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Insichgekehrter
Registriert seit: 15.03.2010
Ort: In einer doch sehr seltsamen Welt...
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Versuch einer Deutung..
Hallo..
Alles was ich schreibe spiegelt nur das wieder, was ich selber denke, schlussfolgere, nachgelesen oder beobachtet habe. Dies ist in keinster Form so etwas wie eine allgemeine, grundlegende Wahrheit, sondern nur der Versuch einer Deutung.. Dämonen werden großteils als schreckliche Kreaturen beschrieben, deren einzige Aufgabe es ist Leid über die Menschen zu bringen. Dabei besitzt jeder Dämon andere Erscheinungsformen, andere Kräfte und auch andere Methoden gegenüber dem Menschen seiner Aufgabe gerecht zu werden...Nun ist das sicher ein wenig einfach gesagt. Wie schon erwähnt sind zwar die meisten Dämonen als Schreckensbringer charakterisiert worden, allerdings gibt es immer wieder Geschichten über Dämonen, welche auch als Bereicherung, Segen oder gar Heilsbringer beschrieben werden. Das passt natürlich nicht ganz in die duale Charakteristika eines Dämons, schließlich ist jener ja als immerwährend und in jeder Form böse bezeichnet worden, wie kann er dann aber gute Taten vollbringen, die den Menschen helfen, ihn bereichern, segnen oder heilen? Man kann sich nun natürlich darüber streiten wie sehr man diesen Geschichten glauben darf, schon mal da alle Geschichten schließlich nur Erzähltes aus der Sicht irgendeines Erzählers beinhalten und nur schwer mit einem praktischen Inhalt zu füllen sind. Daher wird es auch nicht viel bringen solche bis ins Detail zu vertiefen. Dennoch haben alle Geschichten ein weiteres seltsames Merkmal, das vielleicht für die Theorie zutrifft, dass Dämonen nicht zwingend böse sind, sondern wie das Bewusstsein des Menschen auch größere und kompliziertere Denkmuster erlauben. Seltsam ist, dass die Dämonen weltweit seit jeher stets unterschiedliche Ängste gegenüber verschiedenen Worten oder Gegenständen aufweisen und sich daher auch völlig unterschiedlich in ihrem Charakter verhalten. So gibt es Dämonen die sich vor Kreuzen, vor lateinischen Formeln, vor Feuer, vor Licht bzw. der Sonne aber auch dem Mond, vor gutem Willen, vor Götternamen oder dem christlichen Gott selbst fürchten um nur ein paar Beispiele zu nennen. Das seltsame daran ist nicht, dass ein Dämon unterschiedliche Ängste hegt, sondern, dass er eben viele dieser Ängste nicht besitzt. So gibt es auch genug Fälle von Dämonen, gerade im afrikanischen, aber auch im asiatischen Raum, die den christlichen Gott nicht fürchten, manche wissen von ihm, manche nicht und nur manche haben Angst vor diesem und alles was ihn betrifft, andere wiederum nicht. So gab es aber auch seltener, aber nun auch Dämonen welche die antiken, oder germanischen, oder gar südamerikanischen Götter kannten und diese fürchteten, oder eben nicht. So sprechen auch nicht alle Dämonen die gleiche Sprache und haben daher oft auch nur Ängste vor Sprüchen und Parolen in ebendiesen Sprachen. Aber noch etwas daran ist seltsam. Die Konzentration solcher Dämonen in verschiedenen Gebieten, wobei ich mich nun vor allem auf ihre Sprache und persönliches Wissen beziehe, passt in vielen Fällen auf die historische Vergangenheit ebendieser Gebiete. So sprechen viele Dämonen im asiatischen Raum kein Latein, die im europäischen keine asiatische Sprache. So kennen viele afrikanische Dämonen nicht den Christengott, wohl aber Naturgötter der Gebiete der sie entstammen. Das trifft nicht in allen Fällen zu, aber später mehr. Meiner Meinung nach erscheint es gar nicht so unwahrscheinlich, dass Dämonen keine dual festgelegten Gesichtszüge annehmen müssen, viel eher scheinen sie wie ein Abbild des Menschen zu sein, wohl aber anders in der Form, dass sie oft keinen eigenen Körper besitzen oder sich in irgendeiner Art und Weise polarisiert verhalten, so dass sie manchmal nur bestimmte menschliche Gefühle repräsentieren und sich diesen entsprechend verhalten, so wie es Dämonensichtungen gab, bei denen sich solche als Hass, Neid, Eifersucht oder anderes bezeichnet haben. Andere behaupten beispielsweise auch bestimmte historische Persönlichkeiten in ihrer schlimmsten Form zu repräsentieren. Jene Dämonen sind aber tatsächlich befähigt Ängste und auch Vorlieben, Gefühle wie Hass und auch Liebe zu empfinden und ich glaube so wie diese auch, dass sie es damit ernst meinen und das ist menschlich.Nehmen wir nun an, dass diese Dämonen tatsächlich menschliche Aspekte aufweisen, könnte es dann nicht sein, dass sie einmal tatsächlich solche waren? Es würde zumindestens viel erklären. So könnte ein Dämon, der Latein kann, Gott, sein Wort und das Kreuz fürchtet z.B. ein frommer Christ oder ein Geistlicher gewesen sein. Es verhält sich dann genau so wie das Feuer, denn es kann materielles nicht vollständig vernichten und das was übrig bleibt ist mehr als die Substanz desselben, denn Asche ist nicht gleich Asche. So bleibt beim Tod mancher Menschen ein Teil ihres Geistes erhalten und wird zu einem Dämon. Meistens sind es dann wohl starke Gefühle aber auch traumatische Erinnerungen oder geliebte oder gehasste Personen, die dieses Geistfragment erfüllen. Das sind alles Bindungen an das irdische Leben. Diese Bindung könnten mit viel Geschick auch dazu verwendet werden gegen diese Dämonen vozugehen, denn die meisten Dämonen ertragen wie die Menschen auch nicht den Gedanken daran, wer sie sind oder einmal waren. So hat ein Dämon, der einmal etwas mit dem Christentum zu tun hatte mit großer Wahrschenlichkeit Angst vor den heiligen Worten oder dem Kreuz. Das betrifft in diesem Sinne nicht die Verwendung von verschiedenen Gegenständen, wie dem Salz, dazu später mehr. Das alles schließt nun nicht aus, dass Dämonen irgendwann mehr wissen oder können, als dieser verstorbene Mensch, den sie darstellen oder repräsentieren. Wenn Dämonen nämlich noch immer menschliches Verhalten zeigen können, dann können sie auch lernen und sich wandeln, je nachdem an welchen Ort sie reisen und welches Wissen sie aufnehmen und dazu sind sie sehr wohl in der Lage. Dämonen sind dann aber ebenfalls in der Lage wieder Mensch zu werden, was wiederum bedeuten würde, dass jeder Mensch auch ein Dämon sein könnte, sowie auch jeder Dämon ein Mensch sein könnte.. Nur sehr wenig Dämonen passen nicht in dieses Schema und scheinen keinen irdischen Vorfahren zu besitzen, aber sie sind sehr selten und sollen hier keine Rolle spielen.. Alle Dämonen besitzen in ihrer jeweiligen nichtmenschlichen und abstrakten Form eine starke Verbindung zur Magie, welche nach Charakterzügen verschieden ausgelegt ist. Dämonen scheinen sich auch nicht immer unter Kontrolle zu haben, in ihrer körperlichen, aber auch geistigen Form. Das scheint eine Erscheinung des Todes und des daraus entstehenden geistigen Zustandes zu sein. Manche Dämonen erscheinen so in materieller aber auch in geistlicher Form oder in einer Form außerhalb dieser.. So unterscheidet sich aber manchmal auch die Auswirkung ihrer Magie, die sie nicht immer unter Kontrolle haben. So kann es auch sein, dass manchmal starke Gefühle oder Erinerungen einen Abdruck in der Welt hinterlassen. Besonders gefährlich sind dann die Dämonen die keinen menschlichen Fuß fassen können und sich in ihrem Wesen oder ihrer Verbindung zur Magie ertränken. Es gibt aber Wege sie aus diesem Zustand zu befreien. Der eine Weg ist, sie mit ihrem Zustand vertraut zu machen. Magisch empfindliche Gegenstände wie Salze, aber auch einige Pflanzen und Metalle stellen die richtige Verbindung her um die Dämonen mit ihrer Außenwelt und ihrem Wesen zu konfrontieren. Manche lähmt dieser Zustand in unterschiedlichem Maße, andere werden dadurch ganz oder teilweise vertrieben. Natürlich kann man wenn man geschickt ist, die Dämonen mit ihrer Vergangenheit konfrontieren, wobei sich da jeder Dämon anders, also fast menschlich verhält. Wenn Dämonen besonders magisch gebunden sind, sind sie auch mit besonders magisch beeinflussbaren, leitenden Gegenständen zu verletzen, jedoch rate ich vor dieser Maßnahme ab, da der Unterschied zwischen Dämon und Mensch ab einem bestimmten Niveau nicht mehr existiert. Das kommt aber ganz darauf an wie menschlich der Dämon tatsächlich ist. Der wohl schwierigste aber effektivste Weg einen Dämonen zu vertreiben ist aus ihm wieder einen Mensch zu machen. Es reicht wenn man den Dämonen wie einen Menschen behandelt und ihm das Menschsein lehrt. Es ist nicht einfach und wird gewiss viel Mühe und Zeit verlangen, vielleicht mehr als man in der Lage ist sich vorzustellen, oder mehr als man wenn man standhaft bleibt in der Lage ist zu leisten, denn nicht nur müssen sich Dämonen wandeln, sie müssen ganze Teile ihres Bewusstseins wieder neu erschaffen, wobei sie die Fähigkeit dazu besitzen, es aber oft einfach nicht wissen oder wollen. Das ist der edelste Weg gegen einen Dämonen vorzugehen, aber auch wie gesagt der schwerste. Darüberhinaus ist es immer am ratsamsten einen Dämon, sofern er nicht im Körper eines anderen Wesen festsitzt, wie einen Menschen zu behandeln und niemals zu töten. Wenn man also von einem Dämon denkt oder spricht, so denkt man besser von einem denkenden und fühlenden Wesen mit einer Vergangenheit und Zukunft. Denn auch wenn sie, die wir Dämonen nennen manchmal nicht so verhalten, so besteht die Möglichkeit, dass sie in ihrem Innersten noch immer Mensch sind oder werden wollen und wo hört schon das Menschsein auf und wo fängt es an..? Insbesondere darf man einen Dämonen niemals egoistisch beeinflussen, das käme dem gleich als würde man einen Menschen zu einem persönlichen Wünschen entsprechenden Wesen entfremden und das ist wie auch beim Menschen untragbar. Ebenso ist es möglich solche Wesen in einem bestimmten beeinflussbaren Zustand mit magischen Hilfsmitteln neu zu formen, so dass man ein neues Wesen mit einer völlig unterschiedlichen Fom und einem anderen Charakter erschafft. Solche Wesen werden oft zu den schrecklichsten Zwecken missbraucht. Vielleicht geht es ja schon zu weit davon zu reden, aber die Idee liegt nahe und so viel sei gesagt: Schwarzmagie in dieser Form hat immer genau so große, oder größere Konsequenzen für den Magier, als das was sie bewirkt..
Akkarin
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