Tach auch,
ich hab grad so rumgestöbert und bin über einen Thread gestölpert in dems a weng um Blutmagie ging.

Dazu ist mir ein eigener Senf eingefallen, der aber dort eher nicht hingehört.

An sich will ich hier nur kurz eine eigene Erfahrung anreissen und in die Runde Fragen was euch dazu hochkömmt.
Es war einmal vor vielen 24 Stunden, da wandelte ich auf verbotenen Pfaden. Ich trug die Last vieler Familiengeheimnisse und gröbste Verhaltens- und Charakterstörungen mit mir herum. Um da herauszukommen begann ich mich mit Mystik und
Magie zu beschäftigen.

Das war zu anfang auch recht schick, der Bub wurde vom Meditieren ausgeglichener und begann schon fast menschliche Züge anzunehmen.
Dann begann ich irgendwann mit dem Lebenssaft zu experimentieren.
Das entwickelte sich eher zufällig, wenn ich mich bei der Anfertigung (schnitzen) von Talismanen o.Ä. mal schnitt wurde der Saft mit eingebunden, was ja an sich gar nicht schlecht ist.

Als es aber mal richtig gesaftet hat kam ich auf den glorreichen Gedanken ein paar magische Symbole mit meinem Saft zu zeichnen.

Diese Aktion, die nicht in starker Konzentration ausgeführt wurde hat damals Tore geöffnet. Erstmal wars wie ein Rausch; leicht benebelt und euphorisiert schrieb, zechnete und ritualisierte ich wochenlang immer wieder mit meinem Saft.
Es war wie wenn jemand oder etwas immer mehr davon haben will. Wie ein großer Magier kam ich mir damals vor.

Erst als ich den Saft an die Tapete schmierte kam mal der Verstand wieder durch.

Ich hatte einige Jahre an dem Gefühl der Besessenheit zu tragen und es gab noch einige andere negativen Dinge die ich als Auswirkungen von diesen Aktionen ansehe.
Das war jetzt an sich nur die Einleitung

Mein eigentliches Thema beginnt damit, dass ich auch noch Jahre später nichts auf die Reihe kriegte. Jobs maximal 6Mon. Wohnung maximal 9Mon. dann musste wieder ein Befreiungsschlag her. Meditieren ging fast gar nicht, an zwischenmenschliche Beziehung war nicht zu denken. Kurz, sämtliche Lebensumstände waren voll beschissen.
Eines Abends hab ich mich in meiner Verzweiflung gezwungen die gesamte Situation anzuschauen, hab auch eines dieser Blutgedichte herausgeholt, und während dessen verdichtete sich der Wille da jetzt einen wirksamen Schlussstrich zu ziehen.
Dann bin ich erstmal eingepennt.

Jedenfalls ist es über einige Tage gereift, dass ich mir mit dem kleinen Taschenschweizer und Tusche einen Schutz und einen Auftrag in die Haut geritzt habe.
Rückblickend kann ich sagen, dass an diesem Tag eine Kehrtwende eingesetzt hat.
Wenig später, so innerhalb 2 Jahren kamen noch gekaufte (aber selbst gezeichnete) Tätowierungen dazu die auch eine dauerhafte Wirkung haben. Natürlich nicht so intensiv.
Die oben erwähnten geöffneten Tore sind immer noch nicht ganz verriegelt, aber dazu bestand bisher auch keine dringende Veranlassung, weil whatever da rauskommt keine direkte Macht mehr auf mich hat. Die letzten 12 Jahre hat das auch gereicht, aber jetzt muss ich mir so langsam was überlegen weil immernoch indirekte Auswirkungen über mein Umfeld auf mich treffen.