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Meditation & Energiearbeit

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Alt 01.05.2008, 11:48   Total verwirrt - ist Meditation mein Weg? Beitrag #1 (permalink)
Lichtlein_2
Erfahrener Benutzer
 
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Registriert seit: 04.12.2007
Beiträge: 188
Total verwirrt - ist Meditation mein Weg?

Hallo Ihr Lieben,


oddyseus05 hat in einem Beitrag 2 Bücher erwähnt über
Meditation. Meditation ohne Geheimnis & Die Kunst des Loslassens jeweils von Ayya Khema. Ich habe sie mir gekauft und auch teilweise gelesen und es haben sich einige Fragen ergeben, über die ich gerne mich mit euch austauschen möchte...

Ayya Khema schreibt, dass Meditation sehr wichtig sei, um Zufriedenheit zu erlangen. Wir sind der Dualität ausgesetzt und verstrickt in 1001 Wünschen, die wir tagein tagaus entwickeln. Und da sie nicht alle in Erfüllung gehen, sind wir unzufrieden und unglücklich anstatt uns zu erfreuen an das, WAS IST. Sie spricht davon, dass die Zufriedenheit sich einstellt, indem wir von dem Begriff Ich wegkommen und uns als Teil des Ganzen empfinden. Es heißt nicht, dass wir nicht weiterhin ungünstige Situationen erleben werden, sondern eher dass wir sie anders betrachten werden. Unpersönlich. Und was man unpersönlich erlebt, ohne Identifikation man viel leichter annehmen kann.

Für mich klang all das sehr erstrebenswert nur kam es mir vor, als müsste man einiges aufgeben, um in diesen Zustand zu kommen. Damit meine ich nicht, dass man die nötige "Arbeit" in Form vom regelmässigen Meditieren verrichten muss, sondern dass man sich von dem Weltlichen loskommt. Wird dann das einem nichts mehr bedeuten? Keine Freude mehr an die Duft der Rosen? Kein Interesse mehr an den Austausch mit den anderen Menschen? Keine emotionelle Reaktionen mehr? Mir kam es vor, als würde man sich dann in anderen Dimensionen bewegen, wo all das Weltliche einen nichts mehr anhaben kann. Als wäre man immer noch da, aber gleichzeitig irgendwie nicht mehr...

Ich weiß nicht, ob ich all das richtig vertsanden habe, aber mit meinen Erkenntnissen sind große Widerstände entstanden. Denn tief in mir verspure ich den Wunsch, dieses Leben zu "würdigen", indem ich doch alles erfahre, was ich erfahren soll, alles erlebe, was ich erleben soll, um das zu lernen, was für mich bestimmt ist. Ist das mit der meditativen Vertiefungen von der die buddhistische Nonne schreibt zu vereinbaren?

Wahrscheinlich haben nur wenige von euch diese Bücher gelesen, aber darauf kommt es nicht an. ich denke, jeder der regelmässig meditiert tut das mit einem Ziel - um sein Geist zu reinigen und zu erleuchtern. So geht es mir natürlich auch, nur habe ich irgendwie angst, dass diese "Erleuctung" mich von dem Weltlichen wegbringt und ich erstmal auf all das Schöne dieser Welt verzichten muss. Versteht mich nicht falsch, ich wäre gerne bereit zu verzichten auf Konsum und auf alltäglichen Erlebnissen, um mich weiter zu entwickeln. Es scheut mich auch nicht von der notwendigen Arbeit, mir geht es eher darum, dass ich mir nicht sicher bin, ob ich mein Geist erheben sollte...

Beim Schreiben merke ich bereits, dass es mir sehr schwer fällt, das auszudrücken, was ich fühle. Versteht mich trotzdem jemand?

Wenn ich das höchste Ziel erreichen sollte und ich mich von all dem Kummer und Leid befreien können sollte, was bleibt dann übrig? Es kommt mir so vor, als würde ich dann mein Ich auflösen und in die universelle Energie reinfließen. Aber bin ich nicht auf dieser Welt gerade um ducrh die Dualität die notwenigen Erfahrungen zu machen? Um durch den Körper die Sinneswahrnehmungen zu benutzen, um zu spüren? Wäre es nicht gegen meiner Bestimmung, gegen mein Ziel, das ich mir vor dies Inkarnation gesetzt habe, wenn ich diesen Weg gehen würde?

Irgenwie empfinde ich das alles wie einen seelischen Selbstmord, als würde mich dem Leben entziehen wollen... Bin sehr verwirrt, bitte verzeiht mir, wenn manches anders rüberkommen sollte, als es gemeint ist. Ich will niemanden verletzen, es sind nur meine Ängste und Zweifeln, die sich in diesem Beitrag manifestieren.

Licht und Liebe für alle Lebewesen dieser Erde,
Gabriele
Lichtlein_2 ist offline  
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Alt 01.05.2008, 12:57   Total verwirrt - ist Meditation mein Weg? Beitrag #2 (permalink)
Satyanetra
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 19.12.2006
Beiträge: 3.771
Sei nicht traurig, Lichtlein.
Gott möchte nicht, daß Du auch nur irgendetwas aufgeben sollst, was Du nicht aufgeben möchtest. Und dies ist auch nicht notwendig, denn Er ist überall und in allem zu finden. Das Leben ist der Ausdruck seines wunderbaren Lichts und Seiner unendlichen Freude. Er ist es, denn wir alle suchen, bewußt oder unbewußt. Gott möchte nur, daß wir glücklich sind. Es wird irgendwann ein Tag kommen, wo Du solch eine große Sehnsucht nach Ihm haben wirst, ein Tag, der wie eine neue Geburt sein wird. Es ist ein Tag, an dem Du fühlen wirst, daß in Deinem Herzen jemand ist, der nach Gott mitleidserregend schreit, wie ein kleines Kind nach seiner Mutter. Dies wird wie der wunderschönste Sonnenaufgang Deines Lebens sein. Deine Freude wird grenzenlos sein. Alles wird dann so kommen, wie es FÜR DICH geplant ist.
Fliehen? Wie kann man vor Gott fliehen, wenn Er doch überall ist und alles durchdringt?
Nein, das kann man nicht. Aber Du kannst, bewußt, in Sein Ebenbild hineinwachsen. Es ist so als ob die Knospe einer Blume sich langsam öffnet, bis sie vollständig erblüht und zu dem geworden ist, zu was sie bestimmt ist. Wenn sie vollständig aufgegangen ist, ist sie zur wunderschönsten Blume in Gottes Universum geworden.
Satyanetra ist offline  
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Alt 01.05.2008, 16:01   Total verwirrt - ist Meditation mein Weg? Beitrag #3 (permalink)
Dephu
Nullpunkt
 
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Registriert seit: 03.06.2006
Ort: Um Stuttgart herum
Alter: 28
Beiträge: 576
Hör nicht auf Cheerfullmoon, sie weiß nicht wovon sie redet.
Sie sagt, man muss nix aufgeben, wenn man nicht will. Das stimmt. Bist du damit glücklich? Nein. Sie trällert was von Liebe und Knospe und Blüte, dabei ist die Knospe ebenso liebenswert wie die Blüte.

Es ist wie du gesagt hast. Du musst dein ICH aufgeben. Die Wichtigkeit von dir, den Wunsch etwas Besonderes zu sein. Denn du bist ganz gewöhnlich aber genauso besonders.

Und diese Aufgabe ist das Einzige, was deine Sehnsucht, deine innere Leere ausfüllen wird. Ganz und gar. Das einzige, das dich davon trennt ALLES BEDINGUNGSLOS zu lieben bist du selbst, dein Ego, das sich viel zu wichtig nimmt. Du frägst mich, wie man unterschiedslos liebt? Indem du alle Konzepte wegwirfst, die dich daran hindern, genau diesen Moment zu lieben und das ist das Ego.

Und das Ego wird überleben wollen, es ist nicht schön zu sterben, alle Konzepte, alles wirklich alles, was wichtig ist aufzugeben, aber es ist die einzige Methode die zu der Liebe führt, die in Wirklichkeit die ganze Zeit da ist.

Hier noch mal was von OSHO dazu

----------------------------------------------------------------------


Du fragst: Was ist Liebe? Warum habe ich solche Angst vor der Liebe?

Und genau deshalb hast du auch Angst vor der Liebe - weil du in dem Moment, wo du in die Frau eintauchst, dein Ego verlierst; und auch die Frau verliert, wenn sie in den Mann eintaucht, ihr Ego.

Das muss jetzt verstanden werden: du kannst nur dann im Ganzen verwurzelt sein, wenn du dich selbst verlierst; anders geht es nicht. Du wirst vom Ganzen angezogen, weil du dich ungenährt fühlst; aber dann, wenn der Moment kommt, dich im Ganzen aufzulösen, wirst du plötzlich sehr ängstlich. Eine große Angst steigt auf, weil du dich selbst verlierst. Du schreckst zurück. Das ist das Dilemma. Jeder einzelne Mensch hat sich dem zu stellen, muss dem begegnen, muss da hindurchgehen, muss es verstehen und transzendieren.

Du musst verstehen, dass beide Dinge aus derselben Quelle kommen. Du fühlst, dass es schön wäre, sich aufzulösen - keine Sorgen, keine Angst, keine Verantwortung. Du wirst ein Teil des Ganzen, so wie es die Bäume und die Sterne sind. Allein schon die Vorstellung ist phantastisch! Sie öffnet Türen, mysteriöse Türen, die in dein Innerstes führen, sie lässt Dichtung entstehen! Sie ist romantisch. Aber wenn du dich tatsächlich darauf einlässt, dann kommt die Angst auf: "Ich werde verschwinden - und wer weiß, was passiert?"

Es ist wie ein Fluß, der die Wüste erreicht, der dem Flüstern der Wüste lauscht... er zögert. Er möchte sie überwinden, möchte auf die Suche nach dem Ozean gehen, fühlt, dass da ein Verlangen ist und eine subtile Intuition und Gewissheit und Überzeugung, die da sagt: "Meine Bestimmung ist es, darüber hinaus zu gehen." Dafür lässt sich kein sichtbarer Grund aufführen, aber da ist eine innere Überzeugung, die sagt: "Ich soll nicht hier enden, ich muss nach etwas Größerem suchen." Irgendetwas tief im Inneren sagt: "Versuche es, versuche es mit allen Kräften, und überwinde diese Wüste!"

Und dann sagt die Wüste: "Hör zu. Der einzige Weg ist der, dich in die Lüfte zu verdunsten. Sie werden dich aufnehmen, sie werden dich über die Wüste hinwegtragen."

Der Fluß möchte über die Wüste hinausgelangen, aber da stellt sich natürlich die Frage: "Was ist denn der Beweis und die Garantie, dass die Lüfte mich wieder zu einem Fluß werden lassen? Wenn ich erst einmal verschwunden bin, werde ich überhaupt keine Kontrolle mehr haben. Was garantiert mir denn, dass ich wieder der gleiche Fluß sein werde, die gleiche Form, der gleiche Name, der gleiche Körper? Und wer will das wissen? Und wie kann ich mich darauf verlassen, dass mich die Lüfte, wenn ich mich ihnen erst ausgeliefert habe, auch wieder laufen lassen?"

Genau das ist die Angst der Liebe.

Du weißt, du bist überzeugt, es gibt ohne Liebe keine Freude, ohne Liebe kein Leben: ohne Liebe hungerst du nach etwas Unbekanntem, unerfüllt, leer. Du bist hohl, du hast nichts. Du bist einfach ein Gefäß ohne Inhalt. Du fühlst die Hohlheit, die Leere und Elend. Und du bist überzeugt, dass es Möglichkeiten gibt, dich zu erfüllen. Aber wenn du dich der Liebe näherst, kommt eine große Angst, ein Zweifel auf: Wenn du jetzt nachgibst, wenn du da wirklich hineingehst - wirst du dann jemals fähig sein, wieder zurückzukommen? Wirst du fähig sein, deine Identität, deine Persönlichkeit zu wahren? Ist es dieses Risiko wert? Und der Verstand beschließt, kein solches Risiko einzugehen, denn wenigstens "bist du da" - wenn auch unterernährt, hungrig, unglücklich - aber wenigstens bist du da. Wenn du dich in irgendeine Liebe auflöst, wer weiß?

Du kommst abhanden, und was ist dann die Garantie, dass es Freude geben wird, dass es Seligkeit geben wird, dass es Gott geben wird?
(...)
Liebe ist Tod. Und Liebende können nicht begreifen, dass dieser Tod nur von dieser Seite aus Tod ist. Von der anderen Seite her ist es die wahre Geburt.

Sie ist schmerzhaft. Und Angst kommt auf, und Zweifel kommen auf, und viele Male fühlst du es und wirst sagen: "So dringlich ist es auch wieder nicht." Der Verstand wird sagen: "Worauf lässt du dich ein? Wofür? Rette dich und flieh!" Und der Verstand wird tausend Fluchtgründe finden, und der Verstand ist sehr schlau im Erfinden von Gründen. Er ist ein Rationalisierer. Wo Gründe fehlen, erfindet er welche. Und sie werden dir gefallen, weil sie deinem Ego gefallen.

Das ist das Unglück, das Dilemma, die Qual: Der Mensch möchte lieben, aber der Mensch bäumt sich auch dagegen auf zu lieben. Bevor du das nicht verstehst und trotz deiner Angst handelst, wirst du nie fähig werden zu lieben.


Quelle: Leben Lieben Lachen von Osho
Dephu ist offline  
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Alt 01.05.2008, 17:29   Total verwirrt - ist Meditation mein Weg? Beitrag #4 (permalink)
IchBin
nixda
 
Registriert seit: 18.01.2006
Ort: in Herz Kopf und Bauch
Beiträge: 2.703
Hallo Lichtlein - du musst gar nix du kannst aber alles - du kannst das was Cheerfulmoon sagt in dein Herz aufnehmen oder du kannst dich von Osho verzaubern lassen. Du kannst dich aufgeben und du kannst dich gewinnen.

Immer wenn ich etwas von Ayya Khema gelesen habe, ging mir das Herz auf und ich wusste, diese Frau hat etwas ganz wesentliches erfahren - leider hab ich es nicht mehr geschafft, sie zu ihren Lebzeiten zu besuchen.

Es geht um Konzepte und auch um das Konzept alle Konzepte fahren zu lassen - und ich denke es ist ein ganz wichtiger Schritt alles aufzugeben um alles zu empfangen - aber du bestimmst deine Schritte, du bestimmst deine Handlungen.

Bei der Meditation ist nicht dieses richtig und jenes falsch - Buddhisten haben eine ganz bestimmte Vorstellung vom meditieren - Zen-Buddhisten noch mal eine ganz spezifische. Und anstatt Bücher zu lesen, würde ich an deiner Stelle irgendwo die Praxis suchen, gehe zu den verschiedensten Meditationslehrern, Gruppen et. und erlebe, was es für dich bedeutet.

Aber ich kann dir versichern, die Blumen werden auch nachher noch riechen und die Menschen werden auch nachher noch auf dein Gemüt einwirken.

Es geht wie überall um Bewusstwerdung - wo sind deine Anhaftungen, wo liegen deine Ängste, und vor was wollen dich deine Ängste beschützen? Schau dir an was in dir passiert, wenn du solche Bücher liest, wenn du meditierst, das sagt etwas über dich aus.

LGIchbins
IchBin ist offline  
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Alt 01.05.2008, 18:59   Total verwirrt - ist Meditation mein Weg? Beitrag #5 (permalink)
odysseus05
Ithaka ist nah.
 
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Hallo Gabriele,

ich war auch sehr verwirrt. Und ich bin es auch heute noch ein wenig.

Ich schliesse mich der Meinung von IchBin an.
Suche Dir eine Meditationsgruppe.
Vielleicht ist ja sogar ein Buddha-Haus in Deiner Nähe.

Ich habe die Bücher von Ayya Khema erst richtig verstanden, nachdem ich
Meditation regelmäßig praktiziert habe.

Und wenn Du Dich im Alltag mal beobachtest, wie häufig Du den Augenblick gar nicht geniessen kannst, weil Du mal wieder in Gedanken verstrickt bist,
dann verstehst Du ihre Aussagen Stück für Stück.

Du wirst den Duft der Rose viel intensiver riechen, wenn Du in diesem Augenblick zu 100% da bist und nicht noch mit etwas Anderem beschäftigt bist.

Du wirst eine andere Freude im Umgang mit Menschen entdecken.
Und zwar wie schön es sein kann, wenn man selbstlose Herzlichkeit offen rauslassen kann.

Du wirst nach wie vor Gefühle haben. Aber Du kannst irgendwann Deine Reaktion auf die Gefühle selbst steuern können. Bisher geschieht dies automatisch über Konditionierungen.

Für mich ist dieser Weg mein Weg zurück zu Gott.
Je mehr ich selbstlose Liebe im Herzen kultiviere und lebe und dabei zeitgleich die negativen Seiten des Egos, wie Zorn, Gier, Verblendung und Angst in den Griff bekomme, um so mehr fühle ich mich mit ihm verbunden.

Die Buddhisten erleben in den höchsten Vertiefungen Nirwana.
Ich habe mal zu meinem Meditationslehrer gesagt, dass für mich Nirwana Gott ist und ich das Gefühl habe, dass ich ihm durch immer tiefere Meditationen ein wenig näher komme.

Der Weg gestaltet sich für jeden Menschen verschieden.
Prüfe selbst wo Dein Weg ist.
Der Weg des Denkens ist allerdings schwerer, als der Weg des Herzens.

Liebe Grüße

Stefan

Geändert von odysseus05 (01.05.2008 um 19:04 Uhr)
odysseus05 ist offline  
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Alt 01.05.2008, 19:20   Total verwirrt - ist Meditation mein Weg? Beitrag #6 (permalink)
Dephu
Nullpunkt
 
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@odysseus05

Wage den Sprung. Du hast nicht begriffen. Es geht bei der Meditation nicht darum, etwas in den Griff zu kriegen. Es geht nicht um die Veredelung deines Egos. Es gibt um den Verlust. Realisiere dass die Rose nicht besser riecht. Das ist nur Einbildung. Du projizierst falsche Vorstellungen hinein.

Wenn du auf dem Weg auf Buddha triffst, töte ihn.

Du bist nicht wichtig. Buddha ist nicht wichtig. Meditation ist nicht wichtig. Gott zu finden ist nicht wichtig. Das wichtigste überhaupt ist die eigene Unwichtigkeit zu erkennen - Die Unwichtigkeit von Allem. Und natürlich ist das hart, denn alle Konzepte, alle Ziele und Ideale werden vergehen und man erwacht schließlich in einem friedlichen Nichts.

Du denkst, während man an einer Rose schnuppert und den Duft genießt, ist es normalerweise so, das Gedanken einen am Genuss hindern. Falsch.

In jedem Genuss gibt es keine Wichtigkeit des Ichs mehr, keine Konzepte. Nur Genuss/Liebe. Danach können wieder Gedanken anfangen aber während dem Genuss gibt es kein Ich. Und der Trick ist, versuche alles zu genießen/liebe insbesondere deine Feinde.

Wenn das nicht klappt, überprüfe, was dich daran hindert zu lieben. Du wirst dann feststellen, dass es deine Konzepte von Liebenswürdigkeit sind, die dich daran hindern. Das, woran sich dein Ich klammert. Und du kannst nur dann bedingungslos lieben, wenn alles, was du für wichtig hällst, alle deine Konzepte abwirfst. Und das kann sehr schmerzhaft sein, mit viel Trauer verbunden, denn in dem Moment des Verlustes vergeht alles. Man gibt alles auf. Alles was sooo wichtig war zählt nicht mehr. Man kann weinen oder lachen aber dann ist man befreit. Das ist der Trick an der Sache...

Ja mir fällt gerade ein.

Erkenne das, was "Wichtigkeit" bedeutet und du wirst merken. Wichtigkeit ist nicht wichtig ^^

Geändert von Dephu (01.05.2008 um 19:25 Uhr) Grund: Nachtrag der mir eingefallen ist ^^
Dephu ist offline  
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Alt 01.05.2008, 19:43   Total verwirrt - ist Meditation mein Weg? Beitrag #7 (permalink)
Lichtlein_2
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Registriert seit: 04.12.2007
Beiträge: 188
Liebe cheerfulmoon,

ich danke dir für deine so bezaubernde Antwort, dort zu sein an dem (inneren) Ort, den du beschreibst klingt sehr verlockend und das macht mir Mut. Gewiss ist am Ende des Weges die Nähe zu Gott, das ist doch das, was ich auch vom ganzen Herzen ersehne. Es geht glaube ich um den Zustand des wahrlichen Friedens, um das Eins-Sein mit allem und dadurch nicht mehr getrennt von der Quelle aller Energie. Tief in meinem Herzen verspüre ich bereits die Sehnsucht, der Tag von dem du sprachst ist nicht so weit entfernt. Aber vielleicht bin ich noch nicht so weit, sonst gäbe es vielleicht diese Zweifeln nicht...

Es strömte so viel Liebe aus deinen Worten, mein Herz hat gelacht und ich danke dir dafür.
Alles Liebe,
Gabriele
Lichtlein_2 ist offline  
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Alt 01.05.2008, 19:52   Total verwirrt - ist Meditation mein Weg? Beitrag #8 (permalink)
Lichtlein_2
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Registriert seit: 04.12.2007
Beiträge: 188
@IchBins

Auch dir danke ich vom ganzen Herzen für dein Posting, hast natürlich Recht, man muss nichts und kann so gut wie alles. Ich werde einfach meditieren und mich bepbachten, wie es mir damit geht, was das alles in mir bewirkt. Bin nicht ganz Laie was Meditation betrifft, nur habe ich es bis jetzt noch nie so streng praktiziert, nach der Auffassung von Ayya Khema war es wahrscheinlich eher ein Hobby. Gebracht hat es mir viel, nur anscheinend nicht genug, denn sonst wäre ich wohl nicht auf der Suche...

Ich glaube zu wissen, dass es mein Ego ist, das so starken Widerstand leistet und ich kann auch nachvollziehen warum das passiert. Es fühlt sich bedroht, anscheinend kann es die Kraft, die aus der Meditation hinausströmt, spüren. Werde mich also beobachten und verhindern, dass ich mich sofort mit diesen Empfindungen identifiziere. Ich glaube nicht an Zufälle, daher sind mir diese Bücher nicht einfach so in den Schoß gefallen, so wie auch alles andere zum richtigen Zeitpunkt geschah.

Licht und Liebe auf deinem Weg,
Gabriele
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