Long Móli
ist im schamanistischen China die alte Bezeichnung fuer Drachen-
Magie.
Die chinesischen Drachen haben nichts gemeinsam mit jenen Drachen, wie man sie allgemein im Westen oder aus Hollywood-Filmen kennt.
Drachen-Magier sehen sich als Mitglieder des Drachen-Clans aus dem Sternbild "Draco", das sie als ihre Heimat betrachten.
Die Symbolik der chinesischen Drachen deutet auf diesen Clan hin, der sich im Laufe des irdischen Daseins auch in dunkle und lichte Wesenszuege gewandelt hat, aehnlich wie sie in der westlichen Magie zu finden sind, wenn von "schwarzer" oder "weißer Magie" die Rede ist.
Der erste Abgesandte dieses Clans, der die irdische Buehne betrat, war Fu Hi [Fu Hsi], der als erster "Gelber Kaiser" in die Geschichte eingegangen ist. Er war der Initiator des I Ging - dem Buch der Wandlungen -, das bekannr ist als "erstes Buch unter dem Himmel".
Seit aeltesten Zeiten bis in die heutige Zeit ist das I Ging [Yi Jing] das Handbuch der oestlichen Drachen-Magier, denn seine 64 Hexagramme bilden den Schluessel zur vollstaendigen Aktivierung der menschlichen DNS.
Zu empfehlen sei hier die Schrift von Dr. Martin Schönberger:
"Weltformel I Ging und genetischer Code.", wo das I Ging in seiner biologischen Bedeutung einer westlichen Leserschaft zugaengig gemacht wird.
Die Basis des I Ging ist die Sublimierung der Sexual-, Atem- und Geistes-Kraft und zwar vom Wurzel-Zentrum bis zum Scheitel-Zentrum. Dies wird im I Ging bezeichnet mit "Auf sechs Drachen gen Himmel fahren", wobei jeder "Drache" ein feinstoffliches
Chakra darstellt, das die Chinesen gewoehnlich als Tiegel bezeichnen, als ein Gefaeß, in dem "Nahrung" gekoechelt und verdunstet wird.
Die Drachen-Magie [long moli] ist in den sogenannten acht Trigrammen [Ba Gua] angelegt, welche symbolisch das vollkommene Weltbild darstellen. Die Trigramme beziehen sich auf den Himmel [als Transzendenz], den See, das Feuer, den Donner, den Wind, das Wasser, den Berg und die Erde [als materieller Gegenpol des Himmels].
Hier ist schon deutlich die Beziehung zum Schamanismus zu erkennen, der ja seine Urspruenge im Wesen der Natur hat.
In der Drachen-Magie geht es darum, sich die sieben Kraefte der Natur [einschließlich der achten Kraft als Transzendenz] zugaengig zu machen, um sich in den stetigen Wandel der Zeit einfuegen zu koennen und um eine Basis zu schaffen, sich vom Stofflichen ins Transzendente zu erheben.
Das I Ging ist aber auch das Orakel-Buch aller Dracos, denn der "Geist des I Ging" oder der "Geist Fu Hi´s" irrt sich nie! Mit exakter Praezision erfuellt sich jede Frage, die an das geistige Orakel gerichtet wird.
Viele beruehmte Leute bedienten sich des I Ging-Orakels, um ihre Kuenste oder Faehigkeiten zum Ausdruck zu bringen, wie z.B. Carl Gustav Jung, Lama Govinda, Bob Dylan, Jim Morrison oder Jimi Hendrix, der ja bekanntlich seinen Song "
If Six Was Nine" ebenfalls aus dem Orakel entwickelt hat...
Die Kraefte der Natur machen sich die Drachen zugaengig, indem sie die aeußere Natur in ihrem Wirken nach Innen verlagern, also in sich selbst. Dies geschieht durch eine bestimmte Praxis, die sich in Analogie zur den "acht Kraeften der Natur" befindet:
Himmel [kien] - Kreislauf des inneren Lichtes
See [dui] - Waschen der Organe mit Lebenskraft [oder Qi]
Feuer [li] - Aktivieren des Hitze-Schildes [oder der Yang-Polaritaet]
Donner [zhen] - Wecken und Aufstieg des Drachen aus dem Wurzel-Zentrum
Wind [sun] - Pflege des Atems durch Tiefen-Atmung [Tai Chi-Atem]
Wasser [kan] - Aktivieren des Kaelte-Schildes [oder der Yin-Polaritaet]
Berg [gen] - Betrachten der Stille
Erde [kun] - Entspannen von Koerper, Seele und Geist
Aus den Gefilden der Dracos
2012