Hallöchen liebe DeuterInnen

mir geht es heute um meinen Jüngsten. Er ist fast 7 Jahre alt, geht in die erste Klasse. Seine Lehrerin ist eigentlich ganz nett, denkt aber, dass er ADS hat, weil er ihr zu unkonzentriert ist.
Wir hatten schon mehrere Gespräche mit ihr, unter anderem auch eines mit ihr und der Schulleitung zusammen. Die Schulleiterin meinte, dass er aus ihrer Sicht hochbegabt sei (er rechnet rasend schnell Aufgaben - gestern z.B.: Wenn er sich 20 Päckchen Pokemon-Karten kauft und in jedem Päckckchen 6 Stück sind, wie viel hab ich dann? 20 Sek. später - 120 Stück

).
In allen Gesprächen fällt immer wieder das Wort "Ritalin". Ich bin weder für, noch gegen Ritalin, aber ich denke nicht, dass man einem Kind Ritalin geben sollte, dass sich in einem neuen Land einleben, eine neue Sprache lernen und neue Freunde finden muss, wenn es erst vor 12 Monaten auf einen neuen Kontinent umgezogen ist und seit Januar die erste Klasse besucht in der dann die Probleme erstmalig aufgetreten sind.
Ich selbst komme aus dem pädagogischen Bereich, merke sehr wohl, dass mein Jüngster "Probleme" hat, aber ich denke, dass man das beobachten und ihm noch etwas Zeit geben sollte. Meine Tochter hat ADS, ich bin also auf diesem Auge keineswegs blind.
Auf massiven Druck der Lehrerin wurde er nun einem Arzt vorgestellt. Der Arzt ist völlig meiner Meinung. Es ist hier sehr leicht an Ritalin zu kommen und die Lehrer schreien immer schneller danach und Eltern kuschen eben, damit sie Ruhe haben.
Der Lehrerin hat nicht gefallen, dass der Arzt meiner Meinung ist, sie hat ihn angerufen um ihm die Schwere des Fehlverhaltens unseres Sohns "klarzumachen". Er lies sich aber nicht auf ihre Seite ziehen, sondern hat seinen Standtpunkt, dass es bei meinem Jüngsten eben zu früh ist um ihn durch all die Tests zu jagen, vor ihr vertreten.
Jetzt meint sie, dass er ja nur ein Hausarzt sei (mein Partner hatte der Sprechstundenhilfe gesagt, dass wir einen Arzt brauchen der die Tests für ADS durchführen kann und sie hat uns einen Termin bei ihm gegeben - ist ne Gemeinschaftspraxis von 5-6 Ärzten), und dadurch aus ihrer Sicht eben nicht qulifiziert sei um beurteilen zu können, ob es ADS ist oder nicht.
Diese Woche ist die Lage nun ... naja, ich nenne es mal esakliert

Sie hat ihn den ganzen Tag gestern angeschrien (er ist sehr sensibel) und hat ihn dann in einen Nebenraum alleine gesetzt. Raus durfte er erst, als er "eingesehen" hatte, dass er etwas falsch gemacht hat und böse war

Das 2. Mal hat sie "durchgegriffen", als es in die Pause ging, da durfte er erst raus, als alle anderen Kinder draußen waren, denn sie kann ihm ja nicht mehr vertrauen und muss Angst um die anderen Kinder haben, er könnte sie ja schubsen

Er durfte kein Buch mit nach Hause nehmen (gibt jeden Tag 2 um Lesen zu lernen), weil er mit seinem Bleistift zu nahe am Buch war. Er sagt, dass er damit die Wörter "antippen" wollte - so haben sie es übrigens gelernt. Jedes Wort einzeln antippen, damit er weiß bei welchem Wort er ist.
Heute früh hatte er prompt Bauchschmerzen und wollte nicht zur Schule

Er ist ein Wildfang, aber er verletzt andere Kinder nicht. Für mich ist das ein normales Gerangel unter Kindern, bei uns in der Schule ging das auch so, da kam aber keiner mit ADS

Er sagt immer wieder, dass die anderen Kinder wissen, dass er sowieso immer der Böse in den Augen der Lehrerin ist und deswegen kein Problem mehr damit haben, ihn immer als den Täter hinzustellen - zu lügen.
Er sagt dazu nichts mehr, weil die Lehrerin im eh nicht mehr glaubt

Aus psycholigischer Sicht könnte er Recht haben. Kinder haben sehr schnell heraus, wer von der Lehrerin als Engelchen und wer als Bengelchen oder Teufel gesehen wird. Kinder reagieren darauf prompt, sie wollen ja ihr eigenes Fehlverhalten nicht offen legen - menschlich kindlich halt

So, nun hab ich kaum geschlafen heut nacht, weil mich das sehr mitnimmt und ich nicht weiß, wie ich ihm helfen kann, wie ich reagieren soll. Wir denken über einen Schulwechseln nach. Er möchte gerne bei seinen (neuen) Freunden bleiben.
Wir haben die Lehrerin für Montag zu einem Gespräch gebeten, ich denke das wird auch klappen.
Falls das wichtig ist: Ich lebe in einer festen Partnerschaft, keine Liebschaften, 1 gemeinsames Kind (er) und 2 Kinder aus einer vorherigen Ehe die seit 8 Jahren geschieden ist.
Entschuldigt, dass es so ein langer Text ist, wollte nur die Begebenheiten richtig darstellen, ist ja evt. wichtig für ne Deutung

Schaut ihr bitte für mich drauf? Mir gehts echt mies

Frage: Wie kann ich ihm in der schulischen Situation helfen/zur Seite stehen?
Gelegt:
6 2 7
4 1 5
8 3 9
Rausgefallen:


Ungedreht:








