M e d i t a t i o n s k o n t r o l l e :
Eine Geschichte berichtet, daß zur Zeit Guru Gobind Singhs ein Rishi lebte, der alles aufgegeben hatte und sich in die Wälder zurückzog, um zu meditieren. Nun war da auch ein gewisser König, der viele Völker und Gebiete erobert hatte, dessen ganzes Trachten aber dahin ging, den Rishi zu besiegen und ihn seinen Wünschen gefügig zu machen. Dieser ungewöhnliche Ehrgeiz rührte von dem Umstand her, daß der Rishi früher ein großer König gewesen war, ehe er eines spirituellen Lebens Willen allem entsagt hatte.
Als ihm nun des Königs Ratgeber vorschlugen, aufzubrechen, um den Rishi zu besiegen, rüstete er sich und seine Armee für den Kampf und drang in die tiefen Wälder vor. Als er sich dem Rishi näherte, fand er ihn in
Meditation, aber ohne Zauder sprach er den heiligen Mann an und sagte: "Wappne dich zum Gefecht; ich bin gekommen, um mit dir zu kämpfen."
Unbewegt betrachtete der Rishi den König und seine mächtigen Armeen und erwiderte: "Kämpfen? Ich entfloh dem weltichen Leben aus Furcht vor meinem einzigen großen Feind und verbarg mich hier in diesen Wäldern. Meine Seele erschauert noch, wenn sie den Klang seines Namens hört. Selbst wenn ich nur diesen Namen nenne, bebt mein Herz". Der Rishi fuhr fort, dem König seinen Feind zu beschreiben, bis dieser schließlich zornig wurde und ausrief: "Ist dein Feind stärker als ich?" Der Rishi antwortete: "Schon der bloße Gedanke an ihn richtet meine Seele fast zugrunde. Ich ließ alles zurück, um ihn zu entkommen."
Dann verlangte der König, den Namen dieses schrecklichen Feindes zu erfahren. "Was hat es für einen Sinn?" fragte der Rishi; "Du wirst ihn nicht besiegen können." Unerschrocken entgegnete der König: "Kann ich ihn nicht bezwingen, werde ich mich verbrennen." Der Rishi sagte ihm daraufhin, daß der große Feind, von dem ich spreche, das Gemüt sei.
Von diesem Tage an versuchte der König alles, was in seinen Kräften stand, und wandte jedes nur erdenkliche Mittel an, um Kontrolle über sein Gemüt zu erlangen, doch es erwies sich, daß er es nicht vermochte. Nachdem er letztlich sein Versagen eingestehen mußte, verbrannte er sich lebendigen Leibes an einem Ort namens Katasraj.
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Eine interessante Geschichte die aufzeigt, wie schwer es ist das Gemüt/Sinne (was Satan ist) zu kontrollieren. Der Mensch muß immer etwas tun, in Handlung oder in Gedanken. Er ist nicht in der Lage das Gemüt abzuschalten. Es unmöglich NICHTS zu tun oder NICHTS zu denken.
Ein Hilfmittel bietet dabei die Meditation in ihrer Konzentration z. B. auf den hörbaren Ton von rechts kommend oder dem Sprechen eines Mantra (Gebet) in permanenter Wiederholung in Gedanken!
Wer weder Begierde noch Ärger kennt, ist das Abbild Gottes. Trotzdem muß das Gemüt zufriedengestellt werden, denn sonst ist der Mensch nicht lebensfähig. Wir sollten ihm aber nur soviel zugestehen, wie es unbedingt braucht.