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25.04.2011, 13:25
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Wie macht man sich "gedankenleer"? Beitrag #1 (permalink)
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Gast
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Wie macht man sich "gedankenleer"?
Da ich jetzt auf den Trichter gekommen bin, wie sehr Gedanken tatsächlich ALLES beeinflussen, Verhalten und daraus wiederum das Verhalten der Anderen und daraus wiederum das ganze Schicksal von einem, habe ich mich gefragt...wie macht man das denn am Besten, dass man sich gedankenleer macht ?
Ich versuchs aktuell damit, indem ich auf mich achte, wann ich mal wieder komplette Filme in meinem Kopf ablaufen lasse oder mir selbst irgendwas blödes einrede, was ich eigentlich auch von einer anderen Seite sehen könnte wenn ich mir Mühe geben würde.
Hat jemand Ideen, Anleitungen, Lesetipps dazu?
EDIT: Hab von Jack Kornfield eine Meditations-Anfänger-CD entdeckt, evtl. wär das was... aber vielleicht gibt's da noch viel mehr und ich weiß nur nicht unter welchem Begriff ich mich informieren muss?!
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25.04.2011, 13:40
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Wie macht man sich "gedankenleer"? Beitrag #2 (permalink)
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hat Nahlebenerfahrungen
Sternzeichen:
Registriert seit: 10.06.2010
Ort: Aachen
Alter: 33
Beiträge: 2.033
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Für mich sind die Gedanken-Killer Nr. 1 Meditation und Achtsamkeit. Wie Du meditierst, ist dabei eigentlich völlig schnuppe. Wichtig ist nur, dass Dir die Meditationstechnik entspricht. Ich persönlich finde den Meditations-CD-Kram total überflüssig. Man kann sich auch einfach hinsetzen, die Augen schließen und seinen Atem beobachten. Aber bitte nicht Meditation mit Tagträumerei verwechseln.
Mit Achtsamkeit meine ich, einfach seine Gedanken bewusst zu beobachten. Sie einfach nur anzuschauen und gar nicht erst mit ihnen in einen Dialog zu treten, sie einfach wertfrei zu akzeptieren, sie weder zu befürworten noch zu verneinen.
Etwas, was mich persönlich total begeistert hat, sind die Kleshas. Damit verlässt man zwar den Bereich des Nichtbewertens der Gedanken, aber ich fand das sehr hilfreich, um leidbringende Gedankenmuster zu erkennen und aufzulösen.
Die Notbremse für den Alltag, ist für mich immer die Wiederholung von Mantras (z.B. "OM", "OM Namah Shivaya", "Ram", "So Ham",... oder meinetwegen auch christliche, wie "Dein Wille geschehe" oder "Kyrie Eleyson"). Das ist dann zwar strenggenommen keine Gedankenleere, aber einem Nervenzusammenbruch jederzeit vorzuziehen. ^^
Im meine, im Buddhismus (besonders Zen) geht man das ein bischen anders an, aber da kenn ich mich nicht gut genug mit aus.
Geändert von Argos (25.04.2011 um 13:44 Uhr)
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25.04.2011, 17:34
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Wie macht man sich "gedankenleer"? Beitrag #3 (permalink)
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Neuer Benutzer
Sternzeichen:
Registriert seit: 23.04.2011
Alter: 25
Beiträge: 29
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Ich habe schon an anderer Stelle geschrieben, dass für solche Fälle Zen-Rätsel hilfreich sein können. Dabei geht es nur darum zu begreifen und zu erkennen, dass man aus den meisten Gedanken nur so viel herausbekommt, wie man an Annahmen schon hereingesteckt hat.
Kurz: Das meiste, was wir uns an Gedanken machen ist völlig überflüssig, haltlos und realitätsfern. Das versperrt uns den Blick auf die Wirklichkeit. Wir sehen die Welt oft, wie wir sie uns vorstellen und nicht wie sie ist. Denk einmal an optische Illusionen.
Ein weiterer Punkt der mir geholfen hat Mut zu finden das Denken zu lassen ist sich klar zu machen, dass einem nichts verloren geht, wenn man das Denken einmal lässt. Ja an die meisten Gedanken die man im Laufe des Tages hatte erinnert man sich ja nicht einmal mehr.
Der dritte Punkt der mir noch einfällt ist der irrglaube Denken sei klug. Dabei ist das gar nicht wahr. Die meisten Entscheidungen fällen wir ohnehin in Bruchteilen von Sekunden, dafür sind unsere Gedanken viel zu träge. Und die besten und kreativsten Ideen kommen sowieso aus den Momenten zwischen den Gedanken, oder den Moment, in denen wir völlig abstrus und anders denken, zum Beispiel im Schlaf.
Vierter Punkt: Ganz viele unserer Gedanken drehen sich darum, was wir von anderen Personen halten und was diese Personen wohl über uns denken. Wir versuchen Erwartungen zu entsprechen und stellen Erwartungen an andere Personen. Unausgesprochene Erwartungen. Also völlig überflüssig, weil wir sie unserem Gegenüber ja nicht einmal mitteilen und so keinen Beitrag zu einer reibungslosen Kommunikation liefern.
Wenn ich also versuche zu meditieren, sage ich mir, dass dies ein Augenblick ist, in dem ich niemandem auser mir selbst etwas schuldig bin. Niemand knüpft an mich irgendwelche Erwartungen, noch ist jemand hier an den ich meine Erwartungen richten kann. Ich kann mich also einfach einmal um mich ganz alleine kümmern.
Vlt helfen dir diese vier Punkte weiter
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26.04.2011, 19:06
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Wie macht man sich "gedankenleer"? Beitrag #4 (permalink)
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Gast
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Vielen Dank für eure Tipps. Medidations-Musik-CDs finde ich auch total anstrengend...so belangloses Synthiegedudel... ist nicht ich, kann ich mich auch null zu entspannen. Allerdings bilde ich mir ein, ich bräuchte vielleicht eine Stimme, die sich auskennt und mir da was vorquasselt, wie ich das gut machen kann (bislang lese ich nur hier und da mal ein paar Tipps, aber keine richtige Anleitung...und so nen weisen Meditationsmeister aufzutreiben, der einen kurz mal anguckt, einen schlauen Spruch sagt und plötzlich ist alles anders, geht vielleicht auch nicht so schnell).
Hatte bislang nur mal ne Meditations-CD für Kinder. Die war sogar recht toll, allerdings hatte ich an ner Stelle dann leichte Angst ich könnte nicht mehr "aufwachen" bzw. mich bewegen...das war mir zu gruselig und ich hab doch mal geblinzelt und mich gerappelt, seitdem gings auch nicht mehr so intensiv, wie in diesem Moment da. Bislang bin ich auch immer mal über ein paar Zen-Stories gestolpert, und da konnte ich mir tatsächlich immer viel drauß nehmen...habt ihr einen Buchtipp, wo man dazu vielleicht mal unbedingt reinschauen sollte?
Meine Gedanken beobachten tu ich in letzter Zeit schon immer regelmäßig und finds manchmal lustig, was man da so ablaufen lässt und wie man schon ahnen kann wohin es führen würde, wenn man dem Gedanken weiter hinterher hängen würde. PS: Aber ab und zu mal Tagträumen ist doch ok, oder? Sich da mal ab und zu seine Welt zurecht spinnen kann ja auch recht schön sein.
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26.04.2011, 19:11
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Wie macht man sich "gedankenleer"? Beitrag #5 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
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Registriert seit: 07.01.2007
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Alter: 58
Beiträge: 8.509
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Gedanken leer kannst du nur sein, wenn du tot bist!
Du kannst lernen - ohne Worte zu denken, aber du kannst nie aufhören zu denken, so lange du lebst.
Ich rate es jedem ab - der Selbsthypnose macht - die Gedankenleere als wichtig an zu sehen - sie ist es nicht - im Gegenteil.
Gedanken kommen und gehen, man kann sie ziehen lassen, wie Wolken, man kann sie aber einsetzen, um das zu erreichen, was man erreichen und fühlen will.
Ich weiß wohl, dass dies viele probieren - Denken ohne Worte kann man lernen - habe ich auch gemacht - aber es ergibt keinen Sinn - nicht bei der Selbsthypnose.
Ich zweifle auch, dass es bei Meditation so wichtig ist - ich denke, es wird völlig überbewertet.
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28.04.2011, 13:37
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Wie macht man sich "gedankenleer"? Beitrag #6 (permalink)
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Gast
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Naja, man sollte vielleicht lernen sie etwas zu kontrollieren. Zumindest, dass man die die einem nicht gut tun abstellt.
Ansonsten hat mir oben noch der Kommentar
Zitat:
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Und die besten und kreativsten Ideen kommen sowieso aus den Momenten zwischen den Gedanken
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gefallen...denn ja, in den Momenten ist man doch irgendwie am Besten.
Dann evtl. noch ne ABwandlung des Themas: Gibt es einen tollen Trick...blitzschnell aufkommende hinderliche Gedanken abzustellen? Z.B. in nervösen Situationen...Prüfungssituationen...oder Ähnlichem...bilde mir dabei jedoch auch ein, dass sowas immer mal Thema in irgendwelchen Ratgebern über "Mentales Training" ist?!
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28.04.2011, 13:45
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Wie macht man sich "gedankenleer"? Beitrag #7 (permalink)
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Erdenwächter
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Registriert seit: 08.07.2010
Ort: mönchengladbach holt
Alter: 22
Beiträge: 433
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im leben vereinfachen prinziepen das handwerk des menschen+ so kannst du es auch beim geiste anwenden.
die schamanen und buddisthen benutzen naturprinziepien um sich das denken zu vereinfachen und komplexere lösungen zu schaffen*
außerdem ist die kontrolle über sich selbst* sowie das zentrieren der inneren mitte ein wichtiges hab und gut um gedanken abzuschalten und platz für inspiration und bilder schafft.
versuche am tag soviele momente zu erschaffen wies geht* und das denken löst sich von selbst.
bsp*
ein lehrling inder kfz brange* kann am anfang nicht alles umsetzen was er gelernt hatt+ ihm fehlen die praktische erfahrungen.
ein freund von mir jedoch brach im 7ten schuljahr die schule ab und arbeitet ab daan inder wekstatt seines vaters.
mit 18 machte er seinen meister* , er lernte in 4 jahren mehr wissen durch praktische erfahrung als schüler in 4 jahren ausbildung und 10 jahren schule.
den geist zu schulen bringt nix wenn die seele aufder strecke bleibt. die seele nährt sich durch erfahrungen* und ist sie einmal genährt* lässt sie deinem geiste kaum noch platz* sich über dies oder das den kopf zu zergrübeln.
Geändert von xXRaBeXx (28.04.2011 um 13:46 Uhr)
Grund: rechtschreibfehler =(
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28.04.2011, 14:00
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Wie macht man sich "gedankenleer"? Beitrag #8 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
Sternzeichen:
Registriert seit: 07.01.2007
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Alter: 58
Beiträge: 8.509
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Zitat:
Zitat von fantasmo
Naja, man sollte vielleicht lernen sie etwas zu kontrollieren. Zumindest, dass man die die einem nicht gut tun abstellt.
Ansonsten hat mir oben noch der Kommentar gefallen... Und die besten und kreativsten Ideen kommen sowieso aus den Momenten zwischen den Gedanken
denn ja, in den Momenten ist man doch irgendwie am Besten.
Dann evtl. noch ne Abwandlung des Themas: Gibt es einen tollen Trick...blitzschnell aufkommende hinderliche Gedanken abzustellen? Z.B. in nervösen Situationen...Prüfungssituationen...oder Ähnlichem...bilde mir dabei jedoch auch ein, dass sowas immer mal Thema in irgendwelchen Ratgebern über "Mentales Training" ist?!
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Genau - die kreativsten Gedanken sind zwischen den Gedanken.
Nicht abstellen, aber leiten!
Wenn du Gedanken hast, die dich stören, kannst du ganz bewusst deine Gedanken da hin führen, wo du sie willst, an einen Strand am Meer, auf ein Segelboot, an/unter einen großen Baum.....
Nur weil du deine Gedanken änderst, bist du nicht weniger nervös - die Gefahr von Blockaden besteht weiterhin.
Du wirst auch nicht während der Prüfung meditieren!
Aber du kannst die Nervosität ganz gezielt verringern.
Mit mehrfachem tiefen ein und tiefem Ausatmen.
Dazu noch einen "Anker" lösen.
Also die Erinnerung an ein ganz ruhiges Gefühl hervorrufen.
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