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22.05.2010, 22:42
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Der magische Weg auf dem Etz Chiim Beitrag #1 (permalink)
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Benutzer
Registriert seit: 31.03.2010
Ort: Milchstraße
Beiträge: 56
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Der magische Weg auf dem Etz Chiim
Betrachten wir den Etz Chiim und die 10 Sephiroth. Das Höhere Selbst (Tiphareth) befindet sich über den unteren 4 Sephiroth und unter den beiden Sephiroth Gebburah und Chesed und ist mit diesen über Äste verbunden. Die Lage des höheren Selbst des Etz Chiim gleicht ungefähr der Position des Höheren Selbst zwischen dem 3. und 4. Chakra.
Auf dem Weg des Etz Chiim bewegt sich der Magier zunächst auf dem Lebensbaum in Richtung Tiphareth. Die unteren vier Sephiroth unterhalb des Schleiers von Paroketh konstituieren das Ego, deren Filter sich in der frühen Sozialisation aushärten. Die magischen Rituale der Elementargrade (Malkuth - Netzach) dienen dazu, die Ausrichtung zwischen Filter, Unbewusstem und Erleben zu transformieren. Der Magische Weg zielt ebenso – wie die Aussöhnung mit dem inneren Kind - auf eine Transformation des Egos.
Der Weg nach Tiphareth vollzieht sich für den Magier allerdings dadurch, dass er auf dem Wege der radikalen Selbsterkenntnis anhand der sowohl-als-auch-Bewusstheit gleichmütig, beobachtend Persona und Schatten (Angst, Scham, Schuld), Gut-Böse-Bewertungen, Dämonen und das Ich dekonstruiert.
Voraussetzung hierfür ist (psychoanalytisch) „Ich-Stärke“ , welche es erlaubt, mit der Kränkung der Schattenarbeit gleichmütig umzugehen.
Indem der Magier Verantwortung in sowohl-als-auch-Bewusstheit übernimmt, erfolgt allmählich gleichmütige Stärkung (Bei-Sich-Sein), was langfristig zu einer fortführenden Stärkung führt, so dass eine fortwährende Schattenarbeit sowie eine Schattenakzeptanz möglich wird, die mit der Kränkung durch den Schatten umzugehen vermag, also nicht die Gelassenheit einbüßt. Auf diese Weise wird allmählich das Überschreiten des Schleiers von Paroketh ermöglicht: aus einem zunächst eher passiven System generiert ein aktives System, das die Einflüsse der höheren Ebenen erkennt: das höhere Selbst wirkt dann nicht mehr indirekt über (unbewusste) Spannungen und Schatten, sondern wird dialoghaft erfahrbar.
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22.05.2010, 22:45
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Der magische Weg auf dem Etz Chiim Beitrag #2 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
Sternzeichen:
Registriert seit: 29.06.2008
Ort: NRW
Alter: 23
Beiträge: 3.754
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Danke, ich bleib bei meinem Weg des Schritt-voran. o.o
Gruß, Asmadin.
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23.05.2010, 11:46
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Der magische Weg auf dem Etz Chiim Beitrag #3 (permalink)
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Registriert seit: 24.03.2010
Beiträge: 0
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Viel weniger eingänglich wär's aber nicht gegangen, oder?
Ein bisschen zu allgemein ausgedrückt, um tatsächlich eine Hilfe zu sein. Bei welchem Schritt bist du denn?
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23.05.2010, 11:51
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Der magische Weg auf dem Etz Chiim Beitrag #4 (permalink)
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Mensch
Registriert seit: 15.06.2008
Beiträge: 200
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Hallo SpiritSelf,
eine interessante, klar strukturierte und verständliche Abhandlung über das, was auf den unteren Pfaden des Lebensbaumes (unter anderem) passiert.
Erinnert mich im Stil ein wenig an das, was der GoldenDawn oder die "Magieschule" veröffentlichen.
Spontan stellte sich bei mir die Frage: Warum schreibt jemand einen solchen Beitrag?
Warum wird dies als "Weg das Magiers" beschrieben?
Die Zerstörung des alten, auskristallisierten Filters, die Alchemisten nennen es Putefraktion,
die Zusammensetzung des in Persona und Schatten zerfallenen Egos sind Grundvoraussetzungen für alles Weitere.
Doch es sei davor gewarnt, zu glauben, es sei der "Magier" der das alles und auch das Nachfolgende vollbringe.
Oder - genauer:
Man stelle sich die Frage, wer dieses Große Werk beginnt und vollendet.
Der Tarot zeigt sehr schön im Schlüssel 1, was der Magier ist und was er tut bzw. nicht tut.
Schlüssel 1 ist mit dem Buchstaben Bet und der Intelligenz der Transparenz verbunden, sowie mit dem Selbstbewusstsein, dem auch das persönliche Ego entspringt.
Magisch tätig zu sein, bedeutet, die Energie von "oben" durch sich hindurch zu leiten.
Transparenz bedeutet Durchlässigkeit. Durchlässigkeit ist eine Haltung, die die Anteilnahme des persönlichen Egos ausschließt.
Das ist zugegeben eine provokante und auch leicht misszuverstehende Aussage.
Auf den unteren Stufen der Entwicklung, von denen wir ja hier sprechen, hat es durchaus den Anschein, als sei es der Magier selbst, der sich bemühe und die Tätigkeiten ausführe.
Diese Illusion ist an sich nicht schädlich, solange man weiß, dass es zwar so erscheint, aber nicht so ist. Denn die Gefahr besteht nicht darin, ein Trugbild zu haben, sondern ihm zu erliegen, in dem Glauben, der Schwanz wackele mit dem Hund.
Es gibt in Wirklichkeit nur Einen, der arbeitet und das ist der höchste Punkt im Lebensbaum, Kether, die Krone, deren Wille sich in Tipheret, dem Höheren Selbst spiegelt. Daher heißt es auch: "Dein Wille geschehe!"
So ist Wille ist erster Linie Empfänglichkeit. Niemand, der das nicht versteht, wird je nach Tipheret gelangen, geschweige denn höher, denn es gilt auch: "Wer nach oben greift, greift nach unten. Er/sie bewegt sich dann, meist ohne es zu wissen, in der Welt der Kelipoth.
Noch einmal zum besseren Verständnis:
Niemand kann aus eigener Kraft auf dem Lebensbaum steigen. Man wird empor gehoben.
Die Arbeit, die dafür notwendig ist, erscheint einem zu Beginn als persönliche Anstrengung. Das ist auch notwendig und in Ordnung, solange man nicht der Illusion verfällt, es sei das persönliche kleine Ego, das irgend etwas vollbringt und der Aufstieg sei eine Art persönlicher Verdienst, der einen vor anderen auszeichne und einen irgendwie besser mache, als den Rest der Menschheit.
Herzlich, Nevyn
Geändert von Nevyn (23.05.2010 um 11:56 Uhr)
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23.05.2010, 11:59
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Der magische Weg auf dem Etz Chiim Beitrag #5 (permalink)
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Mensch
Registriert seit: 15.06.2008
Beiträge: 200
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Zitat:
Zitat von Schattenjaeger
Viel weniger eingänglich wär's aber nicht gegangen, oder?
Ein bisschen zu allgemein ausgedrückt, um tatsächlich eine Hilfe zu sein. Bei welchem Schritt bist du denn?
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Man kann die Menschen nur dann "abholen", wenn man weiß, "wo sie stehen".
Worüber möchtest du eine Erklärung, Schattenjäger?
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23.05.2010, 12:16
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Der magische Weg auf dem Etz Chiim Beitrag #6 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
Sternzeichen:
Registriert seit: 29.06.2008
Ort: NRW
Alter: 23
Beiträge: 3.754
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Nevyn, sehr schön gesprochen, wenn man es aus eurem Blickwinkel betrachtet. Allerdings ist diese Meinung von euch zu verallgemeinert. Euer Paradigma ist nicht meines und definitiv nicht allgemein gültig. Ich z.B. mache meine Schritte und akzeptiere nix, dass mich lenken will, neben mir. Und ich komme voran. Somit ist euer Lebensbaum kein Indikator für die Mächtigkeit der eigenen Magie.
Was bleibt über? Eine Religion. Somit bleibt mir nur zu sagen, dass der Lebensbaum einzig ein religiöses, mythisches Konstrukt der Vergangenheit ist, das weder allgemeine Gültigkeit hat, noch eine Bedeutung für die, die nicht dran glauben. Es ist ein Weg, den die Gläubigen beschreiten (wollen).
Deswegen: Nicht mein Bier, aber wenn ihr wollt, stoß ich auch mit einem Wein mit an.
Gruß, Asmadin.
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23.05.2010, 12:57
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Der magische Weg auf dem Etz Chiim Beitrag #7 (permalink)
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Mensch
Registriert seit: 15.06.2008
Beiträge: 200
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Hallo Asmadin,
niemand erwartet, dass du die Ansichten anderer Menschen teilst.
Wenn es nicht "deins" ist, dann ist das kein Problem.
Natürlich ist der Lebensbaum ein Konstrukt, ein Baugerüst gewissermaßen und nicht etwa das Gebäude selbst. Und es ist auch anfällig für Verdrehungen und Fehlinterpretationen.
Religion kommt von re-ligare, also Rückbindung und das ist es tatsächlich, was der Lebensbaum ermöglicht, unabhängig davon, dass andere Systeme dafür auch geeignet sein können.
Wenn du nichts neben dir duldest, was dich lenken will, dann dürfte es sich auch dort um eine Illusion handeln, denn in der überwiegenden Anzahl seiner Handlungen ist der Mensch von seinen unbewussten Programmen abhängig, die ihm einen eigenen Willen vorgaukeln. Und wer auf diese Programme zugreifen kann, weil er die Techniken kennt, wird dich "fernsteuern" und du wirst auch diese Fernsteuerung als deinen eigenen Willen interpretieren.
Erst wenn diese Programme anfangen, ins Bewusstsein zu steigen, werden sie bearbeitbar. Ob du das jetzt Schattenarbeit oder Pfadarbeit am Lebensbaum oder Traumanalyse oder sonstwie nennst, ist völlig nebensächlich.
Herzlich, Nevyn
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23.05.2010, 13:04
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Der magische Weg auf dem Etz Chiim Beitrag #8 (permalink)
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Benutzer
Registriert seit: 31.03.2010
Ort: Milchstraße
Beiträge: 56
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Hallo Nevyn,
vielen Dank für deinen strahlenden Beitrag.
Zitat:
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Spontan stellte sich bei mir die Frage: Warum schreibt jemand einen solchen Beitrag?
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es sollte ein Kommunikationsangebot darstellen, um genau das zu tun, was wir jetzt tun - nicht mehr.
Zitat:
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Warum wird dies als "Weg das Magiers" beschrieben?
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diese Konstruktion dient einfach dem "Einstieg", die, wenn man über sie hinausgestiegen ist, weggeworfen werden kann.
Zitat:
Doch es sei davor gewarnt, zu glauben, es sei der "Magier" der das alles und auch das Nachfolgende vollbringe.
Oder - genauer:
Man stelle sich die Frage, wer dieses Große Werk beginnt und vollendet.
Der Tarot zeigt sehr schön im Schlüssel 1, was der Magier ist und was er tut bzw. nicht tut.
Schlüssel 1 ist mit dem Buchstaben Bet und der Intelligenz der Transparenz verbunden, sowie mit dem Selbstbewusstsein, dem auch das persönliche Ego entspringt.
Magisch tätig zu sein, bedeutet, die Energie von "oben" durch sich hindurch zu leiten.
Transparenz bedeutet Durchlässigkeit. Durchlässigkeit ist eine Haltung, die die Anteilnahme des persönlichen Egos ausschließt.
Das ist zugegeben eine provokante und auch leicht misszuverstehende Aussage.
Auf den unteren Stufen der Entwicklung, von denen wir ja hier sprechen, hat es durchaus den Anschein, als sei es der Magier selbst, der sich bemühe und die Tätigkeiten ausführe.
Diese Illusion ist an sich nicht schädlich, solange man weiß, dass es zwar so erscheint, aber nicht so ist. Denn die Gefahr besteht nicht darin, ein Trugbild zu haben, sondern ihm zu erliegen, in dem Glauben, der Schwanz wackele mit dem Hund.
Es gibt in Wirklichkeit nur Einen, der arbeitet und das ist der höchste Punkt im Lebensbaum, Kether, die Krone, deren Wille sich in Tipheret, dem Höheren Selbst spiegelt. Daher heißt es auch: "Dein Wille geschehe!"
So ist Wille ist erster Linie Empfänglichkeit. Niemand, der das nicht versteht, wird je nach Tipheret gelangen, geschweige denn höher, denn es gilt auch: "Wer nach oben greift, greift nach unten. Er/sie bewegt sich dann, meist ohne es zu wissen, in der Welt der Kelipoth.
Noch einmal zum besseren Verständnis:
Niemand kann aus eigener Kraft auf dem Lebensbaum steigen. Man wird empor gehoben.
Die Arbeit, die dafür notwendig ist, erscheint einem zu Beginn als persönliche Anstrengung. Das ist auch notwendig und in Ordnung, solange man nicht der Illusion verfällt, es sei das persönliche kleine Ego, das irgend etwas vollbringt und der Aufstieg sei eine Art persönlicher Verdienst, der einen vor anderen auszeichne und einen irgendwie besser mache, als den Rest der Menschheit.
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sehr schön
Liebe Grüße,
SS
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