Wenn es wirklich um Notwehr geht, würde ich sagen - mindestens das, was notwendig ist, um selbst keinen Schaden zu erleiden.
Beim Schutz für andere ist das schon schwieriger, denn da ist es möglicherweise gar nicht leicht, zu beurteilen, ob es tatsächlich um Notwehr geht, statt um Präventivmaßnahmen oder gar Rache. Und Letztere sind mEn vollkommen anders zu bewerten als die Selbstverteidigung.
Der Schutz für andere, oder das Unterlassen desselben, fiele wohl auch eher unter 'Hilfeleistung' bzw. 'unterlassene Hilfeleistung' als unter 'Notwehr'.
Ich sehe bei der Frage nach den Grenzen am ehesten das Problem, dass das Wertesystem subjektiv ist. Wenn du der Ansicht bist, dass du jemandem keinen Beinbruch wünschen darfst, wäre es nicht gerade weitsichtig, das dennoch zu tun, unabhängig davon, ob es als Notwehrmaßnahme geeignet wäre.
Nach oben wäre die Grenze entsprechend wohl das, was du maximal vor dir selbst rechtfertigen kannst, wenn du dir nicht selbst mit deinem Zauber schaden willst.
Zitat:
Zitat von Istariotep
Wenn es eine lebensbedrohliche Situation ist die nicht mit materiellen Mitteln gelöst werden kann. Situtuationen die man anders lösen kann sollte man anders lösen und Situationen die nicht lebensgefährlich sind erfordern ja nicht zwingend eine optimale Lösung. Sofern hier von einem magischen Angriff die Rede ist.
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Also, verstehe ich das richtig - du wärst bereit, im Falle eines magischen Angriffs 'einzustecken', weil du Magie nur zur Verteidigung deines Lebens einsetzen würdest?
Ich kann mir nicht vorstellen, dass das sinnvoll wäre. Erstens aus Trainingsgründen - sich sonst nicht im Geringsten wehren, aber dann einen Angriff versuchen, wenn die Situation schon lange nicht mehr unter Kontrolle ist? - und zweitens aus der Überlegung heraus, dass es vermutlich gar nicht erst so weit kommen muss, wenn man rechtzeitig seine Grenzen absteckt. Verteidigung an einem frühen Punkt der Auseinandersetzung kann die optimale Lösung sein, die verhindert, dass die Situation weiter eskaliert.
Auf diese Lösung zu verzichten, klingt für mich danach, der Magie (oder zumindest dieser Art von Magie) den Stempel 'böse' aufzudrücken. Als gehöre sie in den Giftschrank, und als sei ihre Anwendung erst dann akzeptabel, wenn absolut keine andere Möglichkeit mehr bleibt, sich zu retten.
Die Einstellung finde ich etwas respektlos, auf jeden Fall aber abwertend. Oder, anders gesagt: Wenn ich die Magie wäre, würde ich mir überlegen, wie weit ich mit jemandem würde zusammenarbeiten wollen, der mir ansonsten so weit wie möglich aus dem Weg geht.
Zitat:
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Magische Verteidigung (etwa Heilung, Schutzzauber etc) kann man theoretisch jederzeit anwenden. Schadet ja keinem.
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Einspruch zu dem Nachsatz: Kann sehr wohl schaden, ob direkt oder indirekt. Die Anwendung würde ich von den Umständen abhängig machen, aber wenn nicht gerade eine lebensbedrohliche Situation vorläge, wäre im Falle anderer Personen zumindest Nachfragen höflich.
edit: Zu der Hitler-Frage: Wenn Hitler nicht gerade selbst vor dir steht, um dich anzugreifen, ist das keine Notwehr.