Liebe "Zuckermaus",
also einen seriösen kostenpflichtigen Lehrgang gibt es meines Wissens nach nicht. Ich lasse mich gern belehren, aber ich beschäftige mich schon seit über 10 Jahren mit dem System - und im Lehrgangssinne gibt es nix. Was es neuerdings gibt, sind Arbeitskreise (
www.aequilibrio.de). Generell ist jedoch darauf hinzuweisen, dass sich jeder diese Dinge selbst erarbeiten muss. Was den Asperger angeht, hast Du verhältnismäßig Glück - es könnte auch der Kanner sein. Wichtig ist zu wissen, dass der Autismus kein wirklich eigenständiges Krankheitsbild ist, sondern eher die maximale Ausprägung eines Kontinuums. Es gibt relativ weit verbreitet autismusähnliche Persönlichkeitszüge - Alexithmyie genannt -, welche den Zugang zu den eigenen Gefühlen extrem erschweren. Ich kenne Dich nicht persönlich, würde aber anraten einmal darüber nachzudenken, welchem Element Du das Asperger-Syndrom zuordnen würdest. Davon ausgehend, dass das Gefühlsprinzip dem Wasser-Element analog ist, könntest Du also her von einem Ungleichgewicht ausgehen. Du kannst Dich auch durchaus mal fragen, ob Gefühle nicht da sind oder einfach nur suffizíent unterdrückt werden. Abgesehen davon kann es auch sein, dass die moderne Psychiatrie ziemlich willkürlich Dinge zueinander steckt und Diagnosen findet, die möglichweise ganz unterschiedliche feinstoffliche Ursachen haben. Es wäre also auch interessant einmal für Dich zu klären, wie diese Diagnose überhaupt zustande gekommen ist.
Die Frage ist natürlich, wie man das dann angehen kann.
Sehr gute Erfahrungen mit Schwächen in diesem Bereich habe ich mit betrachtenden Meditationen und Liebende-Güte-
Meditation gemacht - beides stammt aus dem Theravada (Hinayana)-Buddhismus und spricht das Gefühlprinzip sehr an. Ich fand da die Ausführungen der Nonne Ayya Khema nützlich.
Alles braucht allerdings seine Zeit und konstantes Üben ist wichtig. Du möchtest das Problem unbedingt lösen und hast dieses drängende Gefühl vermutlich. Hier könntest Du vielleicht ansetzen und Dich mal fragen, wie sich jemand anderes an Deiner Stelle fühlen würde. Wie wäre es, wenn jemand anderes dieses gefühl hätte? Wie fühlt es sich an jemand anderem alles Gute zu wünschen? All diese Dinge . . . Entschuldige meine langen Ausführungen, aber das ist mir eben so zum Thema Autismus eingefallen. Ganz wichtig: Das genannte ist lediglich eine Möglichkeit und erhebt keinen Anspruch inhaltlich treffend zu sein, sondern reflektiert eine Strategie sich solchen Dingen zu nähern.
Herzlich
Alex