleich solchen von Staubmotten.
Schätze aus Gold und Edelsteinen gelten mir gleich Ziegeln und Kieselsteinen, und feinste Seidenkleider sind mir nichts anderes als Bettlerlumpen.
Ich sehe Myriaden von Welten im Universum wie kleine Fruchtsamen; und der größte See Indiens paßt als Öltropfen auf die Spitze meines Schuhs.
Die Weisheitslehren der Welt: armselige illusionäre Spielchen mittelmäßiger Magier.
Die höchsten Konzeptionen von Emanzipation entlarve ich als goldenglänzende Schlieren in einem Traum und den heiligen Weg der Erleuchteten als das Spiegelbild von Blumen in einem Auge.
Meditation: ein paar Steine auf einem Berg, und Nirvana: ein Nachtgespenst am lichten Tage.
Die Kategorien 'wahr' und 'falsch' kommen mir vor wie der Schlangentanz eines Papierdrachens, und die Spuren von Aufkommen und Untergang von Glaubensüberzeugungen verlieren sich wie Staub im Wind"


und wo hast du über Candomblé gesprochen, es ist mir völlig entgangen? Daß das überhaupt jemand kennt^^ hast du dich auch mit Umbanda auseinandergesetzt?

Liebe Lethe,

diese Worte haben mich sehr berührt....
ich weiss es nicht ob es deine eigenen Worte sind?

Nun ja... das "Töte Ihn" ist ja ein Zen Ausspruch
und in dem Buch von Sheldon B. Kopp wird es auch kommentiert
da geht es ja um Psychotherapie, ich lese gerade dieses Buch
so wie man eben auch vom Psychodoktorlein nicht abhängig
werden sollte... naja... unabhängig sein war schon immer mein Leitmotiv

Diese Begegnung mit Buddha ist für mich
die Begegnung mit meinem Ich-Bin gewesen
so sehe ich es... ich blickte in den Spiegel
und sah mich... genau in der Mitte
von Vergangenheit und Zukunft
diese Vision hatte es in sich

Ansonsten bin ich undogmatisch und wenn du
mein Benutzerbild schaust so steht da: Fast food Buddhist

Wie könnte ich sonst Candomlé gutheissen?
Religionen sind die Steine eines Puzzles
und ich achte jede Religion
aber ich halte nicht daran fest

auf einer Wanderschaft
ist vorne der Horizont offen
dort wo der Himmel sanft die Erde berührt


Red Spot Hollow


P.S: Das Buzios Orakel bei Magie gepostet
 
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Alt 07.09.2006, 16:15   Ich traf Buddha unterwegs... Beitrag #5 (permalink)
Lethe
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Registriert seit: 29.05.2006
Beiträge: 346
wie ich sagte, es sind Buddhas eigene Worte, zitiert nach dem Palikanon

Zitat:
und sah mich... genau in der Mitte
von Vergangenheit und Zukunft
wovon sprichst du? Vergangenheit, Zukunft ... ^^ Schlangentänze eines Papierdrachens^^


es gibt viele Möglichkeiten, Candomblé gutzuheißen^^ ich betrachte mich als Hardcore-Zenbuddhisten, und Candomblé ist so nichtig wie auch der Zenbuddhismus nichtig ist^^ in ihrer Nichtigkeit sind sie alle gleichwertig^^
Lethe ist offline  
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Alt 07.09.2006, 16:56   Ich traf Buddha unterwegs... Beitrag #6 (permalink)
Gast2277
Gast
 
Beiträge: n/a
Zitat:
Zitat von Lethe
wie ich sagte, es sind Buddhas eigene Worte, zitiert nach dem Palikanon
danke - jetzt erst hab ichs verstanden


Zitat:
wovon sprichst du? Vergangenheit, Zukunft ... ^^ Schlangentänze eines Papierdrachens^^
ich spreche von der all-gegenwärtigen Gegenwart
der Ewigkeit


Zitat:
es gibt viele Möglichkeiten, Candomblé gutzuheißen^^
AXÈ!!!

Zitat:
ich betrachte mich als Hardcore-Zenbuddhisten, und Candomblé ist so nichtig wie auch der Zenbuddhismus nichtig ist^^ in ihrer Nichtigkeit sind sie alle gleichwertig^^
so viel Nichts aufeinmal huhu... ich staune nur so!
und? gehts dir dort wenigstens gut?
bist du erfüllt?
erzählst du es mir?


Red Spot Hollow
 
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Alt 07.09.2006, 16:58   Ich traf Buddha unterwegs... Beitrag #7 (permalink)
Gast2277
Gast
 
Beiträge: n/a
Der Sonntag war ein grauer verregneter Tag mit dichten Wolken, die über den Monchique Bergen hingen. Claudia dachte an Indien, wie sie in Bodh Gaya diese gewaltige Liebe in ihrem Herzen fühlte und verbunden war mit allen Wesen dieser Erde.
Am nächsten Tag wollte sie den gleichen Zustand herbeimeditieren, aber es war das reinste Fiasko, denn nichts klappte! Was sind Erwartungen?, fragte sie sich, und kam zu der Assoziation einer Schale die bereits angefüllt war, mit Erwartungen und so keinen Platzt mehr für das lieβen was kommen soll. So war sie diesmal ein wenig bescheidener und erwartete nichts.
Und es kam wieder einmal anders als erwartet: die Meditation wurde noch intensiver.
Es war wie ein Hineinblicken in den Spiegel, sie erkannte sich darin selbst als Buddha.
Das goldene Licht um sie herum wurde so intensiv, dass sie dachte, die Sonne scheine, aber als sie den Blick zu den groβen Fenstern auf der Wand gegenüber richtete, gewahrte sie nur dunkle Wolken und Regen. Sie meditierte weiter, wurde mehr und mehr zu Buddha hingezogen. Es war wie ein flüchtiges Verweilen auf einer Lemniskate, links die Vergangenheit die im grauen Nebel der Jahrtausende verschwand und rechts die Zukunft als ein grauer Strom der Unendlichkeit und eigentlichen Illusion, während sie als Buddha oder Ich-Bin das einzig reale war. Und dieser Gedanke ging ihr durch Mark und Bein, ja, er sollte zum Licht ihrer Welt werden für alle kommenden Zeiten.
Dann bemerkte sie wieder das goldene Licht, diesmal direkt über sich. Als sie nachsah, denn sie erinnerte sich nicht daran dass sich ein Fenster an der Decke befand, aber diesen Eindruck hatte sie, als ob über ihr die Sonne durch ein Fenster strahlte, aber da war nur die Zimmerdecke und sonst nichts.




Red Spot Hollow
 
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Alt 07.09.2006, 17:56   Ich traf Buddha unterwegs... Beitrag #8 (permalink)
ReikiMaster
Banned
 
Registriert seit: 05.09.2005
Ort: Myo ist die name der japanische kunst und bedeutet Wu Wei Wu, das tun ohne zu tun
Beiträge: 989
Zitat:
Zitat von Red Spot Hollow
na?
Kommentare gabs keine


„Ehrwürdiger Lama“, begann sie. „Es war nicht das Bild vom Buddha welches sich auflöste, ihr habt uns geraten dass nicht zu beachten.“ Rinpochet nickte.



Red Spot Hollow

das Sein des Nicht Seins: Wu Wei Wu
das ist eben der frage....
ReikiMaster ist offline  
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